Daniel Christian Rauch


Daniel Christian Rauch
Christian Daniel Rauch
Bad Arolsen: Büstendenkmal vor seinem Geburtshaus

Christian Daniel Rauch (* 2. Januar 1777 in Arolsen (damaliges Fürstentum Waldeck) in Hessen; † 3. Dezember 1857 in Dresden) war einer der bedeutendsten und erfolgreichsten Bildhauer des deutschen Klassizismus. Er war ein Schüler von Johann Gottfried Schadow und zählt zur Berliner Bildhauerschule.

Im Christian-Daniel-Rauch-Museum, einer Zweigstelle des Museums in Bad Arolsen, ist als Dauerleihgabe der Alten Nationalgalerie Berlin eine Auswahl von Skulpturen Rauchs und seiner Zeitgenossen zu sehen. In der Rauch-Gedenkstätte im Geburtshaus des Künstlers werden vornehmlich Erinnerungsstücke gezeigt.

Inhaltsverzeichnis

Leben und künstlerische Entwicklung

Elternhaus, Kindheit und Jugend

Christian Daniel Rauch wurde am 2. Januar 1777 in Arolsen geboren. Dort wurde er auch am Heiligen Dreikönigstag getauft. Er war der Zweitjüngste von sechs Geschwistern. Zwei seiner Geschwister waren zum Zeitpunkt seiner Geburt schon verstorben, zwei weitere folgten ihnen, als Rauch zwei- bzw. zwanzigjährig war. Sein Vater Johann Georg Rauch wurde 1729 in Flechtdorf geboren. Dieser war erst Soldat, bevor er dann als Kammerdiener des Fürsten zu Waldeck tätig wurde. Rauchs Mutter stammte aus Mengeringhausen und starb im Alter von 77 Jahren.

Die Familie lebte in ärmlichen Verhältnissen, wovon sich jeder auch heute noch in dem restaurierten Geburtshaus Rauchs, (kleines Fachwerkhaus in der Rauchstraße, Bad Arolsen, im fürstlichen Brauereigarten) ein Bild machen kann. Der gebildete Vater ließ seine Söhne an der, früher noch kostenpflichtigen, Bürgerschule Arolsen unterrichten. Zusätzlich bekamen sie Privatunterricht in Latein und Französisch. Die sprachlichen Kenntnisse sowie der gute Umgang bei Hofe sollten ihm später sehr dienlich sein.

Lehrzeit

Als Rauch dreizehn Jahre alt war, begann er seine Lehre bei dem Bildhauer Friedrich Valentin in Helsen. Fünf Jahre später verließ Rauch Valentin, da es keine Aufträge mehr gab. Er wurde von 1795-1797 als Gehilfe von dem Bildhauer und Akademieprofessor Johann Christian Ruhl in Kassel eingestellt. Dieser brauchte ihn dringend für die Ausschmückung des Schlosses Wilhelmshöhe. An der Kasseler Landgräflichen Akademie, wo auch Ruhl lehrte, modellierte er in Ton.

Am Preußischen Hof

Nach dem Tod seines Vaters musste er sein Studium beenden und sein elf Jahre älterer Bruder Friedrich, der zunächst Hofgärtner, zuletzt Kammerdiener beim preußischen König im Schloss Sanssouci in Potsdam war, sorgte von nun an für ihn und seine Mutter. Aber Rauch musste bald auf seine großen Pläne verzichten und die Familie unterstützen, da sein Bruder 1797 verstarb. Der zwanzigjährige Christian Daniel übernahm nun die Sorge für Mutter und Bruder Ludwig. Noch im gleichen Jahr trat er die Stelle seines Bruders an und wurde Kammerdiener bei Friedrich Wilhelm II. Nebenher studierte er Kunstgeschichte und Altertumskunde an der Kunstakademie Berlin. Nach dem baldigen Tod des preußischen Königs wechselte er in den herrschaftlichen Dienst der jungen Königin Luise, die er auf ihren Reisen begleitete. An der Kunstakademie freundete er sich mit vielen Künstlern an, wie z.B. Karl Wichmann, Karl Kretschmar und anderen. Es entstanden erste eigene plastische Arbeiten, er modellierte einige Reliefs nach Skizzen von Gottfried Schadow und wurde hiernach 1803 Schadows offizieller Gehilfe. Schadow war schon mit vierundzwanzig Jahren Leiter der königlichen Bildhauerwerkstatt geworden und erkannte Rauchs Begabung. Seine Arbeit als Lakai empfand Rauch als lästig und doch erfüllte er die Dienste am preußischen Hof gewissenhaft, und obwohl er die hübsche Königin Luise verehrte, wollte er aus ihrem Dienst entlassen werden, da er sich zum Bildhauer berufen fühlte. Er schickte ihr oft Entlassungsbriefe und bat um eine bescheidene Rente, doch dies wurde mehrmals abgelehnt. Er arbeitete bis spät in die Nacht, las Werke von Goethe und Schiller und modellierte, anstatt wie seine Freunde Karten zu spielen.

Wilhelmine Schulze und Rauchs Töchter

In dieser Zeit – Rauch war etwa 25 Jahre alt – begann seine Beziehung zu Wilhelmine Schulze (1783-1855). Obwohl sie ihm zwei Töchter gebar, dachte er nicht daran, sie zu heiraten. Mit dem dänischen Maler Johann Ludwig Lund aus Kopenhagen verband ihn eine enge Freundschaft, und im stetigem Briefwechsel der beiden ist der einzige Hinweis auf die Mutter seiner Töchter zu finden („… fast keine Bildung genossen, übrigens fleißig, häuslich und auch wohl gut, noch ziemlich jung, hübsch an Gestalt, aber sehr hässlich von Kopf“). Und doch kümmerte er sich sehr um seine Kinder sowie auch später um seine sechs Enkelkinder.

Noch im Dienst der Königin Luise kam im Jahr 1804 seine erste Tochter Agnes zur Welt. Zu diesem Zeitpunkt war er noch nicht in der Lage, als Familienvater für sein Kind da zu sein, da er immer wieder auf Reisen ging. 1812 wurde seine zweite Tochter Doris geboren, was bedeutet, dass er nach seinem Italienbesuch die Beziehung zu Wilhelmine Schulze wieder aufgenommen haben musste. Doris war weniger hübsch und von Geburt an kränklich, und so gab er sie zu einer Witwe mit zwei Töchtern in Pension. Nach dem Schulalter nahm Rauch seine beiden Kinder zu sich, und mit Hilfe einer Haushälterin, die ganz zur Familie gehörte, wurde alles für sie getan. Seine Töchter trugen den Namen Rauch, obwohl sie unehelich waren, Rauch hatte sich dieses Privileg bei der Kirche erkauft.

Berliner Gedenktafel in der Charlottenburger Schlossstraße

Agnes wurde aufgrund ihrer Schönheit immer von Rauch bevorzugt, ihr ließ er eine vorbildliche Bildung zugute kommen und führte sie in die Gesellschaft ein. So wuchs sie langsam in die Rolle der Hausfrau und Vertrauten des Vaters hinein, denn mit ihr besprach er seine Sorgen und Pläne. Doris blieb wegen ihrer Krankheit meist zu Hause und übernahm erst später, soweit es in ihren Kräften stand, die Arbeit der Schwester. Agnes’ Ehe mit dem Maler Paul Mila endete bereits auf der Hochzeitsreise, und so tat der Vater alles, um so schnell wie möglich eine Scheidung zu bewirken. Nach zweiter Heirat mit dem Anatomen (= Mediziner) Eduard d’Alton lebte das junge Paar zuerst mit Rauch im Lagerhaus in Berlin. Er förderte die Karriere seines Schwiegersohnes und erreichte beim König, dass Eduard eine Professur in Halle erhielt. Rauch selbst reiste sehr oft nach Halle und ließ für die Familie d’Alton eine Villa erbauen, die er mit eigenen und anderen Bildwerken ausschmückte. Die Verbindung zwischen Vater und Tochter blieb aber weiterhin so eng, dass sie der Ehe nicht gerade gut tat. Seine Enkelin Bertha schrieb in ihren Aufzeichnungen, Eduard könne es nur schwer verzeihen, „…dass sie (Agnes) an ihrem geliebten Vater von ganzer Seele hing.“ Nachdem Eduard 1854 verstorben war, musste die Villa in Halle verkauft werden, doch ein Jahr später, zwei Jahre vor seinem Tod, erwarb er ein kleines barockes Haus in der Charlottenburger Schlossstrasse, in dem man schon während vieler Jahre den Sommer verbracht hatte. Ohne eigene Ehefrau aber ist das Verhältnis zu seiner älteren Tochter so eng geblieben, dass diese nie ein wirklich eigenständiges Leben führte und nach dem Tod ihres Mannes ihre Kinder den Namen d’Alton-Rauch annehmen ließ.

Studienzeit in Rom

Auf einflussreiche Fürsprache hin gewährte ihm Friedrich Wilhelm III. mit Kabinettsorder vom 29. Juli 1804 für sechs Jahre ein Stipendium von jährlich 125 Talern und 12 Groschen für einen Studienaufenthalt in Italien. Seine erste Tochter war gerade erst sieben Monate, Rauch selbst 27 Jahre alt, als er seine erste Italienreise begann. Rauch hatte das Glück, die Reise nach Rom als Begleiter eines jungen Grafen Sandretzky zu machen. Ihre Reise führte durch Deutschland, Schweiz, Frankreich und Italien. Bald nach seiner Ankunft wurde er Wilhelm von Humboldt (einem Freund des Grafen Sandretzky), der als preußischer Gesandter beim Vatikan fungierte, und dessen Ehefrau Caroline vorgestellt und bald darauf in dessen Familien- und Freundeskreis, einem hochkarätigen Künstler- und Gelehrtenkreis, integriert. Mit von Humboldt befreundet und lange Zeit von ihm gefördert, porträtierte er dessen Tochter Adelheid in Marmor und beschäftigte sich damit 16 Jahre lang, da dieses Porträt seinen Idealvorstellungen entsprechen sollte. In Rom lernte er seine beiden Vorbilder, die berühmten klassizistischen Bildhauer Antonio Canova und den Dänen Bertel Thorvaldsen, kennen und freundete sich mit ihnen an. Nach Humboldts Weggang lebte er in der Künstlerherberge Casa Buti. 1809 wurde Rauchs Stipendium auf 400 Taler jährlich erhöht.

Der künstlerische Durchbruch – das Grabmal der Königin Luise

Grabdenkmal für Königin Luise

Nachdem sich Wilhelm von Humboldt für ihn eingesetzt hatte, erhielt Rauch im Herbst 1810 einen Auftrag des preußischen König Friedrich Wilhelm III. für ein Grabmal, denn dessen Ehefrau Luise war, erst 34-jährig, gestorben. Er war allerdings an ganz entschiedene Pläne des Königs gebunden. So wollte dieser in der liegenden Statue seine Gemahlin in Lebensgröße sehen, Rauch dagegen hielt eine Überlebensgröße für notwendig. Sein Freund Thorvaldsen hatte freundschaftlich zu Gunsten Rauchs auf den Wettbewerb für das Grabmal verzichtet und auf ähnliche Weise ist später Rauch zugunsten seines Freundes und Lieblingsschülers Ernst Rietschel beim Auftrag für das Weimarer Goethe-Schiller-Denkmal zurückgetreten.

Von März 1811-1812 hielt sich Rauch in Berlin auf, wo er die Grabstatue, unter fast täglichen Besuchen des Königs, in Gips modellierte. Auf Grund der Beurteilung anderer Künstler und Sachverständiger genehmigte der König schließlich die Überlebensgröße der Statue. Nun kam ein anderes Problem für Rauch hinzu:

Grabmal des Generals von Scharnhorst auf dem Invalidenfriedhof Berlin. Teilansicht

Er wollte die Marmorarbeit gerne in Rom ausführen, der König aber hätte auch die endgültige Statue gern unter seinen Augen entstehen sehen und rang sich das Zugeständnis für Rom nur schwer ab. 1812 konnte Rauch das Gipsmodell nach Rom abschicken. Es kam zwar in Trümmern an, aber diese ließen sich wieder gut zusammenfügen. Rauch beschloss, Statue und Sarkophag in Carrara roh anzulegen und erst in Rom zu vollenden. Nach der Vollendung des Grabmals wurde es für die Seefahrt nach Hamburg verladen. Rauch erfuhr aus der Zeitung, dass das Schiff gekapert worden war, und erst fünf Monate später kam die Nachricht, dass das Grabmonument auf einem anderen Schiff in Cuxhaven angekommen sei. Rauch konnte es noch vor der Rückkehr des Königs vom Wiener Kongress von den Salzwasserschäden befreien und in dem dafür neu erbauten Mausoleum im Schlosspark Charlottenburg aufstellen. Heute noch wird man beim Betrachten des Grabmals die Bewegung des Königs verstehen, als er gleich nach seiner Ankunft das Mausoleum aufsuchte, da Natürlichkeit, Anmut und Harmonie des Werks beeindrucken. Wie im Schlummer liegt die Königin da, im schlichten Gewand, die Beine, aller Tradition zuwider, natürlich übereinander geschlagen. Kein Wunder, dass dieses erste große Werk Rauch schnell zu einem bekannten, ja berühmten Bildhauer machte.

Rauch lebte abwechselnd in Rom und Carrara, wo er gemeinsam mit Friedrich Tieck, der ebenfalls ein Schüler Schadows war, und einigen anderen Künstlern den Sarkophag ausführte. Das Verhältnis zu Tieck war nicht immer problemlos, da er anfangs von dessen Wissen profitierte, bald jedoch bildhauerisch überlegen war. Mit großer Anteilnahme erlebte Rauch aus der Entfernung den Niedergang Preußens sowie auch den Befreiungskrieg. Ihm wurde selbst in Italien mit Verbannung gedroht, und er musste sich einmal zwischen Carrara und Rom freikaufen.

Fürsten- und Feldherren-Statuen

Reiterstandbild Friedrichs des Großen Unter den Linden in Berlin

Neben seiner rastlosen Arbeit mit Spatel, Meißel und Feile wurde er auch wegen seines umfangreichen Briefwechsels bewundert. Er wurde von überall her um Rat in künstlerischen Dingen gefragt. Ein Standbild des Zaren Alexander I. von Russland, das Rauch für 1817 geplant hatte, konnte er erst drei Jahre später vollenden, da sich zweimal der Marmor als rissig und unbrauchbar erwies; aber die Denkmäler Scharnhorsts und Bülows wurden fertig. Bei diesen drei Statuen und den Sockelreliefs trat zum ersten Mal die Frage der Kleidung für Rauch auf. Da er die klassischen griechischen Werke als den Höhepunkt der plastischen Kunst empfand, blieb er bei seinem Standpunkt und mochte seine von ihm geschaffenen Statuen in klassische Gewänder kleiden. So lehnte er es noch dreißig Jahre später ab, die Geistesheroen Schiller und Goethe als Gruppe für Weimar anders als im „idealen“ Kostüm zu entwerfen. Weil der berühmteste unter den Stiftern des Doppeldenkmals, König Ludwig von Bayern, auf seiner „teutschen“ Auffassung bestand, verzichtete Rauch auf den Auftrag, der an seinen Schüler Rietschel ging. Rauch war von seiner bildhauerischen Grundschule, der Antike, und von dem zu benutzendem Material, dem Stein und dem Erz, her, nicht in der Lage, eine aus der Emotion kommende Bewegung darzustellen; Pathetisches, Effektvolles lag ihm fern. Bei aller realen Ähnlichkeit in Gesichtszügen und Gestalt sucht er seinen Geschöpfen eine zum Idealen strebende Allgemeingültigkeit zu geben, ohne jedoch eine innere Bewegung bei ihnen zu verbergen. Sein Streben nach In-sich-Geschlossenheit und ruhiger Harmonie trug ihm in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts den Vorwurf der Schwunglosigkeit und des Mangels an Anmut ein. Auf das Breslauer Blücher-Standbild wird noch einmal zurückzukommen sein, wenn von der Sorgfalt die Rede ist, die Rauch an Standort, Umgebung und Größenverhältnisse seiner Denkmäler verwandte (folgend bei Arbeitsweise des Bildhauers...).

Neben vielen Fürsten- und Feldherrenstatuen fertigte er auch Bronze- und Marmorbüsten von Goethe und Dürer an, ebenso sei erwähnt, die Büsten für die Walhalla (Gedenkstätte) in Regensburg.

„Glaube, Liebe, Hoffnung“

Glaube, Liebe, Hoffnung

Ein besonderes Kapitel sei der Gruppe, den Statuen „Glaube“, „Liebe“ und „Hoffnung“ von Rauch gewidmet, die in der Arolser Stadtkirche neben und vor dem Altar standen und nach der Kirchenrenovierung (1957/1958) einen neuen Platz in einer Wandnische fanden.

Anlass zum Entwurf der Statue „Glaube“ war eine 1821 geäußerte und nach zehn Jahren wiederholte Bitte um eine Plastik für die dortige Stadtkirche. Rauch gab deshalb seinem Knaben Camillo (Figur des Waisenknaben vom Francke-Denkmal in Halle wurde übernommen) eine Schale in die Hände, die er bittend vor sich hält. Dieses ist die Bezeichnung für Knaben aus edlen römischen Familien, die bei Götterverehrungs- und Opferverhandlungen tätig waren. Er beschloss, dem Gotteshaus eine größere Gruppe zu stiften. Dem Knaben mit der Bibel, der den „Glauben“ verkörpert, stellte er die Figur mit der wärmenden Flamme als „Liebe“ gegenüber. Bei einem Besuch Rauchs in Arolsen, dem ersten nach 23 Jahren, wurde die Aufstellung der Skulpturen besprochen. Dieser Besuch wurde zu einer triumphalen Ehrung für den Bildhauer. 1845 entwarf Rauch die Figur der „Hoffnung“, aber erst 1852, als die Arolser schon glaubten, sie würde für immer eine ferne Hoffnung bleiben, konnte sie in der Kirche aufgestellt werden. Endlich, beim Weihnachtsgottesdienst 1852, konnte sich die Gemeinde die „Hoffnung“ zum ersten Mal mit den himmelwärts gehobenen Händen ansehen.

So sehr die Arolser, vor allem auch die Bürger, ihn 1844 auch ehrten, um so kleinlicher verhielt sich die Kirchenbehörde, als er der Stadtkirche 1852 Gipsabdrücke der vier Kardinaltugenden Weisheit, Mäßigung, Gerechtigkeit und Stärke schenken wollte. Sie hielt die Allegorien nicht vereinbar mit dem christlichen Standpunkt und wollte sie deswegen nicht. Rauch, tief verletzt über die Ablehnung, schwieg daraufhin drei Jahre und schenkte die vier Allegorien (=Darstellung) schließlich 1856 dem Fürsten zu Waldeck, der sie im Treppenhaus des Schlosses anbringen ließ.

Reisen und Ehrungen

Christian Daniel Rauch, 1855

In der zweiten Hälfte seines Lebens ging Rauch öfter auf Reisen, um bei der Einweihung seiner Denkmäler dabei zu sein, um antike Skulpturen zu kaufen oder nur eine Einladung eines Bildhauerkollegen oder eines Fürsten anzunehmen. Er bereiste viele europäische Städte und besichtigte Kirchen, Schlösser, Museen sowie Werkstätten und Ateliers seiner Bildhauer-Zeitgenossen. Allein drei Italienaufenthalte konnte er von 1805 bis 1818 nachweisen.

Grab auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin

Er wurde in gelehrte Gesellschaften, Akademien und Künstlerkreise aufgenommen und man bedachte ihn mit zahlreichen Auszeichnungen und Orden. Die größte öffentliche Ehrung erhielt er nach der Enthüllung des Friedrich-Denkmals (bronzenes Reiterstandbild, welches in Berlin steht). Er erhielt eine Plakette, die von der Königlichen Akademie der Künste zur Ehrung Rauchs gestiftet worden ist. Die Vorderseite zeigt innen das Reiterdenkmal und auf dem Rand die bedeutendsten Werke Rauchs bis zu jenem Zeitpunkt, die Rückseite das Profil Rauchs.

1851 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Universität Berlin verliehen.

Lebensabend und Tod

Noch in seinem 81. Lebensjahr gelang Christian Daniel Rauch eines seiner reifsten Werke, die Statue des Förderers der Landwirtschaft, Albrecht Thaer. Im Oktober 1857 begab sich Rauch zu einer Operation nach Dresden. Diese konnte allerdings nicht ausgeführt werden, da Rauch durch eine akute Erkrankung immer schwächer wurde. Mit schwerem Blasenleiden und an Urämie leidend, starb er am 3. Dezember 1857, um sieben Uhr morgens, nachdem er 48 Stunden ohne Bewusstsein gewesen war.

Die Arbeitsweise des Bildhauers und sein Atelier

Dürer-Denkmal auf dem Albrecht-Dürer-Platz in Nürnberg, Standbild in Bronze, nach einem Modell von Christian Daniel Rauch von Jakob Daniel Burgschmiet 1849 gegossen

Von der Skizze zur Statue

Bevor Rauch seine Skizzen zu einer Bildnisstatue machte, besorgte er sich erst einmal alle nur erreichbare Literatur über die Person sowie auch alle Bilder, die er bekommen konnte. Die dann angefertigten Skizzen wurden dem Auftraggeber, meist Fürsten, aber später auch Bürgervereinen und Städten, vorgelegt, die vielfach Änderungen wünschten. Nach ihrem Einverständnis wurde zunächst ein kleines Gipsmodel angefertigt, dann ein sogenanntes Hilfsmodell in etwa halber Größe des endgültigen Standbildes. Er hat die Modelle zuerst nackt angefertigt, um keine anatomischen Fehler zu machen. Diesen Modellen hängte er manchmal Stoffbahnen um, an denen er den richtigen Faltenwurf studierte. Da Rauch sehr sparsam war, nutzte er diesen Stoff manchmal für Mäntel seiner Enkelkinder. Auch befasste er sich eingehend mit der Örtlichkeit, die für die Aufstellung des Denkmals vorgesehen war. Er forderte zum Beispiel Pläne, Skizzen der umstehenden Gebäude und Bodenprofile an oder wählte unter mehreren Plätzen aus. Erst hiernach konnte die richtige Größe festgelegt und dem vorläufigen Kostenanschlag ein endgültiger nachgereicht werden. Die nun folgende Ausarbeitung der Statue erfolgte in Ton. Damit dem oft viele Zentner schweren Koloss Halt gegeben werden konnte, richtete man vorher ein starkes Eisengerüst als Skelett auf und schichtete den Ton darum. Die Schaffung des Tonmodells dauerte Monate. Dabei musste der Ton ständig feucht gehalten werden, damit er nicht rissig wurde. Von dem Tonmodell wurde mit großer Vorsicht und Sorgfalt eine Kopie in Gips abgenommen. Solche Gipsmodelle, die leicht zu modellieren waren, glichen genau der späteren Ausführung in Marmor oder Bronze.

Rauch stellte gelegentlich einige Gipsmodelle in seiner Werkstatt öffentlich gegen ein Entgelt aus und ließ dies dem Waisenhaus oder anderen mildtätigen Einrichtungen zukommen. Sollte also das Standbild in Marmor ausgeführt werden, so musste man sich zuerst grob von der Außenseite, dann vorsichtig mit Meißel, Raspel und Feile an das Bildwerk heranarbeiten. Diese Arbeit konnte Rauch weitgehend seinen Mitarbeitern, Schülern und den geschickten italienischen Marmorwerkern überlassen und legte dann nur die letzte Hand an. Anders hätte die fast unglaubliche Anzahl der Skulpturen von Rauch nicht entstehen können. Er schuf in seinem Leben mit Hilfe seiner Schüler und Lehrlinge rund 50 Statuen, 150 Büsten und 90 Reliefs.

Rauchs Werkstatt im „Lagerhaus“

Als Rauch in Berlin war, wurde er bei einem verzweifelten Kampf um eine geeignete und genügende Werkstatt krank und erholte sich erst, als er das so genannte „Lagerhaus“ zur Verfügung gestellt bekam. Rauch bezeichnete damals seine Werkstatt als seine Heimat. Als er die Werkstatt in Berlin bekam, konnte er endlich seine Werkstatt in Carrara auflösen und Tieck mit vier der geschicktesten italienischen Marmorwerkleute nach Berlin kommen lassen. Das Lagerhaus wurde zur Keimzelle der Berliner Bildhauerschule. Rauch selbst war unablässig tätig, gönnte sich bis ins hohe Alter nach dem einfachen Essen keine Ruhe, und der Gang zur Werkstatt war ihm auch in trüben Tagen ein Trost.

Werke

Das Ehepaar Niebuhr - Marmorrelief auf dem Alten Friedhof Bonn
Francke-Denkmal
Kranzwerfende Viktoria (1838–45), Alte Nationalgalerie (Berlin)

(Auswahl)

  • Adelheid von Humboldt als Psyche, sitzende Marmorstatue, Rom 1810
  • Grabdenkmal der Luise von Preußen (Berlin, im Mausoleum in Charlottenburg), vor 1815, Marmor.
  • Marmorstatuen von Bülow, Scharnhorst und Blücher neben Schinkels Neuer Wache in Berlin, 1819
  • lebensgroße Goethebüste, 1820
  • Zwei liegende Löwen (unsigniert, Rauch zugeschrieben, möglicherweise von seinem Werkstattmitarbeiter Th. Kalide mit konzipiert), 1823, im Jahr 1840 von dem Lübecker Konsul Johann Daniel Jacobj gekauft und vor seinem Haus in der Großen Petersgrube in Lübeck aufgestellt, von 1873 bis 1942 vor dem Hotel Stadt Hamburg auf dem Klingenberg, nach der Zerstörung des Hotels sichergestellt; jetziger Standort vor dem Holstentor
  • Marmorbüste Carl Friedrich Zelters (1758-1832), Berlin, Sing-Akademie, 1825
  • Denkmal August Hermann Francke für Halle/Saale, 1825-1829
  • Denkmal für Friedrich von Kleist für Merseburg, 1825/26
  • Goethe im Hausrock, Statuette, 1828
  • Bronzestatuen der polnischen Fürsten Mieczyslaw und Boleslaw für den Posener Dom, 1841
  • Arbeiten für die Walhalla (bei Donaustauf): Büsten von Raphael Mengs (1808), Hans Sachs, van Dyck, Admiral Tromp, Martin Schön (1813), Snyders (1814), Blücher (1817), Graf Diebitsch-Sabalkansky (1830), Scharnhorst (1831), Dürer(1837) und 6 Victorien (zwei sitzend, vier stehend)
  • sitzende Statue Max I. Joseph, Erzguss von J. B. Stieglmair (München, 1825/35)
  • Dürer-Standbild in Nürnberg (1830/1840), Erzguss von J. D. Burgschmiet
  • Marmorstatue Kranzwerfende Viktoria (1838–45), aus dem Berliner Stadtschloss - jetzt Alte Nationalgalerie (Berlin)
  • Modell für Dürer-Denkmal in Nürnberg, vor 1849, von Jakob Daniel Burgschmiet 1849 in Bronze gegossen.
  • Sarkophagfigur Friedrich Wilhelms III., Berlin, 1846
  • Reiterstandbild König Friedrich II. von Preußen auf der Straße Unter den Linden in Berlin 1851
  • Bronzestatue Albrecht Thaer 1859, Lichthalle im Hauptgebäude der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät, Invalidenstr. 42
  • Statue Immanuel Kant für Königsberg 1864 gegossen von Hermann Gladenbeck, verschollen 1945. Ein Nachguss wurde 1992 auf Veranlassung von Marion Dönhoff am Originalplatz wieder aufgestellt
  • Moses im Gebet, gestützt von den Hohepriestern Aaron und Hur, Marmorgruppe an der Friedenskirche in Potsdam
  • Zwei Bronzehirsche für das Jagdschloss Platte bei Wiesbaden

Wirkung Rauchs

Rauchs Schule

Durch die große Anzahl seiner Schüler hatte Rauch großen unmittelbaren Einfluss auf die Künstler seiner Zeit. Etwa zwölf seiner Schüler sind durch ihre Werke bekannt geworden. Wenn sehr junge Bewerber um Aufnahme in seine Werkstatt baten, empfahl Rauch ihnen meist, vier bis fünf Jahre bei einem Steinmetz in die Lehre zu gehen, um die Technik dieses Handwerks gründlich zu erlernen, um sich dann anschließend der Bildhauerkunst zu widmen.

Zu seinen Schülern gehörten unter anderen der Berliner Künstler Friedrich Drake, der die Viktoria der Berliner Siegessäule fertigte, und Ernst Rietschel, der so bedeutende Skulpturen wie das Goethe-Schiller-Denkmal in Weimar schuf.

Rauch, der Förderer

Für viele Gebiete der Kunst und des Kunstgewerbes hat Rauch sich sein Leben lang interessiert und betätigt. Er half der Bildhauerei dadurch, dass er behauenes Material zur Verfügung stellte. Er wurde von Fürsten und wohlhabenden Leuten als Berater für Marmoreinkäufe aus Italien und Griechenland hinzugezogen. Auch um das Material Bronze kümmerte sich Rauch. Er sorgte dafür, dass die Berliner Gießerei mit guten Formern und Gießern besetzt war. Weiterhin sorgte er dafür, dass tüchtige Fachkräfte nach Petersburg und Paris geschickt wurden. Im Laufe seines langen Lebens hatte Rauch verschiedene und unterschiedlich intensive Freundschaften, bei denen er in gleicher Weise gab und nahm. Sein besonderes Interesse galt sein Leben lang den Menschen aus seiner Heimat.

Rauch in Arolsen

Rauchstiftung

Das Geburtshaus des Bildhauers Christian Daniel Rauch kam nach dem Tod seiner Mutter Maria Elisabeth Rauch, geb. Hildebrand, 1810 in den Besitz seiner Tante Luise Hildebrand, weil der Künstler auf sein Erbe verzichtet hatte. Durch sie wurde das Haus an ihren Schwiegersohn Christian Engelhard in Mengeringhausen weiter vererbt. Dieser starb 1856, und das Hausgrundstück wurde zum Verkauf angeboten. Die Stadt Arolsen erwarb das Hausgrundstück mit den beiden Gebäuden für 1204 Taler. Man wollte eine Unterkunft für alte und mittellose Menschen schaffen. Der 79-jährige Künstler war darüber so erfreut, dass er für dieses Altenheim einen ansehnlichen Geldbetrag spendete. Dieser Betrag bildete den Grundstock zum Vermögen der Rauchstiftung. Es vergingen weitere drei Jahre bis zur Verwirklichung der Idee. Nach Rauchs Tod wurden 1859 die Statuten der Rauchstiftung vom regierenden Fürsten Georg Victor von Waldeck und Pyrmont genehmigt.

1950 wurden die Statuten der Stiftung nach eingehender Beratung aufgelöst, da die Stiftung ihren Zweck nicht mehr erfüllen konnte und die Einkünfte zur entsprechenden Fortführung der Anstalt nicht mehr ausreichten. Nun wurde das Vermögen der Stiftung zu einem anderen „dauernden, milden und gemeinnützigen städtischen Zweck und zur Erhaltung des Andenkens an Rauch“ verwendet.

Rauch-Gedenkstätte

auf einer Briefmarke von Berlin, 1957

In Berlin befand sich ein Christian-Daniel-Rauch-Museum, das im Zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstört wurde. Die Idee, in Arolsen eine Erinnerungsstätte an Christian Daniel Rauch zu schaffen, entstand nach der Zerstörung des Berliner Museums. Die heutige Rauch-Gedenkstätte befindet sich im Geburtshaus von Christian Daniel Rauch. Die Besucher sollen einen Einblick in die Wohnkultur des 19. Jahrhunderts und Informationen über die Familie Rauch bekommen.

Christian-Daniel-Rauch-Museum

Selbstbildnis aus dem Jahre 1828 (Gips, getönt).

Rauchs eigentlichen künstlerischen Nachlass findet man in der Alten Nationalgalerie in Berlin, die eine der bedeutendsten Kunstsammlungen des 19. Jahrhunderts aufweist. Für das Christian-Daniel-Rauch-Museum in Arolsen wurde daraus eine reiche Auswahl zusammengestellt, die als Dauerleihgabe im Marstall-Gebäude des Bad Arolser Schlosses ausgestellt und durch Filme über sein Leben und seine Arbeiten mit Bronze, Marmor und Gips ergänzt wird.

In der Rauchstraße befindet sich das Geburtshaus mit der oben genannten Rauch-Gedenkstätte. Hier kann man den Stammbaum Christian Daniel Rauchs betrachten sowie eine auf lateinisch geschriebene Urkunde mit einem Originalsiegel des Kaisers Friedrich Wilhelm IV. und viele andere Gegenstände und Büsten aus Gips, zum Beispiel Rauch als junger und alter Mann. Neben dem Geburtshaus befanden sich Schweine- und Ziegenstall sowie die Toilette. Hinter dem Haus findet man heute noch einen Garten, in dem wilder Hopfen wächst, sowie eine Rose aus dem Jahr 1855.

Neben dem einzigen Gymnasium in Bad Arolsen, das seinen Namen trägt, hat auch der im Jahr 2000 gegründete Lions-Club Bad Arolsen den Namen Christian-Daniel-Rauch mit in den Clubnamen aufgenommen (erster Clubpräsident war Bernd Radeck, zum Zeitpunkt der Gründung stellvertretender Schulleiter der Christian-Rauch-Schule, Bad Arolsen).

Quellennachweis

  • Christian Daniel Rauch. Jubiläumsschrift zum 200. Geburtstag des Bildhauers Christian Daniel Rauch. Herausgegeben im Auftrag der Stadt Arolsen und des Waldeckischen Geschichtsvereins von Helmut Weber und Günter Jedicke, Arolsen 1977
  • Christian Daniel Rauch. Museumshefte Waldeck-Frankenberg 15, herausgegeben von Günter Jedicke mit Beiträgen von Bernhard Maaz, Monika Peschken-Eilsberger, Jutta von Simson und Dietmar Vogel, Arolsen 1994
  • Dr. Elke Riemer-Buddecke: Christian Daniel Rauch. Leben und Werk. In: Von der Bürgerschule zum Gymnasium-150 Jahre höhere Schulbildung in Arolsen. Herausgegeben von der Christian-Rauch-Schule, Bad Arolsen anlässlich des 150-jährigen Schuljubiläums, August 2002

Literatur

Weblinks


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