Das Dschungelbuch (1967)


Das Dschungelbuch (1967)
Filmdaten
Deutscher Titel Das Dschungelbuch
Originaltitel The Jungle Book
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1967
Länge 75 Minuten
Altersfreigabe FSK o. A.
Stab
Regie Wolfgang Reitherman
Drehbuch Larry Clemmons,
Ralph Wright,
Ken Anderson,
Vance Gerry
Produktion Walt Disney
Musik Filmmusik:
George Bruns
Lieder:
Robert B. Sherman
Richard M. Sherman
Terry Gilkyson
Orchestration:
Walter Sheets
deutsche Liedtexte:
Heinrich Riethmüller
Schnitt Tom Acosta,
Norman Carlisle
Besetzung

Sprecher englisch, deutsch

Das Dschungelbuch (Originaltitel: The Jungle Book) ist der 19. abendfüllende Zeichentrickfilm der Walt-Disney-Studios. Es basiert auf den Dschungelbuch-Erzählungen von Rudyard Kipling, wurde am 18. Oktober 1967 veröffentlicht und war der letzte Zeichentrickfilm in Spielfilmlänge, der noch von Walt Disney selbst produziert wurde. Dieser verstarb noch während der Herstellungsphase.

Der Film erlangte vor allem in Europa eine enorme Popularität, nicht zuletzt wegen der Lieder im Film. In Deutschland ist der Film sogar der bisher erfolgreichste. 2003 erstellte die Bundeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit zahlreichen Filmschaffenden einen 35 Filme umfassenden Filmkanon für die Arbeit an Schulen und nahm Das Dschungelbuch in die Liste mit auf.

1990 produzierte Disney die Serie Käpt’n Balu und seine tollkühne Crew. Die Hauptfigur der Serie war Balu, der zwar nun ein Pilot war, aber trotzdem immer noch denselben Charakter wie im Film hatte. Auch Louie (als Barbesitzer) und Shir Khan (als reicher Firmenmogul) tauchten in der Serie auf.

1996 erschien die kurzlebige Serie Die Dschungelbuch Kids, die die Kinderzeit der Dschungelbuchtiere zum Thema hatte. 2003 erschien mit Das Dschungelbuch 2 eine Fortsetzung zum Film.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Erzählt wird die Geschichte des Findelkindes Mogli aus der Sicht des Panthers Baghira, der das „Menschenjunge" im Dschungel findet und bei einer Wolfsfamilie unterbringt. So lebt Mogli zehn Jahre glücklich und zufrieden im Dschungel.

Doch dann droht Gefahr: Der Tiger Shir Khan will Mogli töten, bevor dieser alt genug ist, Shir Khan selbst umzubringen, denn nur Menschen können mit Feuer umgehen – und das ist das Einzige, was der Tiger fürchtet. Die Wölfe und Baghira möchten Mogli zu einer Menschensiedlung in Sicherheit bringen, doch davon ist Mogli gar nicht begeistert. Dennoch brechen er und Baghira auf. Sie verbringen die erste Nacht im Dschungel auf einem Baum. Kurz bevor Baghira einschläft, gerät der Menschenjunge in die Falle von Kaa, dem Riesenpython. Während Kaa damit beschäftigt ist, Baghira zu hypnotisieren, kann sich Mogli befreien und Kaa vom Baum herunterwerfen. Am nächsten Morgen werden sie von einer Elefantenkompanie geweckt, der sich Mogli für kurze Zeit anschließt. Mit dem jungen Elefanten „Junior“ freundet er sich an. Jedoch muss Mogli kehrtmachen, da Elefantenoberst Hathi keine Menschen mag. Baghira setzt die Reise mit Mogli fort.

Im Dschungel weigert sich Mogli weiterzugehen. Er sieht nicht ein, den Dschungel zu verlassen, und klammert sich an einem Baum fest. Baghira versucht, Mogli am Hosenboden wegzuzerren; Mogli wehrt sich und kann sich aus der misslichen Lage befreien. Der Panther verlässt Mogli verärgert, behält das Menschenjunge jedoch im Auge. Aber anstatt die Gefahren des Dschungels zu umgehen, zieht Mogli auf eigene Faust los und trifft den gemütlichen, unbekümmerten und naiven Bären Balu. Dieser „adoptiert" den sorglosen Mogli und wird sein Lehrer in Sachen Gemütlichkeit.

Doch wenig später bemächtigen sich die Affen des Menschenkindes, weil deren König King Louie mit seiner Hilfe das Geheimnis des Feuers herausfinden möchte. Nachdem Mogli, Balu und Baghira entkommen konnten, muss auch Balu einsehen, dass Mogli im Dschungel nicht sicher ist. Mogli fühlt sich verraten und macht sich wieder alleine auf den Weg. Baghira bittet daraufhin die Dschungelpatrouille, bei der Suche nach Mogli zu helfen. Doch Shir Khan kann die Pläne belauschen und macht sich ebenfalls auf die Suche nach Mogli. Währenddessen gerät Mogli erneut in die Fänge von Kaa, dem es gelingt, den Jungen in seinen Bann zu ziehen. Durch den plötzlich erscheinenden Shir Khan abgelenkt, entgeht Kaa, wie Mogli sich befreit und flieht.

Mogli trifft neue Freunde, die vier Geier Buzzy, Dizzy, Ziggy und Flaps. Während eines plötzlichen Gewitters greift der gefürchtete Tiger Mogli an. Balu kann mithilfe der Geier gerade noch einschreiten und rettet Mogli vor Shir Khans Klauen, wird aber dabei vom Tiger bewusstlos geschlagen. Mogli besiegt den Tiger, als er einen durch einen Blitzschlag entflammten Ast an Shir Khans Schwanz befestigt – der Feind flüchtet panisch. Baghira und Mogli halten den immer noch reglos am Boden liegenden Balu für tot und Baghira hält eine ergreifende Trauerrede auf den Bären. Balu jedoch lebt, ist wieder bei Bewusstsein und genießt die Lobeshymne auf seine Person.

Das Ende der Reise scheint gekommen, da hört Mogli eine Mädchenstimme aus der Menschensiedlung singen. Völlig verzückt folgt er ihr und lässt seine Freunde zurück. Die sind zwar verwundert, freuen sich aber, dass nun jeder dort ist, wo er hingehört. Arm in Arm singen Balu und Baghira: Probier’s mal mit Gemütlichkeit.

Figuren

Mogli: (original: Mowgli) Mogli ist ein Mensch, der als Baby im Dschungel ausgesetzt wurde und von den Tieren des Urwalds in ihren Kreis aufgenommen wird.

Balu: (original: Baloo) Balu ist ein gemütlicher Bär, der das Leben in vollen Zügen genießt.

Baghira: (original: Bagheera) Der schwarze Panther hat Mogli als Säugling im Dschungel gefunden und zur Wolfsfamilie gebracht. Er passt gut auf seinen kleinen Freund auf und sorgt letztlich dafür, dass dieser zur Menschensiedlung zurück findet.

Shir Khan: (original: Shere Khan) Der Tiger, vor dem sich der ganze Dschungel fürchtet. Abgrundtief hasst er die Menschen, und so gerät auch Mogli in Gefahr.

King Louie: Der Affenkönig, der gerne wie ein Mensch wäre.

Kaa: Die Riesenschlange, die sich auf die Kunst des Hypnotisierens versteht.

Colonel Hathi: Das Oberhaupt der Elefantenpatrouille und Kommandant der Marschkolonne.

Winifred: Die couragierte Frau von Colonel Hathi und Mutter von Junior.

Junior: Ein kleiner Elefantenjunge, der Mogli in die Elefantenherde einführt.

Akela: Oberhaupt des Wolfsrudels, das Mogli aufnimmt.

Rama: Ein Wolf, dessen Familie sich des Menschenjungen Mogli annimmt.

Raschka: (original: Raksha) Die Frau von Rama. Sie zieht Mogli mit ihren Jungen groß.

Buzzy, Dizzy, Ziggy und Flaps: Vier Geier.

Shanti: Ein Mädchen, für das sich Mogli interessiert und das ihn am Ende wieder in die Welt der Menschen führt.

Hintergrund

Produktionsgeschichte

Das Dschungelbuch war der letzte Film, der die Handschrift des im Dezember 1966 verstorbenen Walt Disney tragen konnte. Obwohl einige Kritiker bezweifeln, dass Disney noch großen Einfluss auf den Film hatte - immerhin war er zu diesem Zeitpunkt nur noch Geldgeber und konzentrierte sich mehr auf seine Fernsehsendungen und das Disneyland - beeinflusste er das Endergebnis mehr als noch den Vorgänger Die Hexe und der Zauberer. Zwar war Disney nicht mehr so sehr am kreativen Entstehungsprozess des Dschungelbuchs beteiligt wie noch an Schneewittchen und die sieben Zwerge oder Pinocchio, jedoch waren seine Entscheidungen für den Stil des Films ausschlaggebend.

Ursprünglich war Das Dschungelbuch stilistisch nahe an Rudyard Kiplings Vorlage und entsprechend düster angelegt. Dies ist heute noch sehr gut in den Bildern des Vorspannes erkennbar, die weniger fröhlich sind als der eigentliche Film. Auch die Lieder, die von Terry Gilkyson für den Film geschrieben wurden, waren Walt Disney zu düster. Lediglich „The Bare Necessities“ (Probier's mal mit Gemütlichkeit) fand seine Zustimmung und wurde später verwendet. Als Gilkyson deutlich machte, dass er sich nicht von der dunklen Seite des Filmes distanzieren wollte, ersetzte ihn Walt Disney durch die Sherman-Brüder. Robert und Richard Sherman hatten bereits die Lieder zu Mary Poppins geschrieben und schienen Disney als die richtige Wahl, um den Stoff aufzuheitern.

Disney empfahl seinem Team als nächsten Schritt, die bisherigen Storyboards zu ignorieren und die Vorlage nicht weiter zu verwenden bzw. sie gegebenenfalls nur als grobe Vorlage zu nutzen. Das neue Storyboard wurde um die Musik und die Ideen der Shermans gestaltet. Der Charakter einiger Figuren wurde auch verändert. Beispielsweise ist Balu in Rudyard Kiplings Buch ein alter, sehr ernster Bär, und Kaa, die Schlange, ist nicht gefährlich, weil sie Kinder frisst, sondern weil sie so schlau ist. Der von Walt Disney verschmähte Stil der Elektrofotografie wurde zurückgefahren, ausgewählte Elemente – darunter der Mund des indischen Mädchens – wurden wieder von Hand getuscht. Das neue Storyboard gefiel Walt Disney wesentlich besser als das ursprüngliche, jedoch ließ er eine Szene streichen. Nach der Sequenz mit dem Lied „Ich wäre gern wie Du“ war ursprünglich eine Comedy-Action-Szene mit einem reizbaren kurzsichtigen Nashorn namens Rocky geplant, das Mogli, Balu und Baghira angreifen sollte. Disney jedoch fand, dass zwei schnelle und lustige Szenen hintereinander ein schlechter Erzählstil seien.

Der kreative Prozess an Das Dschungelbuch war bereits beendet, als Walt Disney verstarb. Die Animation wurde ohne ihn fertiggestellt, und der Film kam am 18. Oktober 1967 in die amerikanischen Kinos, also fast 30 Jahre nach dem ersten abendfüllenden Disneyfilm Schneewittchen und die sieben Zwerge. Er ist allerdings nicht der letzte Animationsfilm, der von Walt Disney in Auftrag gegeben wurde. Kurz vor seinem Tod gab er noch grünes Licht für Aristocats.

Soundtrack

Für die Popularität des Films waren nicht zuletzt die Lieder verantwortlich, die von Richard M. Sherman und Robert B. Sherman geschrieben wurden. Darunter I Wanna Be Like You (dt.: „Ich wäre gern wie Du“), das Quartett der Geier That's What Friends Are For (dt.: „Deine Freunde“), und „Colonel Hathis Marsch“. Der wohl populärste Song ist The Bare Necessities, der von Terry Gilkyson komponiert und in der deutschen Synchronisation als „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ von Balu-Sprecher Edgar Ott gesungen wird.

Wissenswertes

  • Obwohl die Disney-Filme der damaligen Zeit meist zeitlos waren, finden sich viele Andenken an die 1960er-Jahre. Das Geier-Quartett hat nicht von ungefähr einen Haarschnitt wie die Beatles: Es war sogar geplant, dass diese die Geier synchronisieren sollten. Aus Termingründen konnte das jedoch nicht realisiert werden. Der altgediente Colonel Hathi hat eigentlich keine besondere Notwendigkeit, durch den Dschungel zu streifen, sinnt aber liebend gern über alte Zeiten nach.
  • Die Stimme des Menschenjungen Mogli stammt im Original von Bruce Reitherman, dem Sohn des Regisseurs Wolfgang Reitherman.
  • Der Affenkönig King Louis sollte ursprünglich von Louis Armstrong gesprochen und gesungen werden und ist auch dementsprechend angelegt. Ein Beispiel hierfür ist King Louis´ Scat-Passage im Song "Ich wäre gern wie Du": Die erste Tonaufnahme dieser Gesangsart wird Armstrong zugeschrieben. Letztlich bekam allerdings Louis Prima die Sprech- und Gesangsrolle, weil man bei Disney vermutete, den König der Affen mit dem König des Jazz zu besetzen würde als Affront gegen Armstrong bzw. Afroamerikaner im Allgemeinen gewertet werden.[1]

Rezeption

Erfolg

An den amerikanischen Kinokassen war Das Dschungelbuch entgegen den Kritikermeinungen ein unglaublicher Erfolg. Er wurde zum bis dahin sechsterfolgreichsten Disneyfilm und zum erfolgreichsten Film des Jahres in den USA. Außerdem erhielt das Lied The Bare Necessities (Probier's mal mit Gemütlichkeit) eine Oscar-Nominierung. Dennoch erreichte Das Dschungelbuch in den USA bis heute keinen Kultstatus. Weder gibt es große Mengen an Merchandising, noch wird der Film in den US-Disney-Parks repräsentiert. Auch in Fan- und Kritikerbestenlisten ist der Film selten vertreten.

In Europa hingegen feierte Das Dschungelbuch große Erfolge. So ist der Film vielfach in den Top-Besucherzahlenlisten der verschiedenen europäischen Länder vertreten und landet regelmäßig in Bestenlisten. Es wurde 2004 noch vor Toy Story, Findet Nemo und Der König der Löwen von einem britischen Unterhaltungsmagazin zum besten Trickfilm aller Zeiten gewählt. Neben dem vielen Lob seitens der Kritiker hat es Das Dschungelbuch in Europa vor allem zu Kultstatus gebracht. Daher greift das Merchandising auf dem europäischen Markt wesentlich besser als in den USA. Außerdem gibt es im Disneyland Resort Paris ein Dschungelbuch-Themenrestaurant, und die Stars aus dem Film sind regelmäßig Gastgeber der Karnevalssaison.

Den größten Erfolg auf der Welt feierte Das Dschungelbuch in Deutschland. Es ist hier nicht nur der bisher erfolgreichste Disney-Film, sondern gilt auch als einer der erfolgreichsten Kinofilme überhaupt. Begründet wird dies vor allem mit der umfeierten Synchronisation von Heinrich Riethmüller, der die englischen Texte recht frei ins Deutsche übertrug. Die Lieder erhielten dabei noch größeres Lob als die Dialoge und gelten seit langem als Evergreens.

Einspielergebnisse

Schon bei seiner ersten Kinoaufführung 1967 spielte Das Dschungelbuch in den USA 13 Mio. US-Dollar ein. Zusammen mit allen weiteren Aufführungen lockte der Film in den USA mehr als 62 Mio. Menschen in die Kinos. Aufgrund von Mundpropaganda und überwiegend guten Kritiken avancierte der Film mit einem weltweitem Einspielergebnis von mehr als 141,8 Mio. US-Dollar zum erfolgreichsten Film des Jahres 1967. Berücksichtigt man die Wiederaufführungen in den Folgejahren, bringt es der Film sogar auf mehr als 400 Mio. US-Dollar Einnahmen, was ihm Platz 36 auf der inflationsbereinigten Liste der erfolgreichsten Filme einbringt.

In Europa war Das Dschungelbuch nicht minder beliebt, allein in Frankreich stehen knapp 15,3 Mio. Besucher zu Buche und machten den Film damit zum erfolgreichsten Trickfilm im Land. Deutschland konnte sogar rund 23,6 Mio. Kinogänger zählen, was den Film zum bisher erfolgreichsten in Deutschland macht. In Großbritannien sahen den Film 19,8 Mio. Besucher, somit ist Das Dschungelbuch der zweiterfolgreichste Trickfilm im Königreich. Weltweit hatte Das Dschungelbuch bis heute 335 Millionen Besucher und steht damit noch vor Schneewittchen auf Platz 5 der meistbesuchten Kinofilme aller Zeiten.[2]

Kritik

Das Dschungelbuch polarisierte vor allem amerikanische Kritiker. Einige Lobeshymnen feierten den Film, weil er etwas völlig Eigenständiges aus der Vorlage gemacht habe, die Songs wahre Ohrwürmer und die Animationen und Hintergründe Glanzleistungen seien. Doch gab es auch harsche Kritiken, die dem Film einen Mangel an Atmosphäre und Spannung vorwarfen. Mittelmäßige Kritiken fanden sich kaum.

„Der letzte abendfüllende Zeichentrickfilm, der zu Lebzeiten Walt Disneys hergestellt wurde, ist ein Triumph des Geschichtenerzählers Disney. Die Geschichte (...) ist ein zeitlos-spannendes Musical voller Witz und Humor. (...) und man hört einige der schönsten Disney-Songs, darunter „Versuchs mal mit Gemütlichkeit“ und „Ich wäre gern wie du“.“

Lexikon des internationalen Films (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997

„Disney-Trickfilmklassiker mit legendären Figuren, amüsant, mit akzeptablen Gewaltdarstellungen […] Wertung: 3 Sterne = sehr gut“

Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon „Filme im Fernsehen“ (Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 173

„Unter den erfolgreichen Disney-Werken ein Klassiker. […] Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen.“

Dirk Manthey (Hrsg.), Jörg Altendorf (Hrsg.), Willi Bär (Hrsg.): Spielfilme 89. Die Höhepunkte des Fernseh-Jahres. Kino Verlag, Hamburg 1988, ISBN 3-89324-037-3, S. 126

„Die deutsche Synchronisation ist von einer Klasse, von der man heutzutage meist nur noch träumen kann.“

-bo- in Volksblatt vom 3. Dezember 1987

„Daß der Film auch in Deutschland geradezu Kultstatus erlangte ( ... ), verdankt er wohl ebenfalls nicht zuletzt der hervorragenden Synchronisation: den hervorragenden Sprechern ( ... ) und dann auch den mit viel Witz übertragenen Dialogen, die jede Anbiederung an einen Jugendjargon vermeiden.“

Andreas Conrad in Der Tagesspiegel vom 13. Dezember 2000

The Jungle Book ... ist ein genau auf das Zielpublikum abgestimmter Film, leicht und glatt, der sich ausschließlich auf die Wirkung seiner vermenschlichten Tierfiguren verläßt. Wer aber Vergleiche mit früheren Filmen zieht, muß etwas wehmütig an die alten Meisterwerke zurückdenken. Der Aufprall der Elefantenkolonne in The Jungle Book - bei dem durch Schnitt einfach dann das Chaos der ineinander verschobenen Dickhäuter gezeigt wird - ist nur ein müder Abglanz jener grandiosen Szene in Dumbo mit der zusammenstürzenden Elefantenpyramide.“

Reinhold Reitberger: Walt Disney, rororo-Monographie Nr. 226, April 1979, ISBN 3-499-50226-7

Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden verlieh der Produktion das Prädikat wertvoll.

Auszeichnungen

  • 1979: Jupiter (Kategorie: Bester Film)

Medien

DVD-Veröffentlichung

  • Das Dschungelbuch. Buena Vista Home Entertainment 2000
  • Im Oktober 2007 ist eine Platinum Edition zum 40. Jahrestag der Uraufführung erschienen, die auf zwei Discs viele Extras bietet und sich unter anderem auch mit der während der Pre-Production des Films auf Walt Disneys Intervention hin fallengelassenen Figur des Nashorns Rocky beschäftigt. Allerdings liegt diese Ausgabe im Format 16:9 vor, in dem der Film auch in den Kinos lief. Gezeichnet wurde er dagegen in 4:3.

Soundtrack

  • Richard M. Sherman, Robert B. Sherman, George Bruns, Terry Gilkyson et al.: The Jungle Book. Classic Soundtrack Series. Walt Disney Records, Burbank 1997, Tonträger-Nr. 60950-7
  • Richard M. Sherman, Robert B. Sherman, George Bruns, Terry Gilkyson, Heinrich Riethmüller et al.: Das Dschungelbuch. Film Soundtrack - Deutsche Originalversion. edel/Walt Disney Records 1997, Tonträger-Nr. edel0104422DNY

Hörspiele

  • Das Dschungelbuch von Disneyland Records. Geschnittene und um Erzähltexte ergänzte Hörspiel-Fassung der Original Film-Dialoge mit Sprecher Joachim Cadenbach.
  • 1997 erneute Bearbeitung der Originaldialoge: Das Dschungelbuch. Das Original-Hörspiel zum Film, Sprecher: Nick Benjamin, Länge: 59:09 Min.
  • Fortsetzungen: Es erschienen zwei Fortsetzungen mit den deutschen Sprechern des Kinofilms. Die Hörspiele greifen Motive aus dem Kinofilm auf und setzen diese kindgerecht um. Die Handlung unterscheidet sich außerdem von der Handlung der Film-Fortsetzung: in der ersten Fortsetzung organisieren Baghira und King Louie ein Wiedersehen zwischen Balu und Mogli (Balu wird dabei von Menschen gefangen und muss befreit werden); in der zweiten feiern Mogli, Balu, Baghira, Kaa und King Louie ein Bananenfest.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Interview mit Richard Sherman in Galore. 10, 2008, S.52
  2. Die größten Kinohits EVER
Vorgänger Film Nachfolger
Die Hexe und der Zauberer Disneyfilme der „Meisterwerke“-Reihe
1967
Aristocats

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