Das Imperium schlägt zurück

Das Imperium schlägt zurück
Filmdaten
Deutscher Titel Das Imperium schlägt zurück
Ab Neuveröffentlichung 2004
Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück
Originaltitel The Empire Strikes Back
Ab Neuveröffentlichung 2004
Star Wars: Episode V: The Empire Strikes Back
Star wars ep 5 de.svg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1980
Länge 122 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
Stab
Regie Irvin Kershner
Drehbuch Leigh Brackett,
Lawrence Kasdan,
George Lucas (Story)
Produktion Jim Bloom,
Gary Kurtz,
George Lucas,
Special Edition:
Rick McCallum
Musik John Williams
Kamera Peter Suschitzky
Schnitt Paul Hirsch,
Special Edition:
T.M. Christopher
Besetzung
Das Logo der Star-Wars-Reihe

Das Imperium schlägt zurück (Originaltitel: The Empire Strikes Back) ist der fünfte Teil der Star-Wars-Reihe, der 1980 als zweiter Teil einer Trilogie erschien. Der Film ist 1997 als Das Imperium schlägt zurück – Special Edition in den Kinos wiederveröffentlicht worden. Diese Version wurde mit den neuen technischen Möglichkeiten erweitert (mehr Spezialeffekte; Ersatz von modellbasierten Effekten durch computergenerierte) und ist auch um einige Minuten länger. 2004 erschien unter dem neuen Titel Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück eine weitere Neuauflage im DVD-Format, auf der wiederum Szenen ergänzt, verändert oder Effekte bearbeitet wurden. 2006 erschien die originale Kinofassung in einer Limited Edition auf DVD.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Nach der Zerstörung des Todessterns mussten die Rebellen von Yavin IV fliehen und einen neuen Stützpunkt suchen. Ihre Wahl fiel auf den Eisplaneten Hoth.

Drei Jahre nach der Zerstörung des Todessterns finden Darth Vaders persönliche Streitkräfte durch Suchdroiden den Schildgenerator der Echobasis auf Hoth. Da der betreffende Suchdroid von Captain Han Solo und Chewbacca gesichtet und beschossen wird, eliminiert er sich selber.

Commander Luke Skywalker wird währenddessen von einem Wampa, einem einheimischen Schneemonster, gefangen genommen und entkommt letztendlich nur mithilfe der Macht. Er schafft es jedoch nicht, aus eigener Kraft zur Echobasis zurückzukehren, da sein Tauntaun (ein einheimisches Reittier) von dem Wampa getötet wurde und er selbst zu geschwächt für den Fußmarsch ist. Während er kurz vor dem Erfrieren ist, weist ihn Obi-Wan Kenobi in einer Vision an, sich zum Dagobah-System zu begeben, wo sich Meister Yoda vor dem Imperium versteckt, damit Luke zum Jedi-Ritter ausgebildet werden kann. Kurz darauf wird Luke von Han Solo gerettet.

Die Rebellen finden heraus, dass die Imperiale Sternenflotte den Stützpunkt entdeckt hat. Es kommt zum Kampf, der Stützpunkt wird zerstört und die Rebellen müssen fliehen. Darth Vader landet persönlich auf dem Planeten und dringt mit seinen Truppen in die Echobasis ein.

Prinzessin Leia Organa flieht mit Captain Solo in dessen Millennium Falken. Luke und R2-D2 entkommen in einem X-Wing. Luke nimmt Kurs auf das Dagobah-System, wie Obi-Wan es ihm gesagt hatte. Auch der Millennium Falke entkommt der Blockade, doch der Hyperraumantrieb des Schiffes ist beschädigt. Die imperialen Sternzerstörer machen Jagd auf den Falken in einem nahe gelegenen Asteroidenfeld, in welchem es der Crew des Millennium Falken gelingt, sich für eine Weile zu verbergen. Währenddessen wird Darth Vader vom Imperator kontaktiert, der seine Besorgnis über die wachsende Bedrohung durch Luke äußert. Jedoch überzeugt Vader ihn davon, Luke auf die dunkle Seite zu ziehen, anstatt ihn zu vernichten. Später heuert Vader Kopfgeldjäger an, darunter auch Boba Fett, die den Millennium Falken aufspüren sollen, und setzt ein hohes Kopfgeld aus.

Luke ist währenddessen auf dem Sumpfplaneten Dagobah angekommen. Er trifft Yoda, hält ihn aber aufgrund seines seltsamen Aussehens zunächst für eine einheimische Kreatur. Yoda ist, wie einst bei Anakin Skywalker, Luke gegenüber zunächst skeptisch, willigt aber schließlich ein, ihn auszubilden.

Der Falke, der zwischenzeitlich sein Versteck in einem Asteroiden aufgeben musste, entkommt den imperialen Truppen, indem er an der hinteren Seite der Brücke eines Sternzerstörers andockt und sich mit dem abgeworfenen Müll ins All treiben lässt.

Boba Fett jedoch kennt diesen Trick ebenfalls und folgt Han zum Planeten Bespin. Dort will Han sein Schiff bei einem alten Freund, Lando Calrissian, reparieren lassen. Boba Fett kontaktiert Lord Vader. Lando Calrissian bleibt keine Wahl, als seine Gäste ans Imperium auszuliefern, wenn er die Macht des Imperiums nicht zu spüren bekommen will.

Währenddessen lernt Luke von Meister Yoda den Umgang mit der Macht. Dabei erfährt er immer wieder Visionen der Zukunft. Luke sieht, wie Han und Leia in die Hand des Imperiums fallen und leiden. Gegen den Willen Yodas macht er sich auf den Weg nach Bespin, um die beiden zu retten. Doch diese Rettungsaktion war nur eine Falle von Darth Vader, um Luke gefangen zu nehmen und ihn dem Imperator auszuliefern.

In der Wolkenstadt auf Bespin verirrt sich C-3PO und wird von imperialen Sturmtruppen mit einem Laserschuss in seine Bestandteile zerlegt. Chewbacca rettet die Einzelteile gerade noch rechtzeitig vor der Verschrottung. Lord Vader lässt Han in Karbonit einfrieren, um die Einfriervorrichtung zu testen, mit der er letztendlich Luke vereisen will. Dieser ist mittlerweile in der Wolkenstadt gelandet und wird zu Darth Vader gelockt. Lando erkennt, dass auf die Zusagen Darth Vaders kein Verlass ist, da der dunkle Lord nun auch noch die restliche Besatzung des Millennium Falken als Gefangene fordert. Er stellt sich auf die Seite der Rebellen und befreit Leia und Chewbacca. R2-D2, der Luke nicht folgen konnte, trifft Leia, Chewbacca und Lando. Sie können aber nicht verhindern, dass Boba Fett den in Karbonit eingefrorenen Han nach Tatooine bringt, um das Kopfgeld bei Jabba dem Hutten einzukassieren. Sie kehren zum Falken zurück. R2-D2 erfährt vom Zentralcomputer, dass der Hyperraumantrieb des Schiffes zwar repariert, jedoch deaktiviert worden ist.

Luke kämpft währenddessen gegen den übermächtigen Darth Vader und verliert in diesem Kampf seine rechte Hand und sein Lichtschwert. Vader enthüllt ihm ein düsteres Geheimnis: Er ist Lukes Vater. Luke will das nicht glauben und flüchtet. Mit Hilfe der Macht kontaktiert er Leia, die seine Nähe durch ihre Macht spürt, und wird im letzten Moment gerettet. R2-D2 reaktiviert den Hyperraumantrieb des Falken noch rechtzeitig, um den Sternzerstörern im Orbit zu entkommen. Am Sammelpunkt der Rebellen angekommen, erhält Luke eine neue kybernetische Hand, wie einst sein Vater. Lando und Chewbacca machen sich auf den Weg nach Tatooine, um Han Solo zu befreien.

Hintergründe

Originales Logo von 1980 (englisch)
  • Mark Hamill, der den Luke Skywalker verkörperte, hatte nach den Dreharbeiten zum ersten Teil einen schweren Autounfall, der eine Operation am Gesicht nach sich zog. Fans behaupten, George Lucas hätte den Kampf mit dem Wampa-Eismonster (einer Art Yeti) am Anfang der fünften Episode nur eingebaut, um dies zu erklären. Diese Interpretation wird von offizieller Seite dementiert. Für Hamills Karriere als Schauspieler war die Trilogie nicht sonderlich dienlich; nach Die Rückkehr der Jedi-Ritter verkörperte er für die Zuschauer nur noch Luke Skywalker – für ernste Rollen wirkte er zu jugendlich, für normale jugendliche Rollen war sein Jedi-Ruf zu ernst.
  • Das Lichtschwert, das man in „Das Imperium schlägt zurück“ verwendete, ist nicht derselbe Graflex-Blitzstab, der 1977 benutzt wurde. Die Original-Requisite verschwand unter bislang ungeklärten Umständen.
  • In diesem Film wird Imperator Palpatine von einer alten Frau dargestellt, deren Augen man digital durch Schimpansenaugen ersetzte. Er wurde von Clive Revill gesprochen. Für die 2004er DVD-Edition wurde diese Szene verändert; so wird in der neuen Version Darth Sidious von Ian McDiarmid, der auch in den Episoden I–III und VI diese Rolle übernahm, dargestellt und gesprochen.
  • Darth Vaders Rüstung ist nicht dieselbe wie im ersten Teil.
  • Die originale Darth-Vader-Rüstung aus „Das Imperium schlägt zurück“ befand sich bis 2008 im Filmmuseum Berlin.
  • Ältere Videokassetten und Laserdiscs sind an der Stelle, an der Han Solo von den imperialen Truppen gefoltert wird, in Deutschland zensiert. Wegen der FSK-6-Freigabe wurde die Szene geschnitten, auf der neuen DVD-Box ist die Szene vollständig enthalten.
  • Die Szene, in der Darth Vader seine Identität als Lukes Vater aufdeckt, wurde ursprünglich mit anderem Dialog gedreht. Darth Vader sagte hier, dass Obi-Wan Lukes Vater tötete. Später synchronisierte man die Szene mit James Earl Jones nach und fügte den bisher geheim gehaltenen Text mit dem Inhalt, dass Darth Vader Lukes Vater sei, ein. Mark Hamill wurde erst kurz vor den Dreharbeiten über den wahren Dialog informiert, so dass er die Szene überzeugend spielen konnte. Die Darsteller waren selbst überrascht, als sie die Szene im Kino sahen.
  • Da George Lucas bei Episode V den Regisseur nicht, wie in der Filmbranche allgemein üblich, zu Anfang des Films nannte, sondern erst im Abspann, was man ihm bei Episode IV noch als Ausnahme hatte durchgehen lassen, sollte er damals auf Geheiß der Filmergewerkschaft Directors Guild (DGA) eine Geldstrafe zahlen. Er zahlte die Strafe und trat anschließend aus der Gewerkschaft aus.
  • James Earl Jones dachte zuerst beim Lesen des Textes wirklich, Darth Vader lüge, als er sagte, er sei Lukes Vater.
  • In der Szene, wo Han Solo und Chewbacca auf dem Eisplaneten Hoth im Hangar den Millennium Falcon reparieren, sieht man von außen Chewbacca im Cockpit sitzen; dort scheinen keine zwei Personen nebeneinander Platz zu haben, während in weiteren Flugszenen das Cockpit um einiges größer ist und mindestens drei Personen Platz bietet.

Kritiken

Die Webseite Rotten Tomatoes meldet, dass 97 % von 71 untersuchten Filmkritiken positiv ausfallen.[2] Der Film wurde 2006 von der Filmzeitschrift Empire zum besten Film aller Zeiten gewählt. Im Jahr 2010 nahm ihn die britische Filmzeitschrift Total Film in ihre Liste der besten 100 Filme aller Zeiten auf.[3]

“Dark, sinister, but ultimately even more involving than A New Hope, The Empire Strikes Back defies viewer expectations and takes the series to heightened emotional levels.”

„Dunkel und düster, aber im Endeffekt noch mitreissender als (der Vorgänger), trotzt "Das Imperium schlägt zurück" den Erwartungen der Zuschauer und hebt die Filmreihe auf neue emotionale Hochpunkte.“

Kritikerkonsens von Rotten Tomatoes [2]

“"The Empire Strikes Back" is the best of three Star Wars films, and the most thought-provoking. After the space opera cheerfulness of the original film, this one plunges into darkness and even despair, and surrenders more completely to the underlying mystery of the story.”

„"Das Imperium schägt zurück" ist der beste "Krieg der Sterne" Film, und der intelligenteste. Nach der Weltraumoper-Fröhlichkeit des Originals erforscht (der Nachfolger) Dunkelheit und Verzweiflung, und geht dabei vollständiger auf den geheimnisvollen Hintergrund der Geschichte ein.“

Roger Ebert, Kritiker der Chicago Times[4]

„Die Rebellen […] kämpfen mit langem Atem gegen die zunehmende Langeweile des Zuschauers; ein Großangebot ebenso faszinierender wie zermürbender Special Effects fand seinen Lohn in einem Spezial-Oscar […]. Wertung: 2½ von 4 möglichen Sternen – überdurchschnittlich“

Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz: Lexikon „Filme im Fernsehen“[5]

“More exhilarating interplanetary adventures, as mindless as ‘Star Wars’ but just as enjoyable for aficionados.”

„Weitere erheiternde interplanetarische Abenteuer, genauso seicht wie ‚Krieg der Sterne‘, aber ebenso unterhaltsam für Fans. Wertung: Drei von vier Sternen.“

Leslie Halliwell, John Walker: Halliwell’s Film & Video Guide 2000[6]

„Aufwendige Fortsetzung von ‚Krieg der Sterne‘ […] Tricktechnisch perfekt und professionell produziert, besitzt der Film jedoch weniger Charme und spielerische Leichtigkeit als sein von George Lucas inszenierter Vorgänger. Der Seriencharakter der utopischen ‚Comic Strip‘-Mythen ist augenscheinlich und bietet auch jugendlichen Fans nur mäßige Unterhaltung.“

Lexikon des internationalen Films[7]

Auszeichnungen

Oscar 1981

Golden Globes 1981

Saturn Award 1980

British Academy Film Awards 1981

  • Beste Filmmusik für John Williams
  • Nominierung in der Kategorie Bestes Szenenbild für Norman Reynolds, Leslie Dilley, Harry Lange, Alan Tomkins und Michael D. Ford
  • Nominierung in der Kategorie Bester Ton für Bill Varney, Steve Maslow, Gregg Landaker und Peter Sutton

Grammy Awards 1981

  • Beste Instrumentalkomposition für John Williams
  • Bestes Album mit Originalmusik geschrieben für einen Film oder ein Fernsehspecial für John Williams

Goldene Leinwand

  • 3 Millionen Kinobesucher in 18 Monaten

2010 wurde Das Imperium schlägt zurück als ein besonders erhaltenswerter US-amerikanischer Film in das National Film Registry aufgenommen.

Siehe auch

Literatur

Eine umfangreiche Literaturliste zu der Filmreihe ist im Star-Wars-Hauptartikel zu finden.

Einzelnachweise

  1. Freigabebescheinigung der FSK
  2. a b http://www.rottentomatoes.com/m/empire_strikes_back/
  3. http://www.totalfilm.com/features/100-greatest-movies-of-all-time
  4. http://rogerebert.suntimes.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/19970221/REVIEWS/702210302/1023
  5. Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz: Lexikon „Filme im Fernsehen“. Erweiterte Neuausgabe. Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 397
  6. Leslie Halliwell, John Walker: Halliwell’s Film & Video Guide 2000, London 1999, S. 257
  7. CD-ROM-Ausgabe, Systhema, München 1997

Weblinks


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