Das Traumschiff


Das Traumschiff
Seriendaten
Originaltitel Das Traumschiff
DasTraumschiff.svg
Produktionsland DeutschlandDeutschland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Produktionsjahr(e) seit 1981
Länge 60–125 Minuten
Episoden 65+
Genre Drama, Romantik
Idee Wolfgang Rademann
Musik 1. Staffel Heinz Kiessling
2. Staffel Francis Lai
3. Staffel Udo Jürgens
seit 4. Staffel James Last
Erstausstrahlung 22. November 1981 auf ZDF
Besetzung
  • Heide Keller: Chefhostess Beatrice von Ledebur (seit 1981)
  • Siegfried Rauch: Kapitän Jakob Paulsen (seit 1999)
  • Inka Bause: Fitnesstrainerin Inka (seit 2009)
  • Harald Schmidt: Kreuzfahrtdirektor Oskar Schifferle (seit 2009)
  • Nick Wilder: Schiffsarzt Dr. Wolf Sander (seit 2011)

Das Traumschiff ist eine Fernsehserie des ZDF, die seit 1981 nach der Idee von Wolfgang Rademann produziert wird.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

In der Serie werden die zumeist heiteren Verwicklungen der Passagiere eines Kreuzfahrtschiffs, das in jeder Episode zu einem anderen Urlaubsziel unterwegs ist, erzählt. Der Kapitän, der Chefsteward, die Chefhostess und der Schiffsarzt tun ihr Möglichstes, um für alle Beteiligten ein Happy End herbeizuführen.

Im Verlaufe einer Folge konzentriert sich das Geschehen üblicherweise auf drei voneinander unabhängige Handlungsstränge. Meist sind dies zwei Geschichten, die sich um die Passagiere des Schiffes drehen sowie eine Geschichte, in die die Besatzungsmitglieder verwickelt sind. Nach Aussage von Wolfgang Rademann, dem Produzenten, sind die drei Geschichten eine lustige, eine spannende und eine Liebesgeschichte. Im Lauf der jeweiligen Episode spielen 40 Prozent an Land und 60 Prozent an Bord.[1]

Geschichte

Durch Anregungen aus der DDR-Serie Zur See und durch Adaptionen aus der US-Serie The Love Boat entstand Das Traumschiff unter dem Produzenten Wolfgang Rademann. Am 22. November 1981 wurde im ZDF die erste Folge des Traumschiffs ausgestrahlt. Zunächst lief das Format als gut einstündige Reihe am Sonntagabend um 20.00 Uhr im ZDF, ausgestrahlt wurden zwei Staffeln mit je sechs Folgen. Die letzte Folge dieser ursprünglich geplanten Sendeform lief mit Folge 12 am 1. Januar 1984. Diese Episode erreichte mit 25,15 Mio. Zuschauern die höchste Einschaltquote aller jemals gesendeten Traumschiff-Folgen.

Angespornt durch diesen Erfolg wurde die Sendereihe in überarbeiteter Form nach knapp drei Jahren fortgesetzt. Die einzelnen Folgen wurden um eine halbe Stunde auf 90 Minuten verlängert und nicht mehr wöchentlich, sondern zunächst in unregelmäßigen Abständen ausgestrahlt. Von November 1986 bis Februar 1987 gab es vier weitere Folgen der Sendereihe, zum Jahreswechsel 1990/91 wiederum zwei neue Folgen.

Nachdem erneut über ein Ende der Serie nachgedacht wurde, erzielten die Wiederholungen im Sommerprogramm des ZDF 1992 jedoch unerwartet erfolgreiche Quoten, sodass nach in unregelmäßigen Abständen gedrehten Folgen von nun an regelmäßig neue Folgen der Reihe produziert wurden. Waren diese zunächst noch zu wechselnden Terminen zu sehen, wurde Mitte der 1990er-Jahre ein festes Sendeschema eingeführt: Seitdem wird am 2. Weihnachtstag und an Neujahr jeweils eine neue Traumschiff-Folge im ZDF erstausgestrahlt. In einigen Jahren werden diese jährlich zwei Ausgaben durch eine weitere Folge ergänzt.

Schiffe

Die Vistafjord war das erste Traumschiff, hier als M/S Saga Rugy in Stockholm 2011.
Die Deutschland, das aktuelle Traumschiff

Bei den von 1981 bis 1984 zunächst zwölf produzierten Folgen kamen die beiden Schiffe Vistafjord (1981–1982) und Astor (1983–1984) zum Einsatz.

Mit der Neuausrichtung der Serie im Jahr 1986 gab es mit der Berlin auch ein neues Kreuzfahrtschiff. Dieses diente bis zur 33. Folge, deren Reiseziel Namibia war (ausgestrahlt am 1. Januar 1999), als Kulisse der Sendereihe. Seit 1999 ist die Deutschland das Traumschiff der gleichnamigen Sendereihe, erstes Reiseziel war Tahiti.

Sowohl die Berlin als auch die Deutschland gehörten bzw. gehören der Reederei Peter Deilmann aus Neustadt in Holstein.

Schauspieler

Stammbesatzung

Seit der ersten Folge im Jahre 1981 ist die Schauspielerin Heide Keller in der Rolle der Chefhostess Beatrice von Ledebur an der Serie beteiligt. Seit der zweiten Staffel im Jahre 1983 verkörperte der Schauspieler Horst Naumann den Schiffsarzt Dr. Horst Schröder – zunächst nur in einzelnen Episoden, ab 1986 als festes Ensemblemitglied. Horst Naumann hat in der Episode am 26. Dezember 2010 die Serie verlassen. Seit 2011 folgte Nick Wilder in der Rolle des neuen Schiffsarztes Dr. Wolf Sander.[2] Von 1981 bis 1991 war zudem Sascha Hehn mit dabei, bis 1987 als Chefsteward Victor Burger, danach als Erster Offizier Stefan Burger (in einer Folge in einer Doppelrolle).

Bislang gab es drei Schauspieler, die als Kapitän des Traumschiffs aktiv waren. Günter König spielte in der ersten Staffel der Reihe 1981/82 Kapitän Braske. Mit Beginn der zweiten Staffel im Jahre 1983 wurde er von Heinz Weiss abgelöst, der in der Rolle des Heinz Hansen bis 1999 den Kapitän des Traumschiffs spielte. Nach Weiss' gesundheitlich bedingtem Ausstieg ist seit 1999 Siegfried Rauch als Jakob Paulsen Darsteller des Traumschiff-Kapitäns. Rauch war zuvor bereits in Folge 30 im Jahre 1997 in einer anderen Rolle an der Fernsehserie beteiligt.

Seit 2008 bzw. 2009 sind sowohl Harald Schmidt (ab Folge 56) als Gentleman-Host sowie späteren Kreuzfahrtdirektor Oskar Schifferle sowie Inka Bause (ab Folge 60) als Fitnesstrainerin Inka regelmäßig auf dem Traumschiff zu sehen.

Aktuelle Hauptdarsteller

In der Reihenfolge des Einstiegs.
Schauspieler Rollenname Folgen Erstausstrahlung Anmerkungen
Heide Keller Beatrice von Ledebur 1− 1981− Chefhostess
Siegfried Rauch Jakob Paulsen 30− 1999− Kapitän
Harald Schmidt Oskar Schifferle 56− 2009− Kreuzfahrtdirektor
Inka Bause Inka 60− 2009− Fitnesstrainerin
Nick Wilder Dr. Wolf Sander 64− 2011− Schiffsarzt

Gaststars

Die Rollen der Passagiere des Traumschiffs übernehmen üblicherweise prominente Gaststars. Eine Vielzahl an bekannten deutschen Fernsehschauspielern war so im Laufe der Jahre in einer oder mehreren Rollen in der Traumschiff-Reihe zu sehen, so beispielsweise Christoph Maria Herbst, Joachim Fuchsberger, Heinz Sielmann, Günther Schramm, Inka Bause, Klaus-Jürgen Wussow, Elmar Wepper oder Thomas Gottschalk. Teilweise spielten diese Personen sich selbst, manchmal jedoch auch eine fiktive Rolle.

Die Schauspielerin Maria Sebaldt sowie der Schauspieler Klaus Wildbolz waren in bisher fünf Rollen in der Fernsehreihe Das Traumschiff zu sehen. Gila von Weitershausen brachte es auf sechs Auftritte. Sie sind damit die Schauspieler mit den meisten Gastauftritten innerhalb der Fernsehreihe.

Produktion

Stab

Produzent der Reihe ist der Berliner Wolfgang Rademann, von dem die Idee stammt und der auch für die Gesamtleitung zuständig ist. Verantwortliche Produktionsfirma für die Sendereihe ist die Polyphon Film-und Fernsehgesellschaft.

Als Regisseure und Drehbuchautoren für das Traumschiff werden vom ZDF hauptsächlich Personen eingesetzt, die für den Sender auch in anderen Produktionen ähnlicher Genres, etwa den Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen, aktiv sind.

Regisseur der ersten sechs Traumschiff-Folgen im Jahre 1981/82 war Fritz Umgelter. Ihm folgten die Regisseure Alfred Vohrer, Gero Erhardt und Christine Kabisch. Von 1996 bis 2005 waren Michael Steinke und Karola Meeder fast zehn Jahre lang hauptverantwortliche Regisseure für das Traumschiff. Steinke führte dabei in 17 Folgen, Meeder in sechs Folgen Regie. Lediglich in der Jubiläumsfolge Las Vegas gab es mit Dieter Kehler einen anderen Regisseur. In den Jahren 2006 und 2007 war Hans-Jürgen Tögel, der bereits in einigen Folgen Anfang der 1990er-Jahre Regie führte, als Regisseur tätig.

Für die Drehbücher größtenteils zuständig ist der Autor Ulrich del Mestre. Daneben gibt es Autoren wie Marlies Ewald oder Sabine Thiesler, die hin und wieder Drehbuchautoren einzelner Folgen sind. Des Weiteren gibt es Autoren, die nur zu ein oder zwei Folgen das Drehbuch schrieben. Auch die Darstellerin Heide Keller ist gelegentlich als Drehbuchautorin beteiligt.

Hauptverantwortliche Kameramänner sind seit Ende der 1990er-Jahre Heinz-Dieter Sasse und Holger Greiß.

Musik

Die seit Anfang der 90er Jahre verwendete Titelmusik der Sendereihe wurde von James Last komponiert. Diese durch das Traumschiff sehr bekannt gewordene gleichnamige Melodie ist nicht nur während des Vorspanns, sondern auch immer wieder zum Zwischenschnitt des fahrenden Traumschiffs innerhalb der Folgen zu hören.

Zum Ende jeder Folge wird während des Kapitänsdinners der ebenfalls von James Last komponierte Dinnermarsch gespielt. Der Einzug der Köche dazu wird jedoch nicht für jede Folge neu gedreht.

Episoden

Im Laufe der 65 Folgen wurden viele verschiedene Reiseziele angelaufen. Als Ziele dienen dabei exotische Länder oder Städte außerhalb Europas. Lediglich im Jahre 1992 gab es mit Norwegen ein europäisches Ziel, dies war außerdem eines der ganz wenigen nördlichen Reiseziele des Traumschiffs. Als Kulisse dient überwiegend ein bestimmtes Land, seltener bildet nur eine einzige Stadt den Zielort. In wenigen Fällen sind auch mehrere Länder Schauplatz einer Episode, etwa Indien und die Malediven im Jahre 1993. Einige Reiseziele, beispielsweise Thailand oder Bali, wurden bereits mehrmals angelaufen.

In Klammern ist das Datum der Erstausstrahlung im ZDF angegeben, mit einem * versehene Folgen sind mittlerweile auf DVD erhältlich.

Ableger Kreuzfahrt ins Glück

Als Ableger des Traumschiffs entstand die Reihe Kreuzfahrt ins Glück; siehe Hauptartikel dort.

Literatur

Taschenhefte

Im Juni 2006 startete der Cora Verlag eine Taschenheftserie mit Romanen zur TV-Serie. Die einzelnen Hefte erschienen in monatlichem Abstand. Die Hefte wurden von Helen Sebald geschrieben, von der auch die Taschenbücher geschrieben wurden.

Bereits nach dem zweiten Heft wurde die Serie wieder eingestellt. Somit sind nur die Romane Abenteuer Mexiko und Paradiesische Seychellen erschienen.

Bücher

Im Mira-Imprint des Cora-Verlages erscheint seit 2007 eine jährliche Taschenbuchreihe unter dem Reihentitel Mit dem Traumschiff auf Liebesreise. Dabei wurden zunächst die beiden Taschenhefte in einem Buch zusammengefasst. Erst der zweite Roman war neu.

Ende 2010 wurde Christoph Maria Herbsts erstes Buch Ein Traum von einem Schiff im Scherz Verlag, ISBN 978-3839810927, veröffentlicht. Der Roman handelt von einer Reise auf einem Kreuzfahrtschiff und wurde durch Herbsts Erlebnisse während der Dreharbeiten zu einem Das Traumschiff-Fernsehfilm inspiriert.[4] Aufgrund einer gerichtlichen Einstweiligen Verfügung wurde die Erstauflage aus dem Handel zurückgezogen; der Verlag kündigte daraufhin eine zweite Auflage mit geschwärzten Textseiten an.[5]

Trivia

Die Chefhostess Beatrice galt jahrelang als nachnamenlos, da ihr Nachname in der Serie nie erwähnt wurde. Allerdings stellte sie sich dann 1999 in der Folge Tahiti der neuen Crew mit vollem Namen Beatrice von Ledebur vor, zeitgleich mit Siegfried Rauch, der als neuer Kapitän Paulsen seinen Dienst antrat.

In der ersten Folge des Traumschiff-Ablegers Kreuzfahrt ins Glück wurde sie dann erneut von Kapitän Paulsen namentlich angeredet.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Das Traumschiff: VIP-Alarm zum 30. Jubiläum. In: BUNTE.de, 6. November 2011. Abgerufen am 6. November 2011.
  2. Nick Wilder ersetzt Horst Naumann, t-online.de vom 16. Februar 2010, abgerufen am 17. Februar 2010
  3. Serien-Jubiläum 30 Jahre Traumschiff: Eine VIP-Folge
  4. Jörg Thomann: „Ich war noch nie so dünnhäutig wie gerade“. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 49/2010, 12. Dezember 2010, S. 59Online.
  5. http://www.boersenblatt.net/412846/

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Das Traumschiff — ( The Dream Ship ) is a West German German television series by ZDF. The series, about a cruise ship that travels to places around the world, debuted in 1981 and became one of the most watched television shows in Germany. A 2007 Variety article… …   Wikipedia

  • Das Traumschiff (Romane) — Seriendaten Originaltitel: Das Traumschiff Produktionsland: Deutschland Produktionsjahr(e): seit 1981 Episodenlänge …   Deutsch Wikipedia

  • Das Traumschiff (Film) — Filmdaten Originaltitel Das Traumschiff Produktionsland DDR …   Deutsch Wikipedia

  • Traumschiff — steht für eine ZDF Fernsehreihe, siehe Das Traumschiff eine Parodie der Fernsehserie Raumschiff Enterprise von Michael Herbig, die in seiner Show Bullyparade unter dem Titel Unser (T)Raumschiff zu sehen war. den Kinofilm nach dieser Serie, siehe… …   Deutsch Wikipedia

  • Traumschiff Surprise - Periode 1 — Infobox Film name = (T)Raumschiff Surprise Periode 1 caption = Movie poster of (T)Raumschiff Surprise Periode 1 director = Michael Herbig producer = Michael Herbig Patty Saffeels Michael Waldleitner writer = Michael Herbig Alfons Biedermann Rick… …   Wikipedia

  • TRaumschiff Surprise — Filmdaten Deutscher Titel: (T)Raumschiff Surprise – Periode 1 Produktionsland: Deutschland Erscheinungsjahr: 2004 Länge: 83 Minuten Originalsprache: Deutsch Altersfreigabe …   Deutsch Wikipedia

  • Traumschiff Surprise — Filmdaten Deutscher Titel: (T)Raumschiff Surprise – Periode 1 Produktionsland: Deutschland Erscheinungsjahr: 2004 Länge: 83 Minuten Originalsprache: Deutsch Altersfreigabe …   Deutsch Wikipedia

  • Traumschiff Surprise - Periode 1 — Filmdaten Deutscher Titel: (T)Raumschiff Surprise – Periode 1 Produktionsland: Deutschland Erscheinungsjahr: 2004 Länge: 83 Minuten Originalsprache: Deutsch Altersfreigabe …   Deutsch Wikipedia

  • Traumschiff-Affäre — Die Traumschiff Affäre oder Segeltörn Affäre war ein politischer Skandal, der am 28. Dezember 1990 bekannt wurde und am 13. Januar 1991 zum Rücktritt von Lothar Späth als Ministerpräsident von Baden Württemberg führte. Zwei Journalisten …   Deutsch Wikipedia

  • Kapitänsdinner — Das Kapitänsdinner ist ein besonderes Abendessen auf einem Kreuzfahrtschiff, bei dem der Kapitän alle Gäste persönlich begrüßt. Beschreibung Das Kapitänsdinner, auch Kapitänsempfang genannt, ist eine insbesondere in der Passagierschifffahrt… …   Deutsch Wikipedia


We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.