Das Urteil – Jeder ist käuflich


Das Urteil – Jeder ist käuflich
Filmdaten
Deutscher Titel: Das Urteil – Jeder ist käuflich
Originaltitel: Runaway Jury
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2003
Länge: ca. 122 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Gary Fleder
Drehbuch: John Grisham
Brian Koppelman
Produktion: Gary Fleder
Christopher Mankiewicz
Arnon Milchan
Musik: David Baerwald
Christopher Young
Kamera: Robert Elswit
Schnitt: William Steinkamp
Jeff Williams
Besetzung

Das Urteil – Jeder ist käuflich (Originaltitel: Runaway Jury) ist ein US-amerikanischer Thriller aus dem Jahr 2003. Der Film basiert auf dem Roman Das Urteil von John Grisham.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

In einem Bürogebäude werden elf Menschen von einem Amokschützen erschossen, dabei benutzt der Schütze eine illegal gekaufte Waffe. Celeste Wood, die Witwe eines der Getöteten verklagt den Hersteller der Waffe mit Hilfe von Wendell Rohr (Dustin Hoffman). Der Prozess ist für die Waffenlobby von größter Bedeutung und so heuern die Waffenhersteller den skrupellosen Rankin Fitch (Gene Hackman) als so genannten Geschworenenberater an. Fitch soll helfen, eine für die Waffenlobby manipulierbare Jury zusammenzustellen. Zu diesem Zweck schüchtert er Geschworene ein, überwacht sie, um sie nach Bedarf subtil zu erpressen.

Mit in der Jury ist Nick Easter (John Cusack), der mit seiner Freundin Marlee (Rachel Weisz) sowohl Ankläger als auch Verteidigung anbietet, ihnen das Urteil zum Preis von zehn Millionen Dollar zu verkaufen. Tatsächlich erweist sich Nick als sehr geschickter Manipulator. Es entwickelt sich dabei ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Parteien.

Fitch und Rohr stehen unter großem Druck, diesen wegweisenden Medienprozess zu gewinnen. Während Fitch auf den Deal eingeht und die geforderten Millionen überweist, lehnt Rohr das unmoralische Angebot ab. Unabhängig von dem transferierten Geld manipuliert Easter die Jury zu Gunsten der Klägerin, da seine Freundin und er eine offene Rechnung aus vergangen Tagen mit Fitch begleichen wollen. Damals starb Marlees Schwester bei einer Schießerei am College und Fitch sorgte dafür, dass die Opfer im Prozess zwischen der Stadt und dem Waffenhersteller leer ausgingen.

Letztlich werden der Klägerin Celeste Wood 1 Million Dollar zugesprochen, die gesamte Summe, die die Prozessverlierer zu begleichen haben, beläuft sich auf 110 Millionen Dollar.

Trivia

  • Der Film basiert auf einem Buch von John Grisham, in dem es jedoch um die Klage gegen einen Tabakhersteller geht. Um sich von der vier Jahre zuvor entstandenen Produktion „Insider“ abzuheben, wurde die Handlung abgeändert und die Waffenindustrie als beklagte Branche inszeniert.[1]
  • John Cusack und Jeremy Piven stehen in diesem Film zum zehnten Mal gemeinsam vor der Kamera. Gene Hackman und Dustin Hoffman sind in dieser Produktion jedoch erstmalig gemeinsam zu sehen, obwohl sie bereits seit 1956 Freunde sind und Klassenkameraden im Pasadena Playhouse, einem historischen Theater im kalifornischen Pasadena, waren, wo sie beide als „Least Likely to Succeed“ (in etwa: „wahrscheinlich erfolglos bleibend“) bewertet wurden.[1]
  • Ursprünglich waren alternative Besetzungen der Rollen geplant. So sollte Edward Norton als Nick Easter, Sean Connery als Rankin Fitch und Gwyneth Paltrow als Marlee auftreten, für die ebenso Bridget Moynahan und Amanda Peet im Gespräch waren.[1]
  • Die Geschworene „Lydia Deets“ (Corri English), die im Gothic-Stil gekleidet auftritt, stellt eine Anspielung auf Winona Ryders Charakter „Lydia Deitz“ aus Beetlejuice dar.[1]

Kritiken

  • moviemaze.de: „Die starbesetzte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Erfolgsautor John Grisham orientiert sich stark an den bisherigen Filmprojekten auf Grisham Basis und garantiert Spannung bis zum Schluss. Sehenswert sind vor allem die beiden Hochkaräter Gene Hackman und Dustin Hoffman, die übrigens das erste Mal gemeinsam vor der Kamera stehen.“
  • Filmstarts.de: „Die Filmindustrie hat ein neues Lieblingsmotiv für sich entdeckt: Gewalt durch Schusswaffen. So allgegenwärtig diese Thematik derzeit ist, so sehr unterscheiden sich die einzelnen Filme auch. Die beiden Extreme sind mit Gus van Sants kompromisslosem Drama „Elephant“ auf der einen und Michael Moores satirischer Pseudo-Dokumentation „Bowling For Columbine“ auf der anderen Seite abgesteckt. Irgendwo dazwischen reiht sich Gary Fleders starbesetzter Justiz-Thriller „Das Urteil“ ein.“
  • zelluloid.de: „Die Starbesetzung mit Dustin Hoffman, Gene Hackman und in erster Linie (wieder einmal) John Cusack machen ihren Job mehr als gut, sie aus dem guten Drehbuch einen spannenden Film, der auch mit einigen Überraschungen aufwarten kann. Wieder einmal lernt man nebenbei auch ein bißchen mehr über die Tücken und Möglichkeiten der US-amerikanischen Rechtssystems.“

Auszeichnungen

Der Film war für einen Edgar Allan Poe Award (Best Motion Picture Screenplay), einen Golden Trailer Award (Best Drama) und einen Political Film Society-Award (Democracy) nominiert, konnte aber keine der Auszeichnungen gewinnen.

Quellen

  1. a b c d Hintergrundinformationen der Internet Movie Database

Weblinks


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