Dauerlauf


Dauerlauf


Jimmy Carter 1978 beim Jogging

Jogging (engl. jog „trotten“) ist eine Form des Freizeit- bzw. Laufsports, bei der durch gemächliche Dauerläufe die Kondition (Ausdauer) gesteigert wird.

Inhaltsverzeichnis

Historie

Als Erfinder des Joggings gilt der neuseeländische Trainer Arthur Lydiard (1917–2004). Er gründete 1961 den ersten Jogging-Club. Der US-amerikanische Läufer, Trainer und Konstrukteur Bill Bowerman (1911–1999) brachte 1962 die Idee nach einem Besuch in Neuseeland in die USA, von wo aus die Jogging-Bewegung sich in der ganzen Welt verbreitete.[1] Eine ähnliche Methode propagierte bereits in den 1950er Jahren der deutsche Arzt Ernst van Aaken.

Auswirkungen

Joggen steigert die Ausdauer, die physische Leistungsfähigkeit des Körpers und stärkt das Herz-Kreislauf-System, hat also die Auswirkungen von Ausdauertraining. Zudem beeinflusst es die Knochendichte positiv. [2]Bei übergewichtigen Menschen kann das Jogging zu einer negativen Energiebilanz beitragen und wirkt daher unterstützend bei einer Diät, weil der Leistungsumsatz gesteigert wird.

Jogging steigert die Fitness und den Tagesbedarf an Kalorien da man 3000-3350 kJ/Std (700-800 kcal/Std.) verbraucht. Die Schrittfrequenz beträgt dabei zwischen 140 und 170 Schritten pro Minute[3]. Bei einem BMI größer 30 ist Joggen aufgrund der dann hohen Gelenkbelastung zunächst nicht mehr zu empfehlen.

Joggen stellt den Körper im Gegensatz zum Laufen als Sportdisziplin vor keine sehr hohen physischen Belastungen, an die sich der Körper erst anpassen müsste. Insbesondere Sehnen, Bänder und Gelenke können aber durch Überbelastung Schaden nehmen.[4]

Jogging im Central Park (New York, NY, USA)

Ausrüstung

Das Wichtigste ist ein passender Laufschuh. Da außer der Schuhgröße noch andere Eigenschaften wie Gelenkstützung oder Dämpfungsqualität eine Rolle spielen, wird eine persönliche Beratung empfohlen. Einige Fachgeschäfte bieten hierzu eine kameragestützte Laufbandanalyse an, deren Nutzen allerdings umstritten ist.

Eine Pulsuhr hilft dabei, die Belastung richtig einzuschätzen und zu verhindern, dass der Körper in eine Sauerstoffschuld gerät. Darüber hinaus kann mittels einer Pulsuhr das persönlich angestrebte Ziel, beispielsweise die Fettverbrennung deutlich besser verfolgt werden.[5]

Literatur

  • James F. Fixx: Das komplette Buch vom Laufen. Fischer: Frankfurt/am Main 1992, ISBN 3-596-23326-7 (Der Autor, Sportjournalist und Marathonläufer, kann als Begründer der Laufbewegung in Amerika gelten)
  • Klaus Lubbers: Vom Trotten. 1995, ISBN 3-499-19420-1
  • Arthur Lydiard: Jogging mit Lydiard. 1990, ISBN 3-89124-053-8
  • Ernst van Aaken: Dauerbewegung als Voraussetzung der Gesundheit. 1974, ISBN 3-921179-10-6
  • Bob Glover, Jack Shepherd: Jogging - Laufen als neue Bewegungstherapie. 1977, ISBN 3-453-41301-6
  • Neumann, Pfützner, Berbalk: Optimiertes Ausdauertraining. 1999, Meyer & Meyer Verlag, ISBN 3-89124-580-7
  • Hottenrott, Zülch: Ausdauertrainer Laufen. 2007, rororo, ISBN 3-499-19454-6
  • Stéphane Franke: Laufen ... meine Geheimnisse für mehr Spaß und Erfolg! 2004, Wero Press, ISBN 3-937588-13-2
  • Herbert Steffny, Ulrich Pramann: Perfektes Lauftraining. 2007, Südwest, ISBN 978-3517082974

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. http://www.chicagoaa.com/features/speedplaylydiard03.html, http://www.registerguard.com/news/2004/12/14/e4.sp.lydiardobit.1214.html
  2. http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_orthopaedie_osteologie-osteoporose_knochendichte_123857609089.htm
  3. http://fitnesstraining.suite101.de/article.cfm/schrittlaenge_und_schrittfrequenz_beim_jogging
  4. http://www.tk-online.de/tk/gesund-sport-treiben/grundregeln/ausruestung-und-grenzen/36988
  5. http://www.karl-heinz-herrmann.de/Joggen/Pulsuhr.php

Weblinks


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Synonyme:

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