Deggendorf Fire

Deggendorf Fire

Der Deggendorfer SC ist ein Eishockeyverein aus der Stadt Deggendorf. Er spielt momentan (2008) mit der 1. Mannschaft in der - drittklassigen - Oberliga und mit der 2. Mannschaft in der - sechstklassigen - Bezirksliga Bayern. Neben der 1. Mannschaft unterhält der Club noch diverse Nachwuchsmannschaften in allen Altersklassen, jeweils in den höchsten Spielgruppen Bayerns.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Deggendorfer SC ist eigentlich ein Verein mit langer Tradition. Gegründet wurde der Club 1973, in dem Jahr in dem das Eisstadion Deggendorf eröffnet hat.

Im höherklassigen Eishockey tauchte der Verein erstmals in der Regionalliga Süd 1976/77 auf, wo die Mannschaft gleich in die Oberliga (Eishockey) 1977/78 weiter aufstieg und von 1979/80 bis 1981/82 an der damaligen 2. Bundesliga teilnahm und mit Teams wie EHC Straubing, EV Regensburg, Schwenninger ERC, EC Bad Tölz oder EHC Essen spielte. In der Saison 1980/81 war der Höhepunkt: Man erreichte den dritten Platz.

Nach einer Pleite 1982 verschwand der Deggendorfer SC vorerst von der Bildfläche. Sein Nachfolgeverein - der Deggendorfer EC „Flames“ - war lange Zeit das Aushängeschild der Region und nahm über mehrere Jahre an der Oberliga (Eishockey) wie an der Regionalliga Süd teil und wurde bei der Ligenneuteilung Sommer 1994 in die 1. Liga Süd eingestuft. Bei der Wiedereinführung der 2. Bundesliga (Eishockey) wurde die Mannschaft in die - damals viertklassige - 2. Liga Süd zurückgestuft, wo aber sofort der Wiederaufstieg in die Oberliga (Eishockey) gelang. Nachdem der Versuch der Auslagerung der Oberligamannschaft in die Deggendorf Flames GmbH scheiterte, musste in der Saison 2001/02 der Deggendorfer EC jedoch auch Insolvenz anmelden, was das Ende höherklassigen Eishockeys in Deggendorf bedeutete.

Der ein paar Jahre zuvor wieder gegründete Deggendorfer SC spielte zu der Zeit in der Bezirksliga Bayern und schaffte in der Saison 2001/02 als Meister der Bezirksliga Gruppe Ost den Aufstieg in die Landesliga 2002/03. Die Mitglieder des DEC wurden in den DSC übernommen, so dass dieser Verein in der Saison 2002/03 neben der Landesligamannschaft auch eine 2. Mannschaft in der Bezirksliga meldete. In dieser Saison schaffte man fast den Aufstieg in die Bayernliga, erst im Playoff-Halbfinale scheiterte man am TuS Geretsried.

2003/04 war dann eine eher durchwachsene Saison und man schied in der Qualifikationsrunde für die Landesligameisterschaft aus. Doch 2004/05 stieg die Mannschaft als Vizemeister der Landesliga hinter dem ECDC Memmingen in die Bayernliga auf.

In der Saison 2005/2006 belegte man als Aufsteiger den siebten Platz der Bayernliga, den man trotz sehr großen Verletzungspech zwei Spieltage vor Schluss klar machen konnte. In den Playoffs schied man nach zwei Niederlagen gegen den EHC Waldkraiburg aus. In der Saison 2006/2007 übernahm Günter Eisenhut von Toni Brenner das Traineramt. Nach der Vorrunde belegte man Platz 2 hinter Passau und errang in den Play-Offs den Vizemeistertitel. Damit durfte Deggendorf sich für die Saison 2007/08 in der Oberliga bewerben.

Nachdem die Unterlagen eingereicht und eine Bürgschaft hinterlegt wurde, hat die ESBG dem Deggendorfer SC die Lizenz für die Oberliga erteilt. Nach mehreren Anläufen einigte sich die Vorstandschaft 2006 darauf, wieder einen Beinamen einzuführen. Der Name „Fire“ ist eine Anlehnung an den Vorgängerverein DEC „Flames“, der in der ganzen Region sehr beliebt war. Man erhofft sich, dass sich ehemalige Zuschauer so mit dem Verein wieder mehr identifizieren können.

Die erste Oberliga-Saison nach fünf Jahren, verlief aus sportlicher Sicht zufriedenstellend. So errang man in der Vorrunde den 8. Platz noch vor dem Lokalrivalen, den EHF Passau Black Hawks und sicherte sich in der ersten Runde der PlayDowns gegen den TEV Miesbach den Klassenerhalt.

Die Saison 2008/09 stellte Verantwortliche, Spieler und Fans vor einer harten Probe. Vor dem ersten Saison-Spiel herrschte noch große Euphorie. Nicht zuletzt durch die Aussagen von Bernie Engelbrecht, der die Meinung vertrat, er könne mit dieser Mannschaft die Playoff´s erreichen. Als dann Aufgrund der sportlichen Talfahrt, das Ziel Playoff´s, immer mehr in weiter Ferne gerückt war, trennte man sich in beidseitigem Einvernehmen von Engelbrecht. Da der darauf folgende Trainer Gert Kompain ebenfalls nicht die sportliche Talfahrt stoppen konnte, trennte man sich auch von ihm. Somit übernahm der ehemalige Fire-Spieler Michael Winnerl das Traineramt. Unter seiner Leitung konnte sich die Mannschaft den vorletzten Platz sichern und entkam somit dem Abstieg in die Bayernliga. Es wurde deutlich, dass der Wegfall wichtiger Spieler (u.a. Thomas Greilinger, Jan Schinköthe) nicht einfach so zu kompensieren war.

Trainer

Deggendorfer EC

  • Saison 2001/2002 - Ron Chyzowski

Deggendorfer SC

  • Saison 2002/03 - Toni Brenner
  • Saison 2003/04 - Toni Brenner
  • Saison 2004/05 - Toni Brenner
  • Saison 2005/06 - Toni Brenner
  • Saison 2006/07 - Günter Eisenhut
  • Saison 2007/08 - Günter Eisenhut
  • Saison 2008/09 - Bernie Englbrecht
 ab 3. Dezember 2008 - Gert Kompain
 für den restlichen Saisonverlauf - Michael Winnerl

Eissporthalle an der Trat

Die Eissporthalle in Deggendorf wurde 1972 und 1973 in zwei Bauabschnitten errichtet. Bauabschnitt I beinhielt die 30 x 60 Meter große Eisfläche, Tribünen und das Betriebsgebäude. Auch das heutige Sportcafé wurde bereits errichtet. Beim zweiten Bauabschnitt (1973), wurde das Dach errichtet. Die Eissporthalle fasst eine Kapazität von gut 4000 Zuschauern. Vor einigen Jahren betrug das Verfassungsvermögen rund 5000. Die Kapazität wurde allerdings durch die Errichtung der Sitzplätze deutlich verringert. Das Stadion wurde im Sommer 2008 mit einer neuen Bande ausgestattet. Ebenfalls wurde das Dach, welches beim Jahrhundertwinter 05/06 stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, gründlich saniert.

Spielzeiten

Deggendorfer SC

  • 1976/77 Regionalliga
  • 1977/78 Oberliga
  • 1978/79 Oberliga
  • 1979/80 2. Bundesliga
  • 1980/81 2. Bundesliga
  • 1981/82 2. Bundesliga

Deggendorfer EC

Deggendorfer SC

Größte Erfolge

  • 2001/2002 Deutscher Juniorenmeister
  • 2003/2004 Bayerischer Meister Schüler
  • 2004/2005 Bayerischer Landesliga Vizemeister
  • 2006/2007 Bayernliga Vizemeister, Bayerischer Vizemeister Knaben

Aktueller Kader 2008/09

Stand 31. Januar 2009<</small

Nr. Name Position Geburtsdatum Letzter Verein Nationalität
20 Arthur Groß Torwart 28. März 1988 Deggendorf Fire (Nachwuchs) Deutscher
20 Manuel Schimpfhauser Torwart 20. März 1990 Deggendorf Fire (Nachwuchs) Deutscher
31 Reinhard Haider Torwart 14. August 1970 Deggendorf Fire Deutscher
21 Stephan Hackl Verteidiger 11. Februar 1990 Jungadler Mannheim Deutscher
22 Nico Wolfgramm Verteidiger 25. November 1990 Deggendorf Fire Deutscher
27 Michael Hengen Verteidiger 27. November 1987 Fischtown Pinguins Bremerhaven Deutschkanadier
29 Andreas Pielmeier Verteidiger 22. Juni 1991 SC Riessersee (DNL) Deutscher
55 Jeff White Verteidiger 11. April 1976 Wölfe Freiburg Kanadier
61 Manuel Bayer Verteidiger 02. Mai 1982 Deggendorf Fire Deutscher
96 Philipp Weinzierl Verteidiger 19. August 1982 Deggendorf Fire Deutscher
11 Dominik Retzer Stürmer 18. Mai 1988 Deggendorf Fire Deutscher
15 Stefan Huber Stürmer 11. Dezember 1987 Deggendorf Fire/Eisbären Regensburg Deutscher
16 John Sicinski Stürmer 15. April 1974 Deggendorf Fire Kanadier
17 Mike Forgie Stürmer 23. Juni 1983 Wayne State Warriors Kanadier
19 Timo Borrmann Stürmer 22. September 1988 Erding Gladiators Deutscher
24 Thomas Kulzer Stürmer 28. April 1977 Deggendorf Fire Deutscher
26 Daniel Huber Stürmer 20. Juli 1989 Eisbären Regensburg Deutscher
42 Kevin Weinberger Stürmer 26. September 1991 Deggendorf Fire (Nachwuchs) Deutscher
43 Tim Hirtreiter Stürmer 02. September 1991 Deggendorf Fire (Nachwuchs) Deutscher
80 Louis-Philippe Boucher Stürmer 30. August 1989 Upper Canada College Blues Deutschkanadier
84 Marc-Antoine Boucher Stürmer 03. September 1987 St. Eustache Patriots Deutschkanadier
89 Markus Ruderer Stürmer 12. Februar 1989 Deggendorf Fire Deutscher
91 Anthony Pallotta Stürmer 11. April 1986 Toronto Varsity Blues Kanadier
Michael Winnerl Trainer 13. September 1960 Deggendorf Fire Deutscher
Der Spieler besetzt eine Ausländerlizenz
(4 von 4 Ausländerlizenzen vergeben)
U21-Spieler

Inlinehockey

Die Mannschaft Deggendorf Fire des Deggendorfer SC nahm 2008 an der Deutschen Inline Hockey Liga teil und erreichte dort das Halbfinalturnier.


Weblinks


Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Нужен реферат?

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Deggendorf Fire — City Deggendorf, Germany League Oberliga Founded 1996 Home arena Eissporthalle Deggendorf …   Wikipedia

  • Deggendorf Flames — Der Deggendorfer SC ist ein Eishockeyverein aus der Stadt Deggendorf. Er spielt momentan (2008) mit der 1. Mannschaft in der drittklassigen Oberliga und mit der 2. Mannschaft in der sechstklassigen Bezirksliga Bayern. Neben der 1. Mannschaft… …   Deutsch Wikipedia

  • DEGGENDORF — DEGGENDORF, city in Bavaria, Germany. In 1338 local burghers and members of the gentry, under the leadership of the ducal judge, set fire to the houses of the Jewish quarter and slaughtered the inhabitants. Duke Henry sanctioned the massacre by… …   Encyclopedia of Judaism

  • Deggendorfer EC — Der Deggendorfer SC ist ein Eishockeyverein aus der Stadt Deggendorf. Er spielt momentan (2008) mit der 1. Mannschaft in der drittklassigen Oberliga und mit der 2. Mannschaft in der sechstklassigen Bezirksliga Bayern. Neben der 1. Mannschaft… …   Deutsch Wikipedia

  • Deggendorfer SC — Größte Erfolge Dritter Platz 2. Bundesliga 1981 Süddeutscher Meister 1979 Deutscher Regionalliga Meister 1990 Deutscher Juniorenmeister 2002 Vereinsinfos …   Deutsch Wikipedia

  • Sicinski — CAN John Sicinski Personenbezogene Informationen Geburtsdatum 15. April 1974 Geburtsort Mississauga, Ontario, Kanada …   Deutsch Wikipedia

  • EHF Passau Black Hawks — Größte Erfolge Aufstieg in die Oberliga 2007 Bayerischer Eishockey Meister 2007 Aufstieg in die Bayernliga 2006 Bayernkrug Pokalsieger 2006 Bayerischer Landesliga Meister 2006 …   Deutsch Wikipedia

  • John Sicinski — Kanada John Sicinski Personenbezogene Informationen Geburtsdatum 15. April 1974 Geburtsort Mississauga, Ontario, Kanada …   Deutsch Wikipedia

  • Stefan Ortolf — Deutschland Stefan Ortolf Personenbezogene Informationen Geburtsdatum 12. Januar 1988 Geburtsort Augsburg, Deutschland …   Deutsch Wikipedia

  • Black Hawks Passau — EHF Passau Black Hawks Größte Erfolge Aufstieg in die Bayerische Landesliga 2004 Aufstieg in die Bayerische Eishockey Liga 2006 Landesliga Meister 2006 Bayernkrug 2006 Bayerischer Eishockey Meister 2007 Aufstieg in die Oberliga 2007 Vereinsinfos …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”