Denkmalschutzgesetz


Denkmalschutzgesetz

Ein Denkmalschutzgesetz dient dem Schutz von Kulturdenkmalen.

Inhaltsverzeichnis

Deutschland

Mit dem Gesetz, den Denkmalschutz betreffend vom 16. Juli 1902 verabschiedete das Großherzogtum Hessen das erste moderne, kodifizierte Denkmalschutzgesetz Deutschlands.[1]

Aufgrund der Kulturhoheit der Länder (Art. 30 GG) ist Denkmalschutz und die ihn betreffende Gesetzgebung Sache der Bundesländer. Ferner werden bestimmte Kulturdenkmäler durch § 304 Abs. 1 StGB geschützt. Denkmalschutzgesetze der Länder (DSchG):[2]

Österreich

In Österreich ist der Denkmalschutz Bundesangelegenheit. Hier gilt das Bundesgesetz betreffend den Schutz von Denkmalen wegen ihrer geschichtlichen, künstlerischen oder sonstigen kulturellen Bedeutung (Denkmalschutzgesetz – DMSG)[13]. Das Denkmalschutzgesetz regelt auch die Angelegenheiten von Bundesdenkmalamt und Denkmalbeirat.

Schweiz

Für den Denkmalschutz sind in der Schweiz die Kantone zuständig (Art. 78 BV). Der Bund hat mit dem Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG) eine Rahmengesetzgebung geschaffen, die im Denkmalschutzbereich in erster Linie finanzielle Leistungen zugunsten der Kantone ermöglicht.

Literatur

Deutschland:

Österreich:

  • Wolfgang Huber: Begriffsbestimmungen und Literatur zum österreichischen Denkmalschutzgesetz, In: Kunsthistoriker aktuell Nr 2/2003
Siehe auch Literatur zu Denkmalschutz, Denkmalrecht

Einzelnachweise

  1. Eckhart Franz: „Habe Ehrfurcht vor dem Alten und Mut, das Neue frisch zu wagen!“ Die Denkmalpflege im kulturpolitischen Konzept Großherzog Ernst Ludwigs. In: 100 Jahre Denkmalschutzgesetz in Hessen. Geschichte – Bedeutung – Wirkung. Stuttgart 2003, S. 23-28. ISBN 3-8062-1855-2; Winfried Speitkamp: Entstehung und Bedeutung des Denkmalschutzgesetzes für das Großherzogtum Hessen von 1902. In: 100 Jahre Denkmalschutzgesetz in Hessen. Geschichte – Bedeutung – Wirkung. Stuttgart 2003. ISBN 3-8062-1855-2; Jan Nikolaus Viebrock: Hessisches Denkmalschutzrecht. (= Kommunale Schriften für Hessen). 3. Auflage. W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2007. ISBN 978-3-555-40310-6, S. 9, Rdnr. 18.
  2. Volltexte aller deutschen Denkmalschutzgesetze (DSchG) als PDF, denkmalliste.org
  3. Heinz Strobl u.a.: Denkmalschutzgesetz für Baden-Württemberg. 2. Auflage. Stuttgart 2001. ISBN 3-17-015621-7
  4. Wolfgang Eberl u.a.: Bayerisches Denkmalschutzgesetz – Kommentar unter besonderer Berücksichtigung finanz- und steuerrechtlicher Aspekte = Kommunale Schriften für Bayern 15. 4. Auflage. München 1992. ISBN 3-555-50094-5
  5. Dieter Martin u.a.: Denkmalschutzrecht in Berlin – Ein Leitfaden für die Praxis. Berlin 2000. ISBN 3-88961-123-0
  6. Andreas Schneider: Brandenburgisches Denkmalschutzgesetz (BbgDSchG) - Kommentar. Wiesbaden 2000. ISBN 3-8293-0483-8
  7. Jan Nikolaus Viebrock: Hessisches Denkmalschutzrecht. 3. Auflage. Stuttgart 2007. ISBN 978-3-555-40310-6
  8. Hans Karsten Schmaltz: Niedersächsisches Denkmalschutzgesetz. Hannover 1998. ISBN 3-87870-372-4
  9. Paul Artur Memmesheimer: Denkmalrecht Nordrhein-Westfalen. 2. Auflage. Köln 1989. ISBN 3-555-30269-8
  10. Dieter Martin u.a.: Sächsisches Denkmalschutzgesetz (Sächs.DSchG) - Kommentar. Wiesbaden1999. ISBN 3-8293-0213-4
  11. Peter, Viernickel: Thüringer Denkmalschutzgesetz. (= Thüringer Verwaltungsschriften) W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2006, X, 124 S., ISBN 978-3-555-56070-0
  12. Jürgen Seifert: Thüringer Denkmalschutzrecht – Textausgabe mit Erläuterungen. Berlin 1992. ISBN 3-555-56005-0
  13. Österreichisches Denkmalschutzgesetz, ris.bka


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