Der Prozess


Der Prozess
Verlagseinband der Erstausgabe 1925

Der Process (auch Der Prozeß, Der Prozess und Der Proceß) ist neben Amerika und Das Schloss einer von drei unvollendeten und postum erschienenen Romanen von Franz Kafka.

Inhaltsverzeichnis

Entstehungsgeschichte

Die Entstehung dieses nicht vollendeten Werkes – vom Sommer 1914 bis zum Ableben des Autors im Juni 1924 – war von besonders prägnanten Phasen in Kafkas Leben gekennzeichnet. Im Juli 1914 fand die Auflösung der Verlobung mit Felice Bauer statt. Sowohl die Verlobung als auch die Entlobung waren für Kafka mit starken Schuldgefühlen verbunden. Eine abschließende Aussprache hierzu im Berliner Hotel „Askanischer Hof“ in Anwesenheit von Freunden hatte Kafka als „Gerichtshof“ empfunden.[1] Unmittelbar danach begann er mit der Arbeit zum Process. Der Erste Weltkrieg brach aus. Ab dem Herbst 1914 wohnte Kafka erstmals unabhängig von seinen Eltern in einem eigenen Zimmer. Seine Arbeit schritt zunächst gut voran, in zwei Monaten entstanden rund 200 Manuskriptseiten, kam aber – wie bei ihm häufig – bald zum Erliegen. Er beschäftigte sich nun u. a. mit der Erzählung „In der Strafkolonie“. Der Process entstand nicht in linearer Abfolge: Es lässt sich nachweisen, dass Kafka zuerst das Eingangs- und das Schlusskapitel niederschrieb, danach schrieb er an einzelnen Kapiteln parallel weiter. Anfang 1915 wurde der Roman dann unvollendet beiseitegelegt und nie vollendet. Kafka schrieb den Process in Hefte, die er auch für die Niederschrift anderer Texte verwendete. Diese Blätter hat er später herausgetrennt und sie nach Kapiteln und Fragmenten neu sortiert, ohne dabei eine bestimmte Reihenfolge der Teile festzulegen.

Personen

Josef K.
Josef K. ist Prokurist einer Bank. Er lebt allein, sein Bedürfnis nach Kontakten befriedigt er mit einer regelmäßigen Stammtischrunde. K.s Vater ist bereits gestorben, seine Mutter taucht nur in einem Fragment auf. Eine Gefühlsbindung zu ihr besteht nicht.
Fräulein Elsa
Fräulein Elsa arbeitet als Kellnerin. Tagsüber empfängt sie Männerbesuch, K. geht einmal die Woche zu ihr. Sie wird später in dem ersten Gespräch mit Leni als K.s Geliebte erwähnt.
Fräulein Bürstner
Fräulein Bürstner ist erst seit kurzem Mieterin bei Frau Grubach – bei der auch K. wohnt – und hat wenig Kontakt zu K.. Er lauert ihr aber in der Nacht nach seiner Verhaftung vor ihrem Zimmer auf und drückt ihr nach einem gemeinsamen Gespräch fast tierhaft einen Kuss auf die Gurgel und den Mund. Sie interessiert sich selbst für Machenschaften des Gerichts, da sie in einigen Wochen eine Stelle als Sekretärin in einer Kanzlei antreten wird.
Advokat Huld
Der Advokat Huld ist ein Bekannter von K.s Onkel. Der Verteidiger ist jedoch in Folge einer Krankheit körperlich geschwächt und bettlägerig. Seine Verteidigung betreibt er aus seinem Krankenbett.
Leni 
Leni ist die Bedienstete des Advokaten und kümmert sich während seiner Krankheit sehr hingebungsvoll um diesen. Sie erscheint sehr verspielt und gesellig. Leni lockte K. während seines ersten Besuches in ein Nachbarzimmer, um sich ihm zu nähern. Sie hat ebenfalls wichtige Informationen zum System des Gerichtes.
Onkel
K.s Onkel lebt auf dem Lande. Als er von Josef K.s Prozess erfährt, reist er in die Stadt, um Josef K. zu helfen. Er stellt K. Advokat Huld vor. Es ist nicht ganz klar, wie der Onkel heißt, am Anfang des Kapitels "Der Onkel/Leni" wird er Karl genannt, doch später wird er vom Advokaten Huld Albert genannt.
Titorelli
Titorelli ist als Gerichtsmaler in bestimmte Vorgänge des Gerichts eingeweiht. Durch seinen persönlichen Kontakt zu den Richtern könnte er zwischen K. und dem Gericht vermitteln. Doch Titorelli ist fest davon überzeugt, dass niemand – und somit auch nicht er selbst – das Gericht von der Unschuld eines Angeklagten überzeugen könne.
Gefängniskaplan
Der Gefängniskaplan erzählt K. die ParabelVor dem Gesetz“. Er versucht K. klar zu machen, dass es zwar verschiedene Auslegungen der Parabel gibt, jedoch ist es weder seine Meinung, noch gibt sich K. mit den wenig eindeutigen Lösungsvorschlägen zufrieden. Auch nach mehrmaligem Betonen, dass keine der Auslegungen wahr sein muss, sondern es sich lediglich um unterschiedliche Interpretationen handelt, versucht K. nicht, selbst eine Lösungsmöglichkeit zu finden. Der Kaplan weiß, dass es um K.s Prozess nicht gut steht und dieser sehr schlecht enden wird.
Direktor-Stellvertreter
Der Direktor-Stellvertreter hat als Vorgesetzter die Aufsicht über die Tätigkeit von K. an seinem Arbeitsplatz, der Bank, und arbeitet eng mit ihm zusammen. Das Verhältnis zum stets überaus korrekt auftretenden Direktor-Stellvertreter wird für K. zum Anlass für einige Besorgnis, als ihn der Prozess stark belastet und er immer weniger Sorgfalt für seine tägliche Arbeit aufwenden kann.
Direktor
Der Direktor ist ein gütiger Mensch mit Überblick und Urteilsvermögen, der K. wohlwollend gegenüber tritt und väterliche Ratschläge gibt.
Staatsanwalt Hasterer
Obwohl deutlich älter und resoluter als K. entwickelt sich eine enge Freundschaft zwischen den Beiden. K. begleitet den Staatsanwalt regelmäßig nach dem Juristen-Stammtisch auf eine Stunde bei Schnaps und Zigarren nach Hause und wird von diesem protegiert.

Handlung

Überblick

Josef K. wird am Morgen seines 30. Geburtstages, ohne sich einer Schuld bewusst zu sein, verhaftet und zu Gerichtsverhandlungen vorgeladen. Im Laufe der Kapitel gerät K. in ein albtraumhaftes Labyrinth einer surrealen Bürokratie. K. dringt immer tiefer in dieses System ein, er erfährt einiges über die Hierarchien der „Gerichte“, doch nie gelangt er zur höchsten Instanz, nie erfährt er, worin seine „Schuld“ besteht. Gleichzeitig dringt das System immer weiter in K.s Leben ein. Nach und nach entpuppen sich auch immer mehr Menschen in K.s Leben als Teile dieses Räderwerks. So auch K. selbst und die Personen, die er im Laufe des Romans kennenlernt und von denen er sich Auskunft über das „Gericht“ erhofft, das ihn anklagt. Immer mehr beschäftigt K. sich mit seinem Prozess, obwohl er anfänglich das Gegenteil beabsichtigt. Scheinbare Zufälle führen K. weiter von einem Glied im System zum nächsten. Am Ende wird er, ein Jahr nach der ersten Verhaftung, ohne je zu erfahren, welche Schuld ihm zur Last gelegt wurde, hingerichtet.

Nach Kapiteln

Verhaftung

Als Josef K. am Morgen seines 30. Geburtstags in seinem Zimmer aufwacht, bringt ihm die Köchin seiner Zimmervermieterin nicht – wie üblich – sein Frühstück. K. wird stattdessen von zwei Männern überrascht und festgehalten. Die beiden wenig auskunftsfreudigen Zeitgenossen teilen ihm mit, dass er von nun an verhaftet sei. Die beiden Männer ("Wächter" genannt) geben an, von einer Behörde zu kommen. Sie behaupten, sie könnten und dürften ihm nicht sagen, warum er verhaftet sei.

Trotz seiner Verhaftung darf K. sein Leben in vermeintlicher Freiheit fortführen und so findet K. das Verhaftetsein nicht weiter schlimm. Der Aufseher gibt K. zu verstehen, dass diese Verhaftung seine gewöhnliche Lebensweise und seine Berufsausübung nicht hindere. K. nimmt zunächst einen üblen Scherz seiner Kollegen an. Im Laufe der Zeit bemerkt er jedoch, dass dies nicht der Fall ist.

Gespräch mit Frau Grubach / Dann Fräulein Bürstner

Josef K. geht nach der Arbeit wieder zurück in seine Pension, um sich bei seiner Vermieterin Frau Grubach und bei der Nachbarin Fräulein Bürstner für die Umstände zu entschuldigen, die durch seine Verhaftung entstanden sind. Da Fräulein Bürstner jedoch erst spät abends zu Hause eintrifft, überrascht K. sie im Flur. In ihrem Zimmer unterrichtet er sie über die Vorfälle. Nachdem K. das Geschehen des Vormittages nachspielt, erschrecken Fräulein Bürstner sowie K. über die Anwesenheit eines Hauptmannes im Nebenzimmer, welcher durch ein lautes Wort K.s erwacht war und an Fräulein Bürstners Zimmertür klopft. Nach seiner Verabschiedung küsst K. Fräulein Bürstner unerwartet auf den Mund, über das ganze Gesicht und den Hals.

Erste Untersuchung

Am Sonntag nach seiner Verhaftung wird Josef K. zu einer Untersuchung bezüglich seiner Verhaftung vorgeladen. Diese Vorladung geschieht telefonisch ohne nähere Angaben zum Zeitpunkt der Untersuchung. So begibt er sich zu einem alten Mietshaus in einem heruntergekommenen Viertel, in dem die Untersuchung stattfinden soll. Dort angekommen sucht K. den Gerichtssaal, der sich als kleines Zimmer in der Wohnung eines Gerichtsdieners herausstellt. Josef K. kommt zu spät und versucht, die anwesenden Beamten des Gerichts mit einer Rede über die Ungerechtigkeit seiner Verhaftung und über Bestechlichkeit der Wächter für sich zu gewinnen. Sein Verhalten gegenüber dem Gericht wird als beleidigend und arrogant aufgefasst, da er unter anderem dem Untersuchungsrichter eines seiner Hefte wegnimmt. Zudem gibt er indirekt zu verstehen, dass er unschuldig sei und auf weitere Verhöre verzichten könne.

Im leeren Sitzungssaal / Der Student / Die Kanzleien

Josef K. geht am darauffolgenden Sonntag erneut in das Gebäude, da er annimmt, dass die Verhandlung fortgesetzt werden würde. In der Wohnung, zu der der Gerichtssaal gehört, trifft er die Frau des dort wohnenden Gerichtsdieners. Diese flirtet mit K. und bietet ihm an, sich für ihn einzusetzen. Sie behauptet, einige Richter und Beamte beeinflussen zu können, um so das Verfahren zu beschleunigen. Tatsächlich stellt sich heraus, dass die Frau einige Affären hat, die ihr dazu verhelfen könnten.

Schließlich verschwindet die Frau mit einem ihrer Liebhaber, obwohl Josef K. versucht hatte das zu verhindern. Kurz darauf taucht der Mann der besagten Frau auf und lädt Josef K. auf eine Führung durch die Kanzleien ein. Diese sind anscheinend immer auf den Dachböden verschiedener Mietshäuser gelegen.

Auf dem Dachboden angekommen schaut sich Josef K. erst einmal neugierig um und wundert sich über die ärmlichen Verhältnisse. Plötzlich wird ihm schlecht und er verliert all seine Kraft. Er bricht zusammen und wird anschließend von einem Mädchen und einem elegant gekleideten Mann aus der Kanzlei gebracht. Beim Verlassen der Kanzlei ist K.s körperliches Wohlbefinden wiederhergestellt.

Der Prügler

Josef K. wird in einer Rumpelkammer seiner Bank Zeuge, wie die beiden Wächter, denen er in seiner Rede in dem Gerichtssaal unter anderem Korruption vorgeworfen hat, ausgepeitscht werden. Da er sich für die Leiden der beiden schuldig fühlt, versucht K. den Prügler zu bestechen. Dieser schlägt das Angebot jedoch – zumindest vorerst – aus. Als einer der Wächter aufschreit, entzieht sich K. der Situation. Vor sich selbst rechtfertigt er seine Flucht, indem er Befürchtungen äußert, die Bankbeamten könnten durch den Schrei des Wächters Franz aufmerksam geworden sein und ihn in der Rumpelkammer überraschen.

Als Josef K. am nächsten Tag abermals die Tür zur Rumpelkammer öffnet, in der die Bestrafung vollzogen wurde, findet er genau die gleiche Szene vor, als wäre in der Kammer die Zeit stehen geblieben. Er entzieht sich abermals der Verantwortung und gibt Anweisung, die Kammer zu entrümpeln.

Der Onkel / Leni

K.s Onkel und ehemaliger Vormund Karl kommt zu Besuch, da er erfahren hat, dass Josef angeklagt wurde. Der Onkel vermittelt K. den Anwalt und guten Freund Huld, der gute Beziehungen zu einigen Richtern hat. Bei seinem ersten Besuch lernt Josef K. das Hausmädchen Leni kennen und beginnt mit ihr eine Affäre.

Der krank im Bett liegende Anwalt stimmt der Verteidigung K.s zu, und der Onkel reist wieder ab.

Advokat / Fabrikant / Maler

Josef K. bereitet sich mit seinem Anwalt auf die nächste Anhörung vor. Bei der Arbeit empfängt Josef K. einen Fabrikanten, der von seinem Prozess weiß und K. an einen Maler verweist. Dieser verfüge über Informationen und Einfluss auf Richter und Beamte.

Daraufhin begibt sich K. zum besagten Maler. Dieser erklärt ihm, dass K. keine reale Chance auf einen Freispruch habe, selbst falls er unschuldig sei. Der Maler verspricht mit einigen Richtern zu reden, um diese so für Josef K. zu gewinnen. Als Gegenleistung kauft Josef K. einige Bilder des Malers und verschwindet durch eine Hintertür, die in eine weitere Kanzlei auf dem Dachboden führt, aus dem Haus.

Kaufmann Block / Kündigung des Advokaten

K. beschließt dem Anwalt Huld zu kündigen, da er keinen spürbaren Fortschritt in seinem Prozess sieht. Beim Anwalt trifft er auf einen anderen Klienten, Kaufmann Block, gegen den ebenfalls ein Prozess geführt wird, der aber schon länger als 5½ Jahre andauert.

Der Anwalt versucht K. zum Umdenken zu bewegen, indem er den Klienten Block erniedrigt, um zu beweisen, wie abhängig seine Klienten von ihm auf Grund seiner Kontakte und der Möglichkeit der Beeinflussung von Richtern und Beamten seien. Das Kapitel endet mitten im Gespräch des Advokaten mit Block. (unvollendet)

Im Dom

Von seinem Vorgesetzten bekommt Josef K. den Auftrag, einem italienischen Kunden der Bank die Stadt zu zeigen. Als Josef K. sich mit diesem vor dem Dom der Stadt treffen will, steht er schließlich alleine da.

(K. ist, ohne dass es weiter beschrieben würde, eine Stunde zu spät, aber der Erzähler behauptet, er sei pünktlich. (Reclam, S.188, Z.13-15) Später ist noch immer dieselbe Uhrzeit und die Rede davon, dass er längst nicht mehr verpflichtet sei zu warten (S. 192). In der Ausgabe von Schöningh, Einfach Deutsch "Der Prozess" ist K. allerdings pünktlich. "...,etwa um zehn Uhr, sich im Dom einzufinden" (S. 198, Z.10)."K. war pünktlich gekommen, gerade bei seinem Eintritt hatte es zehn geschlagen, der Italiener war aber noch nicht hier." (S. 200, Z14f)).

So begegnet er einem Gefängniskaplan, der um K.s Prozess weiß. Der Pfarrer erzählt K. die Parabel „Vor dem Gesetz“ (die als einziger Teil des Romans von Kafka selbst veröffentlicht wurde) und diskutiert schließlich mit K. über deren Auslegung, um ihm seine eigene Situation vor Augen zu führen. K. jedoch erkennt keine Parallelen zu seiner Situation. Zumindest wird dies nicht erwähnt.

Ende

Josef K. wird am Vorabend seines 31. Geburtstages aus seiner Wohnung von zwei Beamten abgeführt. K. überlegt kurz, Widerstand zu leisten, lässt sich dann aber nicht nur mitnehmen, sondern geht sogar scheinbar freiwillig voraus. Auch überlegt er, selbst sein Leben zu beenden. Er wird zu einem Steinbruch gebracht und mit einem Fleischermesser erstochen. Die beiden Beamten sehen zu, wie K. „wie ein Hund“ stirbt.

Interpretation

Eine eindeutige Interpretation des „Process“ ist schwierig. Darum haben sich ganz unterschiedliche Interpretationsansätze herausgebildet, die sich in fünf Hauptrichtungen kategorisieren lassen:

Einzelne Aspekte

Das Gericht

Das Gericht steht Josef K. als eine unbekannte, anonyme Macht gegenüber. Kennzeichnend für dieses Gericht, das sich von "dem Gericht im Justizpalast" unterscheidet, sind weit verzweigte, undurchdringbare Hierarchien. Es scheint unendlich viele Instanzen zu geben, von denen K. nur Kontakt mit den allerniedrigsten hat. Darum ist das Gericht für K. unfassbar und er kann dessen Wesen trotz all seiner Bemühungen nicht ergründen. Dieses System, in dem die Beherrschten die sie Beherrschenden nicht oder nur teilweise kennen, beziehungsweise innerhalb der Hierarchie nur die Stufen unmittelbar über und direkt unter ihnen, ist auch in „Das Schloß“ von Kafka zu finden.

Im Laufe des Romans durchdringt das Gericht das ganze Leben K.s. Es ist allgegenwärtig und K. fixiert sich zunehmend auf seinen Prozess und auf das Gericht, so dass er alles andere, wie seinen Beruf, vernachlässigt. Dabei steht es dem Angeklagten eigentlich frei, ein ganz normales Leben, unbeeinflusst von seinem Prozess, zu führen, denn (sic!) „das Gericht will nichts von Dir. Es nimmt Dich auf, wenn du kommst und es entläßt Dich, wenn Du gehst.“ (Im Dom). Das Gericht bleibt somit rätselhaft und nicht eindeutig erklärbar.

Der psychologische Interpretationsansatz sieht im Gericht ein inneres "Selbstgericht" des Protagonisten, das nicht real existent ist.

Josef K. und seine Umwelt

Josef K. wird mit einer abweisenden, vertröstenden Welt konfrontiert. Wie in Kafkas Parabel „Vor dem Gesetz“ der Mann vom Lande die Hilfe von Flöhen erbittet, sucht Josef K. die Hilfe von Frauen, einem Maler und Rechtsanwälten, die ihren Einfluss nur vortäuschen und ihn vertrösten. Die von K. um Hilfe gebetenen Menschen handeln wie der Türhüter in der schon erwähnten Parabel. Denn der Türhüter akzeptiert die Geschenke des Mannes vom Lande, aber nur, um ihn zu vertrösten und ihn in der Illusion zu lassen, dass seine Taten ihm förderlich seien. Dabei ist der Mann vom Lande frei und kann gehen, wann er möchte, anstatt sein Leben zu vergeuden. In der Dom-Szene wird K. auch vom Geistlichen gesagt, dass das Gericht ihn aufnimmt, wenn er kommt, und ihn „entlässt“, wenn er geht. Somit wäre auch K. frei, sein normales Leben fortzuführen. Beide Männer glauben an die Autorität des Gerichtes bzw. des Gesetzes und versuchen nicht, sich mit voller Entschlossenheit gegen diese zu wehren, sondern unterwerfen sich dieser.

Grund für sein Verhalten ist Josef K.s menschlicher Determinismus, der sich im Wesen seines Verstandes manifestiert.

Der Process als humoristische Geschichte

Die Freunde Kafkas erzählten, dass er beim Vorlesen aus seinem Werk vielfach laut herauslachen musste.[2] Deshalb liegt es nahe, im „Process“ – mag sein Kern so ernst und düster sein wie nur möglich – auch eine humoristische Seite zu suchen.

Erzählverhalten und Sprache

Der Erzähler bewahrt auch in brutalen Situationen seine sachlich ruhige und distanzierte Sprache.

Der Roman wird in der 3. Person erzählt; dennoch erfahren wir (fast) nichts, was über den Wahrnehmungs- und Wissenshorizont des Protagonisten hinausreicht (personales Erzählen). Allein in Joseph K.s Gedanken und Gefühlen bekommen wir Einblick (Innensicht); zugleich erkennen wir aber schnell, dass K.s Deutung und Bewertung von Situationen und Personen sich häufig als falsch erweisen, also unzuverlässig sind. Daher können wir uns des Wahrheitsgehalts des Erzählten nie ganz sicher sein - was natürlich vor allem die rätselhafte Welt des Gerichts betrifft. Das Deutungsgespräch zur Parabel im Kapitel "Im Dom" zwischen K. und dem Geistlichen wird damit zu einem Modell auch unserer Romanlektüre.

Philologische Forschung/Diskussion

Anordnung der Romankapitel

Die Anordnung der Romankapitel wird seit der Erstveröffentlichung diskutiert und immer wieder in Frage gestellt. Kafka, der zwischen August 1914 und Januar 1915 am „Process“ arbeitete, hat sein Werk zu Lebzeiten nicht abgeschlossen und somit auch nicht zur Veröffentlichung vorbereitet. In einer an seinen Freund Max Brod gerichteten Verfügung fordert er diesen sogar auf, nach seinem Tod seine Schriften zu vernichten (→ Kafkas Verfügung).

Der einzige Textbeleg ist die von Kafka niedergelegte Handschrift, in der sich zahlreiche Korrekturen Kafkas finden. Nach Abbruch der Arbeiten an dem Werk, aus dem er nur die Erzählung „Vor dem Gesetz” veröffentlichte, löste er vermutlich die Hefte auf, in die er den Text geschrieben hatte. Dadurch wurde der Gesamttext in 16 Abschnitte zerteilt, teilweise zerstückelt in Einzelkapitel, teilweise in Kapitelfolgen oder auch nur Fragmente von Kapiteln. Zwischen diese Abschnitte legte er jeweils einzelne Blätter, auf denen er den Inhalt der dahinter liegenden Blattfolge vermerkte. Diese sechzehn derart abgetrennten Bündel werden im Allgemeinen als „Konvolute“ bezeichnet. Die Bezeichnung „Kapitel“ dagegen impliziert eine vom Autor bewusst festgelegte Text- und Sinneinheit innerhalb eines Werkes, daher gibt dieser Begriff den Sachverhalt nicht richtig wieder.

Aufgrund des fragmentarischen Charakters des Textes wurden verschiedene Editionen herausgegeben, die zum Teil große Unterschiede aufweisen. Die Kritische Ausgabe und die von Brod herausgegebene Edition weisen dem Fragment den Charakter eines abgeschlossenen Werkes zu, indem sie eine Reihenfolge der Manuskriptseiten festlegen.

Max Brod hatte für die Erstausgabe des Werks die Konvolute in Kapitel geordnet. Als Grundlage dienten ihm die vermachten Originale, welche sich in drei Umschlägen mit einem kryptischen System verschlüsselt aufbewahrt befanden, das nur von seinem Urheber entschlüsselt werden konnte und das Brod auf seine eigene Art und Weise interpretierte.

Die Anordnung der Kapitel in „Der Process“ steht somit auch immer unter der Gefahr einer ideologischen Vereinnahmung des Schriftstellers Kafka und somit ist jede Anordnung für eine Textausgabe des Werks bereits Interpretation.

Guillermo Sánchez Trujillo

Guillermo Sánchez Trujillo stellt in Crimen y castigo de Franz Kafka, anatomía de El Proceso („Franz Kafkas Schuld und Sühne, Anatomie von Der Process“) die Hypothese auf, dass, ausgehend von einer Feststellung von Ähnlichkeiten zwischen Kafkas Process und Dostojewskis Schuld und Sühne, Kafka den Roman des russischen Schriftstellers Fjodor Michailowitsch Dostojewski und andere seiner Erzählungen in der Art eines Palimpsests benutzt hatte, um Der Process und andere seiner Erzählungswerke zu schreiben. Er behauptet, die Anordnung der Kapitel lasse sich aufgrund der Ähnlichkeiten auch an Dostojewskis Roman objektiv feststellen. Die Autonome Lateinamerikanische Universität (UNAULA) in Medellín (Kolumbien) veröffentlichte im Jahre 2005 eine kritische Ausgabe des Romans mit dieser neuen Anordnung. So kommt Trujillo zu folgender Anordnung.

  1. Verhaftung
  2. Gespräch mit Frau Grubach / Dann Fräulein Bürstner
  3. B.s Freundin
  4. Erste Untersuchung
  5. Im leeren Sitzungssaal / Der Student / Die Kanzleien
  6. Der Prügler
  7. Zu Elsa
  8. Staatsanwalt
  9. Der Onkel / Leni
  10. Advocat/Fabrikant/Maler
  11. Im Dom
  12. Kaufmann Block / Kündigung des Advocaten
  13. Kampf mit dem Direktor-Stellvertreter
  14. Das Haus
  15. Ein Traum
  16. Fahrt zur Mutter
  17. Ende

Gliederung nach Reclam (2006)

Inhalt

  1. Verhaftung
  2. Gespräch mit Frau Grubach / Dann Fräulein Bürstner
  3. Erste Untersuchung
  4. Im leeren Sitzungssaal / Der Student / Die Kanzleien
  5. Der Prügler
  6. Der Onkel / Leni
  7. Advokat / Fabrikant / Maler
  8. Kaufmann Block / Kündigung des Advokaten
  9. Im Dom
  10. Ende

Fragmente

  1. B.’s Freundin
  2. Staatsanwalt
  3. Zu Elsa
  4. Kampf mit dem Direktor-Stellvertreter
  5. Das Haus
  6. Fahrt zur Mutter

Editionen

Ausgabe von Brod

Die erste Ausgabe trägt den Titel „Der Prozess“ (so auf dem Titelblatt) und erschien 1925 im Berliner Verlag „Die Schmiede“. Das Werk wurde von Kafkas Freund Max Brod herausgegeben. Brod sah die Konvolute als abgeschlossene Texteinheiten an und stufte sie daher als Kapitel ein. Außerdem legte er eine Reihenfolge der Kapitel fest. Dabei berief Brod sich auf seine Erinnerung, denn Kafka hatte ihm Teile des Werkes vorgelesen.

In den Jahren 1935 und 1946 gab Brod erweiterte Ausgaben heraus. Zusätzlich enthalten sie im Anhang Teile des Werks, die Brod unvollendet erschienen, als so genannte unvollendete Kapitel. Außerdem enthält der Anhang von Kafka gestrichene Stellen.

Die Ausgaben nach 1945 wurden mit der veränderten Schreibung "Der Prozeß" herausgegeben.

Kritische Kafka-Ausgabe

Eine leicht modifizierte Kapitelreihenfolge bietet die Edition mit dem Titel „Der Proceß“, die im Rahmen der Kritischen Kafka-Ausgabe (KKA) der Werke 1990 erschienen ist. Diese Ausgabe wurde von J. Born und anderen herausgegeben und erschien beim Fischer Verlag.

Historisch-kritische Ausgabe

Als Beginn der Historisch-kritischen Franz-Kafka-Ausgabe (FKA) durch Roland Reuß in Zusammenarbeit mit Peter Staengle ist die dritte wichtige Edition mit dem Titel „Der Process“ erschienen. Die 1997 vorgelegte Ausgabe beruht auf der Erkenntnis, dass es sich bei der Handschrift nicht um ein abgeschlossenes Werk handelt. Das Ziel, die originale Gestalt des Textes und Form der Handschrift zu wahren, schlägt sich nieder in der Weise, wie die Edition den Text darbietet. Zum einen wird keine Reihenfolge der Konvolute hergestellt, und zum anderen werden die Konvolute nicht in Buchform veröffentlicht. Stattdessen wird jedes der sechzehn Konvolute in einem Heft wiedergegeben. Auf jeder Doppelseite der Hefte sind jeweils das Faksimile einer Manuskriptseite sowie dessen Umschrift gegenübergestellt. Anhand des Faksimiles kann jeder Leser selbst die zum Teil nicht eindeutigen Streichungen Kafkas beurteilen, da es hier keine Eingriffe durch den Herausgeber gibt, wie sie bei der Kritischen Edition und der von Brod besorgten Ausgabe vorgenommen wurden.

Ausgabe von Christian Eschweiler

Durch eine völlig veränderte Kapitelfolge kann das bisher noch nie berücksichtigte Traum-Kapitel Josef K.s, das Kafka selbst veröffentlichte, nun als Höhepunkt in das Entwicklungsgeschehen erstmals eingeordnet werden. Die Darstellung des Domkapitels ins Zentrum gliedert den Roman in zwei Teile, von denen der erste durch Fremdbestimmung, der zweite durch fortschreitende Selbstbestimmung gekennzeichnet ist. Die in den Text eingefügten Erläuterungskolumnen dienen als Verständigungshilfen für das Sinnganze.

Edition von Guillermo Sánchez Trujillos

Rezeption

Brod schreibt im Nachwort der ersten Ausgabe von 1925 in Bezug auf den „Process“, dass „kaum [ein Leser] seine Lücke fühlen“ wird, wenn er nicht weiß, dass Kafka sein Werk unvollendet ließ. Der Herausgeber schreibt weiter, die nach seiner Ansicht vollendeten Kapitel ließen „sowohl den Sinn wie die Gestalt des Werkes mit einleuchtendster [sic!] Klarheit hervortreten“. Außerdem spricht Brod im Nachwort zu Kafkas Werk stets von „Roman“ und nicht von Fragment. Daran wird deutlich, dass er die Auffassung vertritt, dem Werk fehle nichts Wesentliches. Diesen Eindruck vermittelt seine Ausgabe auch den Lesern. Das Bild eines nahezu abgeschlossenen Werkes, das sich der damaligen Leserschaft bot und das auch heute noch bei vielen Lesern vorherrscht, begründete und begründet zum Teil den Erfolg und die Bewunderung für den „Process“.

Am 17. November 1988 wurde das Originalmanuskript des Werkes in London für eine Million Pfund vom Deutschen Literaturarchiv in Marbach ersteigert. Dies war der bis dahin höchste Preis, der jemals auf einer Auktion für ein einzelnes Manuskript bezahlt wurde. Das Geld stammte von Bund und Land Baden-Württemberg. Das Manuskript ist im Literaturmuseum der Moderne ausgestellt.

Adaptionen

Musikalische Adaptionen

Gottfried von Einems Oper „Der Prozess“ (1953) basiert auf Kafkas Romanfragment.

Eine freie Adaption des Stoffes ist Gunther Schullers Jazz-Oper „The Visitation“ (1966).

Die schottische Post-Punk Band Josef K benannte sich nach dem Romanhelden

Verfilmungen

Comicadaption

Literatur

Ausgaben

Wie im Abschnitt Editionen nachzulesen ist, ist es bedeutsam, welche Ausgabe man wählt. Daher erfolgt die Auflistung nach den verschiedenen Editionen.

  • Historisch-kritische Ausgabe der Handschrift:
    Stroemfeld Verlag, 16 einzeln geheftete Entwurfs-Kapitel im Schuber zusammen mit Franz-Kafka-Heft 1 und CD-ROM, mit 300 Handschriften-Faksimiles. ISBN 3-87877-494-X
  • Reprint der Erstausgabe (1925):
    Stroemfeld Verlag, gebunden. ISBN 978-3-87877-500-3
  • Kritische Ausgabe:
    Fischer Verlag, gebunden ISBN 3-10-038131-9
  • Ausgabe von Eschweiler:
    Eschweiler, Christian: Franz Kafka und sein Roman-Fragment „Der Prozess“. Neu geordnet, ergänzt und erläutert. Weilerswist: Landpresse, 2005. ISBN 3-935221-46-0
  • Unbekannte Ausgabe:
    • Aufbau, Taschenbuch ISBN 3-7466-1615-8
    • dtv, Taschenbuch ISBN 3-423-02644-8
    • Langenscheidt, broschiert ISBN 3-580-63335-X
    • Probst, gebunden ISBN 3-935718-94-2
    • Saur, gebunden ISBN 3-598-80009-6
    • Schöningh, broschiert ISBN 3-14-022362-5
    • Suhrkamp, broschiert ISBN 3-518-39337-5
    • Vitalis, gebunden ISBN 3-89919-052-1
    • Volker Krischel Königs Erläuterungen ISBN 3-8044-1796-5
    • Anaconda, gebunden ISBN 3-938484-77-2
    • Hamburger Lesehefte Verlag, 201. Heft ISBN 978-3-87291-200-8

Sekundärliteratur

  • Manfred Engel: Franz Kafka: Der Process (1925) – Gerichtstag über die Moderne. In: Matthias Luserke-Jaqui/Monika Lippke (Hg.), Deutschsprachige Romane der Klassischen Moderne. Berlin, New York: Gruyter 2008, S. 211-237. ISBN 978-3110189605.
  • Janko Ferk: Recht ist ein "Prozeß". Über Kafkas Rechtsphilosophie. Wien, Edition Atelier, 2006 (2. Auflage), und Ljubljana, Gospodarski vestnik, 2007 (Übersetzung in das Slowenische).
  • Volker Krischel: Franz Kafka: Der Proceß. Königs Erläuterungen und Materialien (Bd. 417). Hollfeld: Bange Verlag 2004. ISBN 978-3-8044-1796-0
  • Ekkehart Mittelberg: Franz Kafka: Der Prozeß. Unterrichtsvorschläge und Kopiervorlagen (Reihe LiteraMedia). Berlin: Cornelsen 2003 ISBN 9783464614259
  • Manfred Mitter: "Franz Kafka: Der Proceß, Interpretationsimpulse", Merkur-Verlag, Rinteln, Textheft: ISBN 978-3-8120-0853-2, CD-ROM: ISBN 978-3-8120-2853-0

Siehe auch

Weblinks

Text des Romanfragments

Interpretationen

Editionen des Werks

Bibliographie

Verfilmungen

Unterricht

Hörbuch

Einzelnachweise

  1. Königs Erläuterungen Franz Kafka Der Proceß Volker Krischel S.31
  2. Max Brods Biographie „Franz Kafka. Eine Biographie“ (Neuausgabe 1974 mit dem Titel: „Über Franz Kafka“)

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