Devdas – Flamme unserer Liebe


Devdas – Flamme unserer Liebe
Filmdaten
Deutscher Titel: Devdas – Flamme unserer Liebe
Originaltitel: Devdas
Produktionsland: Indien
Erscheinungsjahr: 2002
Länge: 185 Minuten
Originalsprache: Hindi
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Sanjay Leela Bhansali
Drehbuch: Prakash Kapadia
Produktion: Bharat Shah
Musik: Ismail Darbar, Birju Maharaj, Monty
Kamera: Binod Pradhan
Schnitt: Bela Segal
Besetzung
  • Shahrukh Khan: Devdas Mukherjee
  • Madhuri Dixit: Chandramukhi
  • Aishwarya Rai: Parvati (Rufname: „Paro“)
  • Jackie Shroff: Chunnilal
  • Kiron Kher: Sumitra
  • Smita Jaykar: Kaushalya
  • Tiku Talsania: Dharamdas
  • Vijayendra Ghatge: Bhuvan Choudhry
  • Milind Gunaji: Kalibabu
  • Ananya Khare: Kumud
  • Manoj Joshi: Dwijdas
  • Dina Pathak: Bhuvans Mutter
  • Ava Mukherji: Dev's badi-ma
  • Vijay Crishna: Narayan Mukherjee
  • Sunil Rege: Neelkant
  • Jaya Bhattacharya: Manorama
  • Apara Mehta: Badi Aapa
  • Radhika Singh: Yashomati
  • Kapil Soni: Mehendra
  • Muni Jha: Kaka
  • Amardeep Jha: Kalibabus Mutter
  • Bansaree Madhani: Die junge Parvati
  • Mohit: Der junge Devdas
  • Aksha: Kalika

Devdas (hindi: देवदास, Devdās) ist eine Bollywood-Verfilmung des gleichnamigen Romans von Sharat Chandra Chattopadhyay.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Devdas wächst als Sohn reicher Eltern auf. Auf dem Grundstück nebenan wächst Paro auf, die Nachbarstochter. Beide verbringen eine gemeinsame, glückliche Kindheit, bis Devdas von seinem Vater für 10 Jahre nach London geschickt wird, wo er eine Ausbildung zum Juristen absolviert.

Als Devdas zurückkehrt, erwartet ihn seine Familie, allen voran seine Mutter, überschwänglich. Umso enttäuschter sind sie, als Devdas zuerst Paro begrüßt. Beide scheinen immer noch miteinander verbunden. Doch einer offiziellen Hochzeit mögen Devdas Eltern nicht zuzustimmen, sie denken, Paros Familie sei unter der eigenen gesellschaftlichen Schicht anzusiedeln, zumal Paros Mutter früher Tänzerin war.

Es kommt zum Eklat, als Devdas Mutter Paros Mutter öffentlich demütigt. Letztere schwört danach, Paro reicher zu verheiraten, als es Devdas Familie jemals sein wird, und hält Wort.

Statt der Gefühle von Devdas und Paro spielen nur noch Macht, Rache und Hass eine Rolle. Doch auch die Liebe der Kinder zu ihren Eltern. So beugt sich Devdas dem Wunsch und dem Druck seiner Eltern und verweigert Paro die Heirat, selbst als sie ihn darum bittet.

Devdas verlässt überstürzt sein Elternhaus, flüchtet sich in Alkohol und in ein zweifelhaftes Milieu, wo er die Kurtisane Chandramukhi kennen lernt, die sich sofort Hals über Kopf in ihn verliebt. Doch Devdas verachtet sie und ihren Beruf und mit dem Bild der perfekten Frau, die für ihn nur Paro sein kann, will er sich selbst strafen. So kommt er immer wieder in Chandramukhis Haus, um sich zu betrinken und daran zu erinnern, wie sehr er die Welt und die Umstände doch hasst. Während Paro einen reichen Herrn nur als Mutter für dessen Kinder heiraten muss, versinkt Devdas immer mehr in den Alkoholismus, den er um sich selbst zu zerstören, schon fast zwanghaft und mit vollem Bewusstsein über sich bringt. Auch als Paro selbst ihn bittet vom Alkohol zu lassen, verweigert er dies.

Als Paro das Angebot ausschlägt mit ihm fort zu gehen, verspricht Devdas vor seinem Tod zu Paros Haus zu kommen, um sie noch einmal zu sehen.

Doch beide bleiben verbunden, allen Schicksalsschlägen zum Trotz. Als Paro schließlich Chandramukhi kennen lernt, sind die Frauen in ihrer Liebe zu Devdas plötzlich verbunden und werden sogar Freundinnen. Auf einer Feier beschimpft ein Verwandter Paros Chandramukhi als Hure. Nach dem Streit zwischen den Beiden kommt es zum Eklat zwischen Paro und ihrer Schwiegermutter, denn der Beleidigte erzählt der Familie von der Freundschaft zwischen Paro und Devdas. Daraufhin bekennt sich Paro zu Devdas in Gegenwart ihres Ehemannes und der gesamten Familie. Zur Strafe darf sie das Haus nicht mehr verlassen.

Devdas erkrankt als Folge seiner Ausschweifungen, er verlässt Chandramukhi, deren Liebe er inzwischen schon fast zärtlich erwidert und macht sich noch einmal auf den Weg in seinen Heimatort, um Paro ein letztes Mal zu sehen. Unterwegs verschlechtert sich sein Zustand rapide. Er schafft es noch vor die Schwelle ihres Hauses und stirbt dort. Devdas hat sein Versprechen gehalten, aber Paro nicht mehr wieder gesehen.

Hintergrund

Diese opulente Verfilmung basiert auf dem Roman Debdas von Sharat Chandra Chattopadhyay. Der Roman wurde wiederholt verfilmt, unter anderem 1955. Die Verfilmung von 2002 gilt als Meilenstein des indischen Films, er war Indiens Wahl für die Oscarnominierung, wurde aber nicht nominiert. Er wurde auf dem Filmfestival in Cannes präsentiert und war der erfolgreichste Film 2002 in Indien. Er gilt als bisher teuerstes indisches Epos.

Die Story inspirierte unzählige Filmemacher. So wurde die Saga insgesamt mehr als neunmal in unterschiedlichen indischen Sprachen verfilmt. Eine stille Version im Jahre 1928, eine weitere Version 1935 die P. C. Barua in die Kinos brachte. 1955 wurde Devdas von Bimal Roy verfilmt.

47 Jahre später griff Sanjay Leela Bhansali erneut auf den Stoff zurück und bannte in etwa 6 Jahren Drehzeit die Geschichte von Devdas erneut auf die Leinwand. Angesiedelt in der gehobenen Gesellschaft Indiens und mit einem enormen Budget ausgestattet, glänzt der Film durch eine hohe emotionale Ausdrucksstärke.

Mit Shah Rukh Khan, der mit zunehmendem Alter mehr und mehr zum Laurence Olivier des indischen Films avanciert, der reifen schauspielerischen Leistung von Madhuri Dixit und der Schönheit von Aishwarya Rai sind drei Schauspieler am Set, die zum Erfolg des Films wesentlich beitragen.

Auszeichnungen

National Film Awards
  • Bester Unterhaltungsfilm
  • Beste Playbacksängerin
  • Beste Choreografie
  • Beste Ausstattung
  • Bestes Kostümdesign
Filmfare Awards
IIFA Awards
  • Beste Regie
  • Bester Hauptdarsteller (Shah Rukh Khan)
  • Beste Hauptdarstellerin (Aishwarya Rai)
  • Beste Nebendarstellerin (Madhuri Dixit)
  • Beste Ausstattung
  • Beste Choreografie
  • Beste Kamera
  • Bestes Kostümdesign
  • Beste Dialoge
  • Bestes Make-Up
  • Bestes Re-Recording
  • Bester Sound
  • Beste Playbacksängerin (Shreya Goshal und Kavita Krishnamurti)

Außerdem wurde Devdas bei den Filmfestspielen von Cannes und bei den Filmfestspielen in Venedig aufgeführt.

Weblinks


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