Die Schlümpfe (Fernsehserie)


Die Schlümpfe (Fernsehserie)
Seriendaten
Deutscher Titel Die Schlümpfe
Originaltitel The Smurfs
Die schlümpfe logo.svg
Produktionsland Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch, Niederländisch
Produktionsjahr(e) 1981–1989
Länge 22 Minuten
Episoden 256 in 9 Staffeln
Genre Kinder- und Jugendfernsehserie
Idee Peyo
Erstausstrahlung 12. September 1981–2. Dezember 1989 auf NBC
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
15. April 1983 auf ZDF
Synchronisation

Die Schlümpfe ist eine US-amerikanische Zeichentrick-Fernsehserie, die zwischen 1981 und 1989 von den Hanna-Barbera-Studios für NBC produziert wurde. Die Serie basiert auf der 1958 im Magazin Spirou erschienenen Originalvorlage Die Schlümpfe des belgischen Zeichners Peyo.

Englische Version

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Die Schlümpfe leben in Schlumpfhausen, ihrem Heimatort im „Verwunschenen Land“. Schlumpfhausen wird als „Schlumpfokratie“ ohne weitere Staatsorgane regiert. Papa Schlumpf nimmt als väterlicher Anführer eine Art Bürgermeisterfunktion wahr und hebt sich von den anderen Schlümpfen durch seine weiße Barttracht und seine rote Kleidung ab. Opa Schlumpf trägt einen weißen langen Bart und gelbe Kleidung, die übrigen Schlümpfe sind bartlos und weiß gekleidet und tragen meist eine phrygische Mütze. Die markanten Persönlichkeiten sind jedoch optisch auf ihr Können festgelegt. Schlümpfe sind immer männlich und werden nicht geboren, sondern von Störchen gebracht. Weibliche Schlümpfe wie Schlumpfine und Omaschlumpf können nur durch einen Zauberspruch, angewendet auf blaue Tonerde, entstehen.

Fortbewegungsmittel sind Störche, mit denen weite Entfernungen zurückgelegt werden können. Später dient besonders den jüngeren Schlümpfen („Schlumpflingen“) der Hund „Welpi“ als Fortbewegungsmittel. Die meisten Schlümpfe leben in ausgehöhlten Pilzen, die wie Häuser eingerichtet sind. Die Schlumpfsprache ist die Pidgin-Sprache der Schlümpfe, die eine Mischung aus originären Elementen und der jeweiligen Ausstrahlungssprache darstellt. In ihr werden die Wortstämme der Verben, Substantive und Adjektive durch den Wortstamm „schlumpf“ ersetzt (in anderen Ländern entsprechend z. B. durch „pitufo“ oder „smurf“). Für Menschen sind die Schlümpfe daher nur schwer zu verstehen.

Der böse Zauberer Gargamel mit seinem Kater Azrael benötigt für ein Rezept zur Herstellung von Gold unter anderem einen Schlumpf. So versucht er sie zu fangen, um mit ihnen Gold zu machen oder Suppe zu kochen. Später hat Gargamel einen Lehrjungen namens Rotznase Bolvamel. Seltener tauchten noch andere Personen, wie die unglaublich hässliche Hexe Hogatha, auf, sowie ein Monster namens Nemesis, das Opa Schlumpf Albträume bereitet. Dabei handelt es sich um einen bösen Zauberer, der den Schlümpfen ihren Langlebensstein stehlen wollte, um selbst ewig zu leben.

Veröffentlichung

Die von den Hanna-Barbera-Studios produzierte Serie wurde erstmals vom 12. September 1981 bis zum 2. Dezember 1989 durch den Sender NBC in den USA ausgestrahlt und umfasst 256 Folgen. Die Serie wurde in über 26 Sprachen übersetzt, darunter Französisch, Italienisch, Spanisch, Japanisch und Esperanto. Im Mai 2008 erschienen in den USA neun DVDs mit Folgen der Serie.

Auf Deutsch wurde die Serie zum ersten Mal ab dem 15. April 1983 durch das ZDF ausgestrahlt. Später folgten Ausstrahlungen durch die Sender ProSieben, Sat.1, Super RTL, Tele 5, ORF1, Disney Channel, Junior, Boomerang und Premiere.

Sony Pictures Home Entertainment veröffentlicht in Deutschland alle 9 Staffeln in 4 Chargen [Staffeln 1 & 2 (August 2011), Staffeln 3, 4 & 5 (Oktober 2011), Staffeln 6 & 7 (Dezember 2011), Staffeln 8 & 9 (März 2012)], jeweils als Staffelbox, auf DVD. [1]

Synchronisation

Rolle englischer Sprecher deutscher Sprecher
Papa Schlumpf Don Messick Wolf Rahtjen
Handy Michael Bell Michael Harck
Schlaubi Barry Gordon / Danny Goldman Helmut Zierl
Schlumpfine Lucille Bliss Astrid Kollex
Fauli Michael Bell Thomas Schüler
Clumsy William Callaway Andreas von der Meden
Gargamel Paul Winchell Kurt Goldstein
Azrael Don Messick Marianne Bernhardt
Jokey June Foray Achim Schülke
Muffi Michael Bell Peter Heinrich
Hefty Frank Welker Manfred Reddemann
Beauty Alan Oppenheimer Holger Mahlich
Torti Hamilton Camp Lutz Schnell / Edgar Hoppe
Harmony Hamilton Camp Douglas Welbat
Farmi Alan Young Günter Lüdke
Toulousi William Callaway Hans Sievers / Andreas Mannkopff
Zwirni Kip King Wolfgang Jürgen
Opa Schlumpf Jonathan Winters Gottfried Kramer
Oma Schlumpf Susan Blu Marianne Kehlau
Baby Schlumpf Julie McWhirter Dees Claudia Schermutzki
Sassette Julie McWhirter Dees Eva Michaelis
Forschi Pat Musick Jens Wawrczeck
Schlaffi Noelle North Nico König
Vater Zeit Alan Oppenheimer Günther Jerschke
Natt Charles Adler Jan-David Rönfeldt
Rotznase Brenda Vaccaro Brigitte Böttrich
Hogatha Janet Waldo Marianne Bernhardt
Balthasar Keene Curtis Franz Josef Steffens
Nemesis Frank Welker Joscha Fischer-Antze
Clorhythris Linda Gary Ursula Vogel
Homnibus Alan Oppenheimer Hans Paetsch
Erzähler Kris Stevens / Paul Kirby Tommi Piper

Weitere Verfilmungen

Die erste Verfilmung des Comics war die belgische Zeichentrickserie Aus dem Leben der Schlumpfe (Les aventures des Schtroumpfs), die Ende der 60er Jahre auch im deutschen und österreichischen Fernsehen lief. Ein aus 5 Folgen zusammengeschnittener Film kam 1965 in die belgischen Kinos.[2]

1976 folgte die belgische Filmproduktion Die Schlümpfe und die Zauberflöte, die auch in Deutschland und Österreich in die Kinos kam.

Im August 2011 kam der 3D-Film Die Schlümpfe weltweit in die Kinos, in dem die computeranimierten Schlümpfe in das reale New York des 21. Jahrhunderts gelangen.

Einzelnachweise

  1. http://www.amazon.de/gp/feature.html/ref=amb_link_160318667_2?ie=UTF8&docId=1000526233&pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=special-product-offers-1&pf_rd_r=1759TZN3TZ94S6VSTE9T&pf_rd_t=201&pf_rd_p=244456187&pf_rd_i=B004ZO8ZWW
  2. http://www.zeichentrickserien.de/lebensch.htm Zeichentrickserien.de: Aus dem Leben der Schlumpfe

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Schlumpf – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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