Die Wahrheit über die Stasi


Die Wahrheit über die Stasi
Filmdaten
Deutscher Titel Die Wahrheit über die Stasi
Produktionsland D
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1992 und 2008
Länge ca. 50 Minuten
Stab
Regie Alexander Zahn
Drehbuch Alexander Zahn
Produktion Galeerenfilm,
Arbeitsgruppe 1
Musik Christian „Flake“ Lorenz
Kamera Eckard Stüwe
Schnitt Alexander Zahn
Besetzung
  • Clemens Tragelehn: FO Hauptmann Clementz
  • Mathias Herrmann: IM Ausland
  • Muromez: Dichter
  • Eckard Stüwe: 1. Offizier im bes. Einsatz
  • Theo Gnauck: 2. Offizier im bes. Einsatz
  • Friedhelm Sprenger: Ltr. Offizier Abhörzentrale
  • Wolfgang Dahl: Nachwuchskader
  • Alexander Scharf: Der General
  • Svenja Teichert: Nichte des Generals

Die Wahrheit über die Stasi ist ein deutscher Low-Budget-Film aus dem Jahr 1992. Regie führte Alexander Zahn. Die erste Fassung von 1992 galt als verschollen und wurde 2008 von ehemaligen Mitgliedern der Dissidentengruppe Arbeitsgruppe 1 aufgefunden und neu bearbeitet. Eine Vorabpremiere der neuen Fassung fand am 10. Mai 2008 im Berliner Programmkino Tilsiter Lichtspiele statt. Der Film ist eine Satire auf die politischen und geistigen Zustände in der DDR der ausgehenden 80er Jahre. Die Musik zum Film stammte vom späteren Rammstein-Keyboarder Flake sowie diversen ostdeutschen Bands und Musikern.

Handlung

Premierenplakat (2008)

Die DDR im Jahre 2008 – ein Jahr vor dem 60. Jahrestag ihrer Gründung. Laut dem Referat des Genossen Eberlein auf dem XXVI. Parteitag der SED vom 21. Mai 2008 konnten Fehler und Irritationen der Vergangenheit endgültig überwunden werden: „So können wir kurz vor Abschluß des Aufgebotes – DDR 60 – und ein Jahr vor dem großen Geburtstag sagen: Unsere DDR ist stark und erwachsen geworden.“

Eine junge Frau bespitzelt ihren Liebhaber, der wiederum sie bespitzelt. Nach dem Sex telefoniert der Mann mit seinem Führungsoffizier, während sie den Kondom eintütet und verschickt. Im Fernsehen laufen die Sendungen Aktuelle Kamera und MfS Intern. Eine vierköpfige Jugendbrigade aus dem Stahl-KombinatJohannes R. Becher“ berichtet von ihren Erfolgen bei der Gründung und späteren Zerschlagung oppositioneller Gruppen innerhalb des Betriebes. In der Normannenstraße klagt der Leiter der HA/VI, Hauptmann Clementz, über den mangelhaften Erfolg bei den jüngsten Aktionen und macht sich schon auf Bergwerksarbeit oder Sibirien gefasst. Im Prenzlauer Berg findet eine konspirative Dichterlesung mit bärtigen Oppositionellen statt, nach der Veranstaltung erstattet der Dichter instant Bericht an seinen Führungsoffizier. Eine junge Musikband spielt im Hauptgebäude zur Erbauung von Hauptmann Clementz auf, die beiden Offiziere im besonderen Einsatz wehren das Eindringen zweier bärtiger Oppositioneller im Trabant auf das Stasi-Gelände ab.

Währenddessen reist ohne Unterlass IM Ausland„der beste Mann im NSW – durch die Welt, von Mexiko nach Rom und London und wieder zurück an die Spree. Man hat ihm einen Koffer mit einer Bombe untergeschoben, die ihn ausschalten soll, aber auf dem Flughafen von Rom von einer anderen Reisenden verwechselt und mitgenommen wird. Der Agent reist zurück nach Berlin, wo er aus Versehen ertrinkt.

Am Ende feiert der Alte – der General – Geburtstag, alle Oppositionellen und Offiziere finden sich auf der feucht-fröhlichen Orgie im Hauptbüro wieder. Die beiden Offiziere im besonderen Einsatz müssen erneut ein oppositionelles Eindringen abwehren, sie verunglücken dabei und werden von den hilfsbereiten Bärtigen versorgt.

Drehorte

Gedreht wurde der Film an Originalorten im ehemaligen Hauptgebäude des Ministerium für Staatssicherheit in Berlin-Lichtenberg, zu diesem Zeitpunkt schon die Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße sowie in Berlin-Mitte und Berlin-Prenzlauer Berg.

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