Dornmyrte


Dornmyrte
Stechender Mäusedorn
Stechender Mäusedorn (Ruscus aculeatus L.)

Stechender Mäusedorn (Ruscus aculeatus L.)

Systematik
Klasse: Einkeimblättrige (Liliopsida)
Unterklasse: Lilienähnliche (Liliidae)
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Mäusedorngewächse (Ruscaceae)
Gattung: Mäusedorne (Ruscus)
Art: Stechender Mäusedorn
Wissenschaftlicher Name
Ruscus aculeatus
L.

Der Stechende Mäusedorn (Ruscus aculeatus), volkstümlich auch Dornmyrte oder Stechmyrte genannt, ist eine Pflanzenart, die zu den Mäusedorngewächsen (Ruscaceae) gehört. Sie wurde 2002 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Stechende Mäusedorn ist ein immergrüner, zwischen 20 und 80 cm hoher Strauch. Bei den scheinbaren Blättern der Pflanze handelt es sich um längliche Flachsprosse mit einer Stachelspitze. Diese werden bis etwa 2,5 cm lang und sind zweizeilig angeordnet. Die eigentlichen Blätter der Pflanze sind schuppenartig, klein und dreieckig bis lanzettenförmig. Zwischen April bis Mai stehen in den Achseln der Hochblätter die kleinen, unscheinbaren, grünlich-weißen Blüten. Seine Beeren sind leuchtend korallenrot und haben einen Durchmesser von 1-1,5 cm. Die Samen des Mäusedorns enthalten schleimhautreizende Saponine.

Verbreitung

Der Mäusedorn ist im Mittelmeergebiet, Frankreich, Nordafrika bis Vorderasien beheimatet. Er ist aber auch am südlichen Fuß der Alpen, in der Steiermark, Wallis, Südtirol und Tessin anzufinden. Die genügsame Pflanze mag warme, trockene steinige Hänge. In Deutschland überwintert der Stechende Mäusedorn nur in sehr milden Gegenden im Freien. Als Kübelpflanze wird er auf sonnigen Terrassen als Zierpflanze gehalten.

Verwendung

Beeren des Stechenden Mäusedorns

Der Stechende Mäusedorn war bereits in der Antike als Nahrungs- und Heilmittel bekannt. Die jungen, unterirdischen Sprossen wurden ähnlich dem Spargel als Gemüse verwendet. Aus den Trieben machten die Römer Besen.

Im Mittelalter wurde die Wurzel gekocht und bei Wassersucht als harntreibendes Mittel gegeben.

In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die medizinische Wirkung wiederentdeckt. In den Beeren sind Saponine, in den Wurzeln die Steroidsapogenine Ruscogenin und Neoruscogenin. Als Fertigarzneimittel wird es gegen Wadenkrämpfe, Ödeme, Krampfadern, bei Hämorrhoiden und als harntreibender Tee verwendet.

Wegen seiner Wirkungen wurde der Stechende Mäusedorn zur Arzneipflanze des Jahres 2002 gekürt.

Zur Weihnachtszeit wird der Mäusedorn seiner dekorativen Wirkung wegen gern in Gestecken verwendet.

Name

Der Name Mäusedorn rührt vermutlich von einer besonderen Verwendung her. Die spitzen Seitensprossen wurden in den Vorratskammern zur Abschreckung gegen Mäuse aufgehängt. In Fleischereien wurden die Sträucher zum Reinigen der Metzgerblöcke verwendet, weshalb man im Englischen auch vom Metzgerginster (butcher´s broom) spricht.

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