Drei Männer im Schnee (1955)


Drei Männer im Schnee (1955)
Filmdaten
Originaltitel Drei Männer im Schnee
Drei Maenner im Schnee 1955 Logo 001.svg
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1955
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Kurt Hoffmann
Drehbuch Erich Kästner
Produktion Ring-Film,
Karl F. Sommer
Musik Alexander von Szlatinay
Kamera Richard Angst,
Alfred Westphal
Schnitt Paula Dworak
Besetzung

Drei Männer im Schnee ist ein österreichischer Schwarzweißfilm des Regisseurs Kurt Hoffmann aus dem Jahr 1955. Die Filmkomödie entstand nach dem gleichnamigen Roman von Erich Kästner. Das von Kästner selbst verfasste Drehbuch hält sich genau an die Buchvorlage. Mehrere Sätze oder Satzfolgen sind wortwörtlich aus dem Buch übernommen.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der exzentrische und gutmütige Geheimrat und Millionär Schlüter will die Menschen studieren. Er beteiligt sich unter dem Namen Schulze an einem Preisausschreiben seiner eigenen Firma, der weltbekannten Schlüter-Werke. Schulze gewinnt den zweiten Preis: einen zehntägigen Aufenthalt im Grandhotel zu Bruckbeuren in den Alpen. Dorthin fährt Schlüter verkleidet als armer Mann, um zu erleben, wie die Menschen in solch einer Umgebung auf einen armen Schlucker reagieren. Als Begleiter nimmt er seinen langjährigen Diener Johann mit, der während des Hotelaufenthalts einen reichen Reeder spielen und ihn nicht kennen soll.

Schlüters besorgte junge Tochter Hildegard bereitet das Hotel noch vor seiner Abfahrt heimlich auf den Besuch des verkleideten Millionärs vor, kommt jedoch nicht mehr dazu, den Namen zu nennen. Fälschlicherweise wird Dr. Fritz Hagedorn, ein arbeitsloser Werbefachmann, der in dem Preisausschreiben den ersten Preis gewonnen hat, für den reichen Mann gehalten und entsprechend verwöhnt. Schlüter hingegen wird in eine kleine Dachkammer ohne Heizung gesteckt, vom Personal schikaniert und zu Gelegenheitsarbeiten herangezogen. Schon am ersten Tag schließt er Freundschaft mit Hagedorn, obwohl das entsetzte Personal jegliches Gespräch zwischen den beiden zu verhindern sucht. Hildegard ist von Johann über die Verwechslung und ihre Folgen informiert. Sie hält es zuhause nicht mehr aus und erscheint in Begleitung von Schlüters Hausdame, Frau Kunkel, im Hotel, um nach ihren Vater zu sehen. Fritz verliebt sich in Hildegard „Schulze“ und die beiden schmieden heimlich Hochzeitspläne.

Nach einigen Tagen wird Schlüter auf Druck der übrigen Gäste aus dem Hotel geekelt und kehrt mit seiner Tochter, Johann und Frau Kunkel nach Berlin zurück. Die Abreise erfolgt so überstürzt, dass Hagedorn nicht mehr informiert werden kann. Zuvor klärt Hildegard aber noch rasch den Hoteldirektor über die Verwechslung auf, der daraufhin beinahe einen Nervenzusammenbruch erleidet.

Der verzweifelte und nichts ahnende Hagedorn kehrt auch nach Berlin zurück und sucht verzweifelt und vergeblich nach seiner Hildegard, von der er ja annehmen muss, dass sie Schulze heißt. Da werden er und seine Mutter von Schlüter zu sich eingeladen; dieser gesteht seine wahre Identität, was jedoch die Freundschaft nicht beendet. Auch Hildegard gibt sich als Schlüters Tochter zu erkennen. Im Laufe des folgenden Festessens wird Schlüter telefonisch mitgeteilt, dass ihm das Grandhotel – er beabsichtigte es zu kaufen, um anschließend Portier und Direktor hinauszuwerfen – bereits gehört.

Hintergrund

Eine erste Verfilmung des Buches von Erich Kästner kam 1938 unter dem Titel Drei Männer im Paradies (Paradise for Three) mit Frank Morgan als Edward Schultz, Robert Young als Fritz Hagedorn und Reginald Owen als Johann Kesselhut in die amerikanischen Kinos.

Die Außenaufnahmen des Films entstanden in Kitzbühel, unter anderem erkennbar am Bahnhof und an der Außenansicht des Grandhotels.

Kritiken

„Konventionell geglättete, aber unterhaltsame Komödie nach Erich Kästner.“

Lexikon des internationalen Films

„Heiteres Lustspiel nach Kästners Erzählung vom reichen Mann, der sich sein menschliches Herz bewahrt hat. Ob seiner natürlichen Frische als nette Unterhaltung ab 14 gerne zu empfehlen.“

Evangelischer Film-Beobachter, Kritik Nr. 705/1955

Literatur

Weblinks


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