Dux Raetiae

Dux Raetiae

Dux Raetiae (vollständiger Titel Dux provinciae Raetiae primae et secundae „General der ersten und zweiten Provinz Rätien“) war der Titel des spätrömischen Grenzabschnittskommandeurs (dux limitis) in der Provinz Rätien. Dieses militärische Amt wurde im Zuge der von Kaiser Diokletian (284–305) begonnenen Staatsreformen um 310 eingeführt. Der Dux Raetiae unterstand dem Magister militum.[1][2]

Der Verantwortungsbereich des Dux Raetiae (Raetia I und II) am Ende des 4. Jahrhunderts

Inhaltsverzeichnis

Definition und Funktion

Notitia Dignitatum: Die Kastelle Augustanis, Phebianis, Submuntorio, Vallato, Ripa prima, Cambidano, Guntia, Foetibus, Teriolis und Quintanis unter dem Kommando des Dux Raetiae.

Der Dux limitis befehligte in Rätien die Limitanei an den Grenzen und zwei Gardereitereinheiten der Comitatenses (equites stablesiani iuniores/seniores). Anders als sein östlicher Nachbar, der Dux Pannoniae Primae et Norici Ripensis, der laut dem spätantiken Staatshandbuch Notitia Dignitatum[3] keine binnennorischen Garnisonen unter seinem Befehl hatte, kommandierte er in Personalunion die Streitkräfte beider rätischer Teilprovinzen. Am kaiserlichen Hof zählte der Dux zur höchsten Rangklasse der Viri spectabiles.

Auch nach dem Untergang des weströmischen Kaisertums 476 bestand das Amt des rätischen Dux in veränderter Form weiter. Nachdem der Ostgotenkönig Theoderich 493 die Macht in Italien an sich gerissen hatte, fungierte der Dux als weitgehend eigenverantwortlicher Kommandeur seines Heeresaufgebotes.[4] Die ostgotischen Duces waren als Militärstatthalter auch für die Gerichtsbarkeit zuständig, hier besonders über den gotischen Teil der Bevölkerung. Sie hatten jedoch, anders als bei ihren westgotischen Verwandten, nur ein zeitlich begrenztes Kommando inne. Damit unterschieden sie sich von einem typisch spätrömischen Limeskommandeur, wie er noch vom Dux Raetiae repräsentiert wurde.

Bisher ist es in der Forschung unklar, ob, beziehungsweise wie lange, die spätrömische Militärverwaltung in Regensburg oder in Augsburg, der alten Provinzhauptstadt Rätiens, eingerichtet worden ist. Im Zuge der diokletianisch-konstantinischen Reformen war die in Regensburg (Castra Regina) liegende Legio III Italica (3. italische Legion), bis dahin der stärkste militärische Verband Rätiens, in sechs Teileinheiten gegliedert worden. Nur eine dieser Einheiten war anfangs noch an ihrem ursprünglichen Standort kaserniert und wurde dann an den bis heute unbekannten Standort Vallatum verschoben.[5]

Namentlich bekannte Duces:

Hauptquartier

Aus Augsburg sind zwei Funde aus konstantinischer Zeit bekannt geworden, die darauf hindeuten könnten, dass der Dux tatsächlich dort ansässig war. 1897 wurden in einer Kiesgrube bei Augsburg-Pfersee zwei spätrömische Kammhelme geborgen, die reich verziert und mit vergoldeten Silberblech überzogen waren. Der in seiner Zeitstellung und Machart vergleichbare Offiziershelm von Deurne wurde 1910 südlich dieser niederländischen Stadt gefunden. Aufgrund der eingeritzten Namenszeichen konnte sein Träger einer Gardekavallerieeinheit (Equites Stablesiani) zugeordnet werden.[6] Möglicherweise gehörte auch ein - ebenfalls bei Augsburg - auf einem Acker aufgefundener Treuering für Kaiser Konstantin mit der Aufschrift Fidem Constantino einem Gefolgsmann des Dux.[7] Bis 2003 wurden beispielsweise in der konstantinischen Residenzstadt Treveri/Trier drei Ringe mit der selben Aufschrift entdeckt,[8] was Hinweise auf Beziehungen seines Trägers zum Kaiserhaus geben könnte. Auch ein mit Niello verziertes Dosenortband einer spätantiken Schwertscheide aus Pfärrle dürfte einst einem hochrangigen Offizier gehört haben.[7]

Bei Grabungen in Regensburg/Niedermünster, in der Nordostecke des im Jahr 179 errichteten ehemaligen römischen Legionslagers wurden 2008 repräsentative Gebäudereste aufgedeckt.[9] Es wurde spekuliert, dass es sich dabei um ein separiertes, verkleinertes spätantikes Binnenkastell gehandelt haben könnte. Bemerkenswert macht den Befund vor allem der Umstand, dass in diesem Bereich auch die spätere agilofingische Pfalz lag.[5] Die Ausgräber glauben, dass die Befunde im Niedermünster ein stichhaltiges Indiz dafür sind, den Dux Raetiae mit seinem Stab bis zum Ende römischer Militärpräsenz in Rätien um 475 in Regensburg zu verorten.

Geschichtlicher Hintergrund

Die Provinz unterstand militärisch bis etwa 170 einem Prokurator im Ritterrang, dann, bedingt durch die Stationierung der legio III Italica, einem Senator, ein Statthalter mit größerer Kommandobefugnis. Laut der Notitia Dignitatum unterstand die Zivilverwaltung nach Teilung der Provinz unter Diokletian zwei gleichrangigen praesides.

Das 3. und 4. Jahrhundert

Das Centenarium „In der Harlach“ am Rätischen Limes. Bau aus einer späten Sicherungsphase des Limes im frühen 3. Jahrhundert

Schon seit Severus Alexander war hier zeitweise eine Trennung von militärischer und ziviler Gewalt zu beobachten. Dies waren notwendige Maßnahmen, da der rätische Limes zunehmend durchlässig geworden war. Die letzte bekannte römische Inschrift (heute in der Kirche Hausen ob Lontal eingemauert) von nördlich der Donau (agri decumates) stammt aus der Zeit der Herrschaft des Gallienus um 254.[10] Zwischen 260 und 280 wurde das Dekumatenland von der Zentralregierung aufgegeben, zahlreiche Kastelle mussten daraufhin von ihren Besatzungen geräumt werden (Limesfall). Dennoch lag diese Region weiterhin im Operationsgebiet der römischen Armee. Zu einer Rückeroberung und dauerhaften Besetzung kam es jedoch nicht mehr.

Zahlreiche rätische Städte, auch die, die bislang weit im Inneren Rätiens lagen, und auch die meisten kleineren Siedlungen mussten befestigt und zusätzlich dazu neue Kleinkastelle errichtet werden (zum Beispiel Zirl, Castelfeder, Seebrück und Zenoberg/Meran). Die schwachen Besatzungen dieser Kastelle dienten aber wohl nur zur Sicherung der Straßen. Nach 253 dürfte die Provinzarmee personell auf einen historischen Tiefststand herabgesunken sein. Ihr kümmerlicher Rest wurde um 260 auf dem Augsburger Siegesaltar als milites provinciarum, unterstützt durch populares (eine Art Volksaufgebot), bezeichnet.

Der für spätrömische Militäranlagen typische unruhige Grundriss mit vielfach halbrunden Türmen. Hier am Beispiel von Kastell Kellmünz.
Die um 80 n. Chr. gegründete Garnison in Eining wurde in der Spätantike auf einen Minimalbereich in der linken oberen Kastellecke reduziert.

Diesem Umstand versuchte man unter anderem mit Festungsbaumaßnahmen zu begegnen. In einigen Kastellen wie zum Beispiel Pfünz wurden die Doppeltore halbseitig zugemauert, andere wurden in ihrer Fläche reduziert. Auch das Restkastell von Eining/Abusina dürfte im späten 3. Jahrhundert erbaut worden sein. Diese neuen – in ihrem Grundriss nicht normierten – Kastelle hatten meist nur eine Innenfläche von 0,15 bis 0,30 oder 0,1 bis 1,0 Hektar, mächtige, in Gußmauertechnik errichtete Wehrmauern, halbrunde oder rechteckige vorkragende Türme, schwer befestigte Tore und standen auf Plateaus, Geländerücken oder Spornlagen. Bemannt waren sie mit 120 bis 300 Mann. Sogar in der Zivilsiedlung Sontheim an der Brenz wurden Therme, Getreidespeicher und Wasserreservoir mit einer Mauer umgeben. Bemerkenswert hierbei ist auch die Errichtung einer repräsentativen Empfangshalle (Aula) im Kastell Kellmünz (Caelius Mons) um das Jahr 310. Dieser Bau wird wohl mit der zeitweiligen Anwesenheit hochrangiger Würdenträger (darunter sicher auch der Dux des raetischen Grenzheeres) im Zusammenhang gestanden haben und dem Empfang alamannischer Gesandtschaften (Legationes) und ihrer Weiterleitung an den kaiserlichen Hof in Mailand gedient haben.[11]

Einfallende Alamannen drangen dennoch bald bis zum Bodensee vor (Zerstörung von Brigantium/Bregenz um 260), den Römern gelang es um 294, die Grenze hinter Oberrhein, Bodensee und der Iller durch Errichtung neuartiger Befestigungsanlagen jedoch wieder zu stabilisieren. Unter der Herrschaft Konstantins I. und seiner Söhne herrschte in Rätien bis Mitte des 4. Jahrhunderts wieder relative Ruhe. Um 320–330 verstärkte man u. a. die Stadtmauer von Augsburg mit rechteckigen, aus der Mauerflucht vorkragenden Wehrtürmen.

357 bis 358 hatte die Raetia II unter massiven Angriffen von Juthungen und Sueben zu leiden. Die Juthungen begannen nun auch schwer befestigte Städte zu belagern.[12] Um 360 brach die Besiedlung des Umlandes von Regensburg, Straubing und Künzing durch diese Einfälle ab.[13] Die Überlebenden zogen sich in die Legionsfestung Castra Regina zurück, die nur noch teilweise von der stark reduzierten legio III italica genutzt wurde. Die Versorgungslage der Grenztruppen wurde zunehmend zum Problem, seit Septimius Severus wurde der Nachschub für die III Italica von Trient aus organisiert. Gegen Ende des 4. Jahrhunderts musste die Provinz größtenteils selbst diese Last tragen (annona/onera Raetia). Mehrfach wurde per Erlass verfügt, dass sich die Provinzialen nicht ihren Abgabenverpflichtungen entziehen dürfen (munera sordida), auch ein Indiz dafür, dass sich diese wohl nur schwer eintreiben ließen. [14] Raetia I wurde über die Bündner Pässe versorgt, während die Raetia II über die alte Via Claudia Augusta und die neuere Via Raetia mit Italien verbunden war. Die letzten Meilensteine am Brennerpass stammen aus der Zeit Julian Apostatas.

Ab 369 wurde unter Valentinian I. an den Grenzen ein umfangreiches Festungsbauprogramm in Gang gesetzt, das für Rätien im Wesentlichen die Errichtung von zweistöckigen, rechteckigen Wachtürmen (burgus) (8 bis 12 Meter breit, 10 bis 12 Meter hoch) und Lagerhäusern (Horrea; in Goldberg, Lorenzberg, Schaan, Eining, Bregenz) für die Grenztruppen der Raetia II vorsah,[15] auch um den immer wieder auftretenden Ernteengpässen aufgrund brachliegender Felder (agri deserti) entgegenzutreten. Der Bau der großen Lagerhäuser in Innsbruck-Wilten/Veldidena und Pfaffenhofen/Pons Aeni fällt in das 2. Viertel des 4. Jahrhunderts. Die Notitia nennt für Augsburg auch einen Vorsteher der kaiserlichen Magazine (Praepositus thesaurum).[16] Schon bestehende Lager wie zum Beispiel das in Wilten wurden instandgesetzt bzw. neu befestigt.[17] Die Burgi dienten vorwiegend zur Sicherung der Verkehrswege, hier vor allem der Grenzpassagen (aditus Raetici) und des staatlichen Postdienstes.

383 bis 384 erfolgte (angestiftet durch den britischen Usurpator Magnus Maximus) ein neuerlicher massiver Einfall der Juthungen, die wohl aber auch durch die ungewöhnlich reiche Ernte leicht dazu animiert werden konnten.[18] Der überwiegende Teil der Provinzbevölkerung lebte nun in befestigten Höhensiedlungen oder in den größeren Städten. Im Jahr 401 führte Stilicho einen Feldzug gegen die in Rätien eingefallenen Alamannen und Vandalen, schlug sie unter Mitwirkung des dux Raetiae Jacobus wieder zurück und schloß mit ihnen einen Friedensvertrag [19]. Anschließend bekämpfte er – offenbar unter Beteiligung rätischer Truppen – die Westgoten Alarichs in Italien die den Kaiserhof in Mailand belagerten. Für 430 sind wieder Kämpfe zwischen Juthungen und der Armee des Flavius Aëtius (magister equitum praesentalis) in der Raetia II überliefert, 431 ging er von dort auch gegen aufständische Noriker (Nori rebellantes) und Vindeliker vor.[20] In diesem Zusammenhang nennt eine Inschrift aus Augsburg (Domplatz) auch die Einheiten der Pannoniciani, Angrivarii und Honoriani [21]. Augsburg dürfte zu dieser Zeit eine der letzten Hochburgen romanischer Provinzialen dieser Region gewesen sein.

Das 5. und 6. Jahrhundert

Der Niedergang der römischen Grenzsicherung

Im frühen 5. Jahrhundert waren die Kastelle an Iller und oberer Donau größtenteils mit schon stark germanisierten Einheiten bemannt. Dies ist anhand von Grabfunden aus Bürgle, Burghöfe (Mertingen) und Finningen erwiesen.[22] In den Jahren 401 bis 402 zog der weströmische Regent Stilicho, wie oben erwähnt, den Grenzschutz an Iller und oberer Donau ab. Aufgrund des Versiegens von Fundmünzen wurde dies früher als komplette Räumung des Donaulimes durch die Römer gedeutet, doch findet man bei Claudian keinerlei Hinweise für so eine einschneidende Maßnahme. Es ist auch unklar, ob Stilicho tatsächlich ausnahmslos alle Einheiten nach Italien beordert hat. Vielmehr scheinen die abkommandierten Abteilungen nach Ende ihres Einsatzes in Oberitalien bald wieder an ihre alten Standorte zurückgekehrt sein.[23] Nach wie vor diente also die Raetia II als Pufferzone gegen germanische Einfälle, die dort von den Grenzeinheiten abgewehrt werden sollten. In Günzburg und Kellmünz sind bei Grabfunden rollstempelverzierte Argonnensigillata aufgetaucht, die die Anwesenheit der Einheiten der milites Ursarienses und der cohors III Herculea Pannoniorum in diesen Stützpunkten über das Jahr 400 beweisen. Die Anwesenheit von Limitanei in Kastellen an der oberen Donau sowie zwischen Iller und Lech ist bis um 420 oder 430 belegt, möglicherweise waren sie hier sogar noch bis Mitte des 5. Jahrhunderts auf Posten. Über den Zeitpunkt der Aufgabe der valentinianischen Wachtürme im Westen Rätiens kann man hingegen nur spekulieren; ihn wirklich zweifelsfrei zu bestimmen ist nirgendwo möglich. Die Untersuchungen der Brandhorizonte in den Burgi an der mittleren Iller und zwischen Kempten und Bregenz lassen ihre Zerstörung für den Zeitraum zwischen dem späten 4. und dem frühen 5. Jahrhundert annehmen. Der Burgus von Finningen scheint bis mindestens 408 von möglicherweise germanischen Söldnern besetzt gewesen zu sein. Dies könnten zwei Goldmünzen (Solidi) des Arcadius und des britischen Imperators Konstantin III. (407–411) belegen, die nahe der Befestigung gefunden wurden und vielleicht als Sold anzusehen sind.[24][25] Konstantin III. scheint dieses Gebiet im Zuge seiner Grenzsicherungsmaßnahmen von Gallien aus unter seine Kontrolle gebracht zu haben. So wurde ein in Finningen gefundener Solidus 407/408 in Lugdunum, Lyon, geprägt.

Die Forschung legt heute das Ende des organisierten spätrömischen Limes in Bayern auf die Mitte des 5. Jahrhunderts.[5] Offenbar brach das römische beziehungsweise romanisierte Leben in Rätien jedoch nicht schlagartig ab. Besonders an militärisch gesicherten Standorten, die über relativ starke Einheiten verfügten und bei denen es wohl einen engen Bezug zum zivilen örtlichen Leben gab, lassen sich noch über einen längeren Zeitraum deutliche Befunde feststellen. Andere Garnisonen wurden dagegen vollständig geräumt oder gewaltsam zerstört, wie beispielsweise Kastell Eining am Donau-Iller-Rhein-Limes. Die Entwicklung verlief in den verschiedenen Regionen der Provinz wohl sehr unterschiedlich. Zeugnisse für ein römisches Weiterleben lassen sich beispielsweise in Chur finden, das mit seinem Umland gut geschützt hinter den Bündner Pässen lag und ab 451 Bischofssitz wurde. Auch in der spätantiken Garnisonsstadt Augsburg konnte sich die Stadtbevölkerung aufgrund des Schutzes ihrer Stadtmauer und der Stationierung einer berittenen Gardeeinheit, der Equites stablesiani seniores, sowie kleinerer Kontingente der Limitanei und der Comitatenses noch eines bescheidenen Wohlstands und relativen Sicherheit erfreuen. Für die spätantike Festungsstadt Castra Regina (Regensburg) lässt sich eine bruchlose Kontinuität des Standortes archäologisch nachweisen. So bildet der mutmaßliche Platz der dortigen Restgarnison den Standort der späteren agilofingischen Herzogspfalz.[26] Das endgültige Erlöschen römischer Verwaltung und Grenzverteidigung scheint spätestens 476 im Zuge der Absetzung des letzten weströmischen Kaisers Romulus Augustulus gekommen zu sein. Eine Biographie Severins von Noricum (um 410–482) aus dem frühen 6. Jahrhundert, die von Eugippius verfasste Vita Sancti Severini, beschreibt diese Zeitenwende. Das in vielen Details aussagekräftige Dokument über den Zerfall der römischen Macht an der oberen Donau gibt wichtige Einblicke in die damaligen Ereignisse. Gelegentlich hätte es zwar noch reguläre Soldaten gegeben, diese aber sollen allerdings meist schon seit Jahren keinen Sold mehr gesehen haben und hätten den Mut zur Eigeninitiative längst verloren.[27]. Die Lebensbeschreibung gibt auch Auskunft darüber, dass in der spätantiken Festungsstadt Batavis (Passau) noch eine reguläre Einheit, der Numerus Batavinus stationiert war. Möglicherweise lag dieser Numerus in einem Binnenkastell innerhalb Passaus, da das spätantike Kastell Boiotro auf der anderen Innseite im fortgeschrittenen 5. Jahrhundert nach Deutung der Befunde wohl nicht mehr besetzt gewesen ist.[28] Eugippius fasst den Zusammenbruch der Grenzverteidigung mit folgenden Worten zusammen:[29]

Zur Zeit, als das römische Reich noch bestand, wurden die Soldaten vieler Städte für die Bewachung des Limes aus öffentlichen Mitteln besoldet (publicis stipendiis alebantur). Als diese Regelung aufhörte, zerfielen sogleich mit dem Limes auch die militärischen Einheiten.“

Pro forma beanspruchte noch der germanische Heerführer Odoaker, der den letzten römischen Kaiser abgesetzt hatte, Rätien für sein Königreich Italien.

Aus Sicht der zurückgebliebenen Provinzialen war der Abzug des Militärs in zweierlei Hinsicht eine Katastrophe. Sie waren nun vollkommen auf sich alleine gestellt und der ohnehin schon niedrige Lebensstandard sank noch weiter, da die Soldaten auch als Handelspartner ausfielen. Auch die Bevölkerungszahl nahm ab, da viele wohl auch – wie in Ufernorikum – laut Eugippius in den vermeintlich sichereren Süden abwanderten.[30]

Denselben Weg gingen mit uns auch alle Provinzbewohner, die ihre Städte […] verließen und in verschiedenen Gebieten Italiens Wohnsitze in der Fremde zugeteilt bekamen.“

Aber auch nach Abzug und Auflösung der römischen Grenzarmee blieben etliche gut ausgebaute Kastellplätze Mittelpunkte für eine romanisch-germanische Mischbevölkerung. Teilweise siedelten sich auch neuankommende Germanen an bereits verlassenen und zerstörten Truppenstandorten an. So gründeten im 6. oder 7. Jahrhundert Bajuwaren nördlich der römischen Ruinenstätte von Eining den Ort Oweninga und bauten dort den einstigen Wachposten auf dem Weinsberg zu einer christlichen Kultstätte um.[31]

Mit den jenseits des Bodensees siedelnden Alammanenstämmen bestanden ein reger kultureller Austausch und Handelsbeziehungen. Andere Kastelle dürften allerdings aufgegeben worden sein. In der Vita Sancti Severini heißt es hierzu:[32]

…da sie wie die übrigen Kastelle […] öde und von ihren Bewohnern verlassen daliegen wird.

Ausgrabungen belegen, dass die zur Raetia I gehörenden Gebiete auch weiterhin enge Verbindungen mit dem italischen Mutterland unterhielten, sicher auch deswegen, da sie zwischen 493 und 536 zum Ostgotenreich gehörten. Trotz aller Ungewissheiten über die Übergangszeit von der Spätantike ins Frühmittelalter waren einige Kastelle wie zum Beispiel Arbon, Bregenz und Konstanz, Keimzellen für die Entwicklung zu prosperierenden mittelalterlichen Städten.

Der Dux unter den Ostgoten

Das Amt des Dux Raetiae bestand auch noch im frühen 6. Jahrhundert, er verlegte aber nach Aufgabe des Voralpengebietes sein Hauptquartier in die Metropole der Raetia I, Chur, und wurde anschließend, wie auch ein Großteil der spätrömischen Provinzordnung, in die ostgotische Militärverwaltung übernommen.

Zu Anfang der Regierungszeit Theoderichs des Großen (489—526) war Rätien zunächst nur eine mehr oder weniger sich selbst überlassene Pufferzone Italiens, in der Einheimische die Miliz und wohl auch den Dux stellten. Theoderich stellte jedoch bald die Oberhoheit Ravennas über die Region wieder her und setzte einen Mann mit Namen Servatius als neuen Befehlshaber für das rätische Provinzaufgebot ein. Auch dieser Offizier residierte in Chur (Theodoricopolis?). Servatius hatte wohl auch zivile Befugnisse, da in den Quellen zu dieser Zeit kein Praeses nachzuweisen ist. Sein Kommandobereich umfasste die Raetia I und die alpinen Regionen der Raetia II. Diesem romanischen Dux unterstand auch das offenbar aus der einheimischen Bevölkerung rekrutierte Aufgebot für die Grenztruppen die sich wohl noch entfernt mit den Limitanei der Spätantike vergleichen ließen [33]. Die ehemalige römische Provinz bildete unter ostgotischer Herrschaft einen Teil des alpinen Sicherungsgürtels Italiens. Das in seinem Wesen noch spätrömische Amt des rätischen Dux erlosch vermutlich mit Ende der Ostgotenherrschaft, wurde aber später nach Abtretung Rätiens an das Frankenreich wiederbelebt.

Die rätische Provinzarmee in der Spätantike

Antoninian des Gallienus, geprägt um 260. Am Revers die Abbildung eines Storches, das Wappentier der leg(io) III Italica III P(ia) F(idelis)

Die Notitia Dignitatum zeigt die Verteilung der in Rätien zurückgebliebenen Truppenverbände.[34] Auffallend ist das Verschwinden der meisten Hilfstruppenkontingente und ihr Ersatz durch völlig neue Einheiten am Ende des 3. Jahrhunderts. Dazu gehörten zwei Eliteeinheiten Kavallerie, drei Alen und sieben Kohorten. Bis ins 5. Jahrhundert blieben nur jene Truppenteile bestehen, die auch schon im 3. Jahrhundert am Südufer der Donau und nicht direkt am rätischen Limes stationiert waren.

An altem Truppenbestand waren noch vorhanden:

  • die früher komplett in Castra Regina stationierte legio III Italica,
  • die cohors nona (nova) Batavorum in Castra Batava und
  • die cohors III Brittonum in Eining.

Alle anderen Einheiten waren offensichtlich Neuaufstellungen, wie man vor allem aus ihren Beinamen (Herculae, Valeria) schließt. Die ala I Raetorum Flavia wurde etwa nach dem Gentilnamen Konstantins I. benannt. Auch tauchten völlig neue Bezeichnungen auf, wie zum Beispiel die equites Stablesiani (Gardereiterei) und der numerus barcariorum. Ab der Zeit Konstantins I. ist auch eine verstärkte Anwerbung germanischer Söldner für das rätische Heer zu beobachten, dies ergab eine Auswertung der Gräberfelder von Günzburg und Neuburg.[35]

Die größten Einheiten standen in Submuntorio und Vallato (Kastell bei Regensburg) mit je einer Legionsvexillation der legio III Italica und einer Reiterabteilung. Auch diese beiden Festungen lagen südlich der Donau. Am Strom selbst waren noch Passau, Eining, Günzburg und mehrere heute nicht mehr genau lokalisierbare Kastelle bemannt. Im Osten stand noch eine Einheit der Limitanei am Innübergang bei Pons Aeni. Am Bodensee lag die Flottille des numerus barcariorum. Hauptquartier war das Kastell Brigantium oder wie in der Notitia genannt, Brecantia. Der bevorzugte Schiffstyp in der Spätantike war die navis lusoria.

Die Einheiten des rätischen Dux laut der Notitia Dignitatum

Insgesamt werden 21 Tribunen und Präfekten zusammen mit ihren Einheiten sowie ein umfangreicher Verwaltungsstab (Officium) zur Verfügung (sub dispositione) des Dux angeführt:

  • Equites stablesiani seniores, Augustanis.
  • Equites stablesiani iuniores, Ponte Aoni, nunc Febians.
  • Equites stablesiani iuniores, Submuntorio.
  • Praefectus legionis tertiae Italicae partis superioris, Castra Regina, nunc Vallato.
  • Praefectus legionis tertiae Italicae partis superioris deputatae ripae primae, Submuntorio.
  • Praefectus legionis tertiae Italicae pro parte media praetendentis a Vimania Cassiliacum usque, Cambidano.
  • Praefectus militum Ursariensium, Guntiae.
  • Praefectus legionis tertiae Italicae transvectioni specierum deputatae, Foetibus.
  • Praefectus legionis tertiae Italicae transvectioni specierum deputatae, Teriolis.
  • Praefectus alae primae Flaviae Raetorum, Quintanis.
  • Tribunus cohortis novae Batavorum, Batavis.
  • Tribunus cohortis tertiae Brittonum, Abusina.
  • Praefectus alae secundae Valeriae singularis, Vallatio.
  • Tribunus cohortis sextae Valeriaae Raetorum, Venaxamodorum.
  • Tribunus cohortis primae Herculeae Raetorum, Parroduno.
  • Tribunus cohortis quintae Valeriae Frygum, Pinianis.
  • Tribunus cohortis tertiae Herculeae Pannoniorum, Caelio.
  • Tribunus gentis per Raetias deputatae, Teriolis.
  • Praefectus numeri barbaricariorum, Confluentibus siue Brecantia.
  • Praefectus alae secundae Valeriae Sequanorum, Vimania.
  • Tribunus cohortis Herculeae Pannoniorum, Arbore.

Die veraltete Truppenliste dieses Dux scheint vollkommen unbearbeitet in die letzte Fassung der Notitia Dignitatum eingeflossen zu sein, da einige der Limitaneieinheiten schon längst in anderen Kastellen lagen.

  • Hier besonders zu nennen sind die fünf Vexillatonen der Legion tertia Italica, die dieselben Einheiten wie die Tertiani Italica in der Armee des Comes Illyrici zu sein scheinen (auch in der Notitia Dignitatum zu finden als legionis comitatenses unter dem Oberbefehl des Magister Peditum), und die
  • Raeti (in der Notitia Dignitatum erwähnt als auxilia palatina ebenfalls unter den Einheiten des Magister Peditum). Sie sind wahrscheinlich einer der o. a. Kohorten, die Raetorum in ihrer Einheitsbezeichnung führten oder vielleicht auch eine Verschmelzung mehrerer Einheiten.
  • Der Praefectus militum Ursariensium kommandierte wahrscheinlich dieselbe Einheit, die in der Liste des gallischen Teils der Armee des Magister Equitum als Ursarienses aufscheinen.

Anmerkungen

  1. Karlheinz Dietz: Regensburg zur Römerzeit. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 1979, ISBN 3791705997, S. 130.
  2. Michael Mackensen: Die Provinz Raetien in der Spätantike. In: Die Römer zwischen Alpen und Nordmeer. Zabern, Mainz 2000, S. 214.
  3. Occ. XXXIV.
  4. Arnold Hugh Martin Jones, The Later Roman Empire 284–602, 1964, S. 660.
  5. a b c Thomas Fischer, Erika Riedmeier Fischer: Der römische Limes in Bayern. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2008. ISBN 978-3-7917-2120-0. S. 45.
  6. Marcus Junkelmann: Die Reiter Roms. Teil III: Zubehör, Reitweise, Bewaffnung. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1992, ISBN 3-8053-1288-1, S. 161 (Bild S. 160).
  7. a b Hans-Jörg Kellner: Augsburg, Provinzhauptstadt Raetiens. In: Aufstieg und Niedergang der römischen Welt: Geschichte und Kultur Roms im Spiegel der neueren Forschung. Band 2, Verlag Walter de Gruyter. Berlin 1976, ISBN 3110071975, S. 707.
  8. Lothar Schwinden: Kaisertreue II. Ein dritter Fingerring aus Trier mit Inschrift fidem Constantino. In: Funde und Ausgrabungen im Bezirk Trier, Heft 35, 2003. S. 50–57.
  9. Michaela Konrad: Die Ausgrabungen unter dem Niedermünster zu Regensburg. 2.: Bauten und Funde der römischen Zeit. (Münchner Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte, 57.) Beck, München 2005, ISBN 3-406-10757-5.
  10. CIL 3, 5933
  11. Mackensen 1995, S. 100–106; ders. 1999, S. 223–228.
  12. Ammianus Marcellinus XVII 6,1.
  13. Fischer 1990a, Moosbauer 1997.
  14. Codex Theodosianus 11,19,4 (24. Mai 398).
  15. Ammianus Marcellinus XXVIII 2,1.
  16. ND occ.XI 30
  17. Mackensen 1994b, S. 505-513, ders. 1999, S. 234-238.
  18. Ambrosius epist. XVIII 21; XXIV 8.
  19. D. Woods: The early career of the mag. equ. Jacobus. In: 'Classical Quarterly. Band 41, 1991, S. 571–574.
  20. Sidonius carm. VII 233; Hydatius chronica XCIII; XCV, Ralf Scharf 1994.
  21. Ralf Scharf: Der Iuthungenfeldzug des Aetius. Eine Neuinterpretation einer christlichen Grabinschrift aus Augsburg. In: Tyche. Band 9, 1994, S. 139–145.
  22. Kat.152e, Keller 1986.
  23. Karlheinz Dietz: Regensburg zur Römerzeit. 1979.
  24. Wolfgang Czysz: Gontia – Günzburg in der Römerzeit. Likias-Verlag, Friedberg 2002, ISBN 3980762823, S. 222.
  25. Ulmer Museum (Hrsg.): Römer an Donau und Iller – Neue Forschungen und Funde. Begleitbuch zur Ausstellung, Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1996, ISBN 3-7995-0410-9, S. 150; Abb. S. 151.
  26. Thomas Fischer, Erika Riedmeier Fischer: Der römische Limes in Bayern. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2008. ISBN 978-3-7917-2120-0. S. 203.
  27. Qua consuetudine desinente [sc. publicis stipendiis] simul militares turmae sunt deletae cum limite [...] (Vita Severini, Kapitel 20, 1).
  28. Thomas Fischer, Erika Riedmeier Fischer: Der römische Limes in Bayern. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2008. ISBN 978-3-7917-2120-0. S. 194–196.
  29. Thomas Fischer, Erika Riedmeier Fischer: Der römische Limes in Bayern. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2008. ISBN 978-3-7917-2120-0. S. 45–46.
  30. Vita S. Severini 44.7.
  31. Thomas Fischer und Konrad Spindler: Das römische Grenzkastell Abusina-Eining. Theiss, Stuttgart 1984. (Führer zu archäologischen Denkmälern in Bayern: Niederbayern 1), ISBN 3-8062-0390-3. S. 100 ff.
  32. Vita S. Severini 22,2.
  33. H.Wolfram. Goten, S.392, 316;497 f
  34. Occ. XXXV.
  35. Keller 1979.

Siehe auch

Literatur

  • Richard Heuberger: Rätien im Altertum und Frühmittelalter. Band 1. (Schlernschriften 20.) Wagner, Innsbruck 1932. Neudruck Scientia-Verlag, Aalen 1971.
  • Richard Heuberger: Das ostgotische Rätien. In: Klio. Band 30, 1937, S. 77–109.
  • Hans-Jörg Kellner: Augsburg, Provinzhauptstadt Raetiens. In: Aufstieg und Niedergang der römischen Welt. Band II, 5, 2. de Gruyter, Berlin 1976, ISBN 3-11-007197-5, S. 707.
  • Gideon Maier: Amtsträger und Herrscher in der Romania Gothica: Vergleichende Untersuchungen zu den Institutionen der ostgermanischen Völkerwanderungsreiche. Steiner, Stuttgart 2005, ISBN 3-515-08505-X, S. 235–237.
  • Ludwig Wamser, Christof Flügel, Bernward Ziegaus (Hrsg.): Die Römer zwischen Alpen und Nordmeer. Zivilisatorisches Erbe einer europäischen Militärmacht. Katalog-Handbuch zur Landesausstellung des Freistaates Bayern Rosenheim 2000. Zabern, Mainz 2000, ISBN 3-8053-2615-7. Darin:
    • Michael Mackensen: Die Provinz Raetien in der Spätantike. S. 213–218.
    • Thomas Schmidts: Germanen im spätrömischen Heer. S. 219–225.
  • Herwig Wolfram: Salzburg, Bayern, Österreich: Die Conversio Bagoariorum et Carantanorum und die Quellen ihrer Zeit. Oldenbourg, München 1995, ISBN 3-486-64833-0,
  • Land Oberösterreich (Hrsg.): Severin zwischen Römerzeit und Völkerwanderung, Katalog zur Landesausstellung im Stadtmuseum Enns, Linz 1982, Darin:
    • Günther Dembski: Münzprägung und -umlauf in Donauraum des 5. Jhdt., S. 209,
  • Norbert Hasler, Jörg Heiligmann, Markus Höneisen, Urs Leuzinger, Helmut Swozilek (Hrsg.): Im Schutze mächtiger Mauern, Spätrömische Kastelle im Bodenseeraum, Katalog zur Ausstellung im Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg, 30. April 2005 bis 1.November 2005, Verlag Frauenfeld, ISBN 3-9522941-1-X, Darin:
    • Timo Hembach: Zeit des Umbruches – der Bodenseeraum auf dem Weg von der Spätantike ins frühe Mittelalter, S. 54–58,
  • Andreas Kraus (Hrsg.): Handbuch der Bayrischen Geschichte. Band 3, Teilband 2. Geschichte Schwabens bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts. 3. Auflage. C. H. Beck, München 2001, ISBN 3-406-39452-3, S. 91–95.

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  • Rätia — Lage der Provinz Raetia (gelb) auf einer Historischen Karte. Droysens Historischer Handatlas, 1886 Raetia (Rätien) war eine römisch …   Deutsch Wikipedia


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