Dürnstein


Dürnstein
Dürnstein
Wappen von Dürnstein
Dürnstein (Österreich)
Dürnstein
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Krems-Land
Kfz-Kennzeichen: KR
Fläche: 16,81 km²
Koordinaten: 48° 24′ N, 15° 31′ O48.39555555555615.520277777778209Koordinaten: 48° 23′ 44″ N, 15° 31′ 13″ O
Höhe: 209 m ü. A.
Einwohner: 873 (1. Jän. 2011)
Bevölkerungsdichte: 51,93 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3601
Vorwahl: 02711
Gemeindekennziffer: 3 13 04
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dürnstein 25
3601 Dürnstein
Website: www.duernstein.at
Politik
Bürgermeister Johann Schmidl (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
10 ÖVP, 2 SPÖ, 3 FPÖ
Lage der Stadt Dürnstein im Bezirk Krems-Land
Aggsbach Albrechtsberg an der Großen Krems Bergern im Dunkelsteinerwald Droß Dürnstein Furth bei Göttweig Gedersdorf Gföhl Grafenegg Hadersdorf-Kammern Jaidhof Krumau am Kamp Langenlois Lengenfeld Lichtenau im Waldviertel Maria Laach am Jauerling Mautern an der Donau Mühldorf Paudorf Rastenfeld Rohrendorf bei Krems Rossatz-Arnsdorf Schönberg am Kamp Senftenberg Spitz St. Leonhard am Hornerwald Straß im Straßertale Stratzing Weinzierl am Walde Weißenkirchen in der Wachau Krems an der DonauLage der Gemeinde Dürnstein im Bezirk Krems-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick auf Dürnstein vom Vogelbergsteig (Nordwestansicht)
Blick auf Dürnstein vom Vogelbergsteig (Nordwestansicht)
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Dürnstein im Winter
Dürnstein gesehen von der Donau
Ruine Dürnstein
Kellerschlössl der Domäne Wachau
Dürnstein, von der Donau gesehen
Dürnstein auf der Rückseite der 100-Schilling Banknote (1954)

Dürnstein ist eine Stadt mit 873 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) im Bezirk Krems-Land in Niederösterreich.

In Verbindung mit der landschaftlichen und architektonischen Schönheit der Wachau ist der Ort eines der bekanntesten touristischen Ziele in Österreich geworden.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Dürnstein liegt an der Donau in der Wachau, die das Waldviertel vom Dunkelsteinerwald trennt. Die Fläche der Stadtgemeinde umfasst 16,81 Quadratkilometer. 59,61 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung

Geschichte

1994 Verleihung des Europadiploms. 2000 wird die Stadt gemeinsam mit der Wachau zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

Dürnstein ist auf der Rückseite der 100-Schilling Banknote von 1954 abgebildet. Mit 9. Oktober 2009 wird eine Sammlermünze zu 10 Euro von der Münze Österreich mit dem Motiv: "Richard Löwenherz in Dürnstein" aus der Serie "Sagen und Legenden in Österreich" herausgegeben. [6]

Sehenswürdigkeiten

in Dürnstein:

  • Ruine Dürnstein
  • Stift Dürnstein mit beeindruckendem blauem Turm der Stiftskirche.
  • Kunigundenkirche: erste Erwähnung 1289 (davon besteht nur mehr der Turm)
  • Karner: aus dem 13. Jhdt., geweiht dem Hl Michael
  • Rathaus
  • ehemalige Clarissinnenkirche: gestiftet 1289
  • Schloss Dürnstein
  • Kellerschlössel

in Loiben:

  • Pfarrkirche St. Quirin
  • Schlachtdenkmal

Einwohnerentwicklung

Gemäß Statistik Austria [7] zeigt Dürnstein folgende Einwohnerentwicklung:


Politik

  • Bürgermeister der Stadtgemeinde ist Johann Schmidl, Amtsleiter Günther Eggharter.
  • Im Stadtgemeinderat gibt es bei insgesamt 15 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 14. März 2010 folgende Mandatsverteilung:

Liste ÖVP 10, SPÖ 2, FPÖ 3, andere keine Sitze.

Städtepartnerschaften

Wirtschaft

Der Wachauer Wein und mit ihm die Heurigenlokale und der Tourismus spielen eine bedeutende wirtschaftliche Rolle. Das bekannteste österreichische Weingut, die Domäne Wachau, hat ihre Kellereien vor den Stadtmauern von Dürnstein.

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 53, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 127. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 428. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47,47 Prozent.

Verkehr

Straße und Bahn: Dürnstein liegt an der Donauuferbahn und besitzt gemeinsam mit Oberloiben einen Bahnhof östlich des Ortes.

Schiff: Dürnstein ist zentraler Punkt der Donauschifffahrt in der Wachau

Motorfähre Dürnstein–Rossatz

In Dürnstein quert eine Motorfähre die Donau, nach Rossatz. Sie transportiert nur Fußgänger und Radfahrer und verkehrt nur in der Sommersaison.[8]

Freizeit

  • Kuenringerbad: Beliebt ist das Kuenringerbad vor den Toren der Stadt, wobei es sich hierbei um eine Badeanlage mit Schwimmteich (mit Nichtschwimmerbereich), Liegewiese und verschiedenen sportlichen Bereichen handelt.

Vereine

  • Eisstocksportverein Dürnstein/Wachau
  • Freiwillige Feuerwehr Dürnstein
  • Kuenringer Aktiv
  • Tennisclub Dürnstein
  • Volleyballclub Dürnstein
  • Wachauer Trachtengruppe Dürnstein (Musikkapelle, Gemischter Chor)
  • Wassersportunion Wachau (Rudern)
  • Inlinehockeyclub Dürnstein (IHC)

Persönlichkeiten

Personen mit Beziehung zur Stadt

  • Blondel de Nesle (um 1155–1160 - nach 1200), einer der frühesten nordfranzösischen Trouvères; nach der Blondelsage fand er den auf der Burg Dürnstein inhaftierten Richard Löwenherz
  • Hadmar I. von Kuenring († 27. Mai 1138), österreichischer Ministerialadeliger, gründete die Burg Dürnstein
  • Hadmar II. von Kuenring (1140–1218), österreichischer Ministerialadeliger, im Jahre 1192 hielt er Richard Löwenherz, König von England, auf Burg Dürnstein gefangen
  • Richard Löwenherz (1157–1199), König von England von 1189 bis 1199; 1192 auf der Burg Dürnstein gefangen. Es steht heute nicht mehr fest, ob Richard Löwenherz oben auf der Burg in der heutigen Ruine Dürnstein, im Tal oder auf einer Nebenburg, die heute nicht mehr existiert, gefangengehalten wurde
  • Hans Ranzoni der Ältere (1868–1956), österreichischer Maler, lebte ab 1944 in Dürnstein
  • Johann Heinrich Freiherr von Schmitt (1744–1805), österreichischer Feldmarschallleutnant und Chef des Generalquartiermeisterstabes (Generalstabes), einer der Befehlshaber der Schlacht von Dürnstein, in der er auch fiel
  • Barbara Schwarz, niederösterreichische Landesrätin und früher Bürgermeisterin von Dürnstein
  • Emil Strecker (1841–1925), deutscher Kunstmaler, lebte in Dürnstein
  • Maximilian Suppantschitsch (1865–1953), österreichischer Maler, lebte ab 1944 in Dürnstein
  • Carl Vaugoin (1873–1949), österreichischer christlichsozialer Politiker, verbrachte seine letzten Lebensmonate im Stift Dürnstein

Siehe auch

Literatur

  • Franz Eppel: Die Wachau. Nibelungen- und Strudengau. Ihre Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen. Salzburg 1975, ISBN 3-900173-02-8
  • Rupert Feuchtmüller, Stadtgemeinde Dürnstein (Hrsg.): Dürnstein. Geschichte und Kunst. Katalog der Ausstellung Stift Dürnstein. 22. Mai bis 1. November 1976. Verlag Faber, Krems 1976
  • Irmgard Ameseder, Anton Bodenstein, Gerhard Tribl: 1000 Jahre Loiben. 1002–2002. Betrachtungen. Stadtgemeinde Dürnstein 2002
  • Hofmann: „Dünstein“, Krems 1952

Weblinks

 Commons: Dürnstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Homepage des Niederösterreichischen Landesmuseums, Stichwort: Dürnstein, Stand 29. Mär. 2009
  2. a b c d e f g h i j k l m n o Homepage der Stadt Dürnstein, Stand 29. Mär. 2009
  3. Hofmann: „Dürnstein“
  4. a b Kleindel: „Österreich, Zahlen – Daten - Fakten“, Sonderausgabe A&M 2004, ISBN 3-902397-49-7
  5. a b Ameseder u.a.: „1000 Jahre Loiben“
  6. Amtsblatt der Wiener Zeitung vom 25. August 2009
  7. Bevölkerungsentwicklung der Statistik Austria
  8. Donaufähren Wachau, wachauerbahn.at (pdf)

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