Earl Long

Earl Long

Earl Kemp Long (* 26. August 1895 in Winnfield, Winn Parish, Louisiana; † 5. September 1960 in Alexandria, Louisiana) war ein US-amerikanischer Politiker und zwischen 1939 und 1960 dreimaliger Gouverneur des Bundesstaates Louisiana.

Inhaltsverzeichnis

Frühe Jahre und politischer Aufstieg

Earl Long war der jüngere Bruder von Huey Pierce Long, der zwischen 1928 und 1932 Gouverneur von Louisiana und dann bis zu seiner Ermordung im Jahr 1935 US-Senator gewesen war. Earl Long besuchte die Tulane University und studierte anschließend an der Loyola University Jura. Wie sein Bruder wurde auch Earl Mitglied der Demokratischen Partei. Zwischen 1928 und 1932 war er Leiter des Finanzamtes im Orleans Parish. Zu dieser Zeit hatte er sich mit seinem Bruder, der damals der mächtigste und einflussreichste Politiker in Louisiana war, entzweit. Als sich Earl Long 1931 um das Amt des Vizegouverneurs bewarb, unterlag er vor allem wegen der fehlenden Unterstützung seines Bruders. Später fanden die beiden dann wieder zusammen.

Nach der Ermordung seines Bruders im Jahr 1935 übernahm Earl Long allmählich die Führung der Demokraten in Louisiana. Im Jahr 1936 wurde er Vizegouverneur und Vertreter von Gouverneur Richard W. Leche. Nachdem dieser unter dem Druck von Korruptionsvorwürfen am 26. Juni 1939 von seinem Amt zurücktrat, fiel Earl Long als amtierendem Vizegouverneur diese Stelle zu.

Gouverneur von Louisiana

Zunächst musste Long die angebrochene Amtszeit seines Vorgängers beenden. Diese lief noch bis zum 14. Mai 1940. Long bewarb sich aber für die 1940 anstehenden Gouverneurswahlen um eine eigene Amtszeit. Er konnte sich aber in den Vorwahlen seiner Partei nicht gegen Sam H. Jones durchsetzen und musste daher sein Amt im Mai an diesen abgeben. Im Jahr 1944 bewarb sich Long erfolglos um das Amt des Vizegouverneurs. Am 20. April 1948 wurde Earl Long dann doch zum Gouverneur von Louisiana gewählt. Seine zweite Amtszeit begann am 11. Mai 1948 und endete am 13. Mai 1952. In dieser Zeit wurden die Lehrerbezüge erhöht, um diesen Beruf attraktiver zu machen. Verschiedene Steuern wurden angehoben und der öffentliche Dienst wurde reformiert.

Aufgrund einer Verfassungsklausel durfte Long 1952 nicht direkt wieder kandidieren. Aber im April 1956 wurde er erneut in das Amt des Gouverneurs gewählt, das er dann am 8. Mai antrat und bis zum 10. Mai 1960 ausübte. In seiner letzten Amtszeit wurden an den Schulen kostenlose Mittagessen eingeführt. Das Gehalt der afroamerikanischen Lehrer wurde dem der weißen Lehrer angepasst. Long setzte sich auch für eine Verbesserung des Wahlrechts zu Gunsten der schwarzen Bevölkerung ein. Das schuf eine Opposition aus konservativen Kräften, mit denen er sich auseinandersetzen musste. Unabhängig davon war seine letzte Amtszeit von zunehmenden gesundheitlichen Problemen überschattet. So musste er zeitweise sogar in eine Nervenheilanstalt eingewiesen werden. Aufgrund seiner Macht als Gouverneur entließ er sich selbst aus der Anstalt und feuerte den Anstaltsleiter, der durch einen Parteigänger ersetzt wurde.

Lebensende

Trotz seiner gesundheitlichen Probleme wurde Long im Jahr 1960, nach dem Ende seiner Gouverneurszeit, in das US-Repräsentantenhaus gewählt. Er konnte dieses Mandat aber nicht mehr antreten, weil er zuvor verstarb. Earl Long war mit Blache B. Revere verheiratet.

Literatur

  • Robert Sobel und John Raimo (Hrsg.): Biographical Directory of the Governors of the United States, 1789–1978. Band 2, Meckler Books, Westport, 1978. 4 Bände.

Weblinks


Wikimedia Foundation.

См. также в других словарях:

  • Earl Long — Earl Kemp Long (August 26, 1895ndash September 5, 1960) was a colorful American politician and three time Democratic governor of Louisiana, who termed himself the last of the red hot poppas of politics, referring to his stump speaking skills. He… …   Wikipedia

  • Earl Kemp Long — (* 26. August 1895 in Winnfield, Winn Parish, Louisiana; † 5. September 1960 in Alexandria, Louisiana) war ein US amerikanischer Politiker und zwischen 1939 und 1960 dreimaliger Gouverneur des Bundesstaates Louisiana. Inhaltsverzeichnis 1 …   Deutsch Wikipedia

  • Long (surname) — Long is a surname, and may refer to many people.A* Anne Long (c.1681 1711), English celebrated beauty and London society figure * Armistead L. Long (1825 ndash;1891), American Civil War General * Asa Long (1904 ndash;1999), American checker… …   Wikipedia

  • Earl Williamson — Infobox Officeholder name= Earl Guyton Williamson, Sr. caption=Earl Williamson at 35 in 1938 office= Caddo Parish Police Juror term start=1933 term end=1972 office2=Caddo Parish Police Juror term start2=1979 term end2=1980 office3=Mayor of Vivian …   Wikipedia

  • Long family — for the Long family of politicians from EnglandThe Long family is a family of politicians from the United States. Below is a list of members:*George S. Long (1883 1958), Oklahoma State Representative 1920, delegate to the Democratic National… …   Wikipedia

  • Earl Kemp Long — Pour les articles homonymes, voir Long. Earl Kemp Long Mandats gouverneur de Louisiane Biographie …   Wikipédia en Français

  • Earl — was the Anglo Saxon form and jarl the Scandinavian form of a title meaning chieftain and referring especially to chieftains set to rule a territory in a king s stead. In Scandinavia, it became obsolete in the Middle Ages and was replaced with… …   Wikipedia

  • Earl Brutus — were a British indie rock band who emerged in the 1990s. The band was formed by World of Twist s Gordon King, and also featured fellow ex WoT member Nick Sanderson (who played with The Jesus and Mary Chain on their Munki album), together with Rob …   Wikipedia

  • Earl Kemp — (born 1929) is an American science fiction editor, critic, and fan who won a Hugo Award for Best Fanzine in 1961 for Who Killed Science Fiction , a collection of questions and answers with top writers in the field. [… …   Wikipedia

  • Earl Manigault — Earl The Goat Manigault at Goat Park (The Happy Warrior Playground) where he reigned. Manhattan, New York City Born September 7, 1944(1944 09 07) Charleston, South Carolina, United St …   Wikipedia


Поделиться ссылкой на выделенное

Прямая ссылка:
Нажмите правой клавишей мыши и выберите «Копировать ссылку»