Eberswalde-Finow


Eberswalde-Finow
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Eberswalde
Eberswalde
Deutschlandkarte, Position der Stadt Eberswalde hervorgehoben
52.83388888888913.82138888888925Koordinaten: 52° 50′ N, 13° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Barnim
Höhe: 25 m ü. NN
Fläche: 93,21 km²
Einwohner: 41.396 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 444 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 16225/16227
Vorwahl: 03334
Kfz-Kennzeichen: BAR (früher EW)
Gemeindeschlüssel: 12 0 60 052
Stadtgliederung: 7 Ortsteile
Webpräsenz:
Bürgermeister: Friedhelm Boginski (FDP)
Lage der Kreisstadt Eberswalde
im Landkreis Barnim
Karte

Eberswalde (1970–1993 Eberswalde-Finow) ist die Kreisstadt des Landkreises Barnim im Nordosten des Landes Brandenburg.

Die Stadt wird auch „Waldstadt“ genannt, denn es gibt rings um die Stadt ausgedehnte Waldgebiete, südlich der Eberswalder Stadtforst mit etwa 1.080 ha, nördlich das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin mit dem Totalreservat Plagefenn. Der Begriff Waldstadt wurde vom Stadthistoriker Rudolf Schmidt und in zahlreichen Publikationen und Postkarten des 19. und 20. Jahrhunderts geprägt.

Die Stadt besitzt seit über 700 Jahren 1.468 ha Waldflächen, etwa 1.000 ha sind Erholungswald, 271 ha Naturschutzgebiete und ökologisch bedeutsame Lebensräume. Der Stadtwald ist gleichzeitig Wirtschaftswald.

Bis zur Wende war der Charakter der Stadt durch vielfältige Industrie (Kran- und Rohrleitungsbau, Walzwerke und andere Großbetriebe) geprägt. Dies wird auch durch die Bezeichnung einiger Ortsteile wie Eisenspalterei, Kupferhammer und Messingwerk deutlich.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

ein Wahrzeichen der Stadt: der Montageeber auf dem Gelände des Familiengartens

Eberswalde, Kreisstadt des Landkreises Barnim, liegt ca. 50 Kilometer nordöstlich von Berlin und etwa 22 Kilometer westlich der Oder bei Hohenwutzen. Nach Bad Freienwalde beträgt die Entfernung ca. 17 Kilometer in östlicher Richtung.

Unmittelbar nördlich der Stadt verläuft der Oder-Havel-Kanal. Durch das Zentrum führt der Finowkanal.

Geologie

Eberswalde liegt inmitten des nach der Stadt benannten Eberswalder Urstromtals, welches in der jüngsten, der Weichsel-Eiszeit entstanden ist. Da sich die Finow kräftig in den Boden des Urstromtales eingeschnitten hat, liegt die Altstadt deutlich tiefer als der eigentliche Boden des Urstromtales. Lediglich einige Stadtteile wie Nordend, Ostende und Südend befinden sich im Niveau des Urstromtales oder schon außerhalb davon an den Hängen des Barnim. Als Baugrund ist überwiegend Sand und Kiessand anzutreffen, jedoch treten auch großflächig Eisstauseeablagerungen auf, die früher in zahlreichen Tongruben am Stadtrand oder in der Umgebung abgebaut wurden, zum Beispiel im Ortsteil Macherslust. Der Grundwasserpegel liegt in der Innenstadt relativ hoch und nur wenige Meter unter der Oberfläche. Einige Gebäude der Innenstadt sind deshalb als Pfahlbauten errichtet, was Neubauvorhaben hydrostatisch sehr kompliziert bzw. teuer macht.

Marktplatz Eberswalde, Panoramabild 360°

Ausdehnung des Stadtgebiets

Eberswalde erstreckt sich entlang des Finowkanals auf einer Länge von 14,1 km in ost-westlicher Richtung. Die größte Ausdehnung in nord-südlicher Richtung besteht zwischen Nordend und Südend mit einer Länge von 7,7 km.

Nachbarstädte und -gemeinden

Die nächstgelegenen Städte sind Bernau bei Berlin (Richtung Westsüdwest), Joachimsthal (Richtung Nordwest) und Oderberg (Richtung Osten). Eberswalde grenzt an folgende Gemeinden (im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend): Britz, Chorin, Niederfinow, Hohenfinow, Breydin, Melchow und Schorfheide (Ortsteil Finowfurt).

Stadtgliederung

Stadtzentrum Eberswalde
Stadtteil Westend mit Erläuterungen
Luftbild

Das Stadtzentrum von Eberswalde wurde 1945 stark beschädigt, die Bebauung weist noch immer große Lücken auf. Wo bis Kriegsende noch Wohnhäuser standen, wurden in der DDR-Zeit überwiegend Grünflächen angelegt, die seit der Wende nach und nach wieder bebaut werden. Neben dem historischen Marktplatz mit Löwenbrunnen entstand so der Pavillonplatz, der bis 2007 mit dem Paul-Wunderlich-Haus, einem Verwaltungsgebäude, neu bebaut wurde. Der jetzige Marktplatz ist etwa doppelt so groß wie der historische, die nördliche Hälfte entstand durch die Schäden des Krieges. Einige Reste der mittelalterlichen Stadtmauer in der Nagelstraße gehören ebenso zum Stadtzentrum wie das Leibnizviertel (benannt nach dem Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz), eine Neubausiedlung aus DDR-Zeiten. Im Stadtzentrum befindet sich überwiegend mehrgeschossige Wohnbebauung aus der sogenannten Gründerzeit zwischen 1880 und 1914. In diesen Jahren dehnte sich die Stadt stark vom Marktplatz Richtung Westen aus, da sich der Bahnhof der Stadt etwa 2 km außerhalb derselben befand. Dies ist dem Umstand zu verdanken, dass die Eberswalder Stadtväter damals die Eisenbahn nicht wünschten, sich aber schnell die Notwendigkeit einer Verkehrsanbindung der Bahn ergab. Entlang der Eisenbahnstraße entstanden so die ersten Wohnhäuser, diese Straße kann noch heute als Hauptstraße von Eberswalde angesehen werden.

Der Stadtteil Nordende liegt an der B 2 Richtung Angermünde am Hang des Eberswalder Urstromtals. Hier findet man neben dem Martin Gropius Krankenhaus [1]überwiegend Eigenheimbebauung.

Am südlichen Rand des Urstromtals befindet sich Ostend, wo ebenfalls überwiegend Eigenheimbebauung anzutreffen ist. Beide Stadtteile entstanden im Rahmen der Stadterweiterung zwischen den Weltkriegen.

Die beiden Ortsteile werden in Literatur und im Sprachgebrauch in der Stadt oft „Nordend“ und „Ostende“ genannt, die offizielle Bezeichnung laut topographischer Karte vom Landesvermessungsamt Brandenburg lautet aber „Nordende“ und „Ostend“.

Das ehemalige Kasernengelände am südlichen Ortsausgang wird seit Ende der 90er Jahre Südend genannt. Die ehemaligen Artilleriekasernen wurden in der NS-Zeit gebaut, waren bis 1994 in Besitz der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (später "Westgruppe der Truppen") und sind mittlerweile zu einem Behördenzentrum mit Finanzamt und Landeskriminalamt ausgebaut worden, einige Kasernengebäude sind noch Ruinen. Neben diesen Kasernen sind einige Wohngebäude angeordnet.

Nach dem Ersten Weltkrieg begann eine Erweiterung der Stadt westlich des Bahnhofes, der Stadtteil Westend entstand. In der Gegend um den Luisenplatz nahe dem Bahnhof sowie entlang der Heegermühler Straße entstanden mehrgeschossige Wohnbauten. Hinter der Boldtstraße wurden die Ardeltwerke gebaut, dies war ein metallverarbeitender Betrieb, der im Dritten Reich für die Rüstungsproduktion eingesetzt wurde. Für die wohlhabenderen Angestellten des Werkes wurden Eigenheime in Westend errichtet. Der Ortsteil Kupferhammer liegt jenseits des Finowkanals nördlich von Westend und ist geprägt von Eigenheimbebauung sowie dem stadtbildprägenden Mischfutterwerk. Hinter dem Betrieb, aus dem später der Kranbau Eberswalde wurde, beginnt Finow (ehemals Heegermühle). Der ehemals eigenständige Ort Finow wurde 1970 eingemeindet.

Der hier anschließende Ortsteil heißt Wolfswinkel und ist ein ehemaliges Industriegebiet. Die Bezeichnung „Eisenspalterei“ ist allerdings üblicher. Hier befanden sich neben dem Walzwerk-Altwerk der Rohrleitungsbau Finow (ehemals Seiffert-Werke). Der Rohrleitungsbau ist heute ein Gewerbezentrum. Auf dem Gelände des Altwerkes fand im Jahre 2002 die Landesgartenschau statt; dort ist heute der Familiengarten Eberswalde.

Südlich von Eisenspalterei wurde Ende der 70er Jahre mit dem Bau eines Neubauviertels begonnen. Ursprünglich Max-Reimann-Viertel getauft, heißt es seit der Wende Brandenburgisches Viertel. Die Errichtung wurde notwendig, da mit der Inbetriebnahme eines großen fleischverarbeitenden Betriebes in Britz („Schlacht- und Verarbeitungskombinat Eberswalde/Britz" - SVKE), einige tausend Menschen nach Eberswalde zogen und für diese nicht genügend Wohnraum zur Verfügung stand. Dieser Stadtteil wird im Volksmund seit Baubeginn abwertend „Ghetto“ genannt und wurde bis zur Wende kontinuierlich weiter ausgebaut, bis um die Jahrtausendwende mit dem Rückbau bzw. teilweisen Abriss aufgrund des hohen Leerstandes der Wohnungen, bedingt durch starke Abwanderung, begonnen wurde.

Weiter westlich folgt das eigentliche Finow mit historischem Ortskern, den Neubausiedlungen (Ringstraße/Kopernikusring) und dem ausgedehnten Gelände des Walzwerk-Neuwerks, wo heute einige kleinere Firmen beheimatet sind. Zu Finow gehört ebenfalls die Messingwerksiedlung, die vom Industriellen Hirsch für seine Arbeiter errichtet wurde, sowie jenseits des Oder-Havel-Kanals die Clara-Zetkin-Siedlung, welche fast ausschließlich aus Eigenheimen besteht.

Die Dörfer Sommerfelde (östlich von Eberswalde), Tornow (östlich von Sommerfelde) und Spechthausen (südlich von Eberswalde) gehören ebenfalls zur Stadt.

Geschichte

Namensgebung und frühere Namen der Stadt

Das älteste bekannte Bild der Stadt Eberswalde, um 1625 (nach Merian)

Der Name Eberswalde geht sicher auf das männliche Wildschwein zurück, welches gleichzeitig auch Wappentier ist. Die wald- und wildschweinreiche Umgebung, insbesondere die Schorfheide nordwestlich der Stadt wirkten hier namensgebend. Der Ortsname bedeutet genau Waldsiedlung eines Ever (Kurzform von Vollnamen wie Everhard, Everger und anderen, zu mittelniederdeutsch ever = Eber).

Frühere Namen der Stadt waren Everswolde (wird 1276 erstmals urkundlich erwähnt), 1307 heißt es in nova civitate Everswolde, von 1375 bis 1877 Eberswalde velut nova civitas, Neustadt oder Neustadt Eberswalde, danach Eberswalde, von 1970 bis 1993 Eberswalde-Finow, seit 1. Juli 1993 offiziell wieder Eberswalde.

Vorgeschichte und Stadtgründung

Marktplatz Eberswalde mit Maria-Magdalenen-Kirche
Während der 750-Jahrfeier der Stadt Eberswalde: Blick auf die Bibliothek der FH

Die für den Verkehr wichtige Furt durch die Finow hat offensichtlich schon in urgeschichtlicher Zeit große Bedeutung und Anziehungskraft besessen. Dieser Raum ist bereits in der jüngeren Altsteinzeit von Jägern und Sammlern aufgesucht worden. Das Finowtal und seine unmittelbare Umgebung weisen in der Jungsteinzeit im Gegensatz zur Bronzezeit eine sehr spärliche Besiedelung auf. Westlich der Hospitalkapelle befand sich ein slawischer Wohnplatz. Nördlich von Finowfurt ist eine slawische Wallburg nachgewiesen worden.

Als offizielle Stadtgründung für Eberswalde gilt das Jahr 1254, so dass im Jahre 2004 Eberswalde seine 750-Jahrfeier beging. Vom Chronisten Beling ist überliefert, das Eberswalde bereits ein Dorf war, bevor Markgraf Johann I. der Gemeinde 1254 ihren Namen verlieh. Eine urkundliche Bestätigung dafür gibt es aber nicht. Deshalb wird dieses Jubiläum auch von einigen Historikern bestritten, da der Ort erst am 23. April 1276 als Everswolde erstmals in einer Urkunde des Markgrafen Albrecht III. erwähnt wurde.

Im Zuge von Grenzsicherungen des Markgrafen von Brandenburg gegen die pommersche Uckermark entstand auf einem der südlich der Stadt gelegenen Höhenzüge (heute Schloss- oder Hausberg) eine markgräfliche Burg. Diese wurde im Jahre 1261 erwähnt, ist aber schon im 14. Jahrhundert wieder verfallen.

Am Fuße des Schlossberges entwickelte sich das Suburbium Eversberg, welches mit dem jenseits der Finow gelegenen Jacobsdorf nicht zu einer – zwischen Finow und Schlossberg gelegenen – Marktsiedlung verschmolz. Beide Dörfer sind vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts im Zuge der Ostkolonisation angelegt worden. In der sogenannten Grenzbriefurkunde vom 24. August 1300 werden die Feldmarken beider Orte genannt. Die Dörfer existierten zu jener Zeit bereits nicht mehr selbständig, denn nach 1284 hatte der Markgraf seinen Marktflecken zur Stadt erweitert. Für diese wird im Landbuch von 1375 erstmals der Name Eberswalde velut (gleich wie) Nova civitas (neue Stadt) erwähnt, ohne dass ein Grund für diese Doppelbezeichnung ersichtlich ist. Der Name Neustadt-Eberswalde galt bis ins 19. Jahrhundert. Seit dem 30. Mai 1877 hieß die Stadt offiziell Eberswalde.

Gewerbliche Entwicklung

Marktplatz von Eberswalde, Blick zum Rathaus
Die neuen Glocken der Maria-Magdalenen-Kirche

Der Grundriss der Stadt lässt noch heute die nach einheitlichem Plan angelegte Gitterform gut erkennen: drei nordsüdlich verlaufende Längs- und sechs Querstraßen mit dem rechteckigen Markt zwischen zwei Hauptstraßen im Zentrum des Ortes. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde die Stadt durch eine Stadtmauer mit vorgelagerten doppelten Wällen und Gräben befestigt. Vier Tore ermöglichten das Betreten oder Verlassen der Stadt.

Wesentliche Einnahmequellen dürften sich ergeben haben durch die 1306 erfolgte markgräfliche Überlassung des Marktzolls, 1307 den Mahlzwang für umliegende Dörfer (Karutz, Gersdorf, Sommerfelde) sowie 1317 den Straßen- und Stapelzwang für die Handelsstraße Frankfurt-Stettin. Eberswalde war Umschlagplatz für die Fracht aller die Finow befahrenden Oderschiffe. Der Rat konnte 1326 die Niedergerichte, 1431 die Obergerichte wiederkäuflich und 1543 erblich an sich bringen.

Die Brandkatastrophe von 1499, durch Unvorsichtigkeit beim Malzdörren ausgelöst, zerstörte die Stadt bis auf ihre steinernen Gebäude – das Rathaus, zwei Kurfürstenhäuser und die Kirche – völlig und warf sie weit zurück.

Der Wiederaufbau, aber auch die neue Stadtverfassung des Kurfürsten Joachim I. von 1515 bewirkten einen erneuten Aufschwung. So wurde die Stadt durch Aufkommen des metallverarbeitenden Handwerks zum frühesten Industrieort der Mark Brandenburg. 1532 gab es zwei Kupferhämmer, die 1603 an die Finow verlegt wurden. Am Kienwerder entstanden Eisen-, Blech-, Drahthämmer und Messerschmieden, außerdem wurden eine Papierfabrik, Tuchmachereien und Ziegeleien errichtet, besonders am Finowkanal, der 1620 nach 15-jähriger Bauzeit mit elf Schleusen in Betrieb genommen worden ist.

Dreißigjähriger Krieg

Im Dreißigjährigen Krieg erlitt Eberswalde Zerstörungen und Verwüstungen. Neben den Lasten häufiger Einquartierungen und hohen Kontributionen mussten die Eberswalder Tribut an Herrscher und Heerführer entrichten. So kampierte am 20. Juni 1628 Feldmarschall Wallenstein in der Stadt, und vom 18. zum 19. Dezember 1632 ist der in der Schlacht von Lützen gefallene schwedische König Gustav Adolf in der Stadtkirche Maria Magdalena aufgebahrt worden. Unter großem Aufgebot an Geld und Naturalien musste der jeweils riesige Tross der Begleiter von den Bürgern versorgt werden. Eberswalde erholte sich von den Auswirkungen des Krieges nur langsam.

1643, gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges, gab es in Eberswalde noch 33 Häuser (vorher 216) und 168 Einwohner, davon 28 Bürger (Personen mit Bürgerrecht) und 140 Inwohner (Personen ohne Bürgerrecht). 1722 waren es wieder 1.205 Einwohner, so viel wie vor dem Krieg. Der Finowkanal war zerstört.

Einwanderung und Wirtschaftsaufschwung

Zwischen 1743 und 1755 wanderten 120 Scheren- und Messerschmiede, Schlosser und Feilenhauer aus Thüringen und dem Rheinland mit ihren Familien ein. Der wieder einsetzende wirtschaftliche Aufschwung führte zwischen 1743 und 1746 zum erneuten Ausbau des Finowkanals, der sowohl als Verkehrsweg wie auch als Energiequelle große Bedeutung für die Stadt und die Industrie gewann. Mit dem Kanal entstand ein Wasser- und Schifffahrtsamt. Auf dem Kupferhammer der Stadt ist der Kessel für die erste 1785 in Deutschland in Betrieb genommene Dampfmaschine hergestellt worden.

Eberswalde als Luftkurort

Alte Forstakademie

Neben der Entwicklung Eberswaldes als Industriestandort bildete sich der Ruf der Stadt als Bade- und Luftkurort sowie als Waldstadt heraus. Ab 1750 wurde ein Gesundbrunnen betrieben. Es gab zahlreiche Versuche, die eisenhaltigen Quellen für einen Kur- und Bäderbetrieb zu nutzen. Dem Profil eines Kur- und Erholungsortes diente auch ab 1795 die Schaffung von Promenaden und Schmuckanlagen. 1898 ist der Badebetrieb wegen Unrentabilität eingestellt worden und Eberswalde verlor seinen Ruf als Badestadt. Luftkurort jedoch blieb die Stadt auch weiter.

Am 1. Mai 1830 ist auf Grund der ausgedehnten Wälder der Umgebung die Forstakademie von Berlin nach Eberswalde verlegt worden. Der praxisbezogene Unterricht in den forstlichen Lehrrevieren und die wissenschaftlichen Leistungen der hier wirkenden Forstwissenschaftler begründeten Eberswaldes Ruf als Waldstadt.

Industriezeitalter

Walzwerk bei Eberswalde, Blick vom Stichkanal, den späteren Sinterausläufen, auf das Altwerk, Carl Blechen, um 1830

Die industrielle Entwicklung ab Mitte des 19. Jahrhunderts fand ihren Niederschlag in der Gründung zahlreicher Fabriken (1851 Landmaschinenfabrik, 1852 Dachpappen- und Asphaltwerke, 1858 Seidenwarenfabrik, 1869 Hufnagelfabrik, 1883 und 1893 Eisengießereien, 1902 Ardeltwerke, heute Kranbau Eberswalde). Am 23. November 1877 fand die Inbetriebnahme des ersten Fernsprechapparates in Deutschland zwischen Eberswalde und der Postagentur Schöpfurth, dem heutigen Finowfurt statt.

Mit der sich beschleunigenden Industrialisierung wurde die Stadt zu einem Eisenbahnknotenpunkt ausgebaut. Am 30. Juli 1842 ist die Bahnverbindung nach Berlin und am 15. August 1843 nach Stettin fertig gestellt worden, 1866 nach Bad Freienwalde und Frankfurt (Oder), 1898 nach Templin sowie 1907 nach Schöpfurth (Eberswalde-Finowfurter Eisenbahn). Am 7. Januar 1878 wurde die Reparaturwerkstatt der Berlin-Stettiner Eisenbahn eröffnet. Später wandelte sie sich zum Reichsbahnausbesserungswerk. Die Deutsche Bahn betreibt es heute als Fahrzeuginstandhaltungswerk, das im Jahre 2003 sein 125-jähriges Bestehen feierte. Außerdem entstand die Eisenbahnbrücke in der Nähe des Bahnhofes, die am 27. Juni 1910 polizeilich abgenommen wurde.

Parallel dazu wurde das Straßennetz ausgebaut (1843 nach Bad Freienwalde, 1848 nach Oderberg, 1860 nach Joachimsthal, 1873 nach Schöpfurth). Am 1. September 1910 eröffnete die städtische Straßenbahn Eberswalde. Sie verkehrte bis 2. November 1940. Einen Tag später nahm der elektrische Oberleitungsbus seinen Betrieb in Eberswalde auf.

Als der Finowkanal trotz dauernder Ausbesserungen und Veränderungen dem Verkehrsaufkommen, der Schiffstechnik und dem Energiebedarf nicht mehr gewachsen war, wurde der neue Oder-Havel-Kanal geschaffen und 1914 eingeweiht.

Ausgebaute Verkehrsstraßen und die seit Mitte des 19. Jahrhunderts angesiedelten Fabriken bewirkten eine explosionsartige städtische Entwicklung. Hatte Eberswalde 1831 noch 4.388 Einwohner, so ergab eine Volkszählung im Jahre 1910 eine Einwohnerzahl von 26.075. Damit schied Eberswalde am 1. April 1911 aus dem Verband des Kreises Oberbarnim aus und bildete einen eigenen Stadtkreis.

Versuchsfunkstelle Eberswalde

Zeitgenössisches Foto der Versuchsfunkstelle

Die Firma Lorenz AG betrieb von 1909 bis 1939 in der Stadt (hinter der Badeanstalt) eine Versuchsfunkstelle, von der auch rundfunkartige Übertragungen zwischen 1919 und 1925 durchgeführt wurden. Als größter Antennenträger ist ein eisenarmierter, abgespannter Holzgittermast von 70 Metern Höhe errichtet worden. 1923 fand das erste Original-Rundfunkorchesterkonzert statt und im Oktober desselben Jahres wurde das Festkonzert zur Jahresversammlung des Deutschen Museums in München gesendet. Diese „drahtlosen“ Konzerte waren bahnbrechend und machten die deutsche Rundfunktechnik international bekannt. 1930 ist im Rahmen eines Großversuchs die Technik des Richtfunkfeuers erprobt worden. 1939 wurde die Versuchsfunkstelle aufgelöst, die Antennenanlagen demontiert und in den Gebäuden eine Forschungsstelle für Torfverwertung eingerichtet.

Drittes Reich

Adolf Hitler und Hermann Göring haben Eberswalde einige Male besucht, meist auf der Durchreise nach Carinhall. Beide wurden – wie in vielen deutschen Städten – Ehrenbürger. Dieser Titel wurde ihnen erst 1991 wieder aberkannt. Der Ehrenbürger Ludwig Sandberg nahm sich 1933 das Leben. Sein Titel war ihm von den Nazis aberkannt worden weil er Jude war. 1991 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft wieder verliehen.

Während der Novemberpogrome 1938 kam es in Eberswalde zu Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung, dabei brannte die erst wenige Jahre alte Synagoge ab. Die 1889 an dieser Stelle entstandene Synagoge wurde am 21. August 1931 durch Blitzschlag zerstört. Eine Gedenktafel in der Goethestraße erinnert heute an das Gebäude und die jüdische Gemeinde in Eberswalde. Ein weit verbreitetes Bild zeigt den Brand der Synagoge, dieses Bild stammt aber vom Brand 1931.

In den Rüstungsbetrieben der Stadt organisierten die Kommunisten Hans Ammon und Fritz Pehlmann den Widerstand, wurden aber verraten und im August 1941 verhaftet. Ammon wurde erschlagen und Pehlmann ging in den Freitod. Zu DDR-Zeiten hieß der Weidendamm "Hans-Ammon-Park". Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 waren in den Betrieben der Städte Eberswalde und Finow zahlreiche Zwangsarbeiter beschäftigt. Die Unterbringung erfolgte in mehreren Arbeitslagern meist in der Nähe der Firmen. Am 27. August 1943 wurden 205 Juden aus einem Arbeitslager in der Nähe der Märkischen Stahlformwerk GmbH, einer Tochtergesellschaft der Ardelt-Werke (Standort am heutigen Binnenhafen), in das KZ Auschwitz-Birkenau transportiert und in den Gaskammern ermordet. [2]

Zwischen August und November 1943 entstand ein Außenlager des KZ Ravensbrück (in der Nähe des ehemaligen Bahnhofs Eisenspalterei) für etwa 1000 weibliche Häftlinge verschiedener Nationalität, darunter nur wenige deutsche Frauen. Jüdische Bürger wurden nicht festgehalten. Die Inhaftierten waren ausschließlich politische Häftlinge und mussten in den Ardelt-Werken arbeiten. 1944 waren unter den 7000 Mitarbeitern des größten Unternehmens in Eberswalde 3000 Zwangsarbeiter beschäftigt. Die Produktion des Stammwerkes und der Märkischen Stahlformwerk GmbH umfasste zahlreiche Rüstungsgüter: Panzerabwehrkanonen, Selbstfahrlafetten, Raupenfahrzeuge, Panzerkuppeln für die Küstenartillerie, Getriebe und Kettenglieder für Panzerfahrzeuge, Leichtmetallteile für den Flugzeugbau, Torpedoausstoßrohre, Granatenkörper, Tellerminen, Seeminen, Gehäuse für Fliegerbomben und Pontons für den Bau von Pionierbrücken. Ingenieure der Ardelt-Werke waren auch beim Abschuss der Vergeltungswaffen in Peenemünde beteiligt.[3]

Das KZ-Außenlager in Eisenspalterei wurde wegen des Näherkommens der sowjetischen Armee am 20./21. April 1945 aufgelöst und die Häftlinge nach Ravensbrück zurück transportiert, wo sie später frei kamen. Nach dem Krieg nutzte die Sowjetarmee das Lager für kurze Zeit als Internierungslager und danach als Versorgungsdepot. Zwei der noch existierenden Baracken stehen heute unter Denkmalschutz.[4]

Am 20. April 1945 gab es in Eberswalde um 19:00 Uhr den ersten Panzeralarm, etwa in dieser Stunde verließ Hermann Göring sein Anwesen Carinhall in der Schorfheide Richtung Obersalzberg. Die SS-Sondereinheit Gruppe Steiner verschanzte sich nördlich der Stadt jenseits des Oder-Havel-Kanals (damals Großschifffahrtsweg) und sprengte alle Brücken in der Nähe der Stadt.

In der Nacht vom 25. auf den 26. April 1945 wurde die Innenstadt von deutschen Flugzeugen mit Brandbomben stark zerstört. Ob diese Flugzeuge deutschem Kommando unterstanden, ist umstritten, weil die deutsche Luftwaffe zu diesem Zeitpunkt kaum noch über Treibstoffreserven verfügte. Die Stadtverwaltung Eberswalde nennt die Deutsche Luftwaffe als Zerstörer der historischen Altstadt. Einen strategischen Zweck erfüllte dieser Angriff nicht, da die sowjetischen Eliteeinheiten Eberswalde im Süden entlang der Bernauer Heerstraße umgingen um möglichst schnell Berlin zu erreichen. Etwa gleichzeitig sind mehrere Gebäude der Stadt von der Freischärlerorganisation Werwolf angezündet worden: der Aussichtsturm, der Wasserfall (Ausflugsgaststätte) und andere. Erst nachfolgende Einheiten der Roten Armee besetzten am 26. April 1945 Eberswalde.

Die Entwicklung ab Ende des Zweiten Weltkrieges

Stadtzentrum, im Hintergrund Adler-Apotheke
Goethestraße
Friedrich-Ebert-Straße

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist die Stadt zu einem bedeutenden Industrie- und Agrarstandort, Verkehrsknotenpunkt und kulturellen Zentrum der Region ausgebaut worden. 1952 wurde Eberswalde auf Grund der Verwaltungsreform in der DDR Kreisstadt des neugebildeten gleichnamigen Kreises Eberswalde. Zwischen 1954 und 1963 hatte das Institut für Forstwirtschaftliche Arbeitslehre der Humboldt-Universität zu Berlin seinen Sitz in den Gebäuden der ehemaligen Versuchsfunkstelle Eberswalde.

Im Jahre 1963 wurde die 1830 eröffnete Forstakademie geschlossen beziehungsweise nach Tharandt bei Dresden verlegt. Am 1. April 1992 ist die damals unterbrochene Lehre in der neu gegründeten Fachhochschule wieder aufgenommen worden. Die forstlichen Einrichtungen sind heute wieder ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in der Stadt.

In der Nacht vom 24. auf den 25. November 1990 wurde Amadeu Antonio Kiowa, ein aus Angola stammender Arbeiter, in Eberswalde von einer etwa 50 Mann starken Gruppe Neonazis brutal zusammengeschlagen. Der 28-jährige Kiowa erwachte nicht mehr aus dem Koma und erlag zwei Wochen später den Folgen seiner schweren Verletzungen. Von den jugendlichen Tätern wurden fünf im September 1992 vom Bezirksgericht Frankfurt/Oder zu maximal vierjährigen Haftstrafen verurteilt, einige zu Bewährungsstrafen.[5] Der Afrikanische Kulturverein PALANCA e. V. engagiert sich für Kulturaustausch und versucht durch schulische Projekttage den Kontinent Afrika durch Tanz, Essen und Exkursionen der Bevölkerung näher zu bringen, aber auch den Mord an Amadeu Antonio Kiowa in Erinnerung zu halten.

1993 ist der Landkreis Barnim mit Eberswalde als Kreisstadt gebildet worden. 1994 verließen die russischen Streitkräfte die Stadt. Am 10. April 2000 wurde der Binnenhafen eingeweiht und im Jahre 2002 fand die Landesgartenschau in Eberswalde statt.

Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1990 ist die Entwicklung des Industriestandortes Eberswalde durch Betriebsneugründungen forciert worden. Die heutige Kreisstadt des Kreises Barnim setzt nach dem Niedergang der großen Industriebetriebe und Forschungszentren als Verwaltungszentrum auf die Förderung des Mittelstandes, den Aufbau des Stadtzentrums – dort sind bereits viele Neubauten entstanden – mit seinen Infrastrukturen, die Instandsetzung der jahrzehntelang vernachlässigten Wohnsubstanz, die Sanierung der Industrieflächen, Kasernenbauten und des Verkehrsnetzes sowie die Wiederbelebung als Erholungs- und Freizeitzentrum.

Geschichte von Finow bis 1970

Finow entstand 1928 durch Zusammenlegung des 1294 erstmals genannten Dorfes Heegermühle mit den bis dahin selbständigen Gemeinden Eisenspalterei-Wolfswinkel und Messingwerk, und wurde 1935 zur Stadt erklärt. 1970 erfolgte der Zusammenschluss der Städte Eberswalde und Finow unter dem Namen Eberswalde-Finow.

Vorgeschichte und Ortsgründung

Jungsteinzeitliches Material trat vereinzelt auf der südlichen Talsandterrasse und der anschließenden Moränenfläche südlich von Finow auf. Im Ziegeleigelände nordwestlich des Ortes barg man im 19. Jahrhundert ein Depot der mittleren Bronzezeit, das 30 Bronzegegenstände enthielt. Diese weisen auf verschiedene kulturelle Einflüsse aus dem nördlichen und dem südlichen beziehungsweise südöstlichen Europa hin, die hier im Gebiet zwischen Elbe und Oder zusammentreffen.

An der Finow gab es ursprünglich eine landesherrliche Zollstätte, wo die Güter der von der Oder kommenden Kähne auf Landfahrzeuge umgeladen wurden. Bereits 1294 nennt eine Urkunde außer dem Krug (Schenke) und dem Hof, einem markgräflichen Wirtschafts- und Unterkunftsanwesen, auch die Heghermolle. Das Bestimmungswort Heger gehört zu mittelniederdeutsch heger, das folgende Bedeutung hat: 1. Knecht = Verwalter, 2. zinspflichtige Lehnsleute, Meier, 3. Heger, Hecken-, Knickarbeiter. Diese He(e)germühle gab der Ansiedlung den ersten Namen; 1608 ließ sie der Kurfürst zugunsten eines Eisenhammers beseitigen.

Mittelalter und Beginn der Neuzeit

Der bäuerliche Ort Heegermühle umfasste 1375 insgesamt 38 Hufen Land, davon vier Schulzenhufen und ein Kirchhufe. Die Flur, wie das Dorf vom Finowkanal zweigeteilt, setzte sich entsprechend der Dreifelderwirtschaft aus dem Langenstücken- und dem Mittelstückenfeld sowie dem Steinfurthschen Feld zusammen. Die Bewohner mussten ihre Hand- und Spanndienste beim elf Kilometer entfernten Amt Biesenthal leisten, nach der Inbetriebnahme des Eisenhammers für das Werk. Zusätzliche Forderungen stellte das Forstamt Biesenthal an die Gemeinde, beispielsweise in Form von Hackarbeiten in den Schonungen.

Die unmittelbare Umgebung des Dorfes Heegermühle nahm seit Anfang des 17. Jahrhunderts auf Betreiben und mit Unterstützung des Landesherrn eine gewerbliche Entwicklung, die von günstigen Standortfaktoren, wie dem Finowkanal als Transportmittelträger, den Vorkommen von Raseneisenstein und dem Wald als damals wichtigsten Energielieferanten, begünstigt wurde.

Das erste Eisenhammerwerk in Heegermühle arbeitete bis zu seiner Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg. Ihm folgte 1660 ein Blechhammer, dessen Warenabsatz durch ein Schutzedikt von 1687 gesichert war. An seiner Stelle entstand 1697 bis 1700 das Messingwerk Heegermühle. Östlich des Ortes am Finowkanal sind zur gleichen Zeit eine Eisenspalterei und ein Drahthammer errichtet worden. Eine 1726 gebaute königliche Papiermühle fiel 1760 dem Siebenjährigen Krieg zum Opfer. Eine neue Fabrik erhielt fünf Jahre später ihren Standort in Wolfswinkel.

1832 arbeitete hier die erste englische Papiermaschine, so dass die manuelle Büttenpapierherstellung allmählich verschwand. Erwähnung verdienen die Ziegeleien, die Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem Ton aus der Finowaue verwerteten. Die Steine gelangten auf dem Wasserweg hauptsächlich nach Berlin. Der nach dem ehemaligen Besitzer benannte Mäckersee südlich vom Oder-Havel-Kanal, der Rest einer früheren Tongrube, dient heute zum Baden.

Entwicklung im 20. Jahrhundert

Kraftwerk Heegermühle am Finowkanal

Nachdem am 16. Oktober 1907 eine Eisenbahnstrecke von Eberswalde über Heegermühle nach Schöpfurth eröffnet und 1920 die elektrische Straßenbahn von Eberswalde bis Eisenspalterei geführt worden war, verbesserte sich der Personen- und Güterverkehr bedeutend. In Wolfswinkel ging aus einer Linoleumfabrik ein chemischer Betrieb hervor, 1909 kam ein Elektrizitätswerk hinzu. Das Kraftwerk Heegermühle wurde unter dem Namen Märkisches Elektrizitätswerk (MEW) nach Plänen von Georg Klingenberg erbaut, es hat als einziger Industriebau im Finowtal eine Schaufassade zum Finowkanal. Das MEW galt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als vorbildliches Beispiel des neuzeitlichen Kraftwerkbaus und dient noch im 21. Jahrhundert als Musterbau für die Fachwelt.[6] 1914 verlegte das Messingwerk seine Produktionsanlagen an den Oder-Havel-Kanal, ein Zeichen für die Standortbedeutung der neuen Wasserstraße. Den Bau von Wohnhäusern trugen Siedlungsgesellschaften, so die Heimstättengesellschaft Heegermühle-Messingwerk.

Schaufassade des Kraftwerks Heegermühle

Am 15. Oktober 1928 entstand durch Zusammenlegung des Dorfes Heegermühle mit den bis dahin selbständigen Orten Eisenspalterei-Wolfswinkel und Messingwerk die Gemeinde Finow. 1935 wurde das neue Gemeinwesen zur Stadt erhoben.

Ende der 20er Jahre kaufte das Kupfer- und Messingwerk in Finow Land vom Lichterfelder Rittergut, und zwar zwischen dem Oder-Havel-Kanal und dem Anstieg zur Golzower Platte, um eine Siedlung anlegen zu lassen. Auf einem schachbrettartigen Grundriss, mit einem 350 Meter langen Platz in der Mitte, entstanden im Jahre 1934 Doppelwohnhäuser mit entsprechendem Nutzland für die Selbstversorgung der Familien. 1936 kamen Einfamilienhäuser hinzu. Die Siedlung, die seit der Grundsteinlegung am 13. März 1934 den Namen des völkischen Dichters und Schriftstellers Dietrich Eckart (1886-1923) trug, wurde 1945 in Clara-Zetkin-Siedlung umbenannt.

Die Industrialisierung führte zu einem schnellen Wachstum der Bevölkerung. Lebten in Heegermühle 1840 erst 419 Menschen, so waren es 1910 bereits 5.859. Bei der Volkszählung im Jahre 1939 wurden in Finow 10.488 Personen gezählt. Im Dezember 1969 lebten in der Stadt 11.767 Menschen. Drei Monate später, im März 1970, wurde Finow mit Eberswalde vereinigt.

Eingemeindungen

  • 1928 wurden Eisenspalterei-Wolfswinkel, Heegermühle und Messingwerk in Finow eingemeindet.
  • Am 1. Mai 1936 wurde die Gemeinde Kupferhammer aus dem Kreis Oberbarnim in den Stadtkreis Eberswalde eingegliedert.
  • Am 20. März 1970 fand die Vereinigung der bis dahin eigenständigen Städte Eberswalde und Finow unter dem neuen Namen Eberswalde-Finow statt.
  • Am 1. Juli 1993, gleichzeitig mit der Umstellung der Postleitzahlen, wurde aus Eberswalde-Finow wieder Eberswalde.
  • Am 5. Dezember 1993 wurden die Gemeinden Sommerfelde und Tornow eingemeindet.
  • Am 1. Januar 2006 wurde die Gemeinde Spechthausen aus dem Amt Biesenthal ein Ortsteil der Stadt.

Einwohnerentwicklung

Siehe auch: Einwohnerentwicklung von Eberswalde

Bevölkerungsentwicklung Eberswalde

Im Dreißigjährigen Krieg verlor Eberswalde fast seine gesamte Bevölkerung. Die Einwohnerzahl sank von 1.200 im Jahre 1618 bis auf 168 im Jahre 1643. Erst 1722 erreichte Bevölkerungszahl wieder den Vorkriegsstand. Im 18. Jahrhundert wuchs die Einwohnerzahl von Eberswalde nur langsam. Erst mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert setzte ein stärkeres Bevölkerungswachstum ein. Lebten 1817 knapp 4.000 Personen in Eberswalde, waren es 1898 schon 20.000. Bis 1939 verdoppelte sich diese Zahl auf knapp 41.000.

Im Zweiten Weltkrieg verlor die Stadt etwa ein Drittel seiner Bevölkerung. Die Einwohnerzahl sank bis 1945 um 13.238 Personen auf 27.377. Am 20. März 1970 schlossen sich die Städte Eberswalde (33.400 Einwohner 1969) und Finow (11.767 Einwohner 1969) zur Stadt Eberswalde-Finow mit rund 45.000 Einwohnern zusammen. Im Jahre 1989 hatte Eberswalde-Finow mit etwa 55.000 die höchste Einwohnerzahl seiner Geschichte erreicht. 1993 erfolgte die Umbenennung der Stadt in Eberswalde.

1968 kamen die ersten 190 ungarischen Vertragsarbeiter nach Eberswalde. Bis 1969 wuchs ihre Zahl auf 277. Viele Ungarn haben sich in der Stadt niedergelassen und bilden heute die größte Gruppe unter der ausländischen Wohnbevölkerung. 1974 trafen die ersten algerischen Vertragsarbeiter in Eberswalde ein. Später folgten Kubaner, Vietnamesen, Mosambikaner und Angolaner. Ihre Zahl lag in den 1980er Jahren zwischen 500 und 800. Im Jahre 1989 waren in Eberswalde 1.310 Ausländer polizeilich registriert, darunter 564 Vertragsarbeiter. Die größte ausländische Gruppe stellten die Familienangehörigen der Offiziere der sowjetischen Streitkräfte.[7]

1990 waren bei der Stadtverwaltung noch 435 Ausländer (0,83 Prozent) gemeldet. Diese Zahl sank bis Ende 1991, bedingt durch die vorzeitige Kündigung der Arbeitsverträge durch die Betriebe und Abwanderung, auf 299 (0,58 Prozent). Bis 2000 wuchs die Ausländerzahl wieder auf 550 Personen (1,23 Prozent). In den letzten Jahren stieg der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung kontinuierlich und lag 2005 bei 2,2 Prozent (920 Personen).[8]

Seit der Wende in der DDR verlor die Stadt durch Abwanderung und Geburtenrückgang, bedingt durch die hohe Arbeitslosigkeit, ein Viertel ihrer Einwohner. Am 31. Dezember 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Eberswalde nach Fortschreibung des Landesbetriebes für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg 41.831 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Das ist ein Rückgang um rund 13.000 Personen seit 1989. Bis zum Jahre 2020 wird mit einer Stabilisierung der Zahl zwischen 35.000 und 40.000 Einwohnern gerechnet.

Politik

Stadtverwaltung

Rathaus

Seit 1. Dezember 2006 ist Friedhelm Boginski (FDP) Bürgermeister der Stadt.

Der langjährige Bürgermeister Reinhard Schulz (parteilos) wurde am 10. Januar 2006 vom Landgericht Potsdam wegen Untreue und Bestechlichkeit zu einer Einzelstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt. Außerdem darf er drei Jahre kein öffentliches Amt ausüben. Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofes bestätigte am 13. Februar 2007 nur, soweit der Beschuldigte wegen Bestechlichkeit verurteilt worden ist. Der Schuldspruch wegen Untreue wurde dagegen revidiert.[9] Am 7. November 2007 verurteilte das Landgericht Frankfurt (Oder) Reinhard Schulz wegen Bestechlichkeit zu zehn Monaten Haft auf Bewährung und zur Zahlung von 5000 Euro an eine Jugendhilfeeinrichtung. Schulz erlaubte 1998 einem Investor bei der Errichtung eines Gebäudes keine Autostellplätze bauen zu müssen. Anschließend reduzierte er die fällige Ablösesumme und bekam dafür vom Investor umgerechnet 15.000 Euro auf sein Konto überwiesen.[10]

Am 16. Juli 2006 wurde Reinhard Schulz bei einem Bürgerentscheid mit 9.849 Stimmen (91,2 Prozent) als Bürgermeister abgewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 30,3 Prozent.[11]

Am ersten Wahlgang der Bürgermeisterwahl am 29. Oktober 2006 erhielten Friedhelm Boginski (FDP) 3.104 Stimmen (24,3 Prozent), Carsten Bockhardt (CDU) 3.001 Stimmen (23,5 Prozent), Hartwin Schulz (Bündnis für ein demokratisches Eberswalde) 2.391 Stimmen (18,7 Prozent), Thomas Engel (SPD) 2.319 Stimmen (18,1 Prozent), Hann-Dieter Hartwig (Linkspartei.PDS) 1.343 Stimmen (10,5 Prozent) und Karen Oehler (Grüne/B90) 632 Stimmen (4,9 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 36,3 Prozent.[12]

Da beim ersten Wahlgang keiner der sechs Kandidaten die absolute Mehrheit errang, trafen im zweiten Wahlgang am 19. November 2006 die beiden bestplatzierten Bewerber Friedhelm Boginski und Carsten Bockhardt in einer Stichwahl aufeinander. Diese gewann Boginski mit 6.745 Stimmen (59,3 Prozent) gegen Bockhardt mit 4.624 Stimmen (40,7 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 32,7 Prozent.[13]

Die Stadtverordnetenversammlung Eberswalde zählt 36 Stadtverordnete. Die letzte Kommunalwahl fand am 28. September 2008 statt. Die Wahlbeteiligung lag bei 35,3 Prozent. In Brandenburg wird die Fünf-Prozent-Hürde bei Kommunalwahlen nicht mehr angewandt; in die Stadtverordnetenversammlung Eberswalde können somit alle Parteien und Gruppierungen einziehen, die – in Abhängigkeit vom Sitzzuteilungsverfahren – genug Stimmen erhalten, um die faktische Sperrklausel von einem Prozent zu überwinden.

Kommunalwahl 2008[14]
Partei Stimmen Prozent Sitze
LINKE 9.410 26,5 9
SPD 7.094 19,9 7
FDP 4.911 13,8 5
CDU 3.792 10,7 4
GRÜNE 2.896 8,8 3
BKB/AfW 2.656 7,5 3
BFB 1.865 5,2 2
Bündnis 1.835 5,2 2
EV Mai 627 1,8 1

BKB/AfW = Bürgergemeinschaft Kommunalabgaben Barnim/Allianz freier Wähler
BFB = Bürgerfraktion Barnim für Eberswalde
Bündnis = Bündnis für ein demokratisches Eberswalde
EV Mai = Einzelwahlvorschlag Hans Mai

Landtagswahl am 19. September 2004

Landtagsabgeordnete für die Stadt Eberswalde (Barnim I) ist Margitta Mächtig (DIE LINKE, zum Zeitpunkt der Wahl PDS). Sie setzte sich mit 35,7 % der Stimmen gegen Peter Kikow (SPD) mit 24 %, Thomas Lunacek (CDU) mit 17,5 %, Uta Leichsenring (Bündnis 90/Die Grünen) mit 7,7 % und Barbara Ehm (FDP) mit 5,8 % durch. Auch bei den Zweitstimmen erzielte die PDS das beste Ergebnis. Hier lag die Partei mit 33,1 % vor der SPD (32,3 %), der CDU (15,4 %), dem Bündnis 90/Die Grünen (3,3 %) und der FDP (3,0 %). Die Wahlbeteiligung lag mit 50,3 % über der aus dem Jahr 1999 (45,6 %).[15]

Farben und Wappen

Historisches Stadtwappen 1892
Stadtwappen am alten Rathaus

Das Wappen der Stadt hat sich im Laufe der Jahrhunderte mehrmals leicht geändert. Das heute gültige Wappen wurde auf Grund des § 11 der Städteordnung für die östlichen Provinzen vom 30. Mai 1853 unter Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung per Ortsstatut vom Magistrat der Stadt Eberswalde am 24. September 1928 festgelegt. Das preußische Staatsministerium hat die Genehmigung zur Führung des Wappens am 13. August 1928 erteilt.

Darin sind in § 1 die Farben der Stadt mit Schwarz, Silber (Weiß) und Grün festgelegt.

Die Definition des Wappens wurde danach mehrmals geringfügig geändert, so wurde zu DDR-Zeiten ein Zahnrad in der Mitte des Wappens eingebracht.

Die Blasonierung des aktuellen Wappens laut Hauptsatzung der Stadt Eberswalde liest sich wie folgt: „In Silber eine belaubte bewurzelte grüne Eiche mit goldenen Früchten, in deren Krone ein goldbewehrter, mit goldenen Kleestängeln belegter roter Adler schwebt. Dem Stamm zugewandt steht jederseits ein schwarzer Wildschweineber mit goldenen Hauern und Rückenborsten.“

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Baudenkmäler in Eberswalde stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Denkmäler.

Museum

Adler-Apotheke

Ein Museum für Regionalgeschichte befindet sich im ältesten erhaltenen Fachwerkhaus der Stadt, der ehemaligen Adler-Apotheke. In dem dreigeschossigen Gebäude in der Steinstraße befand sich von 1623 bis 1986 eine Apotheke und seit 1906 ist dort eine Touristeninformation untergebracht. Das Museum wurde am 4. Februar 1906 gegründet. Bei seiner Gründung wurde der Historiker und Redakteur der Eberswalder Zeitung Rudolf Schmidt mit der Verwaltung betraut. Das Museum war zuerst im Dachgeschoss des Rathauses, später in der Hindenburg-Oberrealschule (heute Gesamtschule Mitte), der St.-Georgs-Kapelle und in einer Schule in der Kirchstraße 8 untergebracht. Aus den bei Gründung 150 Exponaten sind mittlerweile 12.500 geworden. Zu den interessantesten Ausstellungsstücken zählt die Nachbildung des bronzezeitlichen Eberswalder Goldschatzes – er gilt als der größte Goldfund in Deutschland. Die acht Goldschalen sowie die 73 anderen Teile wie Halsschmuck und Armbänder mit einem Gesamtgewicht von 2,54 Kilogramm purem Gold stammen aus dem 9. Jahrhundert v. Chr. und wurden am 16. Mai 1913 bei Ausschachtungsarbeiten eines Hauses in einem Tongefäß entdeckt und nach Berlin gebracht. 1945 fielen diese offenbar der Roten Armee in die Hände. Im Januar 1994 wurde bekannt, dass sich der sogenannte Eberswalder Goldschatz im Moskauer Puschkin-Museum befindet.

Musik

Die Freilichtbühne des Familiengarten Eberswalde auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau 2002 ist der größte Veranstaltungsort. Sie bietet maximal 4000 Besuchern einen Sitzplatz. In der St.-Georgs-Kapelle finden Konzerte der klassischen und modernen Kammermusik sowie musikalisch-literarische Veranstaltungen statt. Die kleine Konzerthalle bietet bis zu 80 Personen Platz. Seit der Eröffnung des Paul-Wunderlich-Hauses wird der Plenarsaal auch als öffentlicher Veranstaltungsraum genutzt.

In Eberswalde findet seit 1994 jährlich das Jazz-Festival jazz in e. an wechselnden Veranstaltungsorten statt. Im Forstbotanischen Garten gibt es seit 2001 sommerliche Weltmusikkonzerte mit internationalen Künstlern in der Veranstaltungsreihe „Purpur“. Der Choriner Musiksommer wird von der Forstakademie Eberswalde veranstaltet und bietet Freunden der klassischen Musik einen ungewöhnlichen Rahmen in den Ruinen des Klosters Chorin.

Das Haus Schwärzetal ist das älteste erhalten gebliebene Haus für Großveranstaltungen. Hier finden jährlich die Eberswalder Faschingstage statt.

Bauwerke

Teufelsbrücke am Finowkanal, Panoramabild 180°

Im ältesten Fachwerkhaus der Stadt, der Adler-Apotheke aus dem 17. Jahrhundert, befindet sich heute die Touristeninformation und ein Museum zur Geschichte der Finowkanalregion. Das Alte Rathaus, ein barockes Bürgerhaus aus dem Jahr 1775 welches als Wohnhaus des Tuchfabrikanten Heller erbaut wurde, befindet sich am Marktplatz.

Am Marktplatz entstand 2007 nach zweijähriger Bauzeit mit dem Paul-Wunderlich-Haus eines der modernsten ökologischen Verwaltungsgebäude Deutschlands. Der Komplex nutzt Erdwärme und benötigt nur etwa ein Drittel der sonst notwendigen Energie. Er ist Sitz der Kreisverwaltung und des Landrates sowie Arbeitsplatz für rund 500 Mitarbeiter. Im Hof des kleeblattartigen Gebäudeensembles stehen Nachbildungen des Künstlers Paul Wunderlich. Das Innere des Kreishauses beherbergt eine Dauerausstellung mit mehr als 300 Originalen des in Eberswalde geborenen Malers und Bildhauers.[16]

Ebenfalls in der Nähe des Marktplatzes befindet sich die Maria-Magdalenen-Kirche, eine hochgotische Stadtpfarrkirche aus dem 13. Jahrhundert mit der höchsten gemauerten Kirchturmspitze der Welt.

Ragöser Damm mit Blick auf den Oder-Havel-Kanal Richtung Osten
Teufelsbrücke am Finowkanal
Die baufällige Bahnhofsbrücke wurde 2004 abgerissen

Der Martin-Gropius-Bau der Landesklinik Eberswalde (Klinik für Psychiatrie) war vom Zweiten Weltkrieg bis nach der Wiedervereinigung Deutschlands von der Sowjetarmee besetzt und wurde umfassend renoviert. Im Stadtzentrum befinden sich am südlichen Rand des Eberswalder Urstromtals zwei Treppen: die Goethetreppe und die Schillertreppe. Als Neubau wurde die Bibliothek der Fachhochschule Eberswalde mit Architekturpreisen bedacht.

Einige Kilometer nördlich der Stadt befindet sich das Kloster Chorin, eine Ruine des von Zisterziensermönchen erbauten Komplexes. Östlich von Eberswalde findet man am Oder-Havel-Kanal den Ragöser Damm und das Schiffshebewerk Niederfinow, nördlich der Stadt unterquert die Fernbahnlinie Berlin-Stettin den Kanal (Kanalunterführung).

Die Teufelsbrücke am Finowkanal befindet sich im Stadtteil Finow auf dem Gelände des ehemaligen Messingwerkes. Sie wurde von 1824 bis 1826 als Weidendammer Brücke in Berlin errichtet. 1880 wurde sie um Fußwegbahnen ergänzt. 1895 erfolgte die erste Umsetzung der Brücke, sie wurde um 13 Meter gekürzt in Liepe über den Finowkanal wieder aufgebaut. Im Jahr 1913 wurde sie nochmals gekürzt und über der Ausfahrt des Messingwerkhafens montiert. Der mittlere Brückenteil ist herausnehmbar, um größeren Schiffen eine Durchfahrt zu ermöglichen. Gelegentlich wird sie auch 'Treidelpfadbrücke' genannt. Die Brücke ist eine dreijochige, jetzt 23 Meter lange und etwa 2,30 Meter breite Ganzmetallkonstruktion aus genieteten und verschraubten L-Profilen und Blechen. Das Mittelteil ist auf gusseisernen Säulen gebettet. Die gesamte Brücke ist in sich schief, dies kann nachlässige Fertigung sein oder auf einen Transportschaden, auf Setzungen oder einen Unfall zurückzuführen sein. Hafen- und Kanalseite des Bauwerks sind um etwa acht Zentimeter versetzt, was eine Schieflage von etwa drei Grad bedeutet.

Die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in typisch genieteter Bauweise errichtete Bahnhofsbrücke Eberswalde wurde zwischen 2004 und 2006 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Das höchste Gebäude der Stadt ist des Mischfutterwerk Eberswalde.

Im Stadtteil Finow befinden sich in der Messingwerksiedlung mehrere Kupferhäuser, entworfen unter anderem von Walter Gropius, und neben den ehemaligen Hirsch-Werken der expressionistische Wasserturm. Die Ruine einer Knüppelhalle und das Generatorenhaus der Eisenspalterei stehen am Finowkanal westlich der Lichterfelder Straße. Die Knüppelhalle wurde 1847-1849 von August Borsig für die Borsigwerke in Berlin-Moabit erbaut; 1900 wurde sie demontiert und umgesetzt.

Parks

Löwengehege im Zoologischen Garten Eberswalde
Jüdischer Friedhof Eberswalde

Wegen der umliegenden großen Waldflächen hat sich der inoffizielle Beiname 'Waldstadt' eingebürgert. Selbst in der Stadt findet man viele Grünflächen, welche größtenteils nach der Zerstörung der Wohnbebauung durch einen Luftangriff der deutschen Luftwaffe im April 1945 angelegt wurden.

Am südlichen Stadtrand befindet sich inmitten des Eberswalder Stadtforsts der Zoologische Garten und der Forstbotanische Garten Eberswalde. Anlässlich der Landesgartenschau 2002 entstand im Ortsteil Eisenspalterei auf dem Gelände des ehemaligen Walzwerkes „Altwerk“ der Familiengarten. Im Zentrum der Stadt befindet sich nahe dem Campus der Fachhochschule der Park Weidendamm, welcher 2003 ähnlich seiner Gestalt vor dem Ersten Weltkrieg umgebaut wurde.

Der Waldfriedhof (Haupteingang Breite Straße/Ecke Heinrich-Heine-Straße) wurde bereits um 1600 eröffnet und gehörte damals zum St.-Gertrud-Hospital. 1846 erfolgte die Einweihung der Trauerhalle. 1903 erhielt der Friedhof seine heutige Ausdehnung. Die Terrassen und parkähnlichen Gehwege entstanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach Plänen des Stadtgarteninspektors Fritz Schumann. Auf dem Friedhof sind zahlreiche Persönlichkeiten der Stadt begraben, darunter Ehrenbürger, Bürgermeister, Forstprofessoren, Baumeister und Künstler.

Der erste jüdische Friedhof in Eberswalde entstand 1751 an der Oderberger Straße und gehört zu den ältesten in Brandenburg. Er wurde 1851 erweitert und 1862 mit einer Mauer aus Ziegelsteinen umgeben. 1987 entfernte man etwa 60 Meter der noch stehenden Umfassungsmauer. Der älteste noch erhaltene Grabstein stammt von 1784. Im Jahre 1924 wurde der zweite jüdische Friedhof an der Freienwalder Straße neben dem Waldfriedhof eröffnet und 1929 die heute nicht mehr bestehende Friedhofshalle eingeweiht. Auf dem Friedhofsgelände sind noch 53 Grabsteine erhalten geblieben.

Naturdenkmäler

Zainhammer Teich im Stadtforst

Die Stadt Eberswalde ist umgeben von ausgedehnten Waldflächen. Direkt an die Stadt grenzt im Süden der Eberswalder Stadtforst, welcher sich bis nach Trampe, Klobbicke, Tuchen und Grüntal erstreckt und eine Fläche von ca. 60 km² hat.

Nordwestlich der Stadt befindet sich der Werbellinsee und direkt dahinter eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands, die Schorfheide, welche eines der Kernstücke des Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin ist. Nordöstlich der Stadt befinden sich weitere ausgedehnte Waldflächen mit dem Totalreservat Plagefenn nördlich der Ortschaft Liepe. Rings um die Stadt liegen viele Seen, Bäche, Moore und Heiden.

Geschichtsdenkmale

  • Denkmal für die Opfer des Faschismus auf dem Karl-Marx-Platz
  • Gedenkstätte für die ausländischen Zwangsarbeiter auf dem Waldfriedhof Freienwalder/Breite Straße
  • Ehrengrab für drei sowjetische Kriegsgefangene auf dem Lichterfelder Friedhof
  • Alter Jüdischer Friedhof von 1751, Oderberger Straße
  • Neuer Jüdischer Friedhof von 1929, Freienwalder Straße
  • "Judenhaus" Kirchstraße 18 als Deportationssammelstelle

Sport

Der Fußballverein FV Motor Eberswalde ist der größte Sportverein der Stadt. Seit 1994/95 war die Mannschaft ununterbrochen Mitglied in der Oberliga Nordost (Staffel Nord). Am Ende der Saison 2006/07 stieg der Verein als Letzter der Staffel in die Brandenburgliga ab.

Im Handball ist der 1. SV Eberswalde von überregionaler Bedeutung. Der Verein spielte 1987/88 in der DDR-Oberliga und 1996/97 in der 2. Bundesliga, Staffel Nord.[17] 1995/96 wurde die Mannschaft Nordostdeutscher Meister. Der Verein schaffte nach Ende der Saison 2006/07 den Aufstieg in die Oberliga Berlin-Brandenburg, der vierthöchsten Spielklasse im Handball.

Der SV Stahl Finow war sehr erfolgreich in den Sportarten Segeln, Kanu und Tischtennis, stellte in den 1970er und 1980er Jahren mehrere DDR-Meister. Die Sektion Segeln des Vereins hat ihren Standort am westlichen Ende des Werbellinsees in Wildau bei Eichhorst. Die 1994 herausgelöste Fußballabteilung des FV Stahl Finow agierte insgesamt vier Spielzeiten (1974/75 bis 1976/77 und 1981/82) in der DDR-Liga, der zweithöchsten Spielklasse im Deutschen Fußballverband der DDR (DFV).

Die Herren-Mannschaft des Finower TTC Eberswalde spielte 1996/97 in der 2. Tischtennis-Bundesliga.[18] 2007 kam es zur Fusion des TTC mit dem ESV Eberswalde, der nach Abschluss der Saison 2006/07 den Aufstieg in die Oberliga Ost, der vierthöchsten Spielklasse im Tischtennis schaffte. Die Damen-Mannschaft des TTC Finow GEWO stieg nach Ende der Saison 2007/08 aus der Regionalliga Nord, der dritthöchsten Spielklasse im Tischtennis, in die Oberliga Ost ab.

In der Sporthalle der Technischen Werke in Westend ist der Judoclub Eberswalde beheimatet, dessen Mannschaft in der Saison 2007 in der 1. Bundesliga, Gruppe Nord, kämpfte. In der 2. Bundesliga, Gruppe Nord, erreichte der Verein folgende Platzierungen: 2003 (2. Platz), 2004 (3. Platz), 2005 (2. Platz) und 2006 (1. Platz). Nach einem Jahr Zugehörigkeit zur 1. Bundesliga stieg die Mannschaft am Ende der Saison wieder in die 2. Bundesliga ab. In der Aufstiegsrunde (Relegation) am 27. Oktober 2007 in Bottrop belegte sie den vierten und letzten Platz. In der Saison 2008 erreichte der Verein in der 2. Bundesliga, Gruppe Nord, den 3. Rang.[19]

Der Tauchclub Werbellow ist in Eberswalde zu Haus, hat seine Tauchbasis am Werbellinsee. Am 15. Juli 1952 gründete sich aus der Chemischen Fabrik Finowtal die Betriebssportgemeinschaft „Chemie Finow". Daraus entstand der heutige FSV Eintracht Finowtal (seit 2005 SV Medizin Eberswalde e.V.).

Auf das Jahr 1891 sind die ersten Anfänge des Schwimmsports in Eberswalde zurückzuführen. Seitdem hat der Eberswalder Schwimmverein viele große Erfolge gefeiert. Treffpunkt ist die Schwimmhalle (baff) im Stadtteil Westend.

Seit 1999 gibt es noch das Team der Eberswalde Warriors, die die Sportart des American Footballs in Eberswalde verbreiten. Gegründet wurde das Team als Projekt für schwererziehbare Kinder und entwickelte sich über die Jahre mit steigendem Erfolg zu einem richtigen Verein. Mittlerweile spielen die Eberswalde Warriors in der Oberliga Ost, der vierthöchsten Spielklasse in Deutschland.

Regelmäßige Veranstaltungen

Schillertreppe zur Eberswalder Lichternacht

Fasching/Karneval: Erste Faschingsveranstaltungen in Eberswalde reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Seit Mitte der 80er Jahre gibt es Fasching und Karneval in Eberswalde. Traditionell ist der Austragungsort der sog. „Schuppen“, das Haus Schwärzetal, der die Ausgestaltung der Räumlichkeiten für die Faschingsfeiern bietet. Fasching und Karneval sowie die Veranstaltungen andere Vereine bilden die Eberswalder Faschingstage. Das ehemalige „Haus der Kultur“ (heute Neckermann, im Volksmund „Las Vegas“, war ursprünglich eine Gaststätte. Dieses Kulturhaus wurde ebenso wie das Kulturhaus Beimlerstraße (Bauunion) sowie das Kulturhaus „Rotes Finowtal“ (Westend-Kino) nach der Wende geschlossen, um die Mittel für das Haus Schwärzetal und die darin stattfindenden Faschingstage zu konzentrieren.

Das Finowkanalfest findet jährlich im Frühsommer am Finowkanal statt. Dieser prägt das Bild der Stadt, im Zentrum nahe der Altstadt wurde dieses Volksfest bis 2003 an der Stadtschleuse veranstaltet. Neben einem Bootskorso städtischer Sport- und Faschingsvereine gibt es Konzerte, mittelalterliche Vorführungen und Tanzveranstaltungen. Seit diese Fest von der Stadt im Familiengarten durchgeführt wird, sind die Besucherzahlen stark rückläufig.

Weitere Veranstaltungen sind die Choriner Filmnächte (sie finden alljährlich im Spätsommer im Klostergarten Chorin statt), das Internationale Filmfest Eberswalde (es wird alljährlich im Spätsommer unter wechselnden Mottos veranstaltet) und „Rock Im Himmel“ (findet immer am ersten Sonnabend im neuen Jahr im evangelischen Gemeindezentrum im „Brandenburgischen Viertel“ statt). „Rock aus E.“ wird jährlich am letzten Sonnabend im Mai veranstaltet. Mittlerweile gab es schon elf Veranstaltungen dieser Art. „Punk Is Not Dead“ findet seit sechs Jahren immer am 2. Oktober im Jugend-und Kulturverein Exil Eberswalde oder im Rockbahnhof Eberswalde statt. Allgemein üblich treten dort diverse bekannte und weniger bekannte Punkrockbands auf.

Kulinarische Spezialitäten

Zubereitung Eberswalder Spritzkuchen
Statue mit Spritzkuchenjungen auf dem Bahnhof

Der Eberswalder Spritzkuchen ist ein Gebäck aus Brandteig, der in Fett ausgebacken wird. In der Zeit nach der Weltwirtschaftskrise wurden von der Stadt Eberswalde zwei Notgeld-Scheine ausgegeben (25 und 50 Pfennig). Es kursiert das Gerücht, dass diese Scheine zum Bezahlen von Spritzkuchen auf dem Bahnhof gedacht waren, sie waren aber normales Notgeld. Der Berliner Konditor und Lebküchler Gustav Louis Zietemann erwirkt am 23. Februar 1832 die Genehmigung, sich als Konditor niederzulassen. Am 1. April 1832 eröffnet er seine Konditorei und überrascht die Bevölkerung mit einem neuen Gebäck, dem originalen Eberswalder Spritzkuchen. Ab 1842 lieferte er seine Spritzkuchen an den Bahnhof, wo seit dem 1. August die neue Bahnlinie Berlin––Stettin verkehrte. So wurden die Spritzkuchen ein Werbeträger für die Stadt und viele Reisende verbanden den Namen von Eberswalde mit den Spritzkuchen.

Eberswalder Würstchen sind eine besondere Eberswalder Spezialität, die allerdings in Britz hergestellt wird. Es sind spezielle Bockwürstchen in echtem Darm, die eine große Verbreitung auch außerhalb von Eberswalde erlangten.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Überblick

Sparkasse Barnim

Die Stadt ist von der brandenburgischen Landesregierung als Regionales Entwicklungszentrum (REZ) und als Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums eingestuft. Eberswalde ist im Landkreis Barnim der einzige Wachstumskern mit verschiedenen Branchenkompetenzfeldern. Die Wirtschaftsstruktur ist geprägt durch die Nahrungs- und Genußmittelindustrie, den Waggonbau, die Holzbe- und -verarbeitung, den Maschinenbau, die Eisen-, Stahl- und Buntmetallerzeugung, die Elektrotechnik und den Binnenhafen.

Weiterhin gibt es einige Betriebe aus der Metallverarbeitung, der Massengüterproduktion und dem Recyclinggewerbe. Charakteristisch für die soziale Infrastruktur ist die Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH (GLG), zu der unter anderem die Klinikum Barnim GmbH, Werner Forßmann Krankenhaus und die Martin Gropius Krankenhaus GmbH gehören. Im Universalbankgeschäft ist die Sparkasse Barnim mit Sitz in Eberswalde Marktführer im Landkreis Barnim.

Die städtische Infrastruktur wird durch den Auf- und Ausbau eines hochleistungsfähigen Glasfasernetzes für die Daten-, Sprach- und Bildübertragung modernisiert. Wichtige Standorte wie die Gewerbegebiete, die Banken und Sparkassen, die Stadt- und Kreisverwaltungen, sowie das Behördenzentrum wurden an das Citynetz angeschlossen. Die Entwicklung des Flugplatzes Finow zu einem Verkehrslandeplatz mit überregionaler Bedeutung und der Bau einer Ost-West-Schnellstraße mit Anschluss der Gewerbestandorte ist geplant.

Ansässige Unternehmen

Die in Eberswalde bis 1990 ansässige Schwerindustrie (vor allem metallverarbeitende Betriebe) verlor stark an Bedeutung. Die großen Betriebe existieren nicht mehr beziehungsweise nur noch in sehr viel kleinerer Form. So arbeiteten 1989 im Kranbau Eberswalde rund 3500 Menschen (heute sind es noch 200) und im Walzwerk Finow waren es 2500 (heute 230). Trotzdem blieb die Stadt ein industrielles Zentrum und mit der Neuausrichtung der Metallbranche ab 1990 wurde auch die Produktpalette erweitert.

Größter Arbeitgeber der Region ist die in Eberswalde ansässige Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH (GLG). Zur Holding gehören in Eberswalde die Klinikum Barnim GmbH, Werner Forßmann Krankenhaus, die Gesundheitszentrum-Verwaltungs GmbH, die Medizinische Einrichtungs-GmbH „Medicus-Center“ und die Martin Gropius Krankenhaus GmbH sowie in Angermünde die Medizinisch-Soziales Zentrum Uckermark gGmbH (mit ihrer Tochtergesellschaft MVZ Prenzlau GmbH). Der Gesundheitskonzern ist mit rund 2.000 Mitarbeitern (davon 1.500 in Eberswalde) eines der größten Unternehmen im Bundesland Brandenburg.[20]

Halle der ODIG-Betriebsstätte

Zweitgrößtes Unternehmen und nach der Kreisverwaltung mit mehr als 500 Mitarbeitern[21] drittgrößter Arbeitgeber ist die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH (bis 1993 Reichsbahnausbesserungswerk) mit 450 Beschäftigten (1989 noch 1500). Zur gleichen Branche zählt die Eberswalder Betriebsstätte der ODIG, einer Tochtergesellschaft der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG).

An größeren Unternehmen existieren noch die Finow Rohrleitungssystem- und Apparatebau Serviceleistungs GmbH (100 Mitarbeiter) und die Finow Automotive GmbH (70 Mitarbeiter). Überregionale Bedeutung haben die Eberswalder Brot- und Feinbackwaren GmbH „Märkisch Edel“ und der Brennstoff- und Mineralölhandel K.-Otto Hucke. Die Märka Märkische Kraftfutter GmbH gehört mit einem Umsatz von 308 Millionen Euro (2005) zu den 100 größten Unternehmen in Ostdeutschland (ohne Berlin).[22] Die Firma unterhält Niederlassungen, Tochterfirmen und Verkaufsbüros in ganz Deutschland. Nach dem Umzug der Hauptverwaltung 2007 nach Zörbig in Sachsen-Anhalt ist Eberswalde nur noch Nebensitz des Unternehmens.

Die DRE/CON Großwälzlager GmbH (100 Mitarbeiter) wurde am 1. Januar 2007 von der Rothe Erde GmbH mit Sitz in Dortmund übernommen. DRE/CON entstand 1994 durch Abspaltung vom Kranbau Eberswalde und wurde 1995 von der Treuhandanstalt privatisiert. Das Werk stellt Drehverbindungen für Windkraftanlagen sowie für Förder- und Antriebstechnik her.[23]

Mit MP-TEC hat der größte Solarsystemanbieter für Erneuerbare Energien in Ostdeutschland seinen Sitz in Eberswalde. 2006 erhielt das Unternehmen den Zukunftspreis Ostbrandenburg, ein Jahr später den Innovationspreis Berlin-Brandenburg 2007. Damit wurde MP-TEC für seine in Eigenentwicklung entstandene erste hemisphärische Nachführanlage für Solarmodule und Sonnenkollektoren ausgezeichnet.[24][25]

Mit dem Namen der Stadt verbunden ist auch die EWG Eberswalder Wurst GmbH/EFG Eberswalder Fleisch GmbH. Sitz und Produktionsstätte liegen jedoch in der Gemeinde Britz nördlich der Stadt. Bekanntestes Produkt sind wahrscheinlich die „Eberswalder Würstchen“. Das frühere Schlacht- und Verarbeitungskombinat zählte 1989 mit rund 3000 Erwerbstätigen zu den größten Fleischwerken in Europa. Heute arbeiten in dem Betrieb noch 300 Personen.[26]

Wirtschaftliche Kennzahlen

Das regionale Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2004 bei 15.205 Euro je Einwohner produzierter Güter und Dienstleistungen (Bundesdurchschnitt 24.805 Euro). Im Juni 2004 waren von den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Region Eberswalde 4,7 Prozent im Bereich Land- Forstwirtschaft und Fischerei tätig, 22,4 Prozent im produzierenden Gewerbe, 22,8 Prozent im Handel, Gastgewerbe und Verkehr sowie 50,2 Prozent im sonstigen Dienstleistungsbereich. Die Beschäftigtendichte lag bei 269 je 1000 Einwohner. Etwa die Hälfte aller Erwerbstätigen arbeitete außerhalb des äußeren Entwicklungsraumes des Landkreises Barnim (Region Eberswalde), 70 Prozent davon in Berlin.[27]

Im Juni 2008 lag die offizielle Arbeitslosenquote im Bereich Eberswalde der Agentur für Arbeit bei 18,0 Prozent. Die Quote sank gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent und gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent. Unter den gemeldeten Arbeitslosen betrug der Anteil der Männer 52,7 Prozent, von Personen mit einem Alter unter 25 Jahren 11,5 Prozent und Menschen mit einem Alter über 50 Jahren 29,0 Prozent. Die Langzeitarbeitslosen hatten einen Anteil von 56,8 Prozent, die Schwerbehinderten von 8,2 Prozent und die Ausländer von 2,2 Prozent.[28]

Verkehr

Historischer ŠKODA 9 Tr O-Bus in Eberswalde
MPE1 O-Bus in Eberswalde 1940
ÖAF Gräf & Stift GE 110 M16

Öffentlicher Verkehr

Im Jahr 1901 verkehrte in Eberswalde mit der Gleislosen Bahn Eberswalde der erste regelmäßig betriebene Oberleitungsbus Deutschlands. Dieser Betrieb hatte wegen technischer Schwierigkeiten jedoch nur drei Monate lang Bestand.

Heute ist Eberswalde ist neben Esslingen am Neckar und Solingen eine von nur noch drei deutschen Obus--Betrieben, der aktuelle Oberleitungsbus-Betrieb existiert seit dem 3. November 1940 und wird heute von der Barnimer Busgesellschaft mbH (BBG) betrieben. Der Obus von 1940 ersetzte die Straßenbahn Eberswalde, die vom 1. September 1910 bis zum 3. November 1940 in Betrieb war. Die Obusse fahren auf zwei Linien von Nordend (Linie 861) bzw. Ostend (Linie 862) zum Brandenburgischen Viertel sowie nach Finow und bewältigen den überwiegenden Teil des öffentlichen Verkehrs der Stadt. Im Stadtverkehr gibt es außerdem die Linien 863 (über Leibnizviertel zum Gropius−Krankenhaus), 864 (nach Lichterfelde und Clara-Zetkin-Siedlung) sowie 865 (über Westend, Zoo, Wald-Solar-Heim zum Gropius-Krankenhaus). Im Einzugsgebiet werden 13 weitere Buslinien unterhalten, darunter ein Touristenbus, der in den Sommermonaten rund um den Werbellinsee fährt und einen Fahrradanhänger mitführt.

Eberswalde liegt an den Eisenbahnstrecken Berlin–Pasewalk–Stralsund und Eberswalde–Frankfurt/Oder; Fernverkehr nach verschiedenen Orten Deutschlands, Amsterdam, Prag und Stettin, Nahverkehr nach Berlin, Frankfurt (Oder), Stralsund und Joachimsthal. Während der internationale und überregionale Personenverkehr hauptsächlich von der Deutschen Bahn AG durchgeführt wird, obliegt der Verkehr innerhalb des Landkreises, in die benachbarten Kreise bzw. nach Berlin z.T. der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH.

Luftverkehr

Der Flugplatz Finow ist ein Zivilflughafen, der bis zum Abzug der sowjetischen Truppen als Militärflugplatz betrieben wurde. Die Einflugschneise liegt über dem Süden der Stadt Eberswalde. Bis zur Wende wurden überwiegend Abfangjäger stationiert, es fanden aber auch Starts und Landungen mit schweren Transportflugzeugen statt.

Straßenverkehr

Der Ort liegt nahe der A 11 (Berlin–Stettin). Die Anbindung der Stadt mit einer Umgehungsstraße entlang des Oder-Havel-Kanals ist geplant.

Die B 2 (Berlin–Stettin) und B 167 (Neuruppin–Frankfurt/Oder) führen mitten durch die Stadt und begründen ein entsprechend hohes Verkehrsaufkommen.

Schifffahrt

Der Finowkanal als älteste noch durchgängig befahrbare künstliche Wasserstraße Deutschlands war eine der Grundlagen der industriellen Entwicklung der Stadt Eberswalde. Er besitzt heute keine Bedeutung als Schifffahrtsweg mehr. Seine idyllische Lage mitten in der Stadt macht ihn jedoch zu einem touristischen Anziehungspunkt.

Die Aufgaben des Finowkanals übernahm der 1914 eröffnete Oder-Havel-Kanal, der nördlich an der Stadt vorbei führt. Der Oder-Havel-Kanal wird gegenwärtig für den Betrieb mit modernen Binnenschiffen ausgebaut, gleichzeitig wird auch die Dichtung in den Dichtungsstrecken erneuert. Teil dieser Erneuerungsarbeiten war auch der Ersatz der alten Kanalüberführung. Dazu wurde nördlich des vorhandenen ein neues Kreuzungsbauwerk in Form eines Tunnels sowie ein neues Kanalbett gebaut.

Die Bauarbeiten am Kreuzungsbauwerk begannen am 5. Juli 2004. Die Freigabe für den Verkehr erfolgte am 11. Dezember 2006.[29] Das neue Kreuzungsbauwerk schafft auch für die darunter liegende Bahnlinie bessere Bedingungen, die Stromleitungen können jetzt auch unter dem Kanal unter Spannung bleiben und die Entwurfsgeschwindigkeit für die Strecke wurde von bisher 80 auf 160 km/h erhöht.

In Eberswalde wurde nach der politischen Wende ein neuer Binnenhafen auf einer alten Liegenschaft der sowjetischen Streitkräfte gebaut. Dieser Hafen befindet sich zwischen der Lichterfelder Wassertorbrücke und der Dusterwinkelbrücke und ersetzt den alten Hafen in Nordend. Dieser bot keine Erweiterungsmöglichkeiten. Der Binnenhafen Eberswalde wird ständig erweitert.

Neben dem Binnenhafen wird weiterer bedeutender Umschlag auf das Binnenschiff in der Hafenanlage der Firma Theo Steil westlich der Lichterfelder Wassertorbrücke durchgeführt. Während an der Kaianlage des ehemaligen Betonwerkes (zwischen Binnenhafen und Dusterwinkelbrücke) zurzeit kein Umschlag stattfindet.

Medien

  • Märkische Oderzeitung, Tageszeitung, Auflage: ca. 31.000 regional, 100.000 gesamt
  • BB Radio Nordost über BB Radio
  • Eberswalder Blitz, kostenloses Anzeigenblatt, Auflage: ca. 91.000
  • Eberswalde.TV (über Kabel angeschlossen: 17.000 Haushalte)
  • Barnimer Bürgerpost (bbp), erscheint monatlich
  • Eberswalder Monatsblatt, Amtsblatt der Stadt Eberswalde, erscheint monatlich

Behörden, Institutionen, Körperschaften

Kreisverwaltung im Paul-Wunderlich-Haus
Standesamt in der Märchenvilla

Einer der größten öffentlichen Arbeitgeber ist die Agentur für Arbeit mit 570 Mitarbeitern im gesamten Agenturbezirk, davon 300 im Stadtgebiet von Eberswalde. Zum Agenturbezirk Eberswalde zählen neben der Hauptagentur mit Sitz in der Bergerstraße in Eberswalde die Geschäftsstellen Angermünde, Bernau, Prenzlau, Schwedt und Templin.

In Eberswalde beheimatet sind neben einem Amts- sowie Arbeitsgericht außerdem das Landeskriminalamt für das Bundesland Brandenburg.

Als traditionelle Forststadt ist die Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft in Eberswalde beheimatet, außerdem die Landesforstanstalt, die Vorlauf- und Dienstleistungsaufgaben für den Fachkomplex Forstwirtschaft übernimmt und eng mit dem Landesumweltministerium zusammenarbeitet.

Weitere Behörden für das Land Brandenburg haben sich in Eberswalde niedergelassen, darunter die Abteilungen Großschutzgebiete und Raumentwicklung des Landesumweltamtes und das Materialprüfungsamt des Landes Brandenburg (Abt. Holz und Holzwerkstoffe), welches Holzschutzmittelprüfungen für das gesamte Bundesgebiet vornimmt.

Die Kreisverwaltung für den Landkreis Barnim ist am Marktplatz im Paul-Wunderlich-Haus ansässig. Sie ist mit rund 500 Mitarbeitern größter öffentlicher Arbeitgeber der Stadt. Außerdem existiert in Ebenswalde das Kreisarchiv.

Das Staatliche Schulamt, das Wasser- und Schifffahrtsamt, welches rund 660 km an Wasserstraßen verwaltet sowie das Amt für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik, eine der unteren Arbeitsschutzbehörden des Landes, haben ihren Sitz ebenfalls in der Stadt. Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg betreibt eine Niederlassung in der Stadt und die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) ist mit einem Ortsverband vertreten.

Medizinische Einrichtungen

Martin Gropius Krankenhaus

In Eberswalde ist die Martin Gropius Krankenhaus GmbH (ehemals „Landesirrenanstalt“) beheimatet. Diese befindet sich im Stadtteil Nordend. August Zinn gründete schon 1873 einen „Hilfsverein für Geisteskranke für die Provinz Brandenburg“. An ihn erinnert heute eine Straße nördlich des Krankenhauses, der „Dr.-Zinn-Weg“. Der Architekt Martin Gropius entwarf die Pläne für die „Provinzial-Irrenanstalt“, die von 1862 bis 1865 gebaut wurde und damals den modernsten Standards für Krankenhausbauten entsprach. In den beiden Weltkriegen diente die Klinik als Lazarett, nach 1945 wurde sie von der Sowjetarmee als Zentrallazarett genutzt, während einige umliegende Objekte als „Bezirkskrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie“ der alten Bestimmung nachgingen.

Nach der Wende und dem Abzug der Sowjetarmee wurde der Gropius-Bau 2002 nach 5-jähriger Rekonstruktion wiedereröffnet. Die Umbau- und Sanierungsarbeiten sowie der Neubau der Klinik für Forensische Psychiatrie gehörten zu den größten Baumaßnahmen im Land Brandenburg. Lediglich die Gerontopsychiatrie wird weiter genutzt, die weiteren zu DDR-Zeiten benutzten Gebäude werden nicht weiter betrieben.

Das Werner Forßmann Krankenhaus ist ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Freien Universität zu Berlin und befindet sich in der Rudolf-Breitscheid-Straße am südlichen Stadtrand von Eberswalde in der Nähe des Tierparks. Das Krankenhaus wurde als „Auguste-Victoria-Heim“ gegründet, benannt nach der letzten deutschen Kaiserin, die bei der Eröffnung persönlich anwesend war.

Bildung

Schulen

In Eberswalde existieren neben 5 Grund- und 2 weiterführenden Schulen, 2 Gymnasien und 1 Oberstufenzentrum. Außerdem gibt es mehrere Schulen in freier Trägerschaft.

Fachhochschule Eberswalde

Fassade der Bibliothek der FH Eberswalde

Die Fachhochschule Eberswalde (University Of Applied Sciences) hat eine lange Tradition in der Stadt. Sie wurde 1830 als Höhere Forstlehranstalt von Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil gegründet. Heute können Studenten aus 17 Studiengängen vier Fachbereichen (Wald und Umwelt, Landschaftsnutzung und Naturschutz, Holztechnik, Wirtschaft) wählen. Circa 50 Professoren stehen rund 1.600 Studenten gegenüber. Forschung und Lehre orientieren sich am Leitbild 'Mit der Natur für den Menschen' und stellen Tradition, Innovation und Kooperation in den Mittelpunkt ihres Handelns.

Kirchen, Freikirchen, Religionsgemeinschaften

Kirchen

Maria-Magdalenen-Kirche

Die Evangelische Stadtkirchengemeinde Eberswalde gehört zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und besitzt drei Kirchengebäude: die 1241 gegründete Maria-Magdalenen Kirche in Eberswalde, die 1892–1894 gebaute St. Johanniskirche, die 1952–1954 gebaute Pfingstkapelle Ostende. Weiterhin gibt es drei u. a. auch als Gottesdienststätten genutzte Gemeindehäuser: den Friedenskirchsaal im Stadtteil Westend, das Wartburgheim im Stadtteil Nordend und das Gemeindehaus Eisenbahnstraße 84. Zur Evangelischen Kirchengemeinde Finow gehören die Kirche im Stadtteil Finow, das im April 2001 fertig gestellte Gemeindezentrum im Brandenburgischen Viertel, das am 5. November 2006 den Namen Dietrich-Bonhoeffer-Haus erhielt, sowie das Gemeindehaus in der Clara-Zetkin-Siedlung.

Die Römisch-katholische Kirche besitzt jeweils eine Kirche in den Stadtteilen Eberswalde (St. Peter und Paul, 1876/77 neogotisch nach einem Entwurf des Kölner Dombaumeisters Vincenz Statz) und Finow (Heilige Theresia vom Kinde Jesu, 1934). Seit dem 1. Januar 1938 ist Eberswalde Sitz eines Dekanats.

Freikirchen

Religionsgemeinschaften

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Bernhard Danckelmann, königlicher Landforstmeister und Direktor der Forstakademie
  • 1817: David Schickler (1755–1818), Bankier
  • 25. Oktober 1876: Theodor Bergmann (1808–1883), Kauf- und Ratmann
  • 17. August 1892: Johann Gottlieb Schreiber (1802–1905), Stadtverordneter, Kaufmann
  • 29. August 1899: Wilhelm Noebel (1821–1901), Mühlenbesitzer, Beigeordneter
  • 29. August 1899: August Lautenschläger (1943–1918), Stadtrat
  • 1900: Bernhard Danckelmann (1831–1901), Akademiedirektor, Stadtrat
  • 17. November 1908: Herrmann Krause (1850–1932), Zimmermeister, Stadtrat
  • 11. November 1908: Herrmann Großmann (1837–1927), Bankdirektor, Stadtverordnetenvorsteher
  • 1917: Paul Radack (1851–1929), Stadtrat
  • 4. Oktober 1917: Otto von Schjerning (1853–1921), Generalstabsarzt
  • 11. Februar 1920: Friedrich Boldt (1850–1925), Geheimer Studienrat, Stadtverordnetenvorsteher
  • 30. März 1926: August Teuber (1850–1927), Geheimer Studienrat, Kirchenältester
  • 1. Juni 1927: Ludwig Sandberg (1867–1933), Justizrat/ Jüdischer Anwalt
  • 1. April 1928: Ernst Hopf (*1862), Oberbürgermeister
  • 2. November 1928: Adam Schwappach (1851–1932), Forstmeister
  • 19. April 1933: Paul von Hindenburg (1847–1934) (1991 aberkannt)
  • 13. März 1934: Wilhelm Kube (aberkannt)
  • 13. Juni 1939: Hermann Göring (1893–1946) (1991 aberkannt)
  • 1969: Victor W. Lisitzki, Sowjetischer Oberst/Politstellvertreter
  • 1972: Fritz Schwarz, Kommunistischer Widerstandskämpfer
  • 1975: Wassili A. Makarzow, Sowjetischer Gardegeneralmajor
  • 23. März 1995: Erich Schuppan (1915–2006), Generalsuperintendent
  • 2000: Günter Schulz, Tierparkdirektor
  • 29. Juni 2008: Paul Wunderlich (*1927), Künstler

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben bzw. wirken

Sonstiges

Dialekt

Eberswalder Kanaldeutsch ist strenggenommen kein eigenständiger Dialekt, sondern eine durch den märkischen Einfluss etwas veränderte Variante des Berliner Dialektes. So wird beispielsweise „widder“ statt „wieder“ gesagt. Weiterhin wird mit "janich" oder einfach "janee" verneint.

Superlative

  • Erster Linienbetrieb eines Obusses in Deutschland: 15. März 1901
  • höchster Kanaldamm Europas: Ragöser Damm (28 m Höhe, Baujahr 1908)
  • höchste gemauerte Kirchturmspitze der Welt: Maria-Magdalenen-Kirche (Baujahr 1333, Turm in heutiger Form 1876)
  • Die größte Taschenuhr der Welt liegt im Familiengarten (im Guinness Buch der Rekorde eingetragen)

Siehe auch

Bahnhofsbrücke Eberswalde, Barnimer Busgesellschaft, Bibliothek der Fachhochschule Eberswalde, Eberswalde-Finowfurter Eisenbahn, Eberswalder Urstromtal, Einwohnerentwicklung von Eberswalde, Familiengarten Eberswalde, Eberswalder Faschingstage, Finow, Finowkanal, Flugplatz Finow, Forstbotanischer Garten Eberswalde, Haus Schwärzetal, Eberswalder Kanaldeutsch, Kupferhaus, Medienhaus Eberswalde, Messingwerk Finow, Oder-Havel-Kanal, Ragöse, SV Stahl Finow, Schwärzefüße, Tierpark Eberswalde, Treidelweg, Versuchsfunkstelle Eberswalde

Quellen

Literatur

  • Klaus Arlt: Zeugnisse jüdischer Kultur: Erinnerungsstätten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Tourist-Verlag, Berlin 1992, ISBN 3-350-00780-5
  • Kurt Berus: Geschichte in Briefen - Eisenspalterei bei Eberswalde 1818 - 1922. Geschichtswissenschaftliches Institut Eberswalde. PS-Verlag, Eberswalde 2005.
  • Holger Kliche: Das Märkische Stahlformwerk, das Werkslager und das "Waldlager Britz". Eine Dokumentation über den Aufbau einer Rüstungsschmiede. Geschichtswissenschaftliches Institut Eberswalde. PS-Verlag, Eberswalde 2006.
  • Ilona Rohowski: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmale in Brandenburg – Landkreis Barnim – Stadt Eberswalde. Bd 5.1. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 1997, ISBN 3-88462-136-X
  • Sighard Neckel: Waldleben. Eine ostdeutsche Stadt im Wandel seit 1989. Frankfurt M, Campus 1999, ISBN 3-593-36247-3
  • Eberswalde. In: Meyers Konversations-Lexikon. Bd. 5, 4. Aufl. Leipzig: Bibliographisches Institut, 1885–1892, S. 283
  • Günter Rinnhofer, Klaus Rohlfien: Eberswalde. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 1999.
  • Günter Rinnhofer, Klaus Rohlfien: Eberswalde. Gestern und heute – eine Gegenüberstellung. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 2003.
  • Eberswalde nach der Wende. Ausstellung „gestern und heute“ vom 1. August - 18. September 2002. Stadt Eberswalde (Hrsg). Eberswalde 2002.
  • Rudolf Schmidt:
    • Der Finowkanal, zur Geschichte seiner Entwicklung. Mitteilungen des Vereins Heimatkunde zu Eberswalde. Eberswalde 11.1938.
    • Geschichte der Stadt Eberswalde. Band 1 bis 1740. Eberswalde 1939, Band 2 von 1740 bis 1940. Eberswalde 1940, 1994 (Nachdr.)
  • Ronald Krüger, Michael Hasse (Hrsg.): Stadtverkehr Eberswalde. Gleislose Bahn – Straßenbahn – O-Bus. Denkmalpflegeverein Nahverkehr. Ges. für Verkehrspolitik und Eisenbahnwesen (GVE), Berlin 2000, ISBN 3-89218-058-X
  • Marina Schlaak: Zeitzeichen, Eberswalde – Geschichte und Geschichten. Stadtverwaltung Eberswalde, Eberswalde 2003, ISBN 3-9805947-3-4
  • Märkische Forschungen. 20 Bde. Verein für die Geschichte der Mark Brandenburg, Berlin 1841–1887.
  • Eberswalder Jahrbuch für Heimat-, Kultur- und Naturgeschichte. Verein für Heimatkunde zu Eberswalde e.V., Eberswalde 2004/2005, ISSN 1616-1882

Einzelnachweise

  1. Martin Gropius Krankenhaus GmbH: [1]
  2. Danuta Czech: Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939-1945. S. 584-585, Rowohlt Verlag, Reinbek 1989, ISBN 3-498-00884-6
  3. Barnimer Bürgerpost: Ardelt-Werke - Waffenschmiede des Führers (Teil 1), von Holger Kliche, Kurt Berus und Ewa Stendel, Geschichtswissenschaftliches Institut Eberswalde
  4. Barnimer Bürgerpost: Ardelt-Werke - Waffenschmiede des Führers (Teil 2), von Holger Kliche, Kurt Berus und Ewa Stendel, Geschichtswissenschaftliches Institut Eberswalde
  5. Amadeu-Antonio-Stiftung: Wer war Amadeu Antonio?
  6. Stadtwerke Eberswalde: Das Märkische Elektrizitätswerk
  7. Fachhochschule Eberswalde: Vertragsarbeiter und Vertragsarbeiterinnen in Eberswalde
  8. Bertelsmann Stiftung: Wegweiser Demographischer Wandel
  9. Landgericht Potsdam: Pressemitteilung - Verurteilung wegen Bestechlichkeit bestätigt, vom 7. März 2007
  10. Ad Hoc News: Bewährungsstrafe für Schulz, vom 7. November 2007
  11. Stadt Eberswalde: Ergebnisse des Bürgerentscheids am 16. Juli 2006, Amtsblatt für die Stadt Eberswalde
  12. Stadt Eberswalde: Ergebnisse des ersten Wahlgangs der Bürgermeisterwahl am 29. Oktober 2006, Amtsblatt für die Stadt Eberswalde
  13. Stadt Eberswalde: Ergebnisse des zweiten Wahlgangs der Bürgermeisterwahl am 19. November 2006, Amtsblatt für die Stadt Eberswalde
  14. Stadt Eberswalde: Ergebnis der Kommunalwahl am 28. September 2008
  15. Landeswahlleiter Brandenburg: Ergebnisse der Landtagswahl am 19. September 2004
  16. Stiftung für das Paul-Wunderlich-Haus: Offizielle Website
  17. Bundesligainfo: Abschlußtabelle der 2. Handball-Bundesliga 1996/97, Staffel Nord
  18. Tischtennis-Datenbank Bonn: Abschlußtabelle der 2. Tischtennis-Bundesliga 1996/97, Staffel Nord
  19. Judo-Bundesliga: Offizielle Website
  20. Gesellschaft für Leben und Gesundheit: Unternehmensstruktur
  21. Landkreis Barnim: Paul-Wunderlich-Haus
  22. Sächsische Zeitung: Die 100 größten Unternehmen in den fünf neuen Ländern
  23. Stadt Eberswalde: DRE/CON heißt nun Rothe Erde, Amtsblatt für die Stadt Eberswalde vom 2. April 2007
  24. Zukunftspreis Ostbrandenburg: Offizielle Website
  25. Innovationspreis Berlin-Brandenburg: Offizielle Website
  26. Bundesagentur für Arbeit: Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten - Bericht für den Nordosten Brandenburgs
  27. Landesamt für Bauen und Verkehr: Landkreis Barnim
  28. Agentur für Arbeit: Arbeitsmarktberichte der Agentur für Arbeit Eberswalde
  29. Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde: Kanalbrücke Eberswalde

Weblinks


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