Edgar A. Poe


Edgar A. Poe
Edgar Allan Poe 1848 (Daguerreotypie)

Edgar Allan Poe (* 19. Januar 1809 in Boston, Massachusetts, USA; † 7. Oktober 1849 in Baltimore, Maryland) war ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er prägte entscheidend die Genres der Kriminalliteratur, der Science Fiction und der Horrorstory. Seine Poesie wurde zum Fundament des Symbolismus und damit der modernen Dichtung.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Jugend

Frances Allan

Edgar Allan Poe wurde als Sohn der in England geborenen Schauspielerin Elizabeth Poe, geb. Arnold, verwitwete Hopkins, und des Schauspielers David Poe in Boston geboren. Der Vater, dem man Neid auf den Erfolg seiner Frau nachsagte, verließ die Familie bereits 1810 und blieb spurlos verschwunden. 1811 starb Poes Mutter in Richmond nach längerer Leidenszeit an Tuberkulose, den zweijährigen Jungen, seinen zwei Jahre älteren Bruder Henry und seine ein Jahr jüngere Schwester Rosalie mittellos zurücklassend. Das Schicksal der als Schauspielerin beliebten Elizabeth Poe erschütterte die Damen der besseren Richmonder Gesellschaft, unter ihnen Frances Allan, die Frau des aufstrebenden Tabakhändlers John Allan aus Schottland. Da sie selbst kinderlos war, bewog sie ihren widerstrebenden Mann (er hatte bereits, was sie nicht wusste, zwei uneheliche Kinder), den verwaisten Edgar Poe in die Familie aufzunehmen. John Allan gewann den Jungen lieb, vermittelte ihm das Gefühl, dass er ihn als seinen Sohn betrachte, adoptierte ihn jedoch nicht; allerdings nahm Poe den Zweitnamen Allan an. Während der Kontinentalsperre Napoleons entwickelten sich die Geschäfte schlecht. Deshalb entschied sich John Allan 1815, als Napoleons Stern sank, mit Frau, Schwägerin und Ziehsohn in seine Heimat, nach Schottland zu reisen, um die geschäftlichen Beziehungen zu England neu zu ordnen.

Die fünf Jahre, die Edgar Poe von seinem 6. bis zu seinem 11. Lebensjahr in Schottland und England verbrachte, gehören zu den glücklicheren Jahren seines Lebens. Ab Winter 1815 war Poe Zögling der Old Grammar School in Irvine, Schottland. Dort gefiel es ihm gar nicht, weshalb John Allan einwilligte, den Achtjährigen in ein Internat in der Nähe von London zu geben. Manor House in Stoke Newington stand unter der Leitung von Reverend Bransby, dem Poe in seiner Erzählung William Wilson ein Denkmal gesetzt hat. 1820 beendete John Allan erfolglos seinen Englandaufenthalt und kehrte mit der Familie nach Richmond zurück, wo er die nächsten Jahre bis zum Tod seines Onkels William Galt relativ bescheiden lebte. Dann starb dieser Onkel jedoch, und John Allan erbte eine Dreiviertelmillion Dollar, einen damals ungeheuren Betrag, und Edgar sonnte sich in der Aussicht, auf gleiche Weise einmal John Allan zu beerben. Er genoss weiterhin eine gute Erziehung und entwickelte sich zu einem hervorragenden Sportler, insbesondere Schwimmer. Ein Schulkamerad berichtet: Kein Junge hatte größeren Einfluss auf mich als er. Er war in der Tat der Anführer unter den Jungen. Meine Bewunderung für ihn kannte kaum Grenzen … Er lehrte mich Schießen, Schwimmen und Schlittschuhlaufen. Er rettete mich sogar einmal vor dem Ertrinken – allerdings hatte er mich kopfüber hineingestoßen … In der schönen Mutter eines Freundes, Jane Craig Stanard, fand er sein erstes weibliches Idol, an das er sein erstes Gedicht richtete: To Helen. Die Angedichtete starb bald darauf in geistiger Umnachtung. Poe tröstete sich mit seiner zweiten Liebe, Sarah Elmira Royster. Angesichts seiner ausgezeichneten Zukunftsperspektiven waren die Eltern mit seinem Werben sehr einverstanden.

Ausbildung

Die Rotunda, das Wahrzeichen der University of Virginia

Mitte der 1820er Jahre war Frances Allan vermutlich hinter das Geheimnis ihres Mannes gekommen, dass er zwei uneheliche Kinder hatte, was sie heftig kränkte. Es wird vermutet, dass Poe sich auf die Seite seiner zärtlich geliebten Ziehmutter schlug, was ihn dann die Sympathie John Allans kostete. Mit 17 Jahren immatrikulierte sich Poe an der kurz zuvor von Thomas Jefferson gegründeten Universität von Virginia in Charlottesville, Virginia. John Allan hatte seinen Ziehsohn, der ihm lästig geworden war, mit so geringen Geldmitteln ausgestattet, dass dieser, um halbwegs standesgemäß leben zu können, Schulden machen musste. In der Hoffnung, sie durch Gewinne beim Spiel zu begleichen, spielte er, machte noch mehr Schulden und begann zu trinken. In der Erzählung William Wilson hat auch diese Zeit mit ihrem wüsten Studentenleben autobiografische Spuren hinterlassen. Nach Richmond zurückgekehrt, musste Poe feststellen, dass Sarah Elmira Royster, der er regelmäßig geschrieben hatte, keinen seiner Briefe bekommen hatte und mit einem anderen Mann verheiratet worden war. Was aber noch schlimmer war: Poe traf auf einen verständnislosen und völlig verhärteten John Allan, der sich weigerte, seine Schulden zu bezahlen, und ihn mit demütigenden Vorwürfen aus dem Haus ekelte. Dies war der entscheidende Schicksalsschlag in Poes Leben. Er überwand das nie völlig und träumte sich immer wieder in die Rolle des reichen Erben oder des enterbten Rächers hinein.

Soldat und erste Publikationen

Fort Moultrie, Foto aus dem Jahr 1861

Um sich vor Gläubigern und Gerichtsvollziehern zu verstecken, nahm Poe den Namen Henri le Rennêt an, als er sich nach Boston einschiffte, wo er von dem wenigen Geld, das Frances Allan ihm vielleicht gegeben hatte, seinen ersten Gedichtband: „Tamerlane und andere Gedichte“ im Selbstverlag herausbrachte. Als Autor gab er nur an: „Von einem Bostoner“ (by a Bostonian). Dann suchte er Zuflucht bei der einzigen Organisation, die sich ihm anbot: Er schrieb sich unter dem Namen Edgar A. Perry als einfacher Soldat bei der US Army ein. Er wurde zum Sergeant Major befördert. Seine Einheit wurde nach Charleston verlegt, wo er im Fort Moultrie Dienst tat; das Fort lag auf der vorgelagerten Insel Sullivan’s Island, auf der Poe Jahre später eine seiner berühmtesten Erzählungen, Der Goldkäfer, ansiedelte. Er wurde ehrenhaft entlassen und kehrte in der Hoffnung, John Allan damit beeindrucken zu können, nach Richmond zurück, wo er erfahren musste, dass Frances Allan gestorben und einen Tag zuvor beigesetzt worden war. John Allan ließ sich herab, Poe die Trauerkleidung zu finanzieren.

Poe äußerte den Wunsch, in die US Military Academy von West Point einzutreten; diesen Wunsch unterstützte John Allan wahrscheinlich in der Hoffnung, Poe auf diese Weise endgültig loszuwerden. Bis zur Aufnahme in West Point verfloss jedoch noch rund ein Jahr. Poe reiste nach Baltimore, wo er Verwandte hatte, auf die er als reicher Erbe wohl kaum zurückgegriffen hätte. Jedoch fand er in Maria Clemm, geborene Poe, einer Schwester seines Vaters, nicht nur eine treue, fürsorgliche und aufopfernde Begleiterin durch Jahre des Elends, die vor ihm lagen und die er ohne sie nie durchgestanden hätte, er fand in ihrer Tochter, seiner Cousine Virginia, auch seine zukünftige Frau. Er heiratete die 13 Jahre alte Virginia am 16. Mai 1836. Zunächst brachte er in Baltimore seine Gedichte in erweiterter Zweitauflage heraus: „Al Aaraf, Tamerlane und kleinere Gedichte“. Diesmal gab er seinen vollen Autorennamen an, in dem er den Namensbestandteil „Allan“ trotz allem beibehielt. Der in West Point herrschende Drill behagte ihm nicht. Schon nach einem halben Jahr war er so oft aufgefallen, dass er 1831 wegen Ungehorsams entlassen wurde. Er kehrte zu „Muddy“ (so nannte er seine Tante Maria Clemm) zurück, half Virginia bei den Schulaufgaben – und konnte, mittellos, wie er war, froh sein, dass seine gelähmte Großmutter, die Witwe seines Großvaters „General“ Poe, mit ihrer ansehnlichen Rente noch im Hause lebte.

Baltimore und die Shortstory

Frühe Illustration von Wogel zu MS. Found in a Bottle (Das Manuskript in der Flasche)

Die Jahre von 1831 bis 1835 in Baltimore waren von weiteren Schicksalsschlägen gezeichnet, von tiefer Armut und Demütigung. Die große Choleraepidemie von 1831 suchte auch Baltimore heim; sie sollte bleibende Spuren in Poes Werk hinterlassen (König Pest, Die Maske des Roten Todes). Vergeblich schrieb Poe flehentliche Briefe an John Allan. Der geizige Tabakkaufmann hatte ihn aus seinem Herzen verstoßen. Poes älterer Bruder Henry, mit dem zusammen er eine Dachkammer bei Maria Clemm bewohnte, starb an Tuberkulose. Bald darauf starb auch die Großmutter, deren Rente bisher die Familie erhalten hatte. Poe nahm seine Zuflucht zum Alkohol, aber auch – wie der von ihm hochgeschätzte Samuel Taylor Coleridge – zum Opium, das damals zu der von Paracelsus erfundenen Tinktur Laudanum verarbeitet wurde, die in jeder Apotheke käuflich war. Er sah sich völlig zurückgeworfen auf das Einzige, was er konnte: Schreiben. Da mit Gedichten, wie er nun wusste, nichts zu verdienen war, wandte er sich der Novelle zu, der er bereits in seinen ersten Texten eine neue Form gab: Mit Metzengerstein erblickte im Philadelphia Saturday Courier die erste Shortstory das Licht der Welt. Bei einem Preisausschreiben des Baltimore Saturday Visitor 1833 gewann Poe mit Das Manuskript in der Flasche die ausgelobten 50 Dollar. In der Einleitung der Aufsehen erregenden Story schreibt Poe in kunstvoller Vermischung von Dichtung und Wahrheit: Von meiner Heimat und meiner Familie kann ich nur wenig sagen. Schlechte Behandlung und der Lauf der Zeit haben mich sowohl der einen wie der anderen entfremdet. Mein ererbter Reichtum ermöglichte mir ungewöhnlich ausgedehnte Studien… Die Einladung eines der Preisrichter, ihn zum Essen zu besuchen, musste Poe unter Hinweis auf den „traurigen Zustand meiner Kleidung“ ablehnen. Vergeblich bewarb er sich um eine Anstellung als Lehrer. Da wurde der Verleger des Southern Literary Messenger in seiner Heimatstadt Richmond auf ihn aufmerksam und bot ihm Mitarbeit an. 1835 zog Poe mit Maria Clemm und Virginia nach Richmond, wo John Allan vor einem Jahr gestorben war, ohne seinem Ziehsohn auch nur einen Cent zu hinterlassen.

Richmond und New York – Analyse und Science Fiction

Trotz der großen Verbesserung seiner Verhältnisse begann Poes Aufenthalt in seiner Heimatstadt mit einer schweren Depression. Ein Verwandter versuchte in bester Absicht nach dem Tod der Großmutter Poes die Erziehung der noch minderjährigen Virginia Clemm zu übernehmen, an der Poe mit ganzem Herzen hing. Poe gelang es, Maria Clemm zu bewegen, mit Virginia zu ihm nach Richmond zu ziehen. Hier heiratete er im Alter von 26 Jahren die noch nicht 14-jährige Cousine. Seine spätere Aussage, geeignetstes Thema der Poesie sei der Tod eines jungen Mädchens, erfüllte sich in dieser Beziehung und beruhte auf ihr. Poes Schriften sind von auffallender Keuschheit, von einer Schwangerschaft Virginias ist nie die Rede, weshalb vermutet werden kann, dass es sich um eine Art von Geschwisterehe handelte, die Poe aber den familiären Halt und die wärmende Lebensmitte gab, auf die er angewiesen war. In Richmond entstand die scharfsinnige Untersuchung Maelzels Schachspieler, in der Poe die detektivische Technik Dupins, des ersten Detektivs der Weltliteratur, vorbereitete. Als der Southern Literary Messenger, dessen Abonnentenzahl sich durch Poes Mitarbeit versiebenfacht hatte, in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet, zog Poe mit seiner kleinen Familie zum ersten Mal nach New York, wo er Chancen hatte, in die Redaktion von The New York Review aufgenommen zu werden. Aber der große Bankkrach vom 6. April 1837, in den auch diese Zeitschrift hineingezogen wurde, vereitelte diese Hoffnung. Maria Clemm machte eine kleine Pension auf und hielt so die Familie über Wasser. Poe arbeitete mit Feuereifer an seinem umfangreichsten Werk: Die Abenteuer Gordon Pyms, das ihm den literarischen Durchbruch, von dem er träumte, aber auch nicht brachte. Heute wird es als Vorläufer der Science-Fiction-Literatur angesehen und gefeiert. Poe verließ das wirtschaftlich angeschlagene New York und zog mit Maria Clemm und Virginia im Sommer 1838 nach Philadelphia.

Philadelphia und Dupin

Manuskriptseite aus The Murders in the Rue Morgue, 1841

Poe wollte in Philadelphia eigentlich eine eigene Zeitschrift gründen, die The Penn heißen sollte, später wurde das Projekt in The Stylus umbenannt. Es gelang Poe jedoch nie, das nötige Startkapital dafür aufzubringen. Von seinen Erzählungen allein konnte er nicht leben – die Veröffentlichung von Ligeia z. B., die er selbst für seine beste hielt, brachte ihm gerade mal 10 Dollar. Also gab er seinen bereits nicht mehr unbekannten Namen her für ein Schulbuch über Muscheln und Schnecken, zu dem er Vorwort und Einführung schrieb und das sein einziger kommerzieller Erfolg wurde, wenngleich man ihm Plagiat vorwerfen konnte. Nach einem Jahr trat er als Redakteur und Mitherausgeber ins Gentlemen’s Magazine von William E. Burton ein. Hier übernahm er praktisch alle anfallenden Arbeiten und steuerte nicht nur größere Texte, sondern auch Meldungen über Ballonfahrten, Fortschritte in der Daguerreotypie u. a. bei, und er veröffentlichte hier die Erzählung Der Untergang des Hauses Usher. Die Zeitschrift ging in Graham's Magazine auf, für das Poe die Story Der Doppelmord in der Rue Morgue schrieb, in der er den Pariser Detektiv Dupin kreierte, den er noch zwei weitere Male benutzen sollte (in Das Geheimnis der Marie Rogêt und in Der entwendete Brief). Er verließ Graham’s Magazine wegen seines weichlichen („namby-pamby“) Charakters, obgleich er dort gut bezahlt worden war, und bewarb sich um eine Stelle als Regierungsangestellter. Trotz guter Beziehungen bekam er den Posten nicht, aber immerhin gewann er mit der Erzählung Der Goldkäfer den vom Dollar Newspaper in Philadelphia ausgesetzten Preis von 100 Dollar. Die Erzählung wurde auf die Bühne gebracht. Charles Dickens bezeugte Poe seinen Respekt, als er auf seiner Amerika-Reise nach Philadelphia kam, versprach seine Unterstützung bei englischen Verlagen, doch daraus wurde nichts. Virginias Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends; 1842 erlitt sie, während sie ein Lied sang, den ersten Blutsturz. Poe glaubte erneut, in New York bei der Sunday Times oder dem Evening Mirror bessere Chancen zu finden, und zog im April 1844 mit Frau und Schwiegermutter nach sechs überaus fruchtbaren Jahren in Philadelphia dorthin.

New York und Der Rabe

Porträt von Virginia Clemm Poe, 1847. Postumes Aquarell eines unbekannten Künstlers

Poe hatte seinen Ruf in Philadelphia durch Alkoholexzesse gründlich ruiniert. Deshalb bedeutete New York für ihn auch in dieser Hinsicht einen Neuanfang. Er fuhr mit Virginia vor, während Muddy noch Bücher und Hausrat verkaufte, und mietete sich in einem Farmhaus 12 km vom Zentrum entfernt ein, es ist heute längst vom Häusermeer New Yorks überflutet. Maria Clemm mit der Katze Catharina (die auf Virginias Brust zu liegen pflegte, um sie zu wärmen) folgte, und nun schien Poes Glück wieder vollständig. Er schrieb die dritte seiner Dupin-Storys Der entwendete Brief und vollendete Der Rabe, sein viel übersetztes und unübersetzbares lyrisches Meisterwerk. Er trat in die Redaktion des Evening Mirror von Nathaniel Parker Willis ein und zog nach Fordham (heute in der Bronx) in ein winziges Cottage, das zu seiner letzten dauerhaften Bleibe werden sollte. The Raven wurde im Evening Mirror erstveröffentlicht. Die Resonanz war überwältigend, und Poe wurde zum gefragten Rezitator. Aus der Beantwortung von Fragen nach der Entstehung des Raven (gleichsam als faq) verfasste er Die Philosophie der Komposition, ein Schlüsselwerk für das Selbstverständnis moderner Dichtung, die primär als rationales Konstrukt beschrieben wird. Poe war weiterhin gefährdet, aber Willis schrieb über ihn: Er wohnte mit Frau und Mutter in Fordham, einige Meilen außerhalb der Stadt, aber er war ab 9 Uhr morgens an seinem Pult im Büro, bis die Zeitung abends in Druck ging… Er war immer pünktlich und fleißig.

Poe-Cottage in Fordham, heute Bronx, Poes letzte Wohnung

In Fordham verschlechterte sich Virginias Gesundheitszustand, und zu Poes Entsetzen erhielt sie anonyme Briefe, in denen er eines Verhältnisses zu der Dichterin Frances Sargent Osgood bezichtigt wurde. Poe wechselte zum Broadway Journal und verstrickte sich in Plagiatsvorwürfe gegenüber Henry Wadsworth Longfellow. Seine erlesenen virginischen Manieren (Walter Lennig) kamen ihm unter dem Druck von Armut und Krankheit langsam abhanden. Er rechnete mit den New Yorker Literaten auf eine Art und Weise ab, die sie ihm seiner Zeit nicht verziehen. 1847 starb Virginia im Alter von 24 Jahren. Poe brachte seine Trauer in dem Gedicht Annabel Lee zum Ausdruck, das erst im Nachlass gefunden wurde. Zugleich aber versank er in Depression und Alkohol. Er reiste durchs Land als Rezitator des Raven und hielt Vorträge über Dichtung und den Kosmos. Seine kosmologischen Überlegungen fanden Eingang in Eureka, Poes rätselhaftestes, jedoch von der modernen Physik nicht ohne Respekt betrachtetes Werk. Seine späten Kurzgeschichten haben einen ätzenden, ungewohnt gesellschaftskritischen Ton, so Das Fass Amontillado und Hopp-Frosch. Er verliebte sich in Annie Richmond („Annie“), verlobte sich aber mit Sarah Helen Whitman („Helen“), die die Verlobung wegen eines Alkoholrückfalls jedoch wieder löste. Poe nahm in Boston, seiner Geburtsstadt, eine Überdosis Laudanum zu sich, erwachte aber wieder. 1849 traf Poe seine Jugendliebe Elmira Royster wieder, die mittlerweile verwitwet war. Ihr Vater hatte damals Poes Briefe abgefangen und sie heiratete einen anderen Mann, Mr. Stelton. Sie akzeptierte Poes Antrag.

Tod in Baltimore

Gedenkstein am Ort von Edgar Allan Poes erster Beisetzung in Baltimore, Maryland

Am 7. Oktober 1849 starb Poe, von einer Vortragsreise nach Richmond kommend und auf dem Heimweg nach Fordham/New York, im Washington College Hospital in Baltimore, nachdem er in hilflosem und verwahrlostem Zustand aufgefunden worden war. Der Arzt schilderte seinen Zustand folgendermaßen: „Das Gesicht war verstört, aufgedunsen und ungewaschen, die Haare ungekämmt, das ganze Aussehen abstoßend. Die hohe Stirn, die weiten und beseelten Augen, die für ihn so charakteristisch waren, als er noch er selbst war - jetzt waren sie ohne Glanz, überschattet von einem zerfetzten Hut, der fast keine Krempe mehr hatte (…) Das Hemd war zerknittert und schmutzig.“[1] Es gibt verschiedene Theorien über die Ursache seines Todes, von denen mangels besserer Quellen keine beweisbar ist. Der Arzt J. J. Moran behauptete, Poe habe seine geplante Reise nach Philadelphia wegen widriger Wetterverhältnisse in Baltimore unterbrochen und sei dort im Hafenbereich in üble Gesellschaft geraten, die ihn mit Alkohol und Drogen abgefüllt, ausgeraubt und in zerlumpter Kleidung halb bewusstlos liegengelassen hätten. Bis kurz vor seinem Tod soll er sich in einem gewalttätigen Delirium befunden haben.[2] Eine andere Version ist, dass Poe das Opfer sogenannter Wahlschlepper geworden sein könnte. Diese brachten anlässlich politischer Wahlen Menschen auf der Straße in ihre Gewalt, füllten sie mit Alkohol ab und zwangen sie unter Drohungen, für einen bestimmten Kandidaten zu stimmen. Poe geriet bei seiner Ankunft in Baltimore direkt in einen Wahlkampf.[1]

Poe wurde in Baltimore auf dem Friedhof der ehemaligen presbyterianischen Westminster Kirche (heute: Westminster Hall and Burying Ground) begraben. Virginia und Muddy, die 1871 im selben Hospital wie Poe starb, wurden nach einer Umbettung neben ihm beigesetzt.

Nachruhm

Grab von Poe, Virginia und Maria Clemm in Baltimore von 1875 nach der Umbettung

Dass Poe in den USA so nachhaltig verdammt und als zügellos und alkoholabhängig hingestellt wurde, liegt unter anderem an seiner Verfeindung mit den führenden Literaten und Verlagen seiner Zeit, die er immer wieder in bissigen und harten Satiren angegriffen hatte. Sein von ihm selbst bestellter Nachlassverwalter, Rufus Wilmot Griswold, ein konservativer Christ, sorgte dafür, dass sich das Bild Poes als eines trunksüchtigen Sünders in den USA verfestigte. Durch die Franzosen Charles Baudelaire und Stéphane Mallarmé, die zahlreiche Werke Poes übersetzten, wurde Poe jedoch in Europa berühmt – und auf diesem Umweg auch in den USA als bedeutender Autor anerkannt. Baudelaire schreibt: In der Literatur jedes Landes gibt es Männer, in deren Stirnfalten … das Wort „Pech“ geschrieben steht. … Doch wenn man ihr Leben aufmerksam prüft, findet man Talente in ihnen, Tugenden, Begnadung. Die Gesellschaft bricht über sie den Stab und schließt auf charakterliche Laster, die nur aus der Verfolgung durch die Gesellschaft entstanden sind. (…) haben in mir die Überzeugung reifen lassen, dass die Vereinigten Staaten für Poe einen großen Käfig bildeten und dass er sein ganzes Leben über die heftigsten Anstrengungen machte, dem Einfluss dieser Atmosphäre zu entfliehen.

Bedeutung

Poe hatte großen Einfluss auf den Symbolismus und auf die Entwicklung der phantastischen Literatur (nicht zu verwechseln mit Fantasy-Literatur) und auf die Kriminalliteratur, insbesondere auf die Werke von Jules Verne, Arthur Conan Doyle und H. G. Wells. Sein Frühwerk ist beeinflusst von George Gordon Byron sowie von Autoren der deutschen Romantik, wie beispielsweise E.T.A. Hoffmann und Friedrich de la Motte Fouqué. Zu seinen späteren Einflüssen gehören Charles Dickens, den er auch persönlich kennenlernte, Henry Wadsworth Longfellow (den er literarisch befehdete) und Fürst Hermann von Pückler-Muskau.

Illustration zu The Fall of the House of Usher von Aubrey Beardsley, 1894/95

Zu seinen stilprägenden Erzählungen – nicht zuletzt, weil er ein Virtuose des Grauens war – gehören Der Untergang des Hauses Usher (The Fall of the House of Usher) und Die Abenteuer Gordon Pyms (The Narrative of Arthur Gordon Pym of Nantucket). Mit Der Doppelmord in der Rue Morgue (The Murders in the Rue Morgue) gilt er als einer der Erfinder der Detektivgeschichte und des deduktiv arbeitenden Krimihelden, der seine Fälle durch Logik und Kombinationsgabe löst. Darüber hinaus wirkte er im Übergang von der Romantik zum Symbolismus als Vermittler, zuerst nach Frankreich und von dort aus wieder zurück in die USA und nach Deutschland, wo sich im Umfeld des Expressionismus eine starke Rezeption seiner Werke entwickelte. Charles Baudelaires Poe-Übersetzungen sind in Frankreich maßgeblich.

Einbandillustration von Gustave Doré zu The Raven

Sein zu Lebzeiten erfolgreichstes Buch war ein malakologisches Schulbuch mit dem Titel The Conchologist’s first book or, a system of testaceous malacology. Dieses Buch wurde allerdings nicht von ihm selbst verfasst, sondern der Verlag wollte mit dem Namen Poes die Verkaufszahlen erhöhen. Poe schrieb lediglich das Vorwort und bekam eine erkleckliche Summe Geld für diesen Handel. Poe beschäftigte sich auch stark mit Fragen der Logik, so mit Geheimschriften (z. B. in Der Goldkäfer) und so genannten Automaten – frühen Robotern – beispielsweise im Aufsatz Maelzels Schachspieler über einen Schachautomaten.

Ebenfalls von großer Bedeutung ist sein lyrisches Werk. Der Rabe (englisch The Raven) und The Bells gelten als die ersten bedeutenden Gedichte Amerikas in der Weltliteratur.

Poe maß bei der Konzeption seiner Gedichte der Musik und dem logisch-formalen Aufbau einen hohen Stellenwert bei und sorgte oft für die klangliche Veranschaulichung der im Gedicht beschriebenen Dinge (The Bells), was ihn zu einem Vorläufer des Symbolismus machte. Poes großes Sujet, das in vielen Geschichten immer wieder auftaucht, ist der Tod einer schönen Frau (Morella, Ligeia, Annabel Lee). Oft thematisiert wird auch die Vorstellung einer lebendig begrabenen Person (The Fall of the House of Usher, The Premature Burial). Vielfach erscheinen in Poes Geschichten auch Personen, die geradezu vom „Wahn“ gepackt ihr eigenes Unglück provozieren oder trotz Kenntnis des sich anbahnenden Ungemachs scheinbar machtlos direkt in ihr Verderben laufen und sich darüber verzehren (The Tell-Tale Heart, The Black Cat). Poe, der – auch dank zahlreicher Verfilmungen – sein Image als „Horrorautor“ wohl nie ganz verlieren wird, ist, sieht man sein Werk als Ganzes – er verfasste Satiren, Essays, Lyrik und Erzählungen, ja sogar höchst komplexe naturwissenschaftliche Abhandlungen – nicht einfach unter einen Oberbegriff zu bringen. Sein Werk hat zahlreiche bedeutende Autoren der klassischen Moderne wesentlich inspiriert, unter anderen Stéphane Mallarmé, Vladimir Nabokov und Arno Schmidt; Letzterer ist zusammen mit Hans Wollschläger der wohl bedeutendste Übersetzer der Werke Poes ins Deutsche. Er stellte auch die Arbeit an einer Poe-Übersetzung in den Mittelpunkt seines umfangreichsten Werks Zettels Traum.

Seit 1922 erinnert das Edgar-Allan-Poe-Museum in Richmond, Virginia (USA) an das Werk des Autors. Es ist im „The Old Stone House“ untergebracht, unweit Poes seinerzeitigen Wohnsitzes.

Siehe auch: Schwarze Romantik

Adaptionen

Literatur

  • Jules Verne schrieb mit Die Eissphinx eine Fortsetzung der auf ihrem Höhepunkt abbrechenden Geschichte Der Bericht des Arthur Gordon Pym.
  • Der US-amerikanische Autor Matthew Pearl verwendet in seinem Roman The Poe Shadow (dt. Titel: Die Stunde des Raben) die von Poe geschaffene Detektivfigur Dupin.
  • Der deutsche Puppenspieler und Rezitator Gerd J. Pohl widmete Poe seit 1990 drei Literaturprogramme: Ein Abend mit Edgar Allan Poe, Schweigen – erzählter Wahnsinn und Geschichten aus dem Schattenreich.

Film

  • In den 1960ern verfilmte der Regisseur Roger Corman eine Reihe von Poes Werken unter Mitwirkung von Vincent Price: u. a. House of Usher (1960) (dt. Titel: Die Verfluchten), Pit and the Pendulum (1961) (dt.: Das Pendel des Todes), Tales of Terror (1962) (dt.: Der grauenvolle Mr. X), The Raven (1963) (dt.: Der Rabe - Duell der Zauberer), The Masque of the Red Death (1964) (dt.: Satanas, das Schloß der blutigen Bestie) und The Tomb of Ligeia (1964) (dt.: Das Grab der Lygeia).
  • 1988 wurde unter der Regie von Stephan Bender Der entwendete Brief verfilmt.
  • Im September 2000 wollte die New York University das Haus abreißen, in dem Poe das Gedicht Der Rabe verfasst hatte. Die Filmemacher Dietmar Post und Lucía Palacios haben den politischen Aktivisten Reverend Billy bei der Auseinandersetzung um die Erhaltung des „Poe-Hauses“ begleitet. In dem Film Reverend Billy & The Church of Stop Shopping wird neben der Entstehungsgeschichte des Werks auch das Gedicht während einer Demonstration rezitiert.
  • 2008 wurde sein Werk The Facts in the Case of M. Valdemar verfilmt. Die Story wurde hier in die heutige Zeit verlegt. Der britische Independent-Film erschien unter dem Titel The Chair 2009 in Deutschland auf DVD.

Musik

  • Zahlreiche Musikgruppen des Genres Horrorpunk verwenden von Poe inspirierte Liedtexte. Sehr deutlich wird dies auch bei der deutschen Band The Other. So zeigt sich dies bespielsweise in den Liedern Return to the House of Usher oder The Imp of the Perverse. Sänger Thorsten Wilms nutzt zudem das Pseudonym Roderick Usher.
  • Das Alan Parsons Project hat Teile des literarischen Werks Poes in Auszügen vertont (Tales of Mystery and Imagination).
  • Die deutsche Heavy Metal-Band Grave Digger veröffentlichte 2001 das Album The Grave Digger, dessen Texte ebenfalls von den Werken Poes inspiriert sind.
  • Lou Reed realisierte im Jahr 2000 zusammen mit Robert Wilson das Musical „POEtry“. 2003 erschien unter dem Titel The Raven eine Doppel-CD von Lou Reed, die sich in einer Mischung aus Songs und gesprochenen Texten dem Werk Poes widmete. Mitgewirkt haben dabei unter anderem Künstler wie Laurie Anderson, Ornette Coleman, Steve Buscemi und Willem Dafoe.
  • Frank Nimsgern schrieb zusammen mit Heinz Rudolf Kunze ebenfalls ein Musical, welches sich mit dem Leben und Sterben Edgar Allan Poes befasst. Unter dem Titel: „POE – Pech und Schwefel“ hatte es am 30. Oktober 2004 am Staatstheater Saarbrücken Premiere und wurde im Winter 2005 in München aufgeführt.
  • Der Posaunist und Komponist Klaus König veröffentlichte 2002 in Zusammenarbeit mit dem WDR3 und dem Label enja das Konzeptalbum Black Moments welches eine Vertonung verschiedener Werke Poes darstellt. Mitwirkende waren u. a. das Klaus König Orchestra und der Jazzsänger Phil Minton. Der Stil des Albums bewegt sich zwischen Jazzrock, Artrock bzw. progressivem Rock, dabei tauchen auch, vermutlich der zugrunde liegenden Thematik wegen, Gothic-Elemente auf.
  • Ein aus North Carolina stammender US Rapper nennt sich Edgar Allen Floe, in Anerkennung und Respekt für Poes Schaffen.
  • Das Symphonic-Metal-Stück von Nightwish The Poet and the Pendulum bezieht sich auf Die Grube und das Pendel.
  • Die norwegische Avantgarde-Metal Band Arcturus verwendete das Gedicht Alleine (engl. Alone) als Text für ihren gleichnamigen Song auf ihrem Album La Masquerade Infernale.
  • Die englische Band Venom brachte auf ihrem Album Black Metal den Song Buried Alive (dt. Lebendig Begraben), eine Anspielung auf die gleichnamige Geschichte Poes.
  • Die Band Sopor Aeternus & The Ensemble Of Shadows vertonte auf ihrem Album "Voyager - the jugglers of jusa" Poe's Gedicht "Alone" gleich zweimal. Das Gedicht "The sleeper" diente als Vorlage für das gleichnamige Lied auf dem Album "Dead Lovers' Sarabande - Face One".
  • Die Band Green Carnation vertonte das Gedicht "Alone" auf ihrem Album "The Acoustic Verses".
  • Die Pagan-Folk-Band Omnia vertonte das Gedicht "The Raven", welches auf ihrem 2007 erschienenen Album "Alive!" veröffentlicht wurde
  • Der Song "Murders In The Rue Morgue" der britischen Metal-Legenden von Iron Maiden, erschien 1982 auf dem Album "Killers".

Hörspiele

  • Der Hörspiel- und Romanautor Moritz Wulf Lange schreibt seit dem Jahr 2003 unter dem Pseudonym Melchior Hala eine Adaption des Hauptwerks von Edgar Allan Poe als Hörspiel-Serie. Im Jahr 2007 ist von ihm der Roman Lebendig begraben erschienen, der die beiden großen Themen Poes, das Lebendig-begraben-Sein und die Kriminalgeschichte, anhand von Poes Tod aufgreift.
  • Seit November 2003 erscheint im Lübbe Audio Verlag die Hörspielserie Edgar Allan Poe, deren Titelheld von Albträumen heimgesucht wird, die auf den Geschichten Poes basieren. Sprecher sind unter anderem Ulrich Pleitgen und Iris Berben.
  • Auch bei anderen Verlagen erscheinen Vertonungen von Poes Werken.
  • Einige der Hörbücher sind, oder waren zeitweise, zum freien und legalen Download im Internet erhältlich.

Literatur

Biografien

  • Peter Ackroyd: Poe. A life cut short Chatto & Windus, London 2008 ISBN 978-0-701-16988-6 (engl.)
  • Charles Baudelaire: Sa vie et ses oeuvres Vorwort zu E. A. P. Histoires Extraordinaires Calmann-Levy, Paris 1856 = als Auszug (der Teil über Poes Leben): deutsches Vorwort in: Franz von Rexroth (Hg): Der Doppelmord in der Rue Morgue u.a. Erzählungen Emil Vollmer, Wiesbaden & Berlin o. J. (1962); auch in: Roland W. Fink-Henseler (Hg) & Poe: Erzählungen: Phantastische Fahrten, Geschichten des Grauens und Detektivgeschichten Gondrom, Bayreuth 1985 ISBN 381120422X 2002 ISBN 3811221272
  • Hans-Dieter Gelfert: Edgar Allan Poe: Am Rande des Malstroms C. H. Beck, München 2008 ISBN 3-406-57709-1
  • Dietrich Kerlen: Edgar Allan Poe. Der schwarze Duft der Schwermut. Biographie. Propyläen, Berlin 1999, ISBN 3-549-05823-3
  • Walter Lennig: Edgar Allan Poe. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. 15. Auflage. (= Rowohlts Monographien; 32). Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1995, ISBN 3-499-50032-9
  • Wolfgang Martynkewicz: Edgar Allan Poe (= Rowohlts Monographien) Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2003, ISBN 3-499-50599-1
  • Julian Symons: Edgar Allan Poe. Leben und Werk. (= Heyne-Bücher; 12, Heyne-Biographien; 144). Heyne, München 1986, ISBN 3-453-55145-1
  • Liliane Weissberg: Edgar Allan Poe (= Sammlung Metzler; 204) Metzler, Stuttgart 1991 ISBN 3-476-10204-1
  • Frank T. Zumbach: Edgar Allan Poe. Eine Biographie. Winkler, München 1986, ISBN 3-538-06800-3


Wissenschaftliche Studien

  • Myriam Noemi Bastian: Dimensionen des Fremden in der fantastischen Literatur. E. T. A. Hoffmann, Edgar Allan Poe und Guy de Maupassant Tectum, Marburg 2005 ISBN 3-8288-8874-7
  • Marie Bonaparte: Edgar Poe. Eine psychoanalytische Studie Suhrkamp, Frankfurt 1984 ISBN 3-518-37092-8 (deutsche Erstausgabe: Internationaler Psychoanalytischer Verlag, Wien 1934)
  • Thomas Collmer: Poe oder der Horror der Sprache Maro, Augsburg 1999 ISBN 3-87512-151-1
  • Ina Conzen-Meairs: Edgar Allan Poe und die bildende Kunst des Symbolismus (= Manuskripte zur Kunstwissenschaft in der Wernerschen Verlagsgesellschaft; 22) Werner, Worms 1989 ISBN 3-88462-921-2
  • Jutta Ernst: Edgar Allan Poe und die Poetik des Arabesken. (= Saarbrücker Beiträge zur vergleichenden Literatur- und Kulturwissenschaft; 3). Königshausen und Neumann, Würzburg 1996 ISBN 3-8260-1244-5
  • Carla Gregorzewski: Edgar Allan Poe und die Anfänge einer originär amerikanischen Ästhetik. (= Reihe Siegen; 22; Anglist. Abt.) Winter, Heidelberg 1982 ISBN 3-533-02927-1
  • Tilman Höss: Poe, James, Hitchcock. Die Rationalisierung der Kunst (= American studies; 111). Winter, Heidelberg 2003 ISBN 3-8253-1611-4
  • Frank Kelleter: Die Moderne und der Tod. Edgar Allan Poe – T. S. Eliot – Samuel Beckett Peter Lang, Frankfurt 1998
  • Markus Preussner: Poe und Baudelaire. Ein Vergleich. (= Sprache und Literatur; 32) Lang, Frankfurt am Main u. a. 1991 ISBN 3-631-43538-X
  • Claudia Ella Weller: Zwischen schwarz und weiß. Schrift und Schreiben im selbstreferentiellen Werk von Edgar Allan Poe und Raymond Roussel. (= Bonner romanistische Arbeiten; 75). Lang, Frankfurt am Main u. a. 2001 ISBN 3-631-36930-1
  • Alexander Kupfer: Unterwegs ins Nichts. Die Systematik des Rausches bei EAP in dsb: Die künstlichen Paradiese. Rausch und Realität seit der Romantik. Ein Handbuch Metzler, Stuttgart 2006 (Düsseldorf, Univ., Diss., 1994) ISBN 3476021785, S. 503–562 (zuerst 1996: ISBN 3476014495)

Einzelnachweise

  1. a b zitiert in: Hinab in die Hölle, dem Neuen zu!, Süddeutsche Zeitung vom 19 Januar 2009, Nr. 14, S.14
  2. Martynkewiccz: Edgar Allan Poe, Rowohlt, Reinbek 2003, S. 142

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