Eifel


Eifel
Geografische Lage der Eifel in Deutschland
Eifelkarte
Eifellandschaft
Sonnenaufgang über der Vulkaneifel

Die Eifel ist ein bis 747 m ü. NN hohes, grenzüberschreitendes Mittelgebirge im Westen Deutschlands sowie im Osten Belgiens und Luxemburgs. Sie ist Teil des Rheinischen Schiefergebirges.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Eifel liegt zwischen Aachen im Norden, Trier im Süden und Koblenz im Osten. Sie fällt im Nord-Osten entlang der Linie Aachen – DürenBonn zur Niederrheinischen Bucht ab. Im Osten und Süden wird sie vom Rhein- und Moseltal begrenzt. Westwärts geht sie in Belgien und Luxemburg in die geologisch verwandten Ardennen und das Luxemburger Ösling über. Sie berührt Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sowie den Raum EupenSankt VithLuxemburg. Die höchste Erhebung ist die Hohe Acht (747 m), ein Vulkankegel. Ihren Namen erhielt die Eifel vom karolingischen Eifelgau, der annähernd dem Gebiet um die Quellen der Flüsse Ahr, Kyll, Urft und Erft entsprach.

Seit 2004 ist ein Teil der Nordeifel als Nationalpark Eifel unter besonderen Schutz gestellt.

Landschaftsformen

Die Eifel gehört zu den Teilen des Rheinischen Schiefergebirges, deren wellige Hochfläche als sogenanntes Rumpfhochland bezeichnet werden, welches sich aus dem durch Erosion abgetragenen Urgebirge der variszischen Gebirgsbildungsphase und späterer erneuter Hebung entwickelte. Die Hochfläche wird im westlichen Teil durch einzelne bis 700 m hohe Bergrücken wie Schneifel oder Hohes Venn durchzogen. Im Ostteil bildeten sich in der Hohen Eifel und der Vulkaneifel aus tertiärem und quartären Vulkanismus einzelne Schlackenvulkane und Basaltkuppen wie die Hohe Acht und der Ernstberg, welche die Hügellandschaft überragen.

Die zur Mosel, Rhein und Maas hin entwässernden Flüsse wie Our, Kyll, Ahr, Brohl und Rur haben sich zum Rand der Eifel hin tief eingeschnitten und bilden größere Täler aus.

Die über 5.300 km² große Eifel wird geografisch in Nord- und Südeifel unterteilt, feingliedriger jedoch in mehrere naturräumliche Landschaften mit teilweise weiteren Untergliederungen.

Naturräumliche Gliederung

Nach dem Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands gliedert sich der deutsche Teil der Eifel wie folgt in Haupteinheiten (dreistellig):[1][2]

Das Bundesamt für Naturschutz führt die 3 (zweistelligen) Haupteinheitengruppen unter der zusammenfassenden Gruppe D45.

Natur- bzw kulturhistorische Raumeinteilung der Eifel

Hinweis: Es wurden ausschließlich naturräumliche oder kulturlandschaftliche Eifelregionen benannt; einige davon überschneiden sich. Von weiteren Begriffen aus Fremdenverkehrs- und Tourismus-Vereinen stehen manche nicht in einem korrekten geografischen Kontext.

Berge, Erhebungen und Aussichtswarten

Typisches Eifeldorf in der Südeifel

Die Eifel ist abseits der Täler eine schwach wellige Hochebene, aus der langgezogene Bergrücken und einzelne Berge hervorragen. Die meisten dieser Erhebungen erreichen keine großen Höhen gegenüber ihrer Umgebung, einige jedoch, wie etwa der „Schwarze Mann“ in der Schnee-Eifel, sind allseits schon von weitem als lang gezogene, bewaldete Höhenrücken oder sich deutlich absetzende Hügelspitzen zu erkennen.

Der höchste Berg der gesamten Eifel ist die Hohe Acht mit 747 m ü. NN. Sie ist die einzige Eifel-Erhebung über 700 m. Allerdings erreichen viele Gipfel, Bergrücken und größere Gebiete wie der Zitterwald Höhen von mehr als 600 m. Darunter sind zwei Dutzend Gipfel mit wunderbarer Rundsicht, von denen viele eine Aussichtswarte tragen. Von Nord nach Süd seien angeführt: Michelsberg, Häuschen und Teufelsley im Norden, Adert, Hohe Acht und Raßberg im Nordosten, Hochkel, Nerotherkopf, Dietzenley und Ruine Kasselburg im Zentralgebiet, Prümer Kalvarienberg, Hart- und Prümer Kopf im Osten, Steine- und Mäuseberg bei Daun, Hochsimmer und Scheidkopf bei Mayen, Eickelslay und Absberg im Südosten, Krautscheid und Hohe Kuppe im Südwesten.

Viele dieser markanten Punkte verbindet die Grüne Straße Eifel-Ardennen, die den Osten und Süden durchquert, sowie die Deutsche Vulkanstraße, die Deutsche Wildstraße und die Ferienstraße Südeifel.

Zu den Bergen und Erhebungen der Eifel gehören sortiert nach Höhe in Meter über Normalnull:

Für eine Liste mit diesen und weiteren Eifelbergen und -erhebungen siehe die Liste von Bergen und Erhebungen der Eifel.

Schema der Eifelflüsse und -bäche
Die Prüm
Obersee des Rurstausees zwischen Einruhr und Rurberg

Gewässer

Die Eifel ist aufgrund des feucht-milden Atlantikklimas von zahlreichen Bächen und kleineren Flüssen durchzogen. Durch Aufstauungen entstanden besonders in der Nordeifel z. T. sehr große Stauseen, wie zum Beispiel der Rursee, der volumenmäßig zweitgrößte Stausee in Deutschland und der Urftsee.

Eine Besonderheit bilden in der Eifel die Maare. Diese oftmals kreisrunden natürlichen Seen sind vulkanischen Ursprungs. Größtes Maar der Eifel ist das Meerfelder Maar. Andere natürliche Wasserflächen größeren Ausmaßes kommen in der Eifel nicht vor.

Flüsse und Bäche

Die zahlreichen Flüsse und Bäche der Eifel entwässern die Eifel zur Nordsee hin über die beiden großen, außerhalb der Eifel liegenden Flüsse Rhein und Maas.

Dem Rhein fließen zu:

Die Nebenflüsse der Maas sind:

  • die Rur mit ihrem Nebenflüssen und -bächen
    • Perlenbach
    • Urft
      • Olef mit den Zuflüssen
        • Preth
        • Reifferscheider Bach
        • Diefenbach
        • Rosselbach
      • Genfbach
      • Gillesbach
      • Laufbach
      • Wisselsbach
    • Inde und ihr Hauptzufluss
  • die Ourthe (außerhalb der Eifel) mit ihren Nebenflüssen

Seen und Stauseen

Stauseen

Vulkanische Seen

Geologie

Die Eifel ist ein in großen Teilen 400 Mio. Jahre alter, variszischer Gebirgsrest und geologisch ein Teil des linksrheinischen Schiefergebirges. Im Bereich des Stavelot-Venn-Sattels (Hohes Venn) finden sich die ältesten Gesteinsschichten, die aus dem Kambrium stammen und rund 550 Mio. Jahre alt sind. Die Eifel ist ein immer noch vulkanisch aktives Gebiet, wovon zahlreiche Kohlensäureaustritte, z. B. im Laacher See, zeugen. Die letzten Ausbrüche, bei denen die jüngsten Maare entstanden, liegen rund 11.000 Jahre zurück.

Eifelschiefer

Das Grundgebirge besteht in der Eifel wie in den anderen Landschaften des Rheinischen Schiefergebirges überwiegend aus Schiefer, Kalkstein, Quarzit und Sandsteinen aus der Zeit des Devon. Nur am Nordrand der Eifel sind im Hohen Venn und seiner Umgebung ältere Gesteine aus dem Kambrium und Ordovizium aufgeschlossen. Gesteine des auf das Devon folgenden Karbons kommen in der Eifel selbst nicht vor, sind jedoch an ihrem Nordrand in der Gegend von Aachen vorhanden.

Die devonischen Gesteine wurden in einem Meeresbecken abgelagert, in das der Abtragungsschutt des bis spätestens Anfang des Devons entstandenen großen Nordkontinents Laurasia von Norden her eingeschwemmt wurde. Am Ende des Devons und im Karbon wurde das Meeresbecken von der variszischen Faltung ergriffen, zusammengeschoben und über den Meeresspiegel gehoben, so dass ein Gebirge entstand.

Seit der Faltung ist die Eifel im Wesentlichen Festland geblieben und unterlag in der Zeit des Perm der Abtragung, bis nur noch ein weitgehend flacher Gebirgsrumpf erhalten war. Nur für kurze Zeit und nur teilweise wurde dieser später noch vom Meer überflutet.

Ablagerungen aus der Zeit der Trias und des Jura sind in der so genannten Eifeler Nord-Süd-Zone erhalten. Diese ist eine Senkungszone, die sich von der Trierer Bucht im Süden zur Niederrheinischen Bucht im Norden erstreckt. Durch diese Zone bestand zeitweise eine Meeresverbindung zwischen nördlichem und südlichem Mitteleuropa. Reste der zu dieser Zeit abgelagerten Sedimente sind in größerer Verbreitung im Maubach-Mechernicher Triasdreieck im Norden und im Oberbettinger Triasgraben in der Gegend um Hillesheim und Oberbettingen erhalten geblieben.

In der Oberen Kreide und im Tertiär wurde die Eifel vor allem von Norden randlich überflutet. Reste kreidezeitlicher Gesteine wurden auf dem Hohen Venn entdeckt. Überreste tertiärer Ablagerungen aus dem Oligozän sind dort und als verstreute Flecken bis in die Westeifel zu finden.

Seit dem Pliozän begannen die Eifel und das Rheinische Schiefergebirge im Vergleich zu ihrer Umgebung aufzusteigen. Dieser Aufstieg führte dazu, dass sich die Bäche und Flüsse in die flachwellige Landschaft einschnitten und das heutige Gesicht des Mittelgebirges mit flachen Hochebenen und tief eingeschnittenen Tälern herausbildeten.

Vulkanismus

Laacher See im Winter, vom Südwestufer aus
Weinfelder Maar

Zur ausführlichen Beschreibung des Vulkanismus in der Eifel siehe Vulkaneifel.

Der Vulkanismus der Eifel begann vor 50 Millionen Jahren und hielt bis in die geologische Gegenwart an. Er schuf zahlreiche landschaftsbestimmende Vulkanbauten, Lavaströme und ausgedehnte Decken vulkanischer Auswurfsmassen aus Tuff und Bims, die schon seit der Römerzeit die Grundlage einer bedeutenden Abbautätigkeit zur Gewinnung von Baustoffen bilden.

Schon im frühen Tertiär fanden die ersten Vulkanausbrüche mit dem Schwerpunkt in der Hocheifel statt, noch vor den vulkanischen Tätigkeiten in Siebengebirge und Westerwald. Der Hocheifelvulkanismus erlosch etwa zeitgleich mit dem des Siebengebirges vor ungefähr 15 bis 20 Millionen Jahren.

Der Vulkanismus der West- und Osteifel ist im Gegensatz zu dem der Hocheifel viel jünger als der des Siebengebirges und des Westerwaldes. Er begann in der Westeifel in der Gegend von Daun, Hillesheim und Gerolstein vor etwa 700.000 Jahren und schuf eine von Nordwesten nach Südosten verlaufende Kette von Aschevulkanen, Schlackenkegeln, Maaren und Kratern. Die jüngsten Maare sind nur wenig älter als 11.000 Jahre.

In der Osteifel begann der Vulkanismus vor etwa 500.000 Jahren in der Gegend des heutigen Laacher Sees und dehnte sich nach Süden bis ins Neuwieder Becken aus, nach Osten überquerte er den Rhein. Die Menge der von den Vulkanen geförderten Basaltlaven, Bims- und Aschentuffen erreichte hier ein weitaus größeres Ausmaß als in der Westeifel. Seinen vorläufigen Abschluss fand der Osteifelvulkanismus mit einem gewaltigen Vulkanausbruch, infolgedessen sich die Magmakammer entleerte und einbrach, womit eine Caldera entstand. In der Caldera bildete sich danach der heutige Laacher See. Die Asche des Ausbruchs lässt sich heute in Ablagerungen in ganz Mitteleuropa und bis nach Bornholm als dünne Lage nachweisen.[3]

Die Ursache des Eifelvulkanismus ist Magma, das aus den oberen Bereichen des Erdmantels entweder direkt zur Erdoberfläche aufsteigt oder sich in einer immer noch mehrere zehn Kilometer tief liegenden Magmakammer etwa an der Basis der Erdkruste sammelt, aus der in unregelmäßigen Abständen Magma nach oben dringt und Vulkanausbrüche verursacht.[4]

Noch bis vor etwa 11.000 Jahren gab es also in der Eifel starke vulkanische Aktivität, die auch die hier lebenden Menschen miterlebten. Aus geologischer Sicht gilt die Eifel heute noch immer als vulkanisch aktiv. Kennzeichen dieser andauernden vulkanischen Aktivität sind unter anderem austretende Gase, zum Beispiel Austritte von Kohlendioxid (CO2) im Laacher See.

Klima

Die Eifel gehört zum atlantischen Klimabereich mit relativ hohen Niederschlägen; die Winter sind mäßig kalt, ausgedehnt und schneereich; die Sommer feucht und kühl. Vorherrschende Windrichtung ist West-/Nordwest. Relativ trockenes und mildes Klima herrscht im Wind- und Regenschatten der Hocheifel. Sibirische Kaltluft bleibt in den höheren Lagen der Eifel wenig wetterwirksam, da die Atlantiknähe auch im Winter mildere Meeresluft an die Eifel heranführt.

Im langjährigen Mittel hat selbst die Schneeeifel im Winter nur eine Schneedecke von neun zusammenhängenden Tagen, da länger anhaltende Kälteabschnitte ausbleiben; mit insgesamt 70 Tagen geschlossener Schneedecke ist die Schneehäufigkeit insgesamt in den Hochlagen relativ groß (zum Vergleich: Bitburg 35 Tage, Maifeld 30 Tage), allerdings schwankt die Schneehäufigkeit von Jahr zu Jahr. Schneehöhen schwanken im Mittel zwischen 15 cm bis 60 cm. Durch den feuchten atlantischen Klimabereich kann es zu extremen Ausschlägen kommen (2. März 1987: gemessene Schneedecke in der Eifel 227 cm am Weißen Stein).

Die Mitteltemperatur im kältesten Monat (Januar) beträgt −1,5 °C in den Hochlagen, im Gebirgsvorland +1,5 bis 2 °C; Frosttage mit Tiefsttemperaturen unter 0 °C gibt es in den Höhenlagen 110; Eistage, an denen die Temperaturen nicht über 0 °C ansteigen liegen im langjährigen Mittel bei 40; der wärmste Monat (Juli) hat im Schnitt nur eine Temperatur von 14 °C in den Hochlagen; die Niederschlagsmenge nimmt infolge des Lee-Effektes der Hochlagen von West nach Ost deutlich ab; sind es in der Schneifel noch durchschnittlich 1200 mm (Hohes Venn 1500 mm – 1700 mm) Niederschlag, so beträgt die Niederschlagsmenge im Maifeld nur 600 mm.

Die bioklimatischen Bedingungen sind in der Eifel günstig. Wärmebelastung und Luftschwüle treten im Sommer nur selten auf. Die Eifel hat insgesamt ein ausgesprochenes Reizklima, wobei die Hochlagen als reizstark gelten. Die Eifel ist ein Reinluftgebiet mit sehr geringer luftchemischer Belastung. An heißen Sonnentagen ergibt sich auch manchmal eine erhöhte Konzentration von bodennahem Ozon.

Vegetation

180°-Eifellandschaft, aufgenommen im Frühling (1), Sommer (2), Herbst (3) und Winter (4) bei Monschau:

180° Eifel Frühjahr.jpg
180° Eifel Sommer.jpg
180° Eifel Herbst.jpg
180° Eifel Winter.jpg

Geschichte

Namensdeutung

Früheste überlieferte Belege

762 Eifflensis pagus, 772 Eiffelnsis pagus, 804 in pago aquilinse, 838 Eifla, 845 Eiflensis pagus, 855 Eiflinsis pagus, 860-886 Agflinse, 975 Aiflensis pagus, 1051 Eiffila, 1105 Eifla, 1121 Eifla

Deutungsversuche

Müller/Schnetz (1937) sehen den Ausfall eines -n- zwischen dem Diphthong und der Silbe -fel. Die gewonnene Grundform Anfil oder Anfali bedeutete dann „nicht ganz so ebene Fläche“. An- sei dann ein Präfix und -fali, das mit dem slawischen Polje („Feld“) verwandt ist, bedeutet „Ebene, Heide“.

W. Kaspers (1938) erschließt aus der überlieferten Form in pago aquilinse die Grundform aku-ella, akwella und zeigt die Entwicklung zu Eifel in der Reihe: aquila > agfla > aifla > eifla > Eifel. Akuella entspringe dem Vordeutschen und bedeute „Land mit Gipfeln, Spitzen“.

Beide Ansätze sind, wie einige andere auch, sehr umstritten. Als überzeugendster Vorschlag gilt der Ansatz Heinrich Dittmaiers (1961). Dittmaier geht zunächst von einem germanischem Ai-fil aus. Der zweite Namensbestandteil entspreche Ville, womit heute ein Waldgebiet an der Erft bezeichnet wird. Die Lautformen Vele, Vile und Viele sind wiederzufinden in Flurnamen wie Veler Weg oder Veler Pfad. Im Gegensatz zum heutigen Namen Ville wird der Reibelaut in Eifel allerdings hart ausgesprochen. Verantwortlich dafür war vermutlich ein Laut zwischen ai- und -fil, der an das f assimiliert wurde, möglicherweise f, k, ch, d, t. Dittmaier bestimmt als fehlenden Laut ein k oder ch, wodurch Eifel ursprünglich auf Aik-fil zurückgeht. Aik/Aich ist die Baumbezeichnung Eiche und differenzierte die Bedeutung des Grundwortes Ville. Anhand des Merkmals „mit Eichen bewachsen“ konnte die Eifel (= Eich-Ville) von der anderen, noch heute so bezeichneten Ville an der Erft unterschieden werden.

Die Bedeutung von "Ville" ist ebenfalls umstritten. Dittmaier gibt drei mögliche Erklärungen an: „Sumpfgebiet“, das aber wegen der fehlenden Sumpflandschaft ausgeschlossen werden kann, zweitens „Ebene, Heide“ und drittens „Heidenatur“, die mit Geologie und Vegetation in Einklang zu bringen sind.

Siedlungsgeschichte

Schädel eines Cro-Magnon-Menschen

Bereits vor mehr als 100.000 Jahren streiften Neandertaler durch das Gebiet der heutigen Eifel. Archäologische Funde belegen, dass vor etwa 30.000 Jahren Cro-Magnon-Menschen dort gesiedelt haben. Vor etwa 12.000 Jahren endete die letzte Kaltzeit und das Klima änderte sich radikal.

Ausgrabungen belegen, dass schon in der Eisenzeit in der Eifel Eisen verarbeitet wurde. Die erste Verhüttungsanlage nördlich der Alpen entstand in der La-Tène-Zeit im 5. Jahrhundert vor Christus in Hillesheim; bei Bitburg findet sich eine Eisenschmelze, in der zur Römerzeit in fast schon industriemäßiger Weise das Metall geschmolzen und verarbeitet wurde. Zur Römerzeit war die Eifel ein bedeutender Wirtschaftsraum. Die Bodenschätze (Blei, Galmei, Eisen, Kalk und Steine zum Bauen) wurden abgebaut und der Handel profitierte von den römischen Fernstraßen, wie der Römerstraße Trier–Köln, die die Eifel durchquerten.

Im Spätmittelalter war die Eifel Grenzgebiet zwischen den Erzbistümern Kurköln und Kurtrier, der Grafschaft Luxemburg und dem Herzogtum Jülich. Dies erklärt die große Zahl an jetzt in Ruinen liegenden Burgen, welche vor allem zur Grenzsicherung erbaut worden waren. Durch geschickte Politik konnten einige kleinere Fürstentümer und Abteien ihre Selbständigkeit erwerben, so zum Beispiel das Haus Manderscheid-Blankenheim, die Grafschaft Salm-Reifferscheid oder die Abtei Prüm.

Die Berg- und Hüttenwerke mit ihrem Bedarf an Grubenholz und Holzkohle zur Verhüttung, der große Bedarf an Bau- und Brennholz und die bis ins 19. Jahrhundert weit verbreitete Schiffelwirtschaft führten im 17. und 18. Jahrhundert zu einer fast völligen Abholzung der Wälder. Man muss sich die Eifel um 1800 als eine Wiesen- und Heidelandschaft vorstellen, auf der vor allem Schafherden weideten. Gleichzeitig verarmte die Bevölkerung zusehends, da die kargen Ackerböden keine reichen Ernten zuließen. Mit dem Niedergang von Bergbau und Hüttenbetrieben nach der Mitte des 19ten Jahrhunderts wurde die Lage der Bevölkerung nicht besser. Außerdem war die Eifel Durchmarschgebiet französischer Truppen zu allen möglichen Kriegsschauplätzen. Diese forderten von der einheimischen Bevölkerung „Fouragegelder“, was zur weiteren Verarmung beitrug, wie die Auflistung von Kottenheim zeigt.

Mit Beginn der preußischen Herrschaft 1815 änderte sich an den sozialen Zuständen wenig: Die Eifel als ärmliches Randgebiet des Reiches ("preußisch Sibirien") war nur aus militärischen Gründen von Interesse. Für preußische Beamte und Offiziere, überwiegend Protestanten, kam die Versetzung in die rein katholische Eifel einer Strafversetzung gleich. Allerdings änderte sich das Landschaftsbild, da die Preußen eine planvolle Aufforstung betrieben, wenn auch mit standortuntypischen Nadelbäumen.

Im 19. Jahrhundert kam es in der Eifel wiederholt zu schweren Hungersnöten, besonders in den Jahren 1816/17, 1847 und 1879/80. In einer Denkschrift des Jahres 1853 hieß es: „Sehr viele Eifelbewohner kennen keine andere Nahrung als Kartoffeln und Brot, das aus einer Mischung von Hafermehl und Kartoffeln besteht. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass zwei Dritteile der gesamten Bevölkerung nur einmal im Jahre Fleisch genießen." Die Folgen der furchtbaren Ernährungslage waren nur zu offensichtlich: "Im Jahre 1852 waren von allen Gestellungspflichtigen nur 10% für den Heeresdienst brauchbar."[5]

Wegen der kargen Böden und des rauen Klimas, das immer wieder zu Missernten führte, waren viele Bauern verschuldet. Nach Berichten über den Hungerwinter 1879/80 kam es jedoch zu einer Welle der Solidarität im Reich, und 1883 wurde der „Eifelfond" aufgelegt, durch den innerhalb von 18 Jahren 5,5 Millionen Mark für Meliorationen, Ödlandaufforstungen und zur Durchführung von Zusammenlegungen aufgebracht wurden.[6]

Panzersperren des Westwalls in der Eifel

Der wirtschaftlichen Entwicklung hinderlich war lange Zeit auch der schlechte Zustand der Wege und Straßen. Wegen der Grenzlage zwischen Deutschem Reich, Belgien und Luxemburg (als Durchmarschländer zu Frankreich) baute man jedoch seit der Reichsgründung viele Eisenbahnstrecken, die vor allem militärisch-strategischen Zwecken dienten. Diese Verbesserung der Verkehrswege brachte nebenbei den Tourismus in Schwung. Ebenfalls der Wirtschaftsförderung diente der Bau des Nürburgrings in den 1920er Jahren.

Die Grenzregion der Eifel wurde auch vom Zweiten Weltkrieg nicht verschont. Dem Bau des Westwalls folgten von September 1944 bis zum Januar 1945 heftige Gefechte und die Ardennenoffensive, vor allem in der Nordeifel. Dort findet man noch die Hinterlassenschaft des Krieges: Ruinen ehemaliger Bunkeranlagen und Teile von Panzersperren. Vor allem im Hürtgenwald, wo die verlustreichste Schlacht im Westen stattfand, zeugen Soldatenfriedhöfe – wie etwa in Vossenack – von den brutalen Ereignissen des Krieges.

Wirtschaft

Große Teile der Eifel gelten als strukturschwaches Gebiet. Große Industrieansiedlungen fehlen fast ganz. Lediglich in der Pellenz im Neuwieder Becken ist eine stärkere Industrialisierung vorhanden. Landwirtschaft wird in bestimmten Tallagen und in den tieferen Gebieten betrieben (besonders in Teilen der Südeifel sowie in der Voreifel und dem Maifeld). Ein nicht geringer Teil der Landwirtschaftsbetriebe hat auf Pferdepension umgestellt, wovon einige als Wanderreitstation Übernachtungsmöglichkeiten für Wanderreiter inklusive Pferdeversorgung anbieten. An Rhein, Mosel und Ahr sowie in der Wittlicher Senke wird umfangreich Weinwirtschaft betrieben. In der Wittlicher Senke zudem auch Tabakanbau. Bei Holsthum im Prümtal, im Windschatten des Ferschweiler Plateaus wird Hopfen für die Bitburger Brauerei angebaut. In den Hochlagen der Eifel sind jedoch im Wesentlichen nur Forst- und Milchwirtschaft möglich.

In der Eifel wird heute noch Bergbau betrieben. In Mayen wird durch die Firma Rathscheck Schiefer in den Moselschiefer-Bergwerken Katzenberg und Margareta Dachschiefer abgebaut, in Ralingen an der Sauer unweit der Grenze zu Luxemburg auf der Grube Engel im Peterstollen Gips. Tradition hat in der Eifel an vielen Stellen der Abbau von Bims, Basalt und anderen Gesteinen sowie Mineralien, obendrein in der Südeifel die Gewinnung von vulkanischer Kohlensäure, so vor allem im Wehrer Kessel.

Bekannt sind die vielen Eifler Mineralquellen, die hier aufgrund der vulkanischen Ereignisse häufig vorkommen. Größte Abfüller sind Gerolsteiner und Apollinaris. Mit Bitburger hat zudem eine der größten deutschen Brauereien ihren Sitz in der Eifel.

Der Tourismus spielt eine zunehmende wirtschaftliche Bedeutung und wurde insbesondere durch die Nationalparkausweisung in der Rureifel oder naturkundliche Infrastruktur in der Vulkaneifel weiter gestärkt. Des Weiteren sind der Eifelpark und einige Maare und Seen beliebte Ausflugziele. Im Winter gibt es in den Hochlagen Angebote für Wintersportler, z. B. Schwarzer Mann bei Prüm, Weißer Stein bei Hellenthal oder in Rohren bei Monschau. Ein bekanntes Ausflugsziel für Motorsportfans ist der Nürburgring mit der Nordschleife. Als touristisch und geologisch interessantes Ziel ist die Deutsche Vulkanstraße bekannt, welche die dem Vulkanismus der Eifel gewidmeten Vulkanparks verbindet, sowie viele Aussichtsberge und einige Ferienstraßen.

Kultur

Literatur aus der Eifel und über die Eifel

Als traditionell abgeschiedene Landschaft, in der die Bevölkerung eine stille und einfache Lebensweise pflegt, bot die Eifel einen guten Boden für eine lebendige Volkspoesie. In Sagen, Legenden und Märchen, die an langen Winterabenden in den Bauernstuben erzählt wurden, spiegelt sich häufig die Sehnsucht nach einer besseren Welt, die im Kontrast zur vorgefundenen Lebenswirklichkeit stand. Die Eifel bot darüber hinaus immer wieder Stoff für zahlreiche literarische und landeskundliche Werke.[7]

Volksliteratur

Eifeler Mentalität und Humor schlug sich nieder in zahlreichen Schnurren und Schwänken. Käuze und Eifeler Originale sind in diesen Erzählungen lebendig geblieben. Über die Region hinaus bekannt geworden sind die „Dahnener Sprünge“. Freude am Witz und Nachbarschaftsspott mögen die Motive gewesen sein für diese volkstümlichen Eifeler Schildbürgergeschichten. Nicht zu vergessen sind die zahllosen Gruselgeschichten von Hexen, Untoten, kopflosen Reitern, Wiedergängern und Werwölfen, die hier – ähnlich wie im benachbarten Ardennengebiet – bis ins 20. Jahrhundert überlebt haben.

Schon früh wurde die Volkspoesie der Eifel gesammelt. Inspiriert durch die Romantik, in der man im Volkstümlichen eine Quelle unverfälschter Motive und Formen sah, entstanden Sagensammlungen und Bearbeitungen Eifeler Sagenstoffe. Unter den aufschlussreichen Sammlungen sei der poetische Führer durch die Eifel des Kaplans Johann Heydinger genannt. Prominente Autoren wie Adelbert von Chamisso, Guido Görres, Karl Simrock, Ernst Moritz Arndt und Friedrich Schlegel stehen hier neben frühen Eifeler Autoren.

Auch das wissenschaftliche Interesse der 20er Jahre an der Volkskultur gab Impulse für das Sammeln von Volkspoesie. Prominentester Sammler war der in Zendscheid geborene Bonner Professor für Volkskunde Matthias Zender, der in den Jahren zwischen 1929 und 1936 als Student etwa 10.000 Sagen, Volksmärchen und Schwänke des Eifel-Ardennenraumes zusammengetragen hat, von denen 2000 veröffentlicht wurden.

Gruselgeschichten aus der Eifel wurden um 1900 von dem Schuldirektor Heinrich Hoffmann aus Düren und in den 1930er Jahren ebenfalls von Zender gesammelt und teilweise veröffentlicht. Von Peter Kremer erschien 2003 eine kommentierte Sammlung solcher Sagen in einem Dürener Verlag.[8]

Autoren und Werke

Bekannte Geschichtswerke der Eifel sind die „Eiflia illustrata oder geographische und historische Beschreibung der Eifel“ von Johann Friedrich Schannat, erschienen im 17. Jahrhundert, übersetzt, ergänzt und neu herausgegeben 1824 von Georg Bärsch sowie die „Eiflia sacra“, ebenfalls von Schannat, bearbeitet und neu herausgegeben 1888 von Carl Schorn.

Als erster Dichter der Eifel gilt Peter Zirbes, ein wandernder Steinguthändler aus Niederkail. Er ist Schöpfer schlichter Mundartgedichte, die er 1852 veröffentlichte. Viele zeitgenössischen Lyriker, die in der Eifel leben oder aus der Eifel stammen, haben die Eifel poetisch verarbeitet und über ihre Grenzen hinaus den Lesern von Lyrik im deutschen Sprachraum bekannt gemacht. Dies sind beispielsweise Jochen Arlt (der sich auch als Herausgeber mehrerer Eifel-Anthologien um diese mittelgebirgische Region verdient gemacht hat), Theo Breuer, Ursula Krechel und Norbert Scheuer. Jochen Arlts Gedicht „Einkaufn gehn in Münstereifel“ ist in der bedeutendsten deutschsprachigen Gedichtsammlung „Der Große Conrady. Das Buch deutscher Gedichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart“ nachzulesen.

Eine große Erzählerin, die die Eifel als Schauplatz von Romanen und Erzählungen wählte, war die gebürtige Triererin Clara Viebig. Die Erfolgsautorin des späten Naturalismus hat der Eifel mit den Romanen „Kreuz im Venn“ und „Weiberdorf“ literarische Denkmäler gesetzt. Die Rezeption des Werks Clara Viebigs erlitt wegen ihrer Ehe mit einem jüdischen Verleger in der Nazizeit einen Bruch. Seit Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts erleben die Werke der Schriftstellerin ihre verdiente Renaissance – auch in der Eifel. Die literarisch vielleicht bedeutendste Auseinandersetzung mit dem Eifelraum und seinen Menschen ist der in der Endphase des Zweiten Weltkriegs angesiedelte Roman „Winterspelt“ von Alfred Andersch, der den Stellungskrieg während der Ardennen-Offensive und die tragische Verknüpfung von Menschen und ihrer Schicksale in epischer Breite darstellt. Der 2005 verstorbene Heinz Küpper (unter anderem mit den Romanen „Wohin mit dem Kopf“ und „Zweikampf mit Rotwild“) sowie der in Kall lebende Norbert Scheuer dürfen heute als die die beiden wesentlichen Eifeler Vertreter zeitgenössischer deutschsprachiger Prosa gelten. Beide stellen in ihren Romanen die Eifel über die realistische Darstellung hinaus auch symbolisch als zerklüftete Landschaft vor, die zum Spiegelbild seelischer Landschaften wird. Besonders interessant ist hier (im Vergleich zur Perspektive des eher bodenständigen Erzählers) die literarische Gestaltung der Eifel aus der Sicht des Außenstehenden. Vor allem dort, wo keine romantische Verklärung der Eifel versucht wird, sondern wo Auswegslosigkeit und Verzweiflung angesichts von Armut und Not, geistiger Enge oder starrer Wertordnungen sichtbar werden, fordert diese Literatur zur Auseinandersetzung mit dem Raum und seinen Menschen heraus. Obwohl Norbert Scheuer in der Eifel geboren wurde, nehmen die Erzähler seiner Romane und Erzählungen die Perspektive des Distanzierten und Außenstehenden ein. Norbert Scheuer ist es vor allem in seinem jüngsten Erzählband „Kall, Eifel“ (2005) gelungen, das Leben in der Eifel facettenreich darzustellen und für Leser im gesamten deutschsprachigen Raum interessant zu machen.

Eifel-Krimis

Eine literarische Gattung, die in den letzten Jahrzehnten in vielen Regionen und Großstädten Deutschlands aufblüht, ist der Kriminalroman mit lokalem oder regionalem Bezug. Jacques Berndorf (*1936) hat sich mit seinen Kriminalromanen, etwa „Eifel-Blues“ (1989), „Eifel-Sturm“ (1999) oder „Eifel-Träume“ (2004), zum auflagenstärksten deutschen Krimiautor geschrieben. 1996 erhielt er den Hauptpreis des Eifel-Literatur-Festivals. Neben ihm wurde Ralf Kramp (*1963) mit dem Förderpreis ausgezeichnet. Ralf Kramp war der erste Autor, der mit seiner Reihe um das „schwarze Kleeblatt“ die Eifel als Krimischauplatz auch Kindern nahe gebracht hat. Harald Schneider (*1962) ist Autor der in der Eifel angesiedelten Kinderkrimiserie „Die Meisterschnüffler“, einem interaktiven Leseangebot, das Leserinnen und Leser ab 8 an unterschiedliche Schauplätze in der Eifel führt. Carola Clasen, Carsten Sebastian Henn, Andreas Izquierdo, Elke Pistor, Edgar Noske und Hans Jürgen Sittig gehören zu den weiteren Autoren, die sich dem Genre „Eifelkrimi“ verschrieben haben. Josef Zierden hat einen Eifel-Krimi-Reiseführer veröffentlicht, der zu unzähligen Krimischauplätzen in der Eifel führt. In der Stadt Hillesheim gibt es einen Eifelkrimi-Wanderweg, der an die Schauplätze der Romane von Jacques Berndorf und Ralf Kramp führt. Das Kriminalhaus in Hillesheim beherbergt die größte Krimibuch-Sammlung im deutschsprachigen Raun mit einem Bestand von 26.000 Büchern, im Haus befindet sich auch ein „Krimicafé“.

Bekannte Persönlichkeiten

Name geboren, gestorben Anmerkung Ort
Regino 840–915 Abt Prüm
Johannes Sleidanus 1506–1556 Geschichtsphilosoph und Historiker Schleiden/Straßburg
Johannes Sturmius 1507–1589 Humanist, Schulreformer, Schleiden/Straßburg
Johannes Remelinckhausen 1513 1. bekannter Dechant des Eifeldekanates und Verfasser der "Statua synodalia" Marmagen/Kreis Euskirchen
Peter Binsfeld 1545–1598 (ca.) Theologe und Hexentheoretiker Binsfeld
Hermann Löher 1595–1678 Autor eines Buches über Hexenverfolgungen Münstereifel/Rheinbach/Amsterdam
Balthasar König 1685–1760 (ca.) Begründer der traditionellen Eifeler Orgelbaukunst Süddeutschland/Münstereifel/Köln
Christian Ludwig König 1717–1789 Orgelbauer, Sohn von Balthasar König Münstereifel/Köln
Caspar Joseph König 1726–1763 Orgelbauer, Sohn von Balthasar König Münstereifel/Köln
Carl Caspar von Siebold 4.11.1736–3.4.1807 Begründer der modernen Chirurgie Nideggen/Würzburg
Friedrich Joseph Haass 1780–1853 "Heiliger Doktor von Moskau" Münstereifel/Moskau
Clemens de Lassaulx 1809-1906 „Vater des Eifelwaldes“ Adenau
Peter Zirbes 1825–1901 Dichter Niederkail
Joseph Lemling 1825–1894 Photograph und Pionier der Fototechnik Marmagen/Kreis Euskirchen
Bernhard Lemling 1904–1961 Dichter der Eifel Sülm/Kreis Bitburg-Prüm
Karl Reger 1930 Weihbischof von Aachen Giescheid bei Schleiden
Fritz von Wille 1860–1941 Eifelmaler Kerpen
Thomas Eßer 15.05.1870–29.11.1948 Vizepräsident des Deutschen Reichstags (1926-1933) Zülpich-Schwerfen/Euskirchen
Alfred Holler 1888–1954 Eifelmaler Eupen
Hermann Emil Fischer 1852–1919 Chemiker, Nobelpreisträger (1902) Flamersheim (Euskirchen)
Hugo Zöller 1852–1933 Forschungsreisender, Journalist Schleiden-Oberhausen/München
Nikolaus Bares 1871–1935 Bischof von Hildesheim und Berlin Idenheim bei Bitburg
Pitt Kreuzberg 1888–1966 Eifelmaler Ahrweiler
Curtius Schulten 1893–1967 Porträt- und Landschaftsmaler Blankenheim
Albert Larres 1900–1987 Eifelmaler Schleiden
Peter Kremer 1901–1989 Heimatschriftsteller Wittlich u. Bernkastel
Nikolaus Kyll 1904–1973 Theologe, Volkstumsforscher und Kirchenhistoriker Prüm
Hanns Altmeier 1906-1979 Maler, Hochschullehrer Koblenz
Rolf Dettmann 1915–1992 Eifelmaler Kronenburg
Konrad Schaefer 1915-1991 Maler und Graphiker Bad Münstereifel
Maximilian Goffart 17.01.1921–17.07.1980 Weihbischof von Aachen Kalterherberg/Aachen
Philipp Freiherr von Boeselager 1917–2008 Widerstandskämpfer im Attentat vom 20. Juli 1944 Heimerzheim, lebte in Kreuzberg an der Ahr
Alois Mertes 1921–1985 Politiker (CDU) und Staatsminister im Auswärtigen Amt Gerolstein
Wolfgang Leonhard 1921 Schriftsteller, Publizist, Historiker, Politiker Manderscheid
Rolf Huisgen 1920 Professor der Organischen Chemie, ausgezeichnet mit der Liebig-Denkmünze u.a. Preisen Gerolstein
Oswald Mathias Ungers 1926-2007 Architekt Kaisersesch/Köln
Mario Adorf 1930 Schauspieler und Schriftsteller Mayen
Elke Erb 1938 Schriftstellerin Scherbach
Hans-Dieter Arntz 1941 Regionalhistoriker und Buchautor (Eifel und Voreifel) Euskirchen
Clemens Pick 1947 Politiker (CDU) Marmagen
Gabriele Jansohn 1950 Rennfahrerin/Heimat und Kulturvorsitzende des Eifler "Dat un Wat" Verbandes e.V. Nordeifel bei Aachen
Winfried Schäfer 1950 Fußballtrainer Mayen
Klaus Toppmöller 1951 Fußballtrainer Rivenich
Mario Theissen 1952 Formel 1 Motorsportchef BMW Monschau
Hubert vom Venn 1953 Schriftsteller, Kabarettist, Journalist und Kolumnist Roetgen
Ulrike Höfken 1955 Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen) Düsseldorf/Eifelkreis Bitburg-Prüm
Edgar Schmitt 1963 "Euro-Eddy", Fußballer beim Karlsruher SC in den 90er-Jahren Dudeldorf
Max Tidof 1960 Schauspieler Polch
Norbert Röttgen 1965 Politiker (CDU), Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, stv. Parteivorsitzender Meckenheim
Andrea Nahles 1970 Politikerin (Generalsekretärin der SPD) Weiler (bei Mayen)

Städte in der Eifel

Verkehr

Durch die Eifel führen:

  • die Ahrtalbahn Remagen – Ahrbrück
  • die Eifelstrecke Köln – Euskirchen – Kall – Gerolstein – Trier mit mehreren Nebenbahnen. Ein großer Anteil der Nebenbahnen wurde jedoch inzwischen stillgelegt und teilweise zurückgebaut.
  • die Erfttalbahn Euskirchen – Bad Münstereifel mit Durchbindung an die Voreifelbahn Euskirchen – Bonn
  • die Eifelquerbahn Andernach – Mayen – Kaisersesch – Daun – Gerolstein. Der Streckenabschnitt Kaisersesch – Gerolstein wird lediglich in Frühjahr und Sommer betrieben. Die abzweigenden Nebenbahnen Mayen – Polch – Koblenz, Polch – Münstermaifeld und Daun – Wittlich wurden eingestellt und in Teilabschnitten zu touristischen Zwecken (Radweg) umfunktioniert.
  • die Rurtalbahn Linnich – Düren – Heimbach. Sie erschliesst von Nord nach Süd den gesamten Kreis Düren und wird an Sommerwochenenden von der Euregiobahn auf der Strecke Heerlen (Niederlande) – AachenDürenHeimbach befahren. Sie ist besonders beliebt bei Tagestouristen, für die die Stadt Heimbach und ihre Ortsteile ein reizvolles Ziel bieten.
  • die Brohltalbahn Brohl – Engeln; eine privatbetriebene Schmalspurbahn
  • die Autobahnen A 1, A 48, A 60, A 61 und A 64
  • zahlreiche Bundesstraßen, z. B. B 49, B 50, B 51, B 52, B 53, B 56, B 257, B 258, B 265, B 399, B 409, B 410, B 418, B 421, B 477

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