Einbeck

Einbeck
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Einbeck
Einbeck
Deutschlandkarte, Position der Stadt Einbeck hervorgehoben
51.8166666666679.8666666666667112
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Northeim
Höhe: 112 m ü. NN
Fläche: 165,99 km²
Einwohner:

26.426 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 159 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37574
Vorwahl: 05561
Kfz-Kennzeichen: NOM (früher EIN)
Gemeindeschlüssel: 03 1 55 004
Stadtgliederung: 31 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Teichenweg 1
37574 Einbeck
Webpräsenz: www.einbeck.de
Bürgermeister: Ulrich Minkner (SPD)
Lage der Stadt Einbeck im Landkreis Northeim
Uslar Uslar Bodenfelde Hardegsen Nörten-Hardenberg Katlenburg-Lindau Dassel Moringen Bad Gandersheim Northeim Kalefeld Kreiensen Einbeck Landkreis Northeim Niedersachsen Hessen Landkreis Göttingen Landkreis Holzminden Landkreis Hildesheim Landkreis Goslar Landkreis Osterode am Harz Nordrhein-Westfalen gemeindefreies Gebiet SollingKarte
Über dieses Bild

Einbeck ist eine ehemalige Hansestadt, ein Mittelzentrum und eine selbständige Gemeinde in Südniedersachsen. Das Stadtbild im Zentrum ist geprägt von mehr als 150 spätmittelalterlichen Fachwerkhäusern. Einbeck ist wegen seiner jahrhundertealten Brautradition als Bierstadt bekannt. Flächenmäßig ist Einbeck die größte Stadt Südniedersachsens.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Einbeck mit Blick nach Osten, 2006

Geografische Lage

Einbeck liegt am nordwestlichen Ende des Leinegrabens unmittelbar südlich des Höhenzugs Hube (Fuchshöhlenberg 346,2 m ü. NN) zwischen den Großstädten Göttingen im Süden (etwa 30 km) und Hildesheim im Norden (etwa 35 km). Der Harz beginnt etwa 20 Kilometer weiter östlich und der Solling mit seinem nordöstlichen Ausläufer Ahlsburg rund 5 km südwestlich.

Der Name Einbeck bezieht sich auf den durch den Ort fließenden Bach (niedermitteldeutsch = Beeke), das Krumme Wasser, einen nördlichen Zufluss der Ilme. Die Ilme verläuft durch die südlichen Bereiche der Kernstadt, passiert dann den Altendorfer Berg und mündet wenige Kilometer weiter östlich in die von Süden kommende Leine.

Klima

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Einbeck
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) -0,1 0,6 3,8 8,1 12,7 16,0 17,4 17,0 13,9 9,5 4,8 1,5 Ø 8,8
Niederschlag (mm) 52,6 36,4 45,2 51,3 64,6 76,7 64,5 60,9 44,6 40,6 49,4 57,3 Σ 644,1
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Quelle: [2]

Nachbargemeinden

Einbeck grenzt im Uhrzeigersinn an die Gemeinden Kreiensen, Northeim, Moringen, Dassel, Eschershausen und Delligsen.

Ortsteile

Von den rund 26.500 Einwohnern der ungewöhnlich flächengroßen Stadt wohnen etwa 15.000 in der Kernstadt, die übrigen verteilen sich auf die 31 Ortsteile Einbecks:

Geschichte

Merian-Stich von Einbeck aus dem Jahr 1654
Grundriss von Einbeck mit den Befestigungsanlagen 1750

Mittelalter

Im Frühmittelalter existierten bereits mehrere Dörfer an der Ilme im mittleren Leinetal, als der Ort Einbeck gegründet wurde. Am 1. Januar 1158 ließ Friedrich Barbarossa urkundlich ... in loco qui Einbike vocatur ... festhalten, was sich auf eine Güterübertragung im 11. Jahrhundert bezog. Graf Udo von Katlenburg besaß hier an der Bachaue des Krummen Wassers ein Gut, bei dem sein Enkel später das Stift Sankt Alexandri gründete, das zu einem bedeutenden Wallfahrtsort wurde. Auf der gegenüberliegenden Seite des Baches entstand Ende des 12. Jahrhunderts an verkehrsmäßig günstiger Lage die Marktsiedlung mit der Marktkirche. Die Bachaue zwischen Markt und Stift wurde zugeschüttet und besiedelt; um Marktsiedlung und Stift ein Wallgraben und eine Stadtmauer gezogen. 1252 hatte Einbeck Stadtrechte, es wurde ein Rat der Stadt erwähnt, 1279 wurden Einbeck vom Landesherrn Heinrich Mirabilis erweiterte Stadtrechte verliehen.

Die Stadt gewann an Bedeutung unter der Landesherrschaft der Herzöge von Grubenhagen. Viele Bürger umliegender alter Dörfer wie Oldendorf oder Tiedexen zogen zu. 1351 sind die ersten Exporte des Einbecker Bieres belegt. Das Bier wurde in den brauberechtigten Bürgerhäusern – erkennbar an den großen Toren für die Braupfanne – gebraut, die Organisation und Vermarktung erfolgte gemeinsam durch den Rat. 1368 trat Einbeck der Hanse bei, wodurch das Absatzgebiet des Einbecker Bieres erheblich ausgedehnt wurde: es reichte von Antwerpen bis Riga und von Stockholm bis München. Im 14. und 15. Jahrhundert nahm man ein Augustiner-Chorfrauen-, ein Augustiner-Eremiten- und ein Clarissenkloster auf und errichtete eine Landwehr. Einbeck war zu dieser Zeit eine der größeren Städte Norddeutschlands. Es war ein „Goldenes Zeitalter“ für Einbeck.

Neuzeit

1540 wurde Einbeck bei einem Brand nahezu vollständig zerstört. Er war durch eine Brandstiftung entstanden, wobei ungeklärt blieb, ob sie sich gegen die gerade eingeführte Reformation richtete. Der zuvor erwirtschaftete Reichtum erlaubte einen raschen Wiederaufbau. Der Beitritt zum Schmalkaldischen Bund war kostspielig. 1549 brannten in der südliche Stadthälfte 580 Häuser nieder. 1597 forderte die Pest zahlreiche Opfer. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt 1632 und 1641 besetzt, hunderte Häuser wurden zerstört, im Siebenjährigen Krieg die Befestigungsanlagen gesprengt. Während sich das benachbarte Rotenkirchen zum Amtssitz entwickelte, konnten die Landesherren die politische Selbständigkeit der geschwächten Stadt einschränken. Einbeck nahm eine Garnison Infanterieeinheiten auf, die später hannoversche Einheiten bildeten. Dadurch besserte sich die wirtschaftliche Entwicklung wieder. 1807 − 1813 war Einbeck Sitz der Unterpräfektur des Distriktes Einbeck. Das Viertel um die Neustädter Kirche brannte 1826 ab. Eine preußische Kaserne wurde 1869 gebaut (heute Neues Rathaus mit Sitz der Stadtverwaltung). 1879 wurde Einbeck an das Schienennetz angeschlossen (Strecke Salzderhelden - Einbeck). Im Jahr 1885 wurde Einbeck Verwaltungssitz des neugegründeten Landkreises Einbeck. Ab 1890 entwickelte sich das Fahrradgeschäft August Stukenbroks zum größten Versandhaus Deutschlands, das 1931 durch die Weltwirtschaftskrise in Konkurs ging. 1896 zog das Garnisonsregiment aus der Stadt ab. In der alten Kaserne wurde 1871 eine technische Universität gegründet, die bis 1907 bestand. Die Synagoge maurischen Stils brannte man während der Novemberpogrome 1938 nieder. Die Vorgängersynagoge aus Fachwerk blieb erhalten, da sie umgenutzt war.[3] Der spätere Stadtdirektor Keim übergab die Stadt 1945 eigenmächtig ohne Befehl des Wehrersatz-Inspekteurs des Wehrkreises XI an die US-Armee, so dass die Stadt weitgehend unbeschädigt erhalten blieb.

1946 verdoppelte sich Einbecks Einwohnerzahl durch Vertriebene aus den damaligen deutschen Ostgebieten, vor allem aus Schlesien, die in Stadt und Kreis Einbeck eine neue Heimat fanden. Dieses hatte eine städtebauliche Erweiterung zur Folge, wobei die Wohnungsbauten vorwiegend in östlicher Richtung und anschließend Gewerbebauten vorwiegend in südlicher Richtung errichtet wurden. Es siedelten sich mehrere bedeutende Unternehmen an, darunter die KWS. 1971 wurden die Orte Holtensen, Hullersen, Immensen und Odagsen eingemeindet. Die Auflösung des Landkreises Einbeck erfolgte im Jahre 1974 sowie die Eingemeindung weiterer 27 Orte aus den ehemaligen Landkreisen Einbeck, Gandersheim und Northeim. Das Stadtgebiet erhielt damit seine heutige Größe. Einbeck ist Mittelzentrum und Selbständige Stadt. 2005 zerstörte ein Großbrand in der Altstadt ein historisches Fachwerkhaus und beschädigte fünf weitere.

Politik

Neues Rathaus: seit 1996 Verwaltungszentrum der Stadt
Altes Rathaus mit Eulenspiegel-Brunnen

Am 19. Oktober 2011 beschloss der Rat der Stadt die Fusion mit der Nachbargemeinde Kreiensen zum 1. Januar 2013.[4]

Stadtrat

Im Einbecker Rathaus sitzen folgende Parteien (ohne den Sitz des Bürgermeisters):

Partei Sitze 2011 Sitze 2006
SPD 14 16
CDU 9 14
GfE 8 n.a.
FDP 2 4
GRÜNE 2 1
Die Linke 1 1

Ergebnis der Kommunalwahl von 2011.

Die aktuelle Wahlperiode läuft vom 1. November 2011 bis 31. Oktober 2016. Es wird jedoch voraussichtlich im Januar 2013 Neuwahlen geben, da die Stadt Einbeck mit der Gemeinde Kreiensen fusionieren wird.

Stadtdirektoren

  • 1948 bis 1981 Heinrich Keim
  • 1981 bis 1992 Georg Lampe
  • 1992 bis 1997 Bernd Röll

Bürgermeister (hauptamtliche)

  • 1. Januar 1998 bis 31. Oktober 2006: Martin Wehner (SPD)
  • seit 1. November 2006: Ulrich Minkner (SPD)

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Häuserzeile Tiedexer Strasse
die Fachwerkschnitzereien wurden erst im 20. Jh. bunt bemalt
Marktplatz mit Marktkirche St. Jakobi

Der historische Stadtkern von Einbeck bietet ein nahezu vollständig erhaltenes Bild einer spätmittelalterlichen Fachwerkstadt, darum führt die 1990 ins Leben gerufene Deutsche Fachwerkstraße auch über Einbeck.

Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1540 wurde die Stadt in den Folgejahren in einem einheitlichen Baustil neu aufgebaut, wobei die Lage der Gebäude über den einige hundert Jahre älteren Gewölbekellern erhalten blieb. Als schönstes Ensemble gilt die Nordseite der Tiedexer Straße. Hier sind insbesondere auch die hohen Toreinfahrten erhalten, durch die Brauereiwagen passieren konnten. Mehr als die Hälfte aller Gebäude hatten das Braurecht.

Gebäude

  • Der Marktplatz, die Keimzelle der Stadt, mit dem
    • Alten Rathaus aus dem 16. Jahrhundert mit seinen drei spitzen Türmen ist Wahrzeichen Einbecks.
    • Brodhaus von 1552 ist Sitz der Einbecker Bäckerinnung. Das Vorgängergebäude an diesem Standort soll bereits 1333 erwähnt worden sein.
    • Fachwerkgebäude der Ratsapotheke aus dem Jahr 1590.
  • Das Eickesche Haus mit seiner reichen figürlichen Renaissance-Fachwerkschnitzerei ist als „Baudenkmal von besonderer nationaler und kultureller Bedeutung“ klassifiziert.
  • Die Tiedexer Straße, ein geschlossener Straßenzug mit denkmalgeschützten Fachwerkhäusern aus der Mitte des 16. Jahrhunderts
  • Das Neue Rathaus wurde 1868 als preußische Kaserne errichtet, fand ab 1907 eine neue Nutzung als das Versandhaus des August Stukenbrok und dient seit 1996 als Verwaltungszentrum der Stadt Einbeck.

Kirchen

Theater

  • Wilhelm-Bendow-Theater (Kulturring Einbeck)

Museen

  • Stadtmuseum Einbeck, Steinweg 11/13, mit dem neugestalteten, sehenswerten „RadHaus“ (Fahrradmuseum)

Parks

Storchenturm in der Wallanlage
  • Der Stiftsgarten gehörte früher dem Stift Alexandri, später dem Versandhändler August Stukenbrok. An diesen Besitzer erinnert heute ein Denkmal gegenüber dem Brunnen des kleinen Parkteiches.
  • Im Stukenbrokpark steht die Stukenbrokvilla, in der sich heute die Mendelssohn Musikschule befindet.
  • Wallanlagen mit Stadtmauer am Bäckerwall, Krähengraben und Mühlenwall
  • Offiziersgarten

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Bus und Bahn

Etwa fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, im Flecken Salzderhelden, liegt an der Hauptstrecke Hannover – Göttingen der Bahnhof Einbeck-Salzderhelden. Der innenstadtnah gelegene Bahnhof Einbeck Mitte wird seit 1984 nicht mehr regulär mit Reisezügen bedient, sondern nur noch gelegentlich mit Sonderzügen und dient jetzt dem Güterverkehr. Bis 2002 bestand die Trasse noch bis nach Dassel und wurde danach sukzessive bis Juliusmühle zurückgebaut. Noch im gleichen Jahr ging die Strecke Einbeck-Salzderhelden - Einbeck Mitte von der DB in den Besitz der Ilmebahn GmbH über.

Durch das nördliche Stadtgebiet verläuft die Bahnstrecke Altenbeken–Kreiensen, der ehemalige Bahnhof in Naensen wird aber nicht mehr bedient.

Die Anbindung Einbecks an den Bahnhof Einbeck-Salzderhelden erfolgt heute mit Bussen. Auch die Anbindung der umliegenden Orte an die Stadt sowie der innerstädtische Verkehr in Einbeck werden mit Bussen durchgeführt. Die wichtigsten Betreiber sind die Ilmebahn GmbH und die RBB (Regionalbus Braunschweig GmbH). Sämtliche Buslinien im Raum Einbeck gehören zum Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN).

Straße

Einbeck liegt an der Bundesstraße 3, die die Stadt mit der Landeshauptstadt Hannover und der A 7 verbindet. Die nächste Anschlussstelle der A 7 ist 13 km entfernt.

Medien

In Einbeck erscheint die Einbecker Morgenpost mit Lokalteil für die Stadt und den ehemaligen Landkreis Einbeck. Einbeck ist auch Sitz des Anzeigenblattes Die Eule, das in der Region rund um Einbeck mittwochs und sonntags kostenlos erscheint.

Ansässige Unternehmen

Einbecker Brauhaus AG

Bekannt ist Einbeck auch für das gleichnamige Bier. Einbecker Bier ist der Ursprung aller Bockbiere. Ein Einbecker Braumeister wurde nach München abgeworben, um dort das „Einpökisch Bier“ zu brauen. In der Folgezeit entwickelte sich im bairischen Dialekt daraus das „Oanpock“ und schließlich dann das „Bockbier“. Wegen des hohen Alkoholgehalts des Bockbiers war es innerhalb der Hanse begehrt und wurde verschifft bzw. exportiert. Der Bierexport war derartig bedeutend, dass beispielsweise in Hamburg eine eigene Umschlagsmöglichkeit geschaffen wurde: das Eimbeck'sche Haus.

Gebraut wird in Einbeck schon seit 1378. Heute symbolisiert die Einbecker Brauhaus AG weit über die Region hinaus die 750-jährige Tradition der Einbecker Bierbrauer.

Neben zahlreichen anderen Handwerksbetrieben darf eine hier beheimatete und historisch bedeutende Handwerkskunst nicht vergessen werden: der Einbecker Blaudruck, eine Erfindung des frühen 18. Jahrhunderts, hervorgegangen aus dem traditionellen Färberhandwerk, dabei blickt ein ortsansässiger Familienbetrieb auf eine über 360-jährige Tradition zurück.

Die KWS SAAT AG (vormals: Kleinwanzlebener Saatzucht) züchtet seit 150 Jahren Saatgut für landwirtschaftliche Nutzpflanzen und gehört heute mit über 40 Tochtergesellschaften weltweit zu den führenden Unternehmen in der Pflanzenzüchtung.

Das international tätige Unternehmen Kurt König ist seit 75 Jahren als Komplettanbieter für Baugeräte und Baumaschinen mit dem Hauptsitz in Einbeck vertreten.

In Einbeck ansässig sind weiterhin zwei Unternehmen der Automobilzulieferindustrie: Kayser Automotive Systems und DURA Automotive Systems sowie der Kettenhersteller Arnold und Stolzenberg (Teil der Renold-Gruppe).

Bildungseinrichtungen

Grundschulen

  • Geschwister-Scholl-Schule Einbeck, Ganztagsschule
  • Pestalozzischule Einbeck
  • Grundschule am Teichenweg (Teichenwegschule Einbeck)
  • Grundschule Salzderhelden/Vogelbeck
  • Leinetalschulen Drüber
  • Grundschule Dassensen/Holtensen
  • Grundschule Wenzen
  • Grundschule Naensen (aufgelöst zum 31. Juli 2010)

Weiterführende Schulen

Gymnasium Goetheschule
  • Geschwister-Scholl-Schule (Hauptschule)
  • Wilhelm-Bendow-Schule (Hauptschule)
  • Löns-Realschule
  • Gymnasium Goetheschule mit Ganztagszweig

Berufsschule

  • Berufsbildende Schulen Einbeck
  • Krankenpflegeschule

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Weitere Persönlichkeiten

Sonstiges

Anlässlich einer Aktion haben Einbecker Bürger gegen die hohe Arbeitslosenzahl im September 1998 in der Altstadt neben der Marktkirche den Stein des Anstoßes errichten lassen. Eine Informationstafel vor dem Stein in den Boden eingelassen, berichtet, dass er bis zur Halbierung der Arbeitslosigkeit an dieser Stelle verbleiben soll. Die Zahl der Menschen ohne Arbeit betrug zur Zeit der Aufstellung in der Stadt Einbeck 2341 Personen. Der Stein wurde im Oktober 2007 wieder entfernt.

Einbeck im Film

Im Jahr 1958 wurde in Einbeck der Schwarz-Weiß-Spielfilm „Vater, Mutter und neun Kinder“ mit Heinz Erhardt gedreht, bei dem unter anderem der Marktplatz und die Tiedexer Straße sowie Autos mit dem Kfz-Kennzeichen des damaligen Landkreises Einbeck (EIN) zu sehen sind. Erhardt spielt in dem Film den fiktiven Einbecker Bäckermeister Friedrich Schiller, der sein Geschäft für die Dreharbeiten im Haus der Rats-Apotheke bezog. In weiteren Hauptrollen: Camilla Spira, Monika Ahrens, Erik Schumann und Willy Millowitsch.

Regelmäßige Veranstaltungen

Weihnachtsmarkt vor dem Alten Rathaus

Literatur

  • Johannes Letzner: Dasselische und Einbeckische Chronica, Erfurt 1596.
  • Plümer, Erich: Einbeck. In: Die Hanse. Lebenswirklichkeit und Mythos. Hrsg. v. Jörgen Bracker, Bd. 1, Hamburg 1989, S. 232–234.
  • Hainski, Hellmut: 100 Jahre Einbecker Geschichtsverein. Rückblick, Aktivitäten, Ehrungen. Einbecker Jahrbuch 44, 1995, 5-26.
  • Erich Strauß/Hellmut Hainski/Andreas Heege: Stadt Einbeck - Zeitgenössische Fotografien und Dokumente, Duderstadt 1995.
  • Andreas Heege/Erich Strauß/Hellmut Hainski u.a., Aus Einbecks Vergangenheit. Ausgewählte Schriften zur Erinnerung an Prof. Dr. h.c. Wilhelm Feise, 5 Bde. (Quellen und Materialien zur Geschichte der Stadt Einbeck), Oldenburg 1998.
  • Andreas Heege/Klaus Rudloff: Einbecker Ansichten - Die Stadt und ihre Dörfer vor 100 Jahren (Quellen und Materialien zur Geschichte der Stadt Einbeck 7), Oldenburg 1999.
  • Heege, Andreas und Roth Heege, Eva: Einbeck. Portrait einer Stadt. Einbeck 2000.
  • Andreas Heege, Einbeck im Mittelalter. Eine archäologisch-historische Spurensuche (Studien zur Einbecker Geschichte 17), Oldenburg 2002.
  • Andreas Heege: Tonpfeifen aus Einbeck, Niedersachsen, in: Knasterkopf 16, 2003, 11-68.
  • Andreas Heege/Stefan Teuber: Die Entwicklung der Archäologischen Denkmalpflege bei der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Einbeck bis zum Jahr 2004, in: Nachrichten aus Niedersachsens Urgeschichte 74, 2005, 16−19.
  • Andreas Heege, Einbeck 1540: Brandstiftung! Der Einbecker Stadtbrand vom 26. Juli 1540 - Archäologischer Befund und politische Hintergründe, Einbeck 2005.
  • Klaus Spörer, Einbeck im späten 18. Jahrhundert (1765−1800), Oldenburg 1997. ISBN 3-89598-422-1
  • Einbecker Geschichtsverein e. V. (Hrsg.), Stadt Einbeck, Zeitgenössische Fotografien und Dokumente von 1870 bis 1914; Duderstadt 1995. ISBN 3-923453-65-5

Einzelnachweise

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
  2. Deutschen Wetterdienst, Normalperiode 1961–1990
  3. Synagoge
  4. Artikel der Einbecker Morgenpost vom 20. Oktober 2011: Rat stimmt mit deutlicher Mehrheit für die Fusion
  5. Hugo Thielen: Andreae, (1) August Heinrich. In: Stadtlexikon Hannover, S. 27
  6. einbeck-online: Die Neustädter Kirche St. Marien, pdf-Datei

Weblinks

 Commons: Einbeck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Einbeck – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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