Eishockey-Oberliga

Eishockey-Oberliga
Eishockey-Oberliga
Aktuelle Saison Eishockey-Oberliga 2011/12
Sportart Eishockey
Abkürzung OL
Verband Deutscher Eishockey-Bund (DEB)
Ligagründung 1948/2010
Mannschaften 38
Land (Länder) DeutschlandDeutschland Deutschland
Titelträger SC Riessersee
Website [1], [2], [3], [4]
2. Bundesliga

Die Oberliga ist zurzeit die dritthöchste Eishockeyspielklasse in Deutschland und wird in vier regionalen Gruppen ausgespielt. Historisch war die Oberliga in der Bundesrepublik Deutschland von 1948 bis 1958 die höchste Spielklasse, bevor sie von der Eishockey-Bundesliga abgelöst wurde. In der Deutschen Demokratischen Republik war die Oberliga von 1952 bis 1990 die höchste Spielklasse.

Inhaltsverzeichnis

Oberliga als höchste Spielklasse der BRD 1948 bis 1958

Die Eishockey-Oberliga war zwischen 1948 und 1958 die höchste Eishockey-Spielklasse in der Bundesrepublik Deutschland. Mit Einführung der Eishockey-Bundesliga wurde die Oberliga ab 1958 zur zweithöchsten Spielklasse.

Deutscher Meister 1948–1958

Jahr Deutscher Meister
1949 EV Fuessen Logo.png EV Füssen
1950 Scriessersee.jpg SC Riessersee
1951 KTSV Preußen Krefeld.gif Preußen Krefeld
1952 Krefelder EV.png Krefelder EV
1953 EV Fuessen Logo.png EV Füssen
1954 EV Fuessen Logo.png EV Füssen
1955 EV Fuessen Logo.png EV Füssen
1956 EV Fuessen Logo.png EV Füssen
1957 EV Fuessen Logo.png EV Füssen
1958 EV Fuessen Logo.png EV Füssen

Siehe auch: Deutscher Meister (Eishockey)

DDR-Oberliga 1952 bis 1990

Hauptartikel: DDR-Oberliga (Eishockey)

In der Deutschen Demokratischen Republik war von der Saison 1952/53 bis zur letzten DDR-Meisterschaft 1989/90 die Oberliga die höchste Spielklasse. Ab 1970 spielten allerdings nur noch zwei Mannschaften, Dynamo Berlin und Dynamo Weißwasser, die Oberliga aus. Zur Wiedervereinigung wurden die beiden Mannschaften zur Saison 1990/91 in die Bundesliga aufgenommen.

Oberliga als zweite/dritte Spielklasse 1958 bis 1994

Zur Saison 1958/59 wurde die Eishockey-Bundesliga als neue höchste Spielklasse im deutschen Eishockey eingeführt. Die Oberliga wurde damit zur zweithöchsten Spielklasse. Von 1966 bis 1970 wurde die Oberliga in zwei Gruppen Nord und Süd eingeteilt, wobei sich die Südgruppe auf die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern, die Nordgruppe auf den Rest des Bundesgebietes erstreckt.

Mit der Einführung der 2. Eishockey-Bundesliga 1973 wurde die Oberliga zur dritthöchsten Spielklasse, erneut eingeteilt in die Gruppen Nord (gelegentlich auch als Nord/West bezeichnet) und Süd. Die Aufsteiger in die 2. Bundesliga wurden in einer gemeinsamen Aufstiegsrunde der jeweils besten zwei Mannschaften ermittelt. Ab 1981 spielten die besten Mannschaften der beiden Gruppen in einer Relegationsrunde mit den schlechtesten Mannschaften der 2. Bundesliga um den Aufstieg/Verbleib in der 2. Bundesliga. Ab 1985 gab es zusätzlich eine Oberliga Mitte für Vereine aus Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland, die jedoch 1987 wieder eingestellt wurde.

1. und 2. Liga 1994 bis 1999

Mit Einführung der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) als Profiliga zur Saison 1994/95 wurden im Amateurbereich die 1. Liga und die 2. Liga eingeführt. Beide Ligen wurden jeweils in die Gruppen Nord und Süd eingeteilt. Die Mannschaften der Oberliga 1993/1994 bildeten dabei die Basis für die 1. Liga. Die beiden 1. Ligen spielten in gemeinsamen Play-Offs den Deutschen Amateurmeister aus, welcher sich um die Aufnahme in die DEL bewerben konnte.

In der Saison 1997/98 führte der Mangel an interessierten Vereinen zur Abschaffung der 2. Liga Nord und zur gleichzeitigen Aufstockung der 2. Ligenstufe im Norden mit den verbliebenen Mannschaften. Die 2. Liga Süd blieb weiter bestehen. Als zur Saison 1998/99 die Eishockey-Bundesliga (ab 1999 2. Eishockey-Bundesliga genannt), als eingleisige zweithöchste Spielklasse eingeführt wurde, wurde die 1. Liga zur dritthöchsten Spielklasse.

Oberliga 1999-2010

Jahr Oberliga-Meister Jahr Oberliga-Meister
2000 EV Duisburg (Nord)
EHC Straubing (Süd)
2006 Evl2000.svg EV Landsberg 2000
2007 Heilbronner-falken-logo.svg Heilbronner Falken
2001 EHC Wolfsburg (Nord)
Eisbären regensburg logo.jpg EV Regensburg (Süd)
2008 EisloewenDresden Logo.svg Dresdner Eislöwen (Nord)
EC Bad Tölz3.gif EC Bad Tölz (Süd)
2002 EV Landshut Logo.bmp EV Landshut 2009 Hannover Indians logo.svg Hannover Indians (Nord)
ESV-Kaufbeuren-logo.svg ESV Kaufbeuren (Süd)
2003 EV Weiden logo.gif 1. EV Weiden
2004 REV Bremerhaven Logo.svg REV Bremerhaven 2010 Starbulls-Rosenheim-logo.svg Starbulls Rosenheim
2005 EisloewenDresden Logo.svg Dresdner Eislöwen 2011 Scriessersee.jpg SC Riessersee

Zur Saison 1999/00 wurde die 1. Liga wieder in Oberliga umbenannt. Die Oberliga wurde weiterhin in zwei Gruppen Nord und Süd ausgespielt. Die Oberliga Nord wurde von den für diese Gruppe verbliebenen Teilnehmer 2001 aufgelöst, die restlichen Nord-Clubs Ratinger Ice Aliens und SC Mittelrhein-Neuwied spielten für eine Saison in der Oberliga Süd.

Im Sommer 2002 wurde die Organisation der Oberliga und der 2. Bundesliga vom Deutschen Eishockey-Bund in die Eishockeyspielbetriebsgesellschaft ausgelagert, in die die Lizenznehmer als Gesellschafter aufgenommen werden. Zur Saison 2002/03 wurde die Liga um die Mannschaften der aufgelösten Regionalliga Süd aufgestockt und in den Gruppen Süd-West für Südbayern, Baden-Württemberg und Westdeutschland und Süd-Ost (später Nord-Ost genannt) für Nord-Bayern und Ostdeutschland ausgespielt. Die Oberliga verlor aber weiterhin aus wirtschaftlichen Gründen Vereine, so dass sie ab 2005 eingleisig ausgespielt wurde. Ab 2007 wurde die Oberliga wieder in die Gruppen Nord und Süd eingeteilt, wobei jedoch zusätzliche Spiele zwischen den Gruppen ausgetragen wurden. Ab der Saison 2009/10 war die komplette Trennung in die Gruppen Süd und Nord geplant; nach dem Rückzug mehrerer Nordclubs wurde die Liga aber in der Saison 2009/10 erneut eingleisig ausgetragen.

Oberliga seit 2010

Germany icehockey oberliga.svg
Geographische Einteilung der vier Oberligagruppen. Rot: Gruppe Nord, Gelb: Gruppe Ost, Blau: Gruppe Süd, Grün: Gruppe West

Nachdem die Zweiteilung der Oberliga in den Vorjahren nicht zu Stande kam, einigten sich DEB, ESBG und Landesverbände auf eine Reform der Oberligen und Regionalligen, die am 27. März 2010 durch eine Satzungsänderung des DEB umgesetzt wurde.[1] Ab der Saison 2010/11 wird die Oberliga nicht mehr von der ESBG ausgerichtet, vielmehr wird sie in vier regionalen Gruppen ausgespielt. Dabei wird die Gruppe Süd vom DEB, die Gruppe Ost vom Berliner Eissport-Verband, die Gruppe Nord vom LEV Niedersachsen und die Gruppe West vom LEV NRW veranstaltet. Die besten Mannschaften der Gruppen Nord, West und Ost, spielen dabei nach der Vorrunde die gemeinsame Zwischenrunde Nord aus. Die besten Vereine der Zwischenrunde Nord und der Gruppe Süd spielen in einer Aufstiegsrunde den Meister und Aufsteiger in die 2. Bundesliga aus.

Jahr Meister Staffelsieger
2011 SC Riessersee Nord: Rostocker EC
Süd: Tölzer Löwen
Ost: Saale Bulls Halle
West: EHC Dortmund
2012

In der Saison 2010/11 bestehen die Oberligen Nord und Ost im Wesentlichen aus den Teilnehmern der Regionalligen Nord und Ost der Saison 2009/10. Die Oberliga Süd besteht aus sieben der bisherigen elf Mannschaften der Oberliga-Saison 2009/10, zwei Aufsteigern aus der Bayernliga und einem Absteiger aus der 2. Bundesliga; der Meister Starbulls Rosenheim stieg in die 2. Bundesliga auf. Die Oberliga West wurde aus den drei Oberligisten aus Nordrhein-Westfalen und Hessen sowie sechs interessierten Mannschaften aus der Regionalliga West gebildet. Grundlegende Regelungen sind in allen Gruppen gleich, so sind je Mannschaft zwei kontingentkartenpflichtigen (ausländische) Spieler erlaubt, jedoch nur deutsche Torhüter; auf dem Spielberichtsbogen sind maximal 15 Spieler über 21 Jahre erlaubt. Gespielt wird im 3-Mann-Schiedsrichter-System und mit 3-Punkte-Regelung mit Verlängerung bzw. Penaltyschießen nach einem Unentschieden.[2]

Aktuelle Saison: Eishockey-Oberliga 2011/12

Einzelnachweise

  1. hockeyweb.de, Oberliga-Reform und Altersklassenänderung beschlossen. 28. März 2010, abgerufen am 28. März 2010
  2. lev-niedersachsen.de, LEV Niedersachsen: Neue Ligenstruktur – Landesverbände setzen sich durch

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