Eka-Quecksilber

Eka-Quecksilber
Eigenschaften
Eigenschaften (soweit bekannt)
Name, Symbol, Ordnungszahl Ununbium, Uub, 112
Serie Übergangsmetalle
Gruppe, Periode, Block 12, 7, d
Massenanteil an der Erdhülle 0 % (künstlich erzeugt)
CAS-Nummer 54084-26-3
Atomar
Atommasse 277 u
Elektronenkonfiguration [Rn]5f14 6d107s2
Elektronen pro Energieniveau 2, 8, 18, 32, 32, 18, 2
Isotope
Isotop NH t1/2 ZM ZE MeV ZP
277Uub

{syn.}

283Uub

{syn.}

4 s
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Besonders fragliche Werte sind mit (?) gekennzeichnet

Ununbium (Symbol Uub, „Eka-Quecksilber“) ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente und der Ordnungszahl 112. Es zählt zu den Transactinoiden.

Inhaltsverzeichnis

Gewinnung und Darstellung

Ununbium wurde erstmals am 9. Februar 1996 bei der Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt durch Fusion eines Zink-(70Zn)- und eines Blei-(208Pb)-Atomkernes erzeugt:[1]

\,^{70}_{30}\mathrm{Zn} +  \,^{208}_{82}\mathrm{Pb} \to \,^{278}_{112}\mathrm{Uub} ^{*} \to \,^{277}_{112}\mathrm{Uub} + \,^{1}_{0}\mathrm{n}

Ununbium ist ein vorläufiger Name, der aus dem Lateinischen kommt und für Teile der Zahl 112 (un für 1, bi für 2) steht. Die Entdeckung wurde bei der IUPAC eingereicht, aber von dieser noch nicht bestätigt. Einen offiziellen Namen erhält das Element erst, wenn diese Bestätigung erfolgt ist.

Eigenschaften

Man dachte, dass Ununbium sich aufgrund des relativistischen Effekts möglicherweise wie ein Edelgas verhalten könnte, dies stellte sich aber als Irrtum heraus.

Nach Pressemitteilung des Paul-Scherrer-Instituts im Mai 2006 ergaben Experimente, dass Ununbium sich chemisch ähnlich wie Quecksilber (Hg) verhalte.[2] Diese Aussage stützt sich auf die Beobachtung von lediglich 2 Atomen 283Uub Ununbium. Diese entstanden durch den Beschuss von Plutonium mit Calcium und hatten eine Halbwertszeit von ca. 4 Sekunden[3].

Einzelnachweise

  1. S. Hofmann, V. Ninov, F. P. Heßberger, P. Armbruster, H. Folger, G. Münzenberg, H.J. Schött, A.G. Popeko, A.V. Yeremin, S. Saro, R. Janik, M. Leino: The new element 112. SpringerLink. Abgerufen am 2007-07-03.
  2. Gerber, Beat (31. Mai 2006). Superschweres Element 112 chemisch untersucht - Experimentell auf der Insel der künstlichen Elemente gelandet. Informationsdienst Wissenschaft. Abgerufen am 25. Januar 2009.
  3. Bulletin Nuklearforum Schweiz, 29. Juni 2006, S. 9

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