Emma Heintz


Emma Heintz

Emma Heintz († 2. Oktober 1947) ist die Gründerin der Jenaer Wohlfahrt. Gemeinsam mit anderen Frauen baute sie die Jenaer Ortsgruppe der Arbeiterwohlfahrt auf und versorgte unterernährte Kinder im damaligen Schützenhaus (am heutigen Petersenplatz) mit warmen Mahlzeiten, welche aus Spendenmitteln finanziert wurden.

Leben

Sie besuchte die Volksschule in Jena und war als Dienstmädchen und als Weißnäherin in verschiedenen Haushalten tätig. 1910 heiratete sie den Sozialdemokraten Rudi Thomas, der Glasmacher bei Schott Jenaer Glas war. Dieser fiel 1917 im 1. Weltkrieg an der Westfront. 1911 trat sie selbst der SPD bei, von 1919 bis 1923 vertrat sie diese im Jenaer Stadtparlament.

1933 heiratete sie Eduard Heintz (siehe Liste der Ehrenbürger der Stadt) der ebenfalls Glasmacher bei Schott Jenaer Glas war. 1944 wurden beide von der Gestapo verhaftet und in die Konzentrationslager Buchenwald und Konzentrationslager Ravensbrück gebracht.

Nach dem 2. Weltkrieg begann sie damit Nähstuben einzurichten (Nähestube im Jenaer Glaswerk für die Witwen von Mitarbeitern der Glaswerke) und versorgte erneut Kinder mit warmen Mahlzeiten. Außerdem rief sie erstmals Ferienaktionen für die Schulkinder ins Leben. Der Gedanke dieser „Aktionen“ lebt heute mit dem von ihr gegründeten „Stern“ einem Ferienheim auf dem Jenaer Forst weiter. Der "Stern" wird noch heute als Schullandheim betrieben.

Am 2. Oktober 1947 kam sie auf der Rückfahrt von einer ZK-Sitzung der SED in Berlin bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben.

Seit 1950 trägt eine Straße in Jena-Süd (Nähe Beutenberger Campus) ihren Namen.


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