Endlospapier


Endlospapier
Ein Blatt Endlospapier
Zusammenhängende Lagen mit Hilfslinien
Verschiedene Papiere, links mit Durchschlag

Endlos- oder auch Tabellierpapier (scherzhaft: „Grünweiß“ genannt wegen der früher üblichen vorherigen Bedruckung mit dünnen, waagerechten grünen Hilfslinien) wird vorwiegend von Impact-Druckern (Zeilendruckern) aber auch von modernen Endlos-Laserdruckern verwendet. Wenn, hat es an beiden Rändern Führungslöcher (Leporellolochung), in welche die Stachelräder bzw. -bänder (Stachelabstand jeweils 12,7 mm = ½", s.u.) des so genannten Traktors zum Papiertransport eingreifen. Alternativ dazu wird der (kontinuierliche) Vorschub bei modernen Laserdruckern auch nur mit Andruckwalzen erzeugt, da keine Stockung des Papiers beim (berührungslosen) Druckvorgang mehr erforderlich ist.

Die einzelnen Blätter sind mit einem perforierten Falz verbunden und durchlaufen den Drucker so scheinbar endlos. Manchmal sind auch die Bereiche mit den Führungslöchern durch eine Perforation als abtrennbare Ränder ausgebildet. Das Papier liegt zick-zack-gefaltet als Stapel meist unter dem Drucker. Übliche Standard-Liefereinheiten sind Kartons mit 2000 Blatt Inhalt und einem Papiergewicht von 80 g/m², mit Durchschlägen meist zu 500 oder 1000 Blatt bei nur 60 bis 70 g/m². Spezielle Ausführungen („Formularsatz“) bestehen aus mehreren Lagen (bis zu sieben) selbstdurchschreibenden Papiers, die nur an den Führungsrändern verbunden sind und nach dem Abtrennen der Perforationen einzelne Durchschläge ergeben. Ebenfalls erhältlich sind bedruckbare Kärtchen (130 g/m²) und perforierte oder vorgestanzte Klebe-Etiketten, letztere auf „endlosem“ Trägerpapier.
Dagegen werden für Hochleistungslaserdrucker die (farbig) vorgedruckten Formulare sowie Standardmaterial (weiß) meist wie im Rotationsdruck üblich als Rolle angeliefert, (schwarz) bedruckt (auch Linien, Grafiken und Logos im selben Vorgang möglich, da keine Druckzeile (mehr) eingehalten werden muss), erforderlichenfalls mechanisch geschnitten oder geteilt – und oft auch noch kuvertiert versandfertig gemacht. Durchschläge sind allerdings nicht möglich, hier behilft man sich mit „Mehrfachoriginalen“.

Endlospapier hat den bedeutenden Vorteil, dass die benötigte Papiertransport-Mechanik des Druckers sehr einfach gestaltet werden kann im Vergleich zum Einzelblatt-Einzug. Insbesondere Zugtraktoren bieten einen zuverlässigen Papiertransport, der verbreitet beim unbeaufsichtigten Protokolldruck verlangt wird. Nachteilig können das aufwändige Trennen der Seiten voneinander und ggf. von den Seitenrändern sowie die dadurch entstehenden rauhen Kanten des Blattes sein. Zudem ist „DIN A4“ Endlos(träger)papier etwas höher (tatsächlich in Deutschland üblich meist zwölf Inches (= 304,8 mm) – in den USA oft nur elf) als eine echte DIN A4 Seite (297 mm). Dies beruht darauf, dass durch den festen Abstand der Perforationslöcher stets nur eine ganzzahlige Anzahl von ihnen pro Blatt möglich ist. Standardmäßig werden „einzeilig“ sechs (im „engen“ Modus acht) Zeilen pro Inch (= zwei Löcher Abstand) bedruckt, damit hätte eine Seite 72 Zeilen, doch lässt man üblicherweise je drei Kopf- und Fußzeilen frei und kann (bei 12"-Papier) netto 66, bei „echtem“ A4-Format nur 64 Zeilen nutzen. Typische Zeilendrucker in der EDV (nicht Laserdrucker) haben zudem auch eine feste Zeichenbreite von zehn Zeichen pro Inch und können somit meist nur max. 132 Zeichen pro Zeile drucken, große Maschinen schaffen auch Papierbreiten von bis zu 420 mm (gleich DIN A2 Breite entsprechend 16") und damit max. 160 Zeichenpositionen pro Zeile.

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  • Endlospapier — Ẹnd·los·pa·pier das; Papier, das besonders zum Ausdruck von Computerdateien verwendet wird und dessen einzelne Seiten durch Perforationen abgeteilt sind …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Endlospapier — Ẹnd|los|pa|pier (EDV) …   Die deutsche Rechtschreibung

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