Erik Müllermeister

Erik Müllermeister
Cumulo Nimbus 2004 vor über zweitausend Zuschauern in Augsburg

Cumulo Nimbus (von neulateinisch: cumulonimbus = "Gewitterwolke") ist eine Mittelalter- und Renaissance-Rockband aus dem oberbayerischen Ort Landsberg am Lech. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 entwickelte sich die Formation zu einer festen Größe in der deutschen Mittelalter-Rock-Szene.

Ihre Vielseitigkeit stellt Cumulo Nimbus dadurch unter Beweis, dass die Band sowohl Metal-Konzerte mit elektrisch verzerrter Musik und teilweise aus der Renaissance überlieferten Stücken veranstaltet, aber auch unplugged und a cappella auf mittelalterlichen Veranstaltungen (wie beispielsweise dem Ruethenfest in Landsberg) auftritt.

Inhaltsverzeichnis

Musik

Neben den üblichen Rock-Instrumenten kommen bei Cumulo Nimbus auch Blockflöten, Lauten, Dudelsäcke und Violine zum Einsatz. Ihr Klang hebt sich von dem der meisten anderen Mittelalter-Rockgruppen (etwa In Extremo oder Schelmish) vor allem dadurch ab, dass sie ihre musikalischen Wurzeln weniger im Mittelalter (Trommel- und Schalmeienlastige, einstimmige Melodien), sondern eher in der Zeit der Renaissance (Blockflöten, Lauten, Vielstimmigkeit) suchen.

Die meisten Stücke sind dabei selbst getextet und komponiert, für manche Lieder wurden Anleihen bei alten Meistern, etwa John Dowland, gemacht.

Im Osten Deutschlands wurde Cumulo Nimbus vor allem durch das Stück Wirtshaus bekannt, welches dort 2004 wochenlang bei vielen Metal-Events und Veranstaltungen der Schwarzen Szene lief. Inzwischen sind Lieder des Albums Nachtwache sogar im brasilianischen Radio zu hören.

Geschichte

Staatsminister Thomas Goppel überreicht der Band den Kulturförderpreis der Stadt Landsberg
  • Gegründet wurde die Band durch Mathis, Pat und Erik Ende 2000 im oberbayrischen Landsberg am Lech, kurz darauf stießen Carolynn und Jo (Saruman) hinzu. Lautstarkes Debüt am 28. April 2001 beim Isotope-Festival in der Heimatstadt, unmittelbar nach dem Auftritt stieg der Augsburger Bassisten Sir Robin the Brave (Haggard, Red to Grey, Saruman) ein. Tanja kam 2002 hinzu, ging aber 2003 zum Studium nach Salzburg und die Violinistin Lady Doro (zwischenzeitlich ebenfalls Haggard) folgte.
  • 2002/2003 konnte sich Cumulo Nimbus auf regionaler Ebene einen Namen machen, ist z.B. seit 2003 Stammgast des StuStaCulum, dem größten studentischen Musikfestivals Europas, erste rein akustische Engagements.
  • Einen ihrer größten Erfolge feierte die Band am Hexenkessel Open Air 2004 in Augsburg (zusammen mit Haggard, Schandmaul), erste überregionale Auftritte (Magdeburg, Bogen/Oberpfalz).
  • Große Auftritte fanden 2005 statt: in Berlin zusammen mit Fiddler’s Green und vor der Goslarer Kaiserpfalz zum ersten Mal mit der berühmten Mittelalter-Formation Corvus Corax. 2005 wurde die Gruppe mit dem Kulturförderpreis der Stadt Landsberg ausgezeichnet.
  • 2006 seien die Engagements beim Wave-Gotik-Treffen Leipzig und beim Bürgerfest Augsburg erwähnt, Auftritte u.a. mit Vicious Rumours und Evergrey. Zwei Studioproduktionen wurden mit Peter Pathos (Ex-Fiddler`s Green, Beloved Enemy) und Christoph Beyerlein (produzierte u.a. auch die J.B.O.-Scheiben) in Eigenregie aufgenommen. Im Sommer trennten sich die Band und Sir Robin The Brave, neu am Bass seit 2007 ist Kæptän Køhler, der Held der sieben Biere (Fresh).
  • 2007 wurde die akustische Ausgabe der Band in Bernsteyn umbenannt, die, aus den gleichen Mitgliedern bestehend, ihre Renaissance-Musik fortan unter diesem Namen in mittelalterliche Veranstaltungen einbrachten, beispielsweise beim Ruethenfest Landsberg 2007. Natürlich wurde auch gerockt wie z.B. auf dem Hexentanz-Festival (Bostalsee, Saarland) mit Coppelius und Oomph! oder auf dem MrdB auf Burg Königstein mit Subway to Sally (die aber nicht spielen konnten, weil bei Schelmish ein Blitz direkt hinter die Bühne einschlug und die Technik stark beschädigte).

Mitglieder

Diskografie

Alben

  • Die andere Saite (2002, unplugged, vergriffen)
  • Minne, Met und Moritaten (2003)
  • Nachtwache (2004)
  • Stunde der Wahrheit (2007)
  • Artefakt (2007, Bernsteyn, unplugged)

Weblinks


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