Eschenburg


Eschenburg
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eschenburg
Eschenburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eschenburg hervorgehoben
50.8111111111118.3488888888889303
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Lahn-Dill-Kreis
Höhe: 303 m ü. NN
Fläche: 45,71 km²
Einwohner:

10.399 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 227 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35713
Vorwahlen: 02774, 02770 (Hirzenhain)
Kfz-Kennzeichen: LDK
Gemeindeschlüssel: 06 5 32 009
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Nassauer Straße 11
35713 Eschenburg
Webpräsenz: www.eschenburg.de
Bürgermeister: Götz Konrad (parteilos)
Lage der Gemeinde Eschenburg im Lahn-Dill-Kreis
Dietzhölztal Haiger Eschenburg Siegbach Dillenburg Breitscheid (Hessen) Driedorf Greifenstein (Hessen) Bischoffen Herborn Sinn (Hessen) Mittenaar Hohenahr Ehringshausen Aßlar Lahnau Wetzlar Hüttenberg (Hessen) Solms Leun Braunfels Schöffengrund Waldsolms Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Landkreis Marburg-Biedenkopf Landkreis Gießen Wetteraukreis Hochtaunuskreis Landkreis Limburg-WeilburgKarte
Über dieses Bild

Eschenburg ist eine Gemeinde im Lahn-Dill-Kreis in Hessen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Eschenburg, der für die Gemeinde namensgebende Berg

Die einzelnen Ortsteile Eschenburgs liegen an der Dietzhölze und an in ihren Seitentälern, die westlich an die Ausläufer des Rothaargebirges bzw. die naturräumlich – wie auch das Dietzhölzetal – zum Dilltal gezählte Struth stoßen und östlich ans Gladenbacher Bergland. Einzig der Ortsteil Hirzenhain liegt auf etwa 530 m Höhe bereits auf dem Plateau der Bottenhorner Hochflächen des Gladenbacher Berglandes.

Der niedrigste Punkt der Gemeinde liegt mit 275 m in der Dietzhölzaue, den höchsten mit 609 m bildet die Angelburg.

Eschenburg liegt im Norden des Lahn-Dill-Kreis, etwa 10 km nordöstlich von Dillenburg.

Nachbargemeinden

Eschenburg grenzt im Norden an die Gemeinden Dietzhölztal (Lahn-Dill-Kreis) und Breidenbach, im Osten an die Gemeinden Steffenberg und Angelburg (alle drei im Landkreis Marburg-Biedenkopf), im Süden an die Gemeinde Siegbach, im Südwesten an die Stadt Dillenburg sowie im Westen an die Stadt Haiger (alle im Lahn-Dill-Kreis).

Gliederung

Zu Eschenburg gehören die Ortsteile Eibelshausen, das auch Verwaltungssitz ist, Eiershausen, Roth, Simmersbach, Wissenbach, Hirzenhain Ort und Hirzenhain Bahnhof.

Rund 2000 ha, das sind 43,8 % der Gemeindefläche, ist bewaldet, davon 985 ha Gemeindewald, der Rest ist Staatswald.

Ortsteil Fläche ha Fläche %
Eibelshausen 685,8 15,0 %
Eiershausen 548,7 12,0 %
Hirzenhain 955,8 20,9 %
Roth 783,3 17,1 %
Simmersbach 722,0 15,8 %
Wissenbach 875,4 19,2 %
Eschenburg 4571,0 100,0 %

Einwohnerentwicklung

Seit dem Bestehen der Gemeinde in der heutigen Form (1974) haben sich die Einwohnerzahlen wie folgt entwickelt: [2] [3]

Ortsteil Dez. 1974 Dez. 1980 Dez. 1990 Dez. 2000 Dez. 2010
Eibelshausen 3548 3450 3754 4073 3967
Eiershausen 792 875 936 1016 962
Hirzenhain Ort 1455 1447 1552 1520 1441
Hirzenhain Bhf. 628 678 719 762 690
Roth 504 499 530 588 582
Simmersbach 1075 1153 1172 1399 1375
Wissenbach 1596 1676 1883 1892 1938
Eschenburg 9598 9778 10546 11250 10955

Geschichte

Die Besiedlung der Gemeinde kann aufgrund von Funden bis in keltische Zeiten nachgewiesen werden. Die ersten urkundlichen Erwähnungen gehen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Schon frühzeitig wurde an verschiedenen Stellen nach Erzen wie Silber, Nickel, Kupfer und Eisen sowie nach Schiefer und Diabasstein gegraben. Dies hat zur Folge, dass Verarbeitungsbetriebe wie Hütten- und Hammerwerke entstanden. Erst in jüngerer Zeit konnten bei archäologischen Ausgrabungen die Fundamente einer mittelalterlichen Waldschmiede im Ortsteil Wissenbach freigelegt werden.

Im Ortsteil Hirzenhain gründete der Lehrer Emil Schäfer im Jahr 1923 einen Segelflugverein und legte einen Flugplatz an. Erste Experimente mit selbst gebauten Fluggeräten scheiterten. Bereits im Jahr 1928 gelang es dem Flugpionier Max Kegel einen Flug von über einer Stunde Dauer durchzuführen. 1932 fand der erste öffentliche Flugwettbewerb statt. Der Flugbetrieb musste 1945 eingestellt werden, aber bereits 1951 wurde er mit dem ersten Deutschen Segelfliegertreffen wieder aufgenommen. Im Jahr 1962 wurde der Flugplatz Hirzenhain an seine heutige Stelle verlegt.

Die Gründung der Gemeinde erfolgte am 1. Oktober 1971 durch den freiwilligen Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden Eibelshausen, Eiershausen und Wissenbach. Am 1. Juli 1974 schlossen sich dann noch Hirzenhain sowie Simmersbach und Roth des ehemaligen Landkreises Biedenkopf an, so dass die jetzige Gemeinde Eschenburg bereits zwei Jahre vor der Gebietsreform bestand. Der 589 Meter hohe Berg Eschenburg, sieben Kilometer nordöstlich von Dillenburg, gab der neuen Gemeinde den Namen.

Eibelshausen ist die größte unter den sechs Ortschaften. Sie übt die Mittelpunktfunktion im mittleren Dietzhölztal aus, ist Verwaltungssitz und Schulort der Haupt- und Realschule mit gymnasialem Zweig für zehn Dörfer der Gemeinden Eschenburg und Dietzhölztal.

Politik

Rathaus in Eibelshausen

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis: [4]

Gemeindewahl in Eschenburg
2011
 %
50
40
30
20
10
0
46,9%
38,1%
15,0%
n. k.
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2006
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-6,0%
+8,2%
-0,8%
-1,4%
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 46,9 14 52,9 16
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 38,1 12 29,9 9
FWG Freie Wählergemeinschaft 15,0 5 15,8 5
FDP Freie Demokratische Partei 1,4 1
gesamt 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 36,7 34,4

Kultur, Freizeit und Sehenswürdigkeiten

Museen

Das Heimatmuseum in Eibelshausen sowie der Kulturkreis Eschenburg-Dietzhölztal bieten Ausstellungen und ein Kulturprogramm.

Sehenswürdigkeiten

Über 750 Jahre alt ist das Dorf Hirzenhain. Dort besteht der zweitälteste Segelfliegerverein auf der Welt.

Auf der Gemarkung des Ortsteils Simmersbach erinnert die Philippsbuche an die Rückkehr des Landgrafen Philipp von Hessen aus fünfjähriger spanisch-niederländischer Gefangenschaft am 10. September 1552.

Turn-, Sport- und Freizeitstätten

In Eschenburg gibt es viele Sportvereine, in denen man fast alle Disziplinen betreiben kann, vom Fußball, Handball über Leichtathletik bis zum Turnen, Gymnastik, Tennis etc.

Grillplätze und Freizeitanlagen sind in den Ortsteilen vorhanden. Waldlehrpfade, Wanderwege, Vogelschutz- und Landschaftsschutzgebiete laden zu Wanderungen ein.

Persönlichkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Die größten in Eschenburg ansässigen Unternehmen sind:

  • Bosch Thermotechnik GmbH, Werk Eibelshausen
  • Rittal RGS Großschaltschränke GmbH, Werk Wissenbach
  • Kettenbach Medical Dental GmbH, Eibelshausen
  • Giebeler Kunststofftechnik, Wissenbach
  • IVG Industrieverpackungen, Wissenbach
  • Fritz WEG GmbH Technischer Großhandel, Wissenbach
  • Reich GmbH Armaturen, Wissenbach

Öffentliche Einrichtungen

  • Freiwillige Feuerwehren in jedem Ortsteil
  • Hallenbad „Freizeitbad Panoramablick“
  • Jugendzentrum in Eibelshausen
  • Rettungswache (Rettungsdienst Eschenburg GmbH)
  • ärztlicher Sonntagsnotdienst
  • evangelische oder freie Kindertagesstätten in jedem Ortsteil
  • katholische Kindertagesstätte in Eibelshausen
  • Gemeindebücherei
  • Bürgerhäuser in jedem Ortsteil
  • Mehrzweckhalle in Wissenbach

Bildung

  • Grundschulen in Eibelshausen, Wissenbach, Hirzenhain, Simmersbach und Eiershausen
  • Holderbergschule (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) in Eibelshausen

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2010 (Hilfe dazu)
  2. Dill-Zeitung, 23. Oktober 2010, S. 23
  3. Aktuelle Einwohnerzahlen der Gemeinde Eschenburg
  4. Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011, Eschenburg, Hessisches Statistisches Landesamt. Abgerufen am 31. März 2011.
  5. Dill-Zeitung, 8. Februar 2008

Weblinks

 Commons: Eschenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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