Essen-Altenessen


Essen-Altenessen
Wappen von Altenessen
Wappen der Stadt Essen

Altenessen
Stadtteil von Essen

Lage von Altenessen im Stadtbezirk V Altenessen/Karnap/Vogelheim
Basisdaten
Fläche 11,4 km²
Einwohner 42.237 (31. März 2011)
Bevölkerungsdichte 3708 Einwohner/km²
Koordinaten 51° 29′ 47″ N, 7° 0′ 33″ O51.4963888888897.009166666666742Koordinaten: 51° 29′ 47″ N, 7° 0′ 33″ O.
Höhe 42 m
Eingemeindung 1. Apr. 1915
Räumliche Zuordnung
Postleitzahlen 45326, 45329
Stadtteilnummer 24/25
Bezirk Stadtbezirk V Altenessen/Karnap/Vogelheim
Bild
Allee-Center, als Einkaufszentrum Altenessen am 2. November 1973 eröffnet[1]

Allee-Center, als Einkaufszentrum Altenessen am 2. November 1973 eröffnet[1]

Quelle: Statistik der Stadt Essen

Altenessen besteht aus den beiden Essener Stadtteilen Altenessen-Nord und Altenessen-Süd; diese Teilung ist aber hauptsächlich für die Essener Verwaltungsrichtlinien relevant[2] und tritt im Sprachgebrauch und Empfinden der Bürger nur bedingt auf. Zusammengenommen wäre Altenessen der bevölkerungsreichste Stadtteil Essens. Er befindet sich im Norden der Stadt und wird begrenzt durch die Stadtteile Vogelheim und Bochold im Westen, im Süden durch das Nordviertel, im Osten durch Katernberg und Stoppenberg und im Norden durch Karnap, wobei hier die Emscher mit dem parallel verlaufenden Rhein-Herne-Kanal die Grenze bildet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Wappen von Altenessen

Beim Bau einer Kokerei zur damaligen Zeche Helene wurden 1876 frühmittelalterliche Gräber geborgen. Überliefert sind mindestens vier Bestattungen des 7. bis frühen 8. Jahrhunderts n. Chr.[3] Bei Nachgrabungen 1982 nach Stilllegung der Zeche wurden keine weiteren Reste dieses Gräberfeldes aufgefunden.[4]

Erstmals tauchen die Bezeichnungen Alden Essende oder Aldenessende ab 1120 ergänzend zum eigentlichen Essen auf. Die Abgrenzung von Altenessen zu Essen wurde erstmals am 7. Dezember 1310 in einer Urkunde festgehalten. 1808 wurde die Munizipalität Altenessen gegründet, der neben der ehemaligen Bauernschaft Altenessen auch Frillendorf, Huttrop, Karnap, Schonnebeck, Katernberg, Rotthausen, Rüttenscheid und Stoppenberg angehörten. 1813 wurde die Munzipalität Altenessen zur eigenständigen Bürgermeisterei, der ab 1874 nur noch Karnap mit angehörte. Alle anderen Teile gingen an die neue Bürgermeisterei Stoppenberg. Diese Bürgermeisterei Altenessen bestand bis zur Eingemeindung von Altenessen zur Stadt Essen 1915.

1860 wurde in Altenessen-Nord die Freiwillige Feuerwehr gegründet, die bis 1894 erhalten blieb. Das Spritzenhaus stand in der heutigen Spritzenstraße, die 1903 danach benannt wurde. Am 30. August 1895 wurde die Freiwillige Feuerwehr auf Veranlassung der Regierung in Düsseldorf neu gegründet. 1912 errichtete die Bürgermeisterei Altenessen an der zu dieser Zeit gebauten Grünstraße ein neues Feuerwehrdepot. Damals war das noch auf der grünen Wiese, man sagte auch Bruchland[5].

Zum 100. Geburtstag Kaiser Wilhelm I. wurde am 21. März 1897 der Kaiser-Wilhelm-Park eröffnet.

Wappen

Blasonierung: In Blau ein schrägliegendes goldenes (gelbes) Schwert über (gekreuzt) zwei silbernen (weißen) Eschenzweigen. Bedeutung: Das Wappen spielt auf den alten Namen von Essen "Asnide" an, der in einigen Überlieferungen auch von "Esche" abgeleitet wird. Das blaue Schild und das Schwert stellen den Bezug zum Essener Stadtwappen her. [6]

Verkehr

Die Bundesstraße 224 verläuft in Nord-Süd-Richtung durch Altenessen und hat am Autobahnkreuz Essen-Nord eine Anbindung an die Bundesautobahn 42. Eine weitere östlichere Abfahrt der A 42 heißt Essen-Altenessen.

Zu Altenessen gehört der Regionalbahnhof Essen-Altenessen. Der 1847 durch die Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft als „Bahnhof Essen CME“ errichtete Bahnhof war der zweite Essener Bahnhof und historisch von größerer Bedeutung als gegenwärtig. Er verlor mit dem Bau des Essener Hauptbahnhofs 1862 an Wichtigkeit.

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wurde in den neunziger Jahren grundlegend umgebaut. Seit dem wird Altenessen durch die Stadtbahnlinie U11 (Ge-Buerer Straße–Messe/Gruga) und durch die Straßenbahnlinie 106 (alle betrieben durch die EVAG) von der Essener Innenstadt erreicht. Neben den Straßenbahnen verkehren in Altenessen die Buslinien 140, 170, 162, 172, 173 sowie 183.[7]

Bilder

Siehe auch

Weblinks

Quellen

  1. Stadtspiegel vom 3. September 2008; 35 Jahre Allee-Center
  2. Stadtteilportrait auf der Homepage der Stadt Essen
  3. Bonner Jahrbücher 64, 1878, 191f. - Frauke Stein: Adelsgräber des achten Jahrhunderts in Deutschland. Germanische Denkmäler der Völkerwanderungszeit Serie A Band 9. Berlin 1967, S. 306f., Taf. 44,1. - Frank Siegmund: Merowingerzeit am Niederrhein. Rheinische Ausgrabungen 34. Rheinland-Verlag, Köln 1998, 272f.
  4. Bonner Jahrbücher 185, 1985, 487
  5. Westdeutsche Allgemeine Zeitung WAZ v. 23. August 2008 - Regionalteil Essen
  6. Vgl. dazu Johann Rainer Busch: Kurt Schweders Wappen der Essener Stadtteile“ Essen 2009, S. 78
  7. Essener Verkehrs-AG

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