Euregio Rhein-Waal


Euregio Rhein-Waal

Die Euregio Rhein-Waal (niederländisch Euregio Rijn-Waal) ist ein deutsch-niederländischer Zweckverband, in dem sich 51 deutsche und niederländische Gemeinden, drei deutsche Kommunalverbände sowie je eine deutsche und eine niederländische Handelskammer zusammengeschlossen haben. Das Arbeitsgebiet der Euregio Rhein-Waal liegt in der rund 3,7 Millionen Einwohner umfassenden deutsch-niederländischen Grenzregion rund um die Flüsse Rhein, Waal und Maas.

Inhaltsverzeichnis

Arbeitsgebiet

Das Arbeitsgebiet der Euregio Rhein-Waal (verzeichnete Städte und Gemeinden sind nicht notwendigerweise Mitglieder im Verband)

Das Arbeitsgebiet der Euregio Rhein-Waal besteht auf deutschem Staatsgebiet aus den Kreisen Kleve und Wesel sowie der kreisfreien Stadt Duisburg. Auf niederländischem Staatsgebiet umfasst das Arbeitsgebiet einen Großteil der Provinz Gelderland, nämlich die Stadsregio Arnhem-Nijmegen, Zuid-West-Gelderland, West-Veluwe und den Landstrich Achterhoek, sowie den Nordosten der Provinz Noord-Brabant und den äußersten Norden der Provinz Limburg.

Mitglieder

20 deutsche sowie 31 niederländische Gemeinden sind Mitglieder der Euregio Rhein-Waal, die damit nur einen Teil der in ihrem Arbeitsgebiet gelegenen Gemeinden umfasst. Allerdings sind die zwei deutschen Kreise Kleve und Wesel sowie der Landschaftsverband Rheinland eigenständige Mitglieder der Euregio, so dass zumindest im deutschen Teil des Arbeitsgebiets dennoch alle Gemeinden mittelbar im Verband vertreten sind. Als weitere Mitglieder gehören der Euregio zudem die im Arbeitsgebiet tätigen Handelskammern an, also die deutsche Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve und die niederländische Kamer van Koophandel Centraal-Gelderland.

Die 20 deutschen Gemeinden mit Mitgliedschaft in der Euregio sind:

Die 31 niederländischen Gemeinden mit Mitgliedschaft in der Euregio sind:

Ziel und Aufgaben

Die Unterschiede zwischen Deutschland und den Niederlanden sind global gesehen eher klein, dennoch können die Kontakte und das gegenseitige Wissen übereinander verbessert werden. Die Euregio Rhein-Waal versucht zu informieren und auch konkret zu helfen. In der Praxis trägt die Euregio Rhein-Waal die Verantwortung für:

  • die Ausführung der EU-Programme INTERREG IVA und IVC sowie von EURES,
  • die Abstimmung zwischen den Mitgliedern und der Politik, um Unterschiede zwischen beiden Ländern zu verringern (zum Beispiel auf dem Gebiet der Rettungsdienste oder des Naturschutzes),
  • die Förderung von sozialen Kontakten zwischen Deutschen und Niederländern im Grenzgebiet; ein Teil des Budgets wird deshalb unter anderem für die Unterstützung von Schüleraustauschen oder von grenzüberschreitenden Sport- und Kulturveranstaltungen aufgewendet,
  • die Beratung und Unterstützung von Bürgern, Organisationen und Unternehmen bei deutsch-niederländischen Angelegenheiten,
  • die Vertretung der Interessen der Grenzregion und ihrer Einwohner bei nationalen und europäischen Einrichtungen.

Organisation der Euregio Rhein-Waal

Die Euregio Rhein-Waal ist ein öffentlich-rechtlicher Zweckverband. Ihr höchstes Gremium ist der Euregiorat, in den alle Mitgliedsorganisationen insgesamt 120 Abgeordnete entsenden. Der Vorstand der Euregio Rhein-Waal besteht aus sieben Mitgliedern, die alle vier Jahre aus dem Euregiorat gewählt werden. Zudem gibt es drei Fachkommissionen, die eingereichte Projekte auf Förderungswürdigkeit prüfen. Die Geschäftsstelle der Euregio Rhein-Waal koordiniert die Ausführung aller Tätigkeiten.

Vorstand

  1. Adolf Sauerland, Euregiovorsitzender, Oberbürgermeister von Duisburg
  2. Thom de Graaf, stellv. Euregiovorsitzender, Bürgermeister von Nimwegen (NL)
  3. Ulrich Francken, Bürgermeister von Weeze
  4. Ronald Migo, Geschäftsführer der Kamer van Koophandel Centraal-Gelderland (NL)
  5. Karel van Soest, Bürgermeister von Boxmeer (NL)
  6. Leo Giesbers, Bürgermeister von Sonsbeck
  7. Petra van Wingerden-Boers, Bürgermeisterin von Rheden (NL)

Siehe auch

Weblinks


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