Europabrücke (Frankfurt am Main)


Europabrücke (Frankfurt am Main)
50.0894444444448.6175

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Bundesautobahn 5 number.svg Europabrücke
 Europabrücke
Blick von Südosten
Überführt Bundesautobahn 5
Querung von Main
Ort Frankfurt am Main
Konstruktion Kastenbrücken
Gesamtlänge 313,3 Meter
Breite 45,92 Meter
Durchfahrtshöhe 8,00 Meter
Fahrzeuge pro Tag 136.000 (2005)[1]
Baubeginn 1974
Fertigstellung 1978
Freigabe Juni 1978
Lage
Europabrücke (Frankfurt am Main) (Hessen)
Europabrücke (Frankfurt am Main)

Die Europabrücke ist eine Autobahnbrücke, die zwischen den Frankfurter Stadtteilen Griesheim und Schwanheim den Main überspannt. Über die aus zwei Überbauten bestehende Balkenbrückenkonstruktion wird die BAB 5 auf je vier Fahrstreifen pro Fahrtrichtung geführt.

Auf beiden Mainufern ist die Europabrücke mit Anschlussstellen an die Stadt angebunden; nordmainisch die Anschlussstelle Westhafen und südmainisch die Anschlussstelle Niederrad.

Auf der Westseite der Europabrücke verbindet ein an die Brücke angesetzter Steg für Fußgänger und Fahrradfahrer Griesheim mit der Siedlung Goldstein.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Fußgänger- und Fahrradsteg an der Westseite der Europabrücke

Erste Planungen für eine Autobahn mit einem Brückenschlag über den Main bei Griesheim reichen ins Jahr 1926 zurück, sie entstanden im Rahmen der HaFraBa. Nachdem Hitler, der den Autobahnbau ursprünglich ablehnte, die Bedeutung des HaFraBa-Projektes erkannte, trieb er den Autobahnbau voran. Bereits in den Jahren 1934/35 wurde an der Stelle der heutigen Europabrücke eine Autobahnbrücke errichtet. Dies war eine Balkenbrücke aus Stahl mit einem Trogquerschnitt für jede Richtungsfahrbahn. Die maximale Stützweite des fünffeldrigen Bauwerkes betrug im Strombereich 73 m. Die Brücke wurde in den letzten Kriegstagen gesprengt, 1945/46 wieder aufgebaut und im April 1946 eingeweiht.

In den Jahren 1974 bis 1978 wurde die Autobahnbrücke bei Griesheim durch das heutige Bauwerk ersetzt. Der erste Überbau wurde im September 1976 dem Verkehr übergeben, die Einweihung der gesamten Brücke fand im Juni 1978 statt.

Die beiden Überbauten bestehen aus zweizelligen Spannbetonhohlkästen mit einer Breite von je 23 m. Die Stützweiten betragen 87,67 m, 128,30 m und 91,25 m. Die Konstruktionshöhe liegt im mittleren Feld konstant bei 4,44 m und nimmt in den Randfeldern auf 3,80 m ab. Die Fahrbahnplatte kragt beidseitig je 3,75 m aus. Die Mittelöffnung wurde im Freivorbau errichtet, die Seitenöffnungen mit Lehrgerüsten.

Einzelnachweise

  1. Manuelle Zählung durch das BVM

Literatur

  • Wolfram Gorr: Frankfurter Brücken. Schleusen, Fähren, Tunnels und Brücken des Mains. Frankfurt am Main 1982: Frankfurter Societät. ISBN 3-7973-0393-9

Weblinks


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