European Aeronautic Defence and Space Company


European Aeronautic Defence and Space Company
European Aeronautic Defence and Space Company EADS N. V.
EADS-Logo
Unternehmensform Naamloze Vennootschap
ISIN NL0000235190
Gründung 10. Juli 2000
Unternehmenssitz the Netherlandsthe Netherlands Schiphol-Rijk (rechtl. Sitz)
GermanyGermany Ottobrunn (org. Sitz)
FranceFrance Paris (org. Sitz)
Unternehmensleitung

Louis Gallois

Mitarbeiter ca. 116.439 (2007)
Umsatz ca. 43,3 Mrd. EUR (2008)
Branche Luft- und Raumfahrttechnik
Rüstungsindustrie
Produkte

Flugzeuge
Hubschrauber
Raketen
Lenkflugkörper
Satelliten
Avionik
Elektronik

Website

www.eads.net

Die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) ist Europas größter Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern.

Mit einem Umsatz von 39,1 Milliarden Euro (Stand 2007) ist EADS nach Boeing das zweitgrößte Luft- und Raumfahrtunternehmen der Welt. EADS beschäftigt an mehr als 70 Entwicklungs- und Produktionsstandorten in Europa und in 35 Außenbüros weltweit etwa 116.439 Mitarbeiter (Stand 2007).

Seit der Gründung am 10. Juli 2000 werden Aktien der EADS an der Börse gehandelt. Der Konzern geht aus einer Fusion der deutschen DASA (DaimlerChrysler Aerospace AG), der französischen Aérospatiale-Matra und der spanischen CASA (Construcciones Aeronáuticas S.A.) hervor.

Der Sitz der Deutschlandzentrale des Konzerns, die EADS Deutschland GmbH, befindet sich in Ottobrunn bei München.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

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EADS wurde am 10. Juli 2000 gegründet und entwickelte sich seitdem zum größten europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern. Er entsteht aus einer Fusion der deutschen DASA (DaimlerChrysler Aerospace), der französischen Aérospatiale-Matra und der spanischen CASA (Construcciones Aeronáuticas S.A.). Die Aktienanteile verteilten sich dabei wie folgt:

  • 30 % der Aktien werden an den Börsen ausgegeben
  • Je 30 % halten die Lagardère-Gruppe zusammen mit dem französischen Staat und Daimler.
  • 5,5 % hält die spanische SEPI.
  • Die restlichen 34,5 % sind im Streubesitz.

Im selben Jahr übernehmen der Deutsche Rainer Hertrich sowie der Franzose Phillippe Camus die Positionen der Vorsitzenden (Chief Executive Officers). Aufgrund von Uneinigkeiten zwischen den Anteilhabern von Airbus und der Separierung von BAE Systems integriert die EADS zu 80 % das Unternehmen Airbus, 20 % hingegen verbleiben bei BAE Systems. Aus diesem Grund trug Airbus folgenden Untertitel: „an EADS joint venture with BAE SYSTEMS“.

Ende des Jahres verkündet Airbus offiziell den Start des A380-Programms, für den bis dahin bereits 50 feste Kaufzusagen eingegangen waren.

Im Jahr 2001 versucht EADS kontinuierlich neue Joint Ventures zu gründen. Daraus resultiert das Gemeinschaftsunternehmen zwischen der EADS und Thales Nederland. Zusammen erstellen die beiden Unternehmen Marinekampfsysteme. EADS versucht sich damit breit zu positionieren und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Auch MBDA resultiert aus diversen Unternehmen wie EADS Aerospatiale Matra Missiles, Matra BAE Dynamics und Alenia Marconi Systems. Dieses Unternehmen beschäftigt sich mit der Herstellung von Flugkörpern, die unter anderem für den Eurofighter EF 2000, der Dassault Rafale und die Saab JAS-39 Gripen hergestellt werden.

Ebenfalls im Jahre 2001 wird die EADS Aeroframe Services LLC gegründet. Dieses Joint Venture zwischen EADS (81 %) und Northrop Grumman (19 %) ist für die Betreuung für alle in Nord- und Südamerika operierenden Airbus-Flugzeuge zuständig. Nach der Entscheidung der polnischen Regierung, ihre Streitkräfte durch die Produkte der EADS aufzurüsten (u. a. durch die C-295) erwirbt die EADS 85 % des Aktienkapitals von „PZL Warszawa Okecie“ und integriert das Unternehmen nun vollständig in die EADS mit der neuen Bezeichnung „EADS PZL“. Die EADS kann durch ein gesteigertes Auftragsvolumen, in Form von Neuaufträgen beim A380, beim A400M und beim Eurocopter Tiger seine Wettbewerbsfähigkeit vor allem gegenüber der amerikanischen Konkurrenz stärken.

Im Jahr 2002 wird der Kampfhubschrauber Eurocopter Tiger dem Publikum präsentiert.

Neben zahlreichen Neuvorstellungen und Erstflügen (A318, EC 145, Eurocopter Tiger, Eurofighter Typhoon) beginnt die Produktion des europäischen „Flaggschiffs“ A380 und es erfolgt die Genehmigung der EU zum Bau eines eigenen Satellitennavigationssystems namens Galileo.

2002 kann EADS seinen Umsatz durch viele neue Aufträge steigern, vor allem im militärischen Sektor und in der Zusammenarbeit mit den USA.

Erstmals gelingt es Airbus, dem Hauptkonkurrenten Boeing im Bereich der Billigflieger, durch den Vertrag über 120 Airbus A319 mit easyJet, Markt abzugewinnen. Des Weiteren übernimmt EADS nun vollständig die Führung an Astrium und Paradigm, da sie etwaige Anteile von BAE Systems abgekauft haben. Ein Meilenstein der EADS in diesem Jahr ist die Aufnahme in den MDAX Aktienindex. Die größere Marktpalette und die Vielfältigkeit der EADS zwingen das Unternehmen zur Neustrukturierung. Dabei geht als eine der 5 Divisionen die EADS Defence and Security Systems hervor. Ziel der neuen Division ist die Bündelung der militärischen Geschäftsfelder des Unternehmens. So werden ihr unter anderem die Geschäftsbereiche Military Aircraft, Defence Electronics, Defense and Communications Systems, Missiles und Services unterstellt. Weiterhin ist das Jahr 2003 durch zahlreiche neue Aufträge und einer globalen Erweiterung des Unternehmens vor allem in den USA und Russland geprägt. Der Erfolg von EADS spiegelt sich auch in dessen Auslieferungen wider. So wurde erstmals in der Geschichte der Luftfahrt das Auftragsvolumen von Boeing übertroffen und Airbus somit zum Marktführer erkoren.

Der Eurofighter Typhoon

Neben der stetig besseren Zusammenarbeit der Geschäftsfelder der EADS harmoniert nun zunehmend auch die Zusammenarbeit zwischen den europäischen Regierungen und den europäischen Luftfahrtgesellschaften mit der EADS, was sich vor allem an gesteigerten Aufträgen an diese widerspiegelt. (siehe Aufträge Eurofighter Typhoon oder A330-200MRTT). Auch der globale Ausbau wird durch die Gründung der EADS Russland bestätigt, dem ersten Konstruktionszentrum von Airbus außerhalb der Gründungsländer. Ende des Jahres wird von der EADS und BAE Systems die Vermarktung des A350 beschlossen, dem ersten Flugzeug, das seit langer Zeit Kritik ernten sollte. Kritisiert wird, dass dieses Flugzeug zu wenige Innovationen beinhaltet und dadurch dem Konkurrent Boeing mit dem Entwurf der Boeing 787 Dreamliner wichtige Marktanteile überlässt.

Der Airbus A380

Das Jahr 2005 ist vor allem durch die Vorstellung des Airbus A380 geprägt. Aber auch andere wichtige Produkte, wie der Eurofighter Typhoon werden nun erstmals in der Endkonfiguration an die Endkunden ausgeliefert. Nach heftigen internen Auseinandersetzungen werden Thomas Enders und Noël Forgeard gleichberechtigte Präsidenten von EADS, während Gustav Humbert die Leitung von Airbus übernimmt. Als Konsequenz werden innerhalb der EADS-Führungsriege ebenfalls zwei Chief Operating Officers – jeweils für Strategie, Internationales Geschäft sowie Finanzen – bestimmt. Dies sind zum einen der Franzose Jean-Paul Gut und zum anderen der Deutsche Hans-Peter Ring.

Nachfolger von Forgeard wird der bisherige Chef der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF Louis Gallois. Gleichzeitig tritt Gustav Humbert von seiner Funktion als Chef von Airbus zurück. Sein Nachfolger wird Christian Streiff.

Im August erhält EADS einen Großauftrag im Umfang von 3 bis 4 Mrd. Euro zum Aufbau eines neuen, digitalen Polizeifunknetzes für Deutschland in Kooperation mit Siemens.

EADS kauft Anfang August den 20-prozentigen Airbus-Anteil von BAE System für 2,75 Mrd. Euro und ist damit Alleineigentümer von Airbus.[1] Ebenfalls im August 2006 kauft die staatliche russische Außenhandelsbank WTB (früher Wneschtorgbank) 5,02 % der Aktien der EADS. Das Aktienpaket hat etwa 781 Mio. Euro gekostet, berichtet die Moskauer Wirtschaftszeitung Wedomosti. Gemäß der Zeitung sagten Russische Regierungsvertreter, Moskau wolle mit dem Engagement langfristig auch Einfluss auf die Führung von EADS nehmen. Die Wneschtorgbank habe zum Einstieg den Kurssturz genutzt, der die EADS-Papiere in den vergangenen Monaten wegen des internen Streits und der Probleme beim Bau des Riesenflugzeugs A380 traf. Im Oktober geben Vertreter der Wneschtorgbank bekannt, dass sie ihren Anteil auf sechs bis sieben Prozent aufgestockt hätten, berichtet das französische Wirtschaftsmagazin Les Echos.[2]

Christian Streiff tritt Anfang Oktober nach nur drei Monaten von seiner Funktion zurück, die von Louis Gallois zusätzlich zu seinen Funktionen bei EADS übernommen wird [3] und kündigt nach Gerüchten über Verschiebung der Endmontage des A380 von Hamburg nach Toulouse einen Standortwettbewerb an.

Gleichzeitig wird bekannt, dass Daimler-Chrysler beabsichtigt, seinen Anteil am EADS-Konzern um 7,5 % zu verringern. Um nicht die Ausgewogenheit der Beteiligung von Frankreich und Deutschland – beide halten 22,49 % der EADS Anteile – zu gefährden, sucht auch die Politik nach Lösungen. Als Kompromiss zeichnet sich die Übernahme des Anteils durch ein Bankenkonsortium ab, ohne einen eigenen Stimmenanteil an EADS zu erwerben. Dadurch scheint auch die Teilfinanzierung durch ausländische Banken unproblematisch. Ein Rückkauf durch Daimler-Chrysler könnte in mehreren Jahren erfolgen.

Im Juli 2007 steigt Dubai International Capital (DIC) bei EADS ein. DIC erwirbt ein Aktienpaket, das 3,12 Prozent der Anteile an EADS entspricht.

Als eine Folge der Airbus-Krise wird am 16. Juli 2007 beschlossen, die Doppelspitze bei EADS abzuschaffen; erster alleiniger Konzernchef wird Louis Gallois, während Thomas Enders die Führung von Airbus übernimmt. Um trotzdem die Verteilung der Gewalten ausgewogen zu halten, wird der Deutsche Rüdiger Grube dem Verwaltungsrat vorsitzen.[4]

Im März 2008 erhält EADS als Partner von Northrop Grumman erstmals einen Großauftrag durch die US-Luftwaffe über die Modernisierung ihrer Tankflugzeug-Flotte. Dabei setzte sich das Konsortium überraschend gegen den Konkurrenten Boeing durch. Der Auftrag hat ein Volumen von mindestens 35 Mrd. Dollar und beinhaltet den Bau von 179 Tankflugzeugen des Typs KC-45A, der auf dem A330-Muster basiert. Ein weiteres Novum ist der Produktionsstandort, der in Mobile, Alabama, aufgebaut wird und damit die Verlagerung wesentlicher Produktionsschritte in die USA bedeutet. Auch in Europa sollen laut EADS durch den Auftrag neue Arbeitsplätze geschaffen werden.[5] Am 10. September 2008 erklärt US-Verteidigungsminister Robert Gates die Vergabe für nichtig und vertagt den Auftrag. Die Folgeregierung solle über den weiteren Verlauf des Angebotsverfahrens entscheiden. Der US-Rechnungshof hatte diesen Schritt bereits im Juni 2008 aufgrund von Fehlern bei der Ausschreibung empfohlen.

Skandale

Im Frühjahr gerät EADS im Zusammenhang mit der Affäre Clearstream II in Frankreich in die Schlagzeilen. Im Mai 2006 gibt der EADS-Vizepräsident Jean-Louis Gergorin zu, Autor anonymer Briefe an Untersuchungsrichter zu sein, in denen Nicolas Sarkozy und andere Politiker fälschlich verdächtigt wurden, über Geheimkonten bei Clearstream Schmiergelder kassiert zu haben. Gergorin wird von seinem Posten bei EADS suspendiert. Zuvor waren im April 2006 die Büros von Gergorin und anderen EADS-Managern von der französischen Justiz durchsucht worden.

Im Sommer gerät der Co-Chef von EADS Noël Forgeard in die Schlagzeilen, als bekannt wird, dass er Optionen im Wert von 2,5 Mio. €[6] etwa zwei Wochen vor Bekanntwerden der Verschiebung des geplanten Auslieferungstermins des neuen Modells A380 verkauft hat, was allgemein als Anzeichen für ein Insidergeschäft gewertet wird. Forgeard streitet dies ab und gibt seinem deutschen Kollegen die Schuld für die Verzögerungen. Am 2. Juli 2006 gibt er seinen Rücktritt bekannt.[7]

Korruption

Im Jahr 2001 erwiesen sich Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit einem Rüstungsgroßauftrag in der Republik Südafrika von 1999 als richtig. Ein führender Politiker des Verteidigungskomitees im Parlament wurde in der Folge wegen illegaler Geschenkannahme in allen Instanzen für schuldig befunden. EADS gestand offiziell ein, dass der Konzern in 30 Fällen führenden Politikern beim Erhalt von Luxusfahrzeugen „Unterstützung zukommen“ ließ.

Der für Südafrika zuständige EADS-Manager Michael Wörfel, über den die Bestechung abgewickelt worden sein soll, wurde im Juli 2001 suspendiert. Gegen ihn wurde ein Haftbefehl erlassen, er entzog sich dem Zugriff der südafrikanischen Behörden jedoch durch seine Ausreise. Dessen ungeachtet erscheint er heute auf der EADS-Homepage als Leiter der EADS-Außenstelle in der Türkei[8].

In einem ersten Prozess um die Schmiergeldaffäre war ein früherer EADS-Manager im Juni 2006 vom Münchner Landgericht zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Ein Subunternehmer war damals zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und elf Monaten verurteilt worden; auch gegen zwei weitere Subunternehmer wurde inzwischen Anklage erhoben.

Im Februar 2007 beginnt vor dem Landgericht München der Korruptionsprozess gegen zwei ehemalige EADS-Manager und einen früheren Bereichsleiter der EADS-Tochter Airbus wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und der besonders schweren Untreue. Mitangeklagt wegen Bestechung ist auch der Ex- Gesellschafter einer Auftragnehmer-Firma, dem vorgeworfen wird, für Aufträge bei der Digitalisierung der technischen Handbücher für das Kampfflugzeug Tornado siebenstellige Schmiergelder bezahlt und diese Summe in seine Kalkulation aufgenommen zu haben.

Am 10. April 2007 wird der Kommandant der österreichischen Luftstreitkräfte (Airchief), Generalmajor Erich Wolf, der an der Beschaffungsentscheidung für 18 österreichische Eurofighter maßgeblich beteiligt war, wegen Verdachts der falschen Zeugenaussage vor einem Untersuchungsausschuss sowie verbotener Geschenkannahme von einem EADS-Lobbyisten von seinem Amt suspendiert.

Korruptionsvorwürfe führten am 7. Dezember 2007 zur Stornierung eines Großauftrags betreffend 197 Helikopter im Umfang von 600 Mio. Dollar durch die indische Regierung. Die Regierung in Neu-Delhi warf dem Konzern „Unregelmäßigkeiten im Bieterverfahren“ vor. Laut Angaben des indischen Verteidigungsministeriums habe die EADS-Hubschraubersparte Eurocopter zudem die Ausschreibung ursprünglich im Februar 2007 nur „durch die verbotene Nutzung von Mittelsmännern“ für sich entschieden. [9]

Divisionen

Airbus

Logo von Airbus

Airbus ist die größte EADS-Division. Die Typenfamilie der Airbus-Passagierflugzeuge reicht vom kleinsten Airbus A318 bis zum größten Airbus, dem erstmals am 15. Oktober 2007 in Toulouse an Singapore Airlines ausgelieferten Airbus A380, dem größten Passagierflugzeug der Welt. Zum ersten Mal in seiner Geschichte hat Airbus (bisher immer der größte Gewinnbringer der EADS) im Jahr 2006 durch die A380-Krise einen Verlust erwirtschaftet.

Defence & Security

UCAV Barracuda
Airbus A400M

„Die Defence & Security Division umfasst in ihrem Bereich Lenkwaffen die MBDA mit ihrem deutschen Ableger LFK-Lenkflugkörpersysteme, den weltweit größten Hersteller von Lenkflugkörpern. In ihrer neuen Ausrichtung zählt die Business Unit Military Air Systems (früher: Geschäftsbereich Militärflugzeuge), die den größten Anteil am Eurofighter-Programm hat, ebenso dazu wie das Angebot von hoch entwickelter Verteidigungselektronik und Sicherheits-Kommunikationssystemen für zivile und militärische Anwendungsbereiche. Die Business Unit Services bedient die wachsende Nachfrage nach ausgelagerten Dienstleistungsaufgaben für Militär- und Sicherheitsbereiche.“ (Zitat von www.eads.net)

In Eurofighter werden keine Franzosen beschäftigt, da Frankreich nicht beteiligt ist und ein Wettbewerbsprodukt auf dem Markt anbietet.

Organisationseinheiten:

Eurocopter (vorher Aeronautics)

Eurocopter EC135

„In der Division Aeronautics sind der Weltmarktführer für zivile Hubschrauber, Eurocopter, die Turboprop-Regionalflugzeuge der ATR-Familie, die leichten Sport- und Reiseflugzeuge von EADS Socata sowie mit EADS Sogerma Services die Service- und Wartungsaktivitäten, mit EADS EFW die Kapazitäten für den Umbau von Passagier- zu Frachtflugzeugen sowie Fertigungsbereiche für Aerostructures zusammengefasst.“ (Zitat von www.eads.net)

Military Transport Aircraft

Die Division EADS Military Transport Aircraft baut die leichten bis mittleren Transporter C-212, CN-235 und C-295, die in rund 50 Ländern weltweit Dienst tun. Sie ist auch für die A400M verantwortlich, den neuen Militärtransporter, der Airbus-Technologie und Fertigungsverfahren nutzt. Der Start dieses Programms ist Ende Mai 2003 erfolgt. Bisher wurden 195 Maschinen dieses Typs bestellt, die Erstauslieferung ist für das Jahr 2009 vorgesehen. [10]

Astrium

Ariane 44LP

Das Tochterunternehmen EADS Astrium befasst sich mit Raumfahrtanwendungen. Bis vor kurzem firmierte es unter dem Namen EADS SPACE. Es beschäftigt 11.000 Mitarbeiter bei einem Umsatz von 3,2 Mrd EUR (Stand 2006). Bis Mai 2006 war es in drei weitere Tochterunternehmen gegliedert. Seither bilden zwei Unternehmen Organisationseinheiten, das dritte wird weiterhin als 100-prozentige Tochtergesellschaft geführt:

Innerhalb von Astrium wird die Launcherplatform für französische Nuklearwaffen betrieblich verwaltet. In diesem Bereich gibt es keine ausländischen Angestellten.

Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung 12/2006 12/2005 12/2004 12/2003 12/2002 12/2001
sonstige operative Ergebnisse
Umsatzerlöse 39.400 34.206 31.761 30.133 29.901 30.798
Herstellungskosten 27.530 25.510 24.594 24.465 25.440
Bruttoergebnis vom Umsatz 6.676 6.251 5.539 5.436 5.358
Vertriebs-, Verkaufs und Verwaltungsaufwand 2.183 2.119 2.162 2.492 2.561
Forschungs- und Entwicklungskosten 2.075 2.126 2.189 2.096 1.841
Sonstige betriebliche Erträge 447 314 196 248 3.024
Sonstige betriebliche Aufwendungen 153 177 256 0 0
Firmenwertabschreibung 0 0 0 567 936 1.466
Operatives Ergebnis 2.712 2.143 561 160 2.514
Finanzergebnis −177 −246 131 27 −513
Ergebnis vor Steuer 2.535 1.897 692 187 2.001
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 825 664 474 453 646
Ergebnis nach Steuer 1.710 1.233 218 −266 1.355
Minderheitenanteil −34 −203 −66 −33 17
Jahresüberschuss 99 1.676 1.030 152 −299 1.372
Bilanziert nach IFRS, Angaben in Mio. Euro. Das Geschäftsjahr endet am 31.12.

Aktionärsstruktur

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EADS-Konzernbeteiligung (Quelle: Tagesschau.de am 7. Oktober 2006)

Nach Stand 31. Dezember 2008 baut sich die Aktionärsstruktur der EADS wie folgt auf[11]:

  • 52,99 % – vertragliche Partnerschaft der Hauptaktionäre
davon:

1) dieser Wert beinhaltet noch einen Anteil von 7,5 % an EADS, der bereits auf Termin verkauft wurde
2) dieser Wert beinhaltet noch einen Anteil von 7,5 % an EADS, der am 9. Februar 2007 an ein Konsortium aus sieben privaten (jeweils 10 % für Allianz, Commerzbank, Credit Suisse, Deutsche Bank und Goldman Sachs und je 5 % für Morgan Stanley und Sal. Oppenheim) und acht öffentlichen Investoren (13 % KfW Bankengruppe, 10 % HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsverwaltung, 5 % die Hannoversche Beteiligungsgesellschaft, 3,5 % Bayerische Landesbodenkreditanstalt, 2,5 % Landesbank Baden-Württemberg, 2,5 % Landeskreditbank Baden-Württemberg, Förderbank, 2 % Bremer Investitions-Gesellschaft und 1,5 % LfA Förderbank Bayern), verkauft wurde.

Standorte

Afrika

Asien

Australien

Europa

  • Belgien
    • Brüssel – Vertretung von EADS in Belgien und Standort von EADS TELECOM BeNeLux
    • Oostkamp – HF Produktion
  • Dänemark
  • Deutschland
    • Ottobrunn
      • EADS Deutschland GmbH (Zentrale)
      • EADS Military Air Systems (MAS)
      • Entwicklungszentrum für bemannte und unbemannte Flugzeuge
      • EADS Astrium (Sitz der GmbH)
    • Aschau am Inn – Standort der Bayern-Chemie Protac, welche seit 2008 eine 100% Tochter der LFK-Lenkflugkörpersysteme GmbH ist. Produktion von Antriebssystemen für Lenkflugkörper
    • Augsburg – Fertigung und Funktionsprüfung von Flugzeugkomponenten, Montage und Ausrüstung von Strukturen, Konstruktion und Bau von Fertigungsanlagen, Division: Defence & Security
    • Backnang – Standort von TESAT-Spacecom,
    • Berlin – Professional Mobile Radio
    • Bonn – Vier Standorte, darunter Verteidigungselektronik und Sicherheitstechnik
    • Bremen – Zentrale für alle Bereiche der bemannten Raumfahrt. Entwicklung und Fertigung des Wissenschaftslabors Columbus. Darüber hinaus Entwicklung und Fertigung der Oberstufe der Ariane 5. Weitere Kernkompetenzen sind die Entwicklung von Wiedereintrittstechnologien und wiederverwendbaren Transportsystemen wie z.B. das Automated Transfer Vehicle (ATV) der ISS.
    • Buxtehude
      • Airbus Buxtehude entwickelt & produziert den elektrischen Teil von Kabinenmanagement-Systemen (siehe auch Goodrich Corporation & C&D Zodiac Inc).
      • Airbus KID-Systeme GmbH ist zuständig für Skypower (Laptop-Steckdose), ALPPS (First-Class Sitz-Elektronik) und GSM on Board (siehe auch OnAir).
    • Donauwörth – Standort von Eurocopter
    • Dresden – Die Elbe Flugzeugwerke bauen Passagier- in Transportflugzeuge um und beliefern Airbus mit Leichtbauelementen der Inneneinrichtung.
    • Friedrichshafen/Immenstaad am Bodensee
      • EADS Astrium Satellites
      • EADS Defence & Security (Verteidigungselektronik)
      • EADS Military Air Systems (ISR/ UAV)
      • Dornier Consulting GmbH
      • Sostar GmbH
      • EuroHawk GmbH
      • EADS Real Estate GmbH (Betreuung und Vermarktung der ehemaligen Dornier Standorte und Gebäude)
      • EADS Telecom GmbH
    • Hamburg – Standort von Airbus
    • Kassel – Standort von Eurocopter, Pilotentraining
    • Kiel – Kundenunterstützung für die Marine
    • Koblenz – Political Affairs
    • LampoldshausenEADS Astrium Space Transportation, Europäisches Zentrum für Raumfahrtantriebe
    • Laupheim – Airbus: Passagierkabinen (Oktober 2008 verkauft an Diehl Aerospace als Diehl Aircabin)
    • Lemwerder – Montage von Strukturbauteilen für Militärflugzeuge, Ersatzteilefertigung, Reparatur und Wartung von Komponenten für Militärflugzeuge
    • Manching – Das Werk ist verantwortlich für Instandhaltung, Depotinspektionen und Kampfwertsteigerung der militärischen Flugzeuge der deutschen Luftwaffe sowie von NATO-Streitkräften. Außerdem führen sie die Eurofighter Rumpf-Mittelteil-Fertigung aus. Auch ein Teil der Eurofighter-Endmotage findet hier statt.
    • Nordenham – Airbus: Großblechfertigung und Schalenbau
    • RostockEADS RST Rostock-System-Technik GmbH
    • Schrobenhausen – Integration von Lenkwaffensystemen, Hauptsitz der LFK-Lenkflugkörpersysteme GmbH (MBDA Deutschland)
    • Stade – Airbus: Seitenleitwerke für alle Airbus-Flugzeuge aus Faserverbundwerkstoffen
    • TrauenEADS Astrium Schwerelosigkeitsexperimente, Rettungssysteme für Unterseeboote, Hydrazin-Produktionsstätten, Umweltschutzberatung
    • Ulm – Vorwiegend Verteidigungselektronik und Radare
    • Unterschleißheim – Hauptsitz der Defence & Security, Standort der LFK-Lenkflugkörpersysteme GmbH, Entwicklung von Flugkörpersystemen und Schlüsselkomponenten, Avionik, Elektro-optische EloKa, Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Professionel Mobile Radio, Funksysteme für die Verteidigung und Innere Sicherheit, C3I, Luftverteidigung, Global Security
    • Varel – Airbus: Spanabhebende Bearbeitung von Flugzeugteilen sowie Entwicklung und Konstruktion von Fertigungsmitteln
    • Wilhelmshaven – Kundenbetreuung der Bundesmarine, Softwareentwicklung für F124 und K130
  • Finnland
  • Frankreich
    • Arcueil – Kartographie und Bilddatenerzeugung, Internet Technologie
    • Blagnac bei Toulouse– Airbus Headquarters, Zentrale Funktionen, Kundensupport und Dienstleistungen, Marketing/Vertrieb, Konstruktionsbüro, Airbus-Transport, Triebwerkspylons, Elektrische Kabelbäume, Cockpitausstattung, Einbau Kabineninnenausstattung A330/A340, Endmontage A300/A310/A320/A330/A340/A380
    • Boulogne-Billancourt
    • Bourges – Fertigung der MBDA von Lenkflugkörpern und Lenkflugkörpersystemen
    • Caudebec-en-Caux – Materialerhaltung, Instandsetzung und Modernisierung von Maschinen, Triebwerken und Strahltriebwerken, Hilfsaggregaten (APU), Metallkonstruktionen für Luftfahrtanwendungen (Behälterbau)
    • Cazaux – Tests
    • Châtillon – Lenkflugkörper und Lenkflugkörpersysteme, Forschung und Entwicklung
    • Colomiers – Light maintenance, Auf- und Umrüstungen sämtlicher Flugzeugtypen
    • Compiègne
    • Douarnenez
    • Fontenay-aux-Roses – Vertriebsgesellschaft für Lenkflugkörperssysteme
    • Guyancourt
    • La Courneuve – Standort von Eurocopter, Marketing, Vertriebszentrum, Fertigungs-, Test- und Kundendienstzentrum Rotorblätter
    • La Ferté
    • Le Bourget – Heavy Maintenance von Zivil- und Militärflugzeugen mittlerer Größe, Zugelassener Vertreiber und Zentrum für Überholung von Turboprops und Strahltriebwerken für Pratt & Whitney, Garrett, General Electric, Allison, etc. Instandsetzungen und Strukturänderungen für Flugzeuge und Hubschrauber, Fertigung von Hydraulikdichtungen für Luftfahrt-, Marine und nukleare Anwendungen
    • Le Plessis-Robinson – Standort der MBDA und von Roxel (Hersteller von Raketenantrieben für taktische Waffensysteme und Marschflugkörper)
    • Les MureauxEADS Astrium, Zentrale Dienstleistungen, Management bedeutender Raumfahrtprogramme und strategischer Raketenprogramme, Integration von Flüssigantriebsstufen der Trägerrakete Ariane, Leichte Strukturelemente aus Verbundwerkstoff, Datenverarbeitungs-, Simulations-, Test- und Prüfeinrichtungen
    • Le Subdray – Standort der MBDA und von Roxel
    • Les Ulis – Feuerleitung, Stabilisierte Plattformen, Teuschkörperwerfer; Nukleare Verteidigungstechnologie
    • Limeil-Brévannes – Abtastsensoren und statische Sensoren zur Satelliten-Lagebestimmung, Star Tracker für Instrumenten-Richtsysteme, Satelliten-Lageregelung oder Kalibrierung im Flug, Erdbeobachtungskameras für den sichtbaren und IR-Bereich, Wissenschaftliche Experimente, Neutronengeneratoren, Neutronenanalyse von losem Material (Zement, Kohle, Nickel),Neutronensensoren zum Aufspüren von Drogen, versteckten Explosivstoffen, IR- und UV-Linsen, Linsen und Optiksysteme für industrielle Anwendungen, IR-Projektionssysteme für IR-Suchkopftests
    • MarignaneEurocopter-Zentrale, Konstruktionsbüro, Flugversuche, Prototypen- und Serienfertigung, Montagelinien, Auslieferung, Kundendienst, Ausbildungszentrum, Industrial Centre für Verbundwerkstoffe und Mechanik
    • Méaulte – Standort von Airbus, Sektionsbaugruppen, Bearbeitung kleiner Leichtmetallteile
    • Mérignac
    • Montigny-le-Bretonneux
    • Nantes – Standort von Airbus, Sektionsmontage: mechanische Bauteile aus Verbundwerkstoffen, Spanende Bearbeitung großer Leichtmetall-Strukturbauteile, Strukturbauteile aus Verbundwerkstoff, Chemisches Fräsen
    • Orléans – Lasertechnik und hochpräzise Optiksysteme für zivile und militärische Anwendungen. Fertigungsabteilung in Orléans
    • Paris – Hauptsitz der EADS Frankreich, EADS Astrium
    • Rochefort
    • Saint-Aubin-de-Médoc
    • Saint-Médard-en-Jalles – Feststoffbooster-Integration (z. B. für ballistische Raketen), Wiedereintrittsfahrzeuge, Konstruktion und Fertigung von Hitzeschutzsystemen, thermostrukturelle Werkstoffe, Komplexe Testprogramme, Entwicklung von Bodenanlagen
    • Saint-Nazaire – Standort von Airbus, Montage Cockpit und vordere Rumpfsektion, Rumpfschalen, Blechteile, Rohrleitungssysteme
    • Salaunes – EADS Composite Aquitaine konstruiert, entwickelt und implementiert hochkomplexe Verbundwerkstoffe für Luft- und Raumfahrt-Anwendungen sowie für die Auto- und Schienenindustrie
    • Selles-Saint-Denis
    • Sèvres – Standort der MBDA, Flugabwehr-, Panzerabwehr- und Seezielflugkörper
    • Sophia Antipolis
    • Suresnes – Entwicklung, Fertigung und Serviceleistungen für Trainingssimulatoren, Prüfsysteme für projektbezogene Risiken, Funktionssicherheit, industrielle Sicherheit, Softwarequalität, Datenverarbeitungs- und Forschungszentrum
    • TarbesEADS Socata entwickelt und fertigt eine umfassende Palette an leichten 2-7-sitzigen Flugzeugen. Darüber hinaus übernimmt EADS Socata weitere Arbeiten, von der Auslegung bis hin zum Kundendienst, wie beispielsweise Wartung, Instandsetzung, Umrüstungen und Aufgaben im Bereich Kundenservice für eine breites Spektrum von Verkehrsflugzeugen und Business Jets
    • Toulon
    • Val-de-Reuil – Avionik, Missionsplanung
    • Valenton – Bombenschlösser, Waffenpylons, Multifunktionsbehälter, Flugkörper-Abwurfsysteme, -Ejektorsysteme, Passive Gegenmaßnahmen, Chaff/Flare-Dispenser und Computer mit Schnittstellenfunktion für sämtliche Flugzeug- und Hubschrauber-Typen
    • Vélizy-VillacoublayEADS Astrium
  • Großbritannien
  • Griechenland
  • Italien
  • Niederlande
  • Polen
  • Portugal
  • Rumänien
  • Russland
  • Slowakei
  • Spanien
  • Schweiz
  • Tschechien
  • Türkei

Nordamerika

Südamerika

Literatur

  • Carsten Bockstette: Konzerninteressen, Netzwerkstrukturen und die Entstehung einer europäischen Verteidigungsindustrie. Eine Fallstudie am Beispiel der Gründung der European Aeronautic, Defence and Space Company (EADS). Dr. Kovač Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-8300-0966-6.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. BAE-Anteil – Airbus gehört nun ganz zu EADS. In: Manager-Magazin. 13. Oktober 2006. Abgerufen am 15. Oktober 2006.
  2. EADS-Anteil aufgestockt. In: n-tv. 13. Oktober 2006. Abgerufen am 13. Oktober 2006.
  3. Airbus-Chef Streiff steigt aus. In: n-tv. 9. Oktober 2006. Abgerufen am 15. Oktober 2006.
  4. Die Zeit: „Abschied von der Doppelspitze“ (16. Juli 2007)
  5. Die Zeit: „EADS sahnt ab“ (1. März 2008)
  6. http://www.ftd.de/koepfe/:Portr%E4t-No%EBl-Forgeard-Ein-Aufsteiger-f%E4llt-tief/361267.html
  7. Forgeard, Humbert zurückgetreten
  8. http://www.eads.com/1024/de/eads/locations_extern/smo/turkey/turkey.html
  9. Spiegel:http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,521925,00.html Korruptionsvorwurf: Indien storniert Hubschrauberbestellung bei EADS“ (7. Dezember 2007)]
  10. http://www.eads.net/
  11. Aktionärsstruktur vom 31. Dezember 2008 lt. offiziellen Angaben der EADS [1]

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