Exsequien


Exsequien
Kirchliche Begräbnisfeier, Gustave Courbet, 1850

Der Ausdruck Exequien (eigentlich Exsequien; von lat. exsequi „hinausgeleiten, aussegnen“) bezeichnet in der Liturgie der katholischen Kirche die Riten und Handlungen zwischen dem Tod und dem Begräbnis eines Christen.

Exequien umfassen:

Waren die Exequien vor der Liturgiereform deutlich vom Gedanken der Trauer geprägt, so bestimmte die Konstitution Sacrosanctum Concilium des Zweiten Vatikanischen Konzils, dass „Der Ritus der Exequien [...] deutlicher den österlichen Sinn des christlichen Todes ausdrücken und besser den Voraussetzungen und Überlieferungen der einzelnen Gebiete entsprechen soll.“ [1].

Heinrich Schütz komponierte 1635 die Musikalischen Exequien (SWV 279-281) für Heinrich Reuss Posthumus; sie enthalten ein Concert in Form einer Teutschen Begräbnis-Missa, die Motette Herr, wenn ich nur dich habe und das Canticum B. Simeonis Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren.

Inhaltsverzeichnis

Quellen

  1. Sacrosanctum Concilium, Kapitel III, Nr. 81

Literatur

  • Ordo Exsequiarum Romani Pontificis, Libreria Editrice Vaticana 2005, ISBN 8820969424
  • Rituale Romanum, Libreria Editrice Vaticana 2004, ISBN 8820974363
  • Ferdinand Probst: Die Exequien. Laupp, Tübingen 1856

Siehe auch

Weblinks


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