Fairey Barracuda


Fairey Barracuda
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Fairey Barracuda
Typ: Torpedobomber
Entwurfsland: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Hersteller: Fairey Aviation Company
Erstflug: 7. Dezember 1940 (Prototyp)
Produktionszeit: 1941-1945
Stückzahl: 2.607

Die Fairey Barracuda war ein trägergestützter Torpedobomber und Sturzkampfflugzeug der britischen Fairey Aviation Company, das hauptsächlich im Zweiten Weltkrieg Verwendung fand. Der Erstflug des Prototyps fand am 7. Dezember 1940 statt. Am 18. März 1942 wurde die erste Serienmaschine Barracuda Mk. I an die Fleet Air Arm der Royal Navy ausgeliefert, da in den ersten beiden Kriegsjahren andere Flugzeugtypen dringender benötigt wurden. Nach dem Krieg wurde die Barracuda vor allem als Schulflugzeug verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Fairey Barracuda Mk. II

Die Fairey Barracuda wurde aufgrund des Pflichtenheftes S.24/37 des britischen Air Ministry entwickelt, das eine neue trägergestützte Maschine für die Fleet Air Arm forderte, welche vielfältige Außenlasten (Torpedos, Bomben, Rettungsboote, Radarbehälter) mitführen konnte. Sie war der erste britische trägergestützte Ganzmetall-Torpedobomber, verfügte über ein hohes, verstrebtes Höhenleitwerk und große Fairey-Young-Klappen an den Flügelhinterkanten, die die für den Flugzeugträgereinsatz erforderliche niedrige Mindestgeschwindigkeit ermöglichten.

Da der ursprünglich vorgesehene Flugmotor Rolls-Royce Exe nicht mehr hergestellt wurde, verzögerte sich die Erprobung des ersten Prototyps der Barracuda (Werk-Nr. P 1767). Ersatzweise mit einem Motor vom Typ Rolls-Royce Merlin 30 von 1.260 PS ausgerüstet, machte dieser seinen Erstflug schließlich am 7. Dezember 1940.

Da in dieser Kriegsphase andere Flugzeugtypen dringender benötigt wurden als die Barracuda, machte das erste Serienflugzeug, die Barracuda Mk. I (auch bekannt als Barracuda I), erst am 18. März 1942 seinen Erstflug. Von diesem Modell wurden 30 Stück gebaut (5 davon von Westland). Die Barracuda Mk. I wurden meist für Versuche und Umschulung der Piloten verwendet.

Es folgte die Barracuda Mk. II (auch Barracuda II) in 1.688 Exemplaren mit dem stärkeren Merlin 32, der eine größere Zuladung erlaubte, aber die Gesamtleistung leicht verschlechterte. Das 827. Squadron erhielt als erste Einheit im Januar 1943 die Barracuda Mk. II. Die ersten Kampfeinsätze führte das 810. Squadron acht Monate später bei der alliierten Landung bei Salerno (Operation Avalanche) durch.

Fairey Barracuda Mk. III

Die letzte noch im Kriege gebaute Version war die Barracuda Mk. III mit Vierblatt-Propeller und einer ASV-Radarwanne zur U-Bootabwehr.

Vom Typ Mk. II baute Fairey 675, Blackburn Aircraft 700, Boulton Paul 300 und Westland Aircraft 13 Flugzeuge. Die Mark III wurden von Fairey (460) und Boulton Paul (392) hergestellt.

Eine Mk. II wurde mit einem 1.850 PS starken Rolls-Royce Griffon VII als Prototyp für die unbewaffnete Version Mk. V ausgerüstet (eine Mk. IV wurde nicht gebaut). Dieses Flugzeug (P9976) flog am 16. November 1944. Insgesamt 30 Mk. V mit erheblich geänderter Leitwerkkonstruktion sowie anderen Modifikationen wurden von Fairey erst nach dem Kriege fertiggestellt. Sie wurden hauptsächlich als Schulflugzeuge eingesetzt.

Einsatz

Im praktischen Einsatz wurde die Barracuda häufiger als Sturzkampf- denn als Torpedobomber eingesetzt. 42 Barracuda von vier Staffeln der Flugzeugträger HMS Victorious und HMS Furious flogen im April 1944 den Angriff auf die Tirpitz im Kåfjord in Nordnorwegen. Sie erzielten 15 Direkttreffer mit panzerbrechenden 500 lbs (227 kg)- und 1000 lbs (454 kg) - Bomben. Dabei gingen lediglich drei Barracudas verloren.

Im selben Monat des Jahres 1944 führten Barracuda des Trägers HMS Illustrious ihren ersten Angriff im Pazifikkrieg gegen Japan durch.

Einsatzländer

Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich

Technische Daten

Barracuda Mk. II
Kenngröße Daten
Länge    12,11 m
Höhe    4,60 m
Flügelspannweite    14,98
beigeklappt 6,00 m
Flügelfläche    34,09 m²
Antrieb    ein 12-Zylinder-V-Motor Rolls-Royce Merlin 32 (1.223 kW/1.640 PS)
Höchstgeschwindigkeit    367 km/h in 535 m Höhe
Marschgeschwindigkeit    311 km/h in 1.525 m Höhe
Steigrate    250 m/min
Dienstgipfelhöhe    5.060 m
Reichweite    maximal 1.101 km
Aktionsradius    790 km
Flugdauer    3 bis 6,7 h
Leergewicht    4.241 kg
Startgewicht    normal 6.396 kg
maximal 6.950 kg mit Starthilfsraketen
Besatzung    3
Bewaffnung    zwei bewegliche 7,7-mm-MG Browning
Abwurfmunition    ein 735 kg Torpedo oder
726 kg Bomben oder
sechs 113 kg Wasserbomben oder
744 kg Minen

Vergleichbare Typen

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich

  • Supermarine Type 322

→ blieb ein Prototyp

JapanJapan Japan

→ Alliierter Codename: Kate
→ Alliierter Codename: Jill

Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten

Literatur

  • Donald, David and Lake, Jon, editors. Encyclopedia of World Military Aircraft. London: AIRtime Publishing, 1996. ISBN 1-880588-24-2
  • Gunston, Bill. Classic World War II Aircraft Cutaways. London: Osprey, 1995. ISBN 1-85532-526-8.
  • Hadley, D. Barracuda Pilot. London: Airlife Publishing, 2000. ISBN 1-84037-225-7.
  • Taylor, H.A. Fairey Aircraft Since 1915. London: Putnam, 1974. ISBN 0-370-00065-X

Siehe auch

 Commons: Fairey Barracuda – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Weblinks


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