Farbei


Farbei
Getroffene Polizeibeamte während einer Demonstration in Hamburg am 28. Mai 2007

Farbbeutel oder Farbeier sind Wurfgeschosse, die beispielsweise bei Demonstrationen und Protestkundgebungen gegen politische Gegner und Polizeikräfte, sowie gegen Sachen (Pelzgeschäfte, Thor Steinar-Läden,[1] Autos oder ähnliches) angewendet.

Durch das Werfen soll der Gegner, beziehungsweise das Zielobjekt beschmutzt werden, wodurch der Protest und teilweise auch die Missachtung gegen das Ziel des Wurfes zum Ausdruck gebracht werden soll.

Die Farbbeutel bestehen aus kleinen, verschlossenen Plastikbeuteln, Wasserbomben oder zuvor geleerten Hühnereiern, die mit Lack- oder Abtönfarbe gefüllt werden.

Vorfälle

Farbbeuel auf dem Detlev-Rohwedder-Haus
  • Im Mai 1999 wurde der damalige Außenminister Joschka Fischer aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir F. mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr.[2][3]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Farbeier auf "Thor Steinar"-Laden geworfen Tagesspiegel, 23. April 2009
  2. PHOENIX: Farbbeutelanschlag auf Joschka Fischer, 13. Mai 1999 (Video, 6:20 min)
  3. AFP: Farbbeutel-Werfer gegen Fischer legt Verfassungsbeschwerde ein, 7. Juni 2002
  4. Vereinzelt Krawalle in Berlin Märkische Allgemeine, 1. Mai 2009

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