Ferdinand III. (Kastilien und Leon)


Ferdinand III. (Kastilien und Leon)
Statue von Ferdinand III in Madrid (G.D. Olivieri, 1753).

Ferdinand, genannt der Heilige (* 30. Juli oder 5. August 1199 in Zamora; † 30. Mai 1252 in Sevilla) war als Ferdinand II. König von Kastilien und als Ferdinand III. König von León.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Ferdinand wurde als Sohn des Königs Alfons IX. von León und Berenguela von Kastilien, Tochter Alfons' des Edlen von Kastilien, 1199 geboren. Er wurde nach dem Tod seines Onkels Heinrich I. 1217 König von Kastilien und nach dem Tod seines Vaters 1230 auch von León, das nun neben Asturien und Galicien mit Kastilien zu einem einigen, unteilbaren, auf den ältesten Sohn vererblichen Königreich vereinigt wurde. Hierdurch wurde der Grundstein zur Größe Kastiliens und zur Vernichtung der maurischen Macht in Spanien gelegt.

Ferdinand gewann nach mehreren Siegen über die Mauren (besonders bei Jerez de la Guadiana 1233) Córdoba 1236, Jaén 1246, Sevilla 1248, Cádiz 1250 und andere Städte, so dass die kastilische Herrschaft bis an das südliche Meer reichte.

Nur das Königreich Granada blieb den Mauren, aber unter kastilischer Oberherrschaft. Die Folge war eine massenhafte Auswanderung der Mauren aus den von den Christen eroberten Ländern; die Zurückbleibenden wurden auf harte Weise unterdrückt. Überhaupt war Ferdinand ein großer Feind jeder häretischen Meinung; er stiftete mehrere Bistümer, gründete den Dom von Toledo sowie die Universität Salamanca, erwarb sich um die Zivilgesetzgebung großes Verdienst durch den von seinem Sohn vollendeten Código de las Partidas und die romanische Übersetzung des für die Mauren von Córdoba geltenden Gesetzbuches und wurde für seine Verdienste um den katholischen Glauben 1671 von Papst Klemens X. kanonisiert.

Nachkommen

1219 heiratete Ferdinand die Tochter des deutschen Königs Philipp von Schwaben, Elisabeth (genannt Beatrix von Spanien). Mit ihr hatte er die folgenden Kinder:

  • Alfons X. (1221–1284), König von Kastilien und León
  • Fadrique (1223–1277) (von seinem Bruder Alfons ermordet)
  • Ferdinand (1225–1243/48)
  • Eleonore (1227–?)
  • Berenguela (1228–1288/89), Nonne in Las Huelgas
  • Heinrich, El Senador (1230–1304)
  • Philipp (1231–1274) ∞ Christine von Norwegen, Tochter von König Håkon IV.
  • Sancho (1233–1261)
  • Juan Manuel (1234–1283)
  • Maria (1235)

Nach dem Tode Elisabeths 1235 ging Ferdinand mit Jeanne de Dammartin, Gräfin von Ponthieu die Ehe ein (vor August 1237). Sie hatten die folgenden Kinder:

  • Ferdinand (1239–1269), Graf von Aumale
  • Eleonore von Kastilien (1241–1290) ∞ Eduard I., König von England
  • Luis (1243–1269)
  • Ximen (1244)
  • Juan (1245)

Literatur

  • Das Leben und die Taten beschrieb der Minister Ferdinands, der Erzbischof Rodrigo Jimenes von Toledo, in der Cronica del santo rey Don F. III.

Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
Berenguela König von Kastilien
1217–1230
unteilbar mit dem Königreich León vereinigt
Alfons IX. König von León
1230
unteilbar mit dem Königreich Kastilien vereinigt
--- König von Kastilien und León
1230–1252
Alfons X.


Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.

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