Flachbahnstufenschalter


Flachbahnstufenschalter

Der Flachbahnstufenschalter (auch Schlittenschaltwerk) ist eine Vorrichtung zur Regulierung der Spannung bei Elektromotoren. Hauptsächlich wurde diese Art von Schaltwerk bei Lokomotiven mit elektrischem Hauptantrieb zur Regulierung der Geschwindigkeit benutzt.

Funktion

Der prinzipielle Aufbau eines Flachbahnstufenschalters besteht aus einer Gleitbahn und einem darauf angebrachten, beweglichen Kontaktschlitten. Der Schlitten kann entweder elektromotorisch oder von Hand durch Seil- und Kettenzüge angetrieben werden, was für den Bedienenden mit erheblichem Kraftaufwand verbunden sein kann. Auf der Gleitbahn sind paarweise Kontakte angebracht, wobei die Kontakte eines jeden Paares elektrisch voneinander getrennt sind. Die eine Hälfte der Kontakte ist mit den Transformatoranzapfungen verbunden, die andere mit dem Fahrzeugantrieb. Beim Einlegen einer Schaltstufe bewegt sich der Schlitten zu einem der Kontaktpaar und stellt zwischen den Kontakten eine elektrisch leitende Verbindung her. Beim Überschalten auf die nächste Stufe kann es – je nach Bauweise des Flachbahnstufenschalters – vorkommen, dass gleichzeitig Kontakte verschiedener Stufen durch den Schlitten verbunden werden. Das hat den Vorteil, dass während des Schaltvorgangs kein Abreißfunke entsteht, der die Kontaktoberflächen korrodieren lässt und nahezu ruckfrei angefahren und beschleunigt werden kann. Andererseits entsteht auf der Transformatorseite ein Windungsschluss, der durch Widerstände abgedämpft werden muss. Zusätzlich kann bei einigen Bauarten der Hauptstrom durch Lastschalter unterbrochen werden, um ein spannungsfreies Überschalten zu ermöglichen. Schienenfahrzeuge, bei denen der Flachbahnstufenschalter verwendet wurde sind zum Beispiel die DRG-Baureihe E 16 sowie die Lokomotiven SBB Ae 3/6 I und Ae 4/7.

Literatur

  • Franz Eberhard und Hansueli Gonzenbach:Faszination Ae 4/7 Loki spezial Nr. 22, Fachpresse Zürich 2003, ISBN 3-85738-073-X

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