Floyd Mayweather junior


Floyd Mayweather junior
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Mayweather bei einem WWE-Auftritt

Mayweather bei einem WWE-Auftritt

Daten
Geburtsname Floyd Joy Mayweather junior
Kampfname Pretty Boy, Money
Gewichtsklasse Weltergewicht
Nationalität US-Amerikanisch
Geburtstag 24. Februar 1977
Geburtsort Grand Rapids
Stil Linksauslage
Größe 1,73 m
Kampfstatistik
Kämpfe 42
Siege 42
K.-o.-Siege 26
Niederlagen 0

Floyd Mayweather junior (* 24. Februar 1977 in Grand Rapids, Michigan) ist ein US-amerikanischer Boxer. Er ist dreimaliger Gewinner der National Golden Gloves, sowie Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele 1996.

Als Profiboxer ist er ungeschlagen und gilt laut Ranglisten von BoxRec und Ring Magazine, als bester Boxer ungeachtet der Gewichtsklassen. Er ist zudem ehemaliger WBC-Weltmeister im Superfeder-, Leicht-, Halbwelter-, Welter- und Halbmittelgewicht, sowie ehemaliger IBF-Weltmeister im Weltergewicht. Seit 17. September 2011 ist er erneut Weltmeister der WBC im Weltergewicht.

Inhaltsverzeichnis

Amateur

Floyd Mayweather gewann als Amateur 84 Kämpfe bei sechs Niederlagen. 1993 gewann er die National Golden Gloves im Halbfliegengewicht, 1994 die National Golden Gloves im Fliegengewicht und 1996 die National Golden Gloves im Federgewicht. 1995 wurde er zudem US-amerikanischer Meister im Federgewicht.

Mayweather nahm 1995 an den Amateurweltmeisterschaften in Berlin teil, scheiterte aber schon im zweiten Kampf an Nouredine Medjihoud aus Algerien. Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta gewann er die Bronzemedaille im Federgewicht. Er setzte sich dort unter anderem in der zweiten Turnierrunde gegen Artur Grigorian, später gegen Lorenzo Aragon durch bevor er knapp Serafim Todorow unterlag.

Profikarriere

Noch 1996 wurde er im Alter von 19 Jahren Profi im Superfedergewicht. Nach 17 gewonnenen Profikämpfen gegen Aufbaugegner bekam er am 3. Oktober 1998 erstmals die Chance auf einen Weltmeisterschaftskampf. Er schlug den damals als besten Boxer der Gewichtsklasse anerkannten Genaro Hernandez, der in diesem Kampf keine Runde gewann und schließlich nach der achten Runde aufgab. Den Titel verteidigte er neun Mal, unter anderem gegen Angel Manfredy und Diego Corrales. Corrales' Trainer warf nach fünf Niederschlägen in der zehnten Runde das Handtuch.

2002 stieg er in das Leichtgewicht auf und schlug sofort am 20. April 2002 den WBC-Weltmeister José Luis Castillo durch einen einstimmigen aber knappen Punktsieg, im direkten Rückkampf acht Monate später konnte er das Ergebnis wiederholen.

Nach zwei Titelverteidigungen stieg er erneut eine Gewichtsklasse auf, in das Halbweltergewicht. Nach zwei Siegen in Ausscheidungskämpfen besiegte er am 25. Juni 2005 den WBC-Weltmeister Arturo Gatti durch technischen KO in der sechsten Runde, nachdem Gattis Trainer das Handtuch warf.

Anschließend ging er in das Weltergewicht. Am 8. April 2006 gewann auch in dieser Gewichtsklasse einen Weltmeistertitel, nämlich den IBF-Titel durch einen Punktsieg über Zab Judah, legte den Titel allerdings nach wenigen Monaten freiwillig nieder. Im Kampf gegen Carlos Manuel Baldomir konnte er sich dann den Weltmeistertitel des WBC im Weltergewicht sichern.

Nach dem Kampf gegen Baldomir erklärte Mayweather die Absicht seine Profikarriere nach einem von ihm anvisierten Kampf am 5. Mai 2007 gegen den WBC-Weltmeister im Halbmittelgewicht Óscar de la Hoya zu beenden. Die Punktrichter werteten diesen Kampf in Las Vegas mit 2:1 nach Punkten (113:115, 116:112, 115:113) für Mayweather, der somit neuer Weltmeister wurde. Im direkt anschließenden Interview für den amerikanischen TV-Sender HBO verkündete er seinen Rücktritt, da er laut seiner Aussage nach 6 Weltmeisterschaften in 5 Gewichtsklassen niemandem mehr etwas beweisen müsse. Nun möchte er sich um seine Kinder kümmern.

Der Rücktritt vom Rücktritt erfolgte jedoch nicht ganz unerwartet und Mayweather traf am 8. Dezember 2007 auf den aus dem Halbweltergewicht aufgestiegenen Ricky Hatton, der wie Mayweather noch unbesiegt war. Dabei ging es um Mayweathers WBC-Titel im Weltergewicht, womit er wieder eine Gewichtsklasse abstieg. Den mit hohem Tempo, aber auch vielen Unterbrechungen geführten Kampf gewann Mayweather durch K.O. in der 10. Runde.

Anfang Juni 2008 verkündete Mayweather das erneute Ende seiner Profikarriere und sagte somit auch den für den 20. September geplanten Rückkampf gegen den US-Amerikaner Óscar de la Hoya ab. [1][2]

Floyd Mayweather kündigte einen weiteren Kampf an, um am 18. Juli 2009 im MGM Grand gegen den amtierenden WBA und WBO Leichtgewicht Weltmeister Juan Manuel Márquez anzutreten. Dieser Termin wurde seitens Mayweather jedoch auf den 19. September 2009 verschoben, da er sich eine Rippenverletzung zuzog. Diesen Kampf gewann er dann durch einen einstimmigen Punktsieg. Am 1. Mai 2010 besiegte er auch noch Shane Mosley einstimmig nach Punkten.

Dies war Mayweathers vorerst letzter Profikampf, bis er im Juni 2011 bekanntgab, dass er am 17. September 2011, nach 16-monatiger Ringpause, gegen den WBC Weltmeister im Weltergewicht Victor Ortiz boxen werde.[3] Der Kampf fand im MGM Grand Hotel, Las Vegas, statt[4] und Mayweather gewann durch einen umstrittenen K.O. in der vierten Runde[5]. Als sich Ortiz nach einem absichtlichen Kopfstoss bei Mayweather entschuldigte, nutze dieser die Situation aus und schlug den ungedeckten Ortiz durch eine Linke gefolgt von einer Rechten zu Boden. Mayweather wurde für dieses Verhalten von einigen Beobachtern und Kommentatoren stark kritisiert. [6]

Erfolge

Amateur (84-6)

  • 1993: Michigan State Golden Gloves Champion im Halbfliegengewicht
  • 1993: National Golden Gloves Champion im Halbfliegengewicht
  • 1994: Michigan State Golden Gloves Champion im Fliegengewicht
  • 1994: National Golden Gloves Champion im Fliegengewicht
  • 1995: National PAL Champion im Federgewicht
  • 1995: US-Meister im Federgewicht
  • 1996: Michigan State Golden Gloves Champion im Federgewicht
  • 1996: National Golden Gloves Champion im Federgewicht
  • 1996: Bronzemedaille bei den Olympischen Sommerspielen im Federgewicht

Profi (42-0)

  • 3. Oktober 1998: WBC-Weltmeister im Superfedergewicht (8 Titelverteidigungen)
  • 20. April 2002: WBC-Weltmeister im Leichtgewicht (3 Titelverteidigungen)
  • 25. Juni 2005: WBC-Weltmeister im Halbweltergewicht
  • 8. April 2006: IBF-Weltmeister im Weltergewicht
  • 4. November 2006: WBC-Weltmeister im Weltergewicht (1 Titelverteidigung)
  • 5. Mai 2007: WBC-Weltmeister im Halbmittelgewicht
  • 17. September 2011: WBC-Weltmeister im Weltergewicht

Sonstiges

Mayweather ist der Neffe von Ex-Boxer Roger Mayweather, der zwei Welttitel gewann und zweimal von Julio César Chávez besiegt wurde. Er betreute Mayweather im Kampf gegen de la Hoya. Sein Vater Floyd Mayweather sr. ist ein bekannter Boxtrainer und trainierte auch Oscar de la Hoya von 2001 bis 2006, bevor die Zusammenarbeit aufgrund von finanziellen Unstimmigkeiten beendet wurde. Floyd Mayweather sr. hatte 2 Mio. Dollar für den Kampf gegen seinen Sohn verlangt.

Am 17. Februar 2008 trat Mayweather bei der WWE- Großveranstaltung No Way Out auf und schlug den dort gerade zurückgekehrten, 2,13 m großen und 200 kg schweren Wrestler Big Show ins Gesicht, wodurch dieser unbeabsichtigter Weise verletzt wurde. Viele Zuschauer hielten es für eine gespielte Szene, Mayweather platzierter rechter Haken jedoch brach Big Show das Nasenbein. In der darauf folgenden Fernsehsendung forderte The Big Show Mayweather zu einem Kampf bei Wrestlemania 24 heraus, welchen Mayweather akzeptierte. Dieser war ein Kampf ohne Regeln. Mayweather durfte den Kampf durch Knock-Out gewinnen, indem er einen Schlagring gegen Big Show einsetzte.

Für seine Auftritte bei WWE erhielt Mayweather nach eigener Aussage 20 Millionen US-Dollar.[7]

Weblinks

Vorgänger Amt Nachfolger
Genaro Hernández Boxweltmeister im Superfedergewicht (WBC)
3. Oktober 1998 - 20. April 2002
Sirimongkol Singwancha
José Luis Castillo Boxweltmeister im Leichtgewicht (WBC)
20. April 2002 - 2004
José Luis Castillo
Arturo Gatti Boxweltmeister im Halbweltergewicht (WBC)
25. Juni 2005 - 2005
Junior Witter
Zab Judah Boxweltmeister im Weltergewicht (IBF)
8. April 2006 - 20. Juni 2006
Kermit Cintron
Carlos Baldomir Boxweltmeister im Weltergewicht (WBC)
4. November 2006 - 6. Juni 2008
Andre Berto
Óscar de la Hoya Boxweltmeister im Halbmittelgewicht (WBC)
5. Mai 2007 - 4. Juli 2007
Vernon Forrest
Victor Ortíz Boxweltmeister im Weltergewicht (WBC)
seit 17. September 2011
-

Einzelnachweise

  1. "Der 'Pretty Boy' macht sich ein schönes Leben"
  2. "Mayweather retires again!" (englisch)
  3. Boxing-News
  4. BoxRec-Fightcard, Mayweather vs. Ortiz
  5. Mayweather gets KO in controversial finish USA Today
  6. Zeitungsbericht zum Kampf
  7. "Ich kriege 20 Millionen Dollar. Das liebe ich am Catchen: schnelle Kämpfe, schnelles Geld."

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