Fohrmann


Fohrmann

Jürgen Fohrmann (* 1953 in Bielefeld) ist ein deutscher Literaturwissenschaftler und Hochschullehrer an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Fohrmann studierte von 1972 bis 1977 Literaturwissenschaft, Germanistik und Geschichtswissenschaft an der Universität Münster. Von 1979 bis 1983 war er an der Universität Bielefeld als wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt, wo er 1980 promoviert und 1988 habilitiert wurde. Seit 1991 ist er Professor für Neuere Deutsche Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Bonn. Von 1994 bis 1997 war er Präsident des Deutschen Germanistenverbandes.

Von 2006 bis 2008 war Fohrmann Dekan der Philosophischen Fakultät. Am 1. Dezember 2008 wurde er vom Hochschulrat der Universität Bonn zum Rektor gewählt. Diese Wahl wurde vom Senat der Universität am 11. Dezember bestätigt.[1] Am 23. April 2009 wurde Fohrmann im Rahmen einer feierlichen Rektoratsübergabe offiziell zum 142. Rektor der Bonner Universität ernannt und ist damit für die kommenden sechs Jahre das amtierende akademische Oberhaupt der Hochschule.[2]

Werke

  • Fohrmann, Jürgen: Utopie und Untergang. L.-S. Merciers L’An 2440, in: Klaus L. Berghahn, Hans U. Seeber (Hrsg.): Literarische Utopien von Morus bis zur Gegenwart, Königstein / Ts. 1983, S. 105-124
  • Fohrmann, Jürgen; Voßkamp, Wilhelm (Hg.): Von der gelehrten zur disziplinären Gemeinschaft. Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte der deutschen Literaturwissenschaft im 19. Jahrhundert, Stuttgart: Metzler 1987
  • Fohrmann, Jürgen: Projekt der deutschen Literaturgeschichte. Entstehung und Scheitern einer nationalen Poesiegeschichtsschreibung zwischen Humanismus und Deutschem Kaiserreich, Stuttgart 1989.
  • Fohrmann, Jürgen und Müller, Harro (Hrsg.): Diskurstheorien und Literaturwissenschaft, Frankfurt am Main 1988
  • Fohrmann, Jürgen und Müller, Harro (Hrsg.): Systemtheorie der Literatur, Fink, München 1996, ISBN 3-7705-3132-9
  • Fohrmann, Jürgen (Hrsg.): Rhetorik. Figuration und Performanz, Stuttgart 2004

Quellen

  1. Pressemitteilung der Universität Bonn vom 11. Dezember 2008
  2. Pressemitteilung der Universität Bonn vom 20. April 2009

Weblinks


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