Forrester - Gefunden!


Forrester - Gefunden!
Filmdaten
Deutscher Titel: Forrester – Gefunden!
Originaltitel: Finding Forrester
Produktionsland: GB und USA
Erscheinungsjahr: 2000
Länge: ca. 136 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK ab 12
Stab
Regie: Gus Van Sant
Drehbuch: Mike Rich
Produktion: Sean Connery,
Jonathan King,
Laurence Mark,
Rhonda Tollefson,
Dany Wolf
Musik: Bill Brown
Kamera: Harris Savides
Schnitt: Valdis Oskarsdóttir
Besetzung

Forrester – Gefunden! ist ein britisch-US-amerikanisches Filmdrama aus dem Jahr 2000 über einen afroamerikanischen 16-Jährigen, der in einem zurückgezogen und verbittert lebenden Weltklasse-Autor einen Mentor für seine außergewöhnlichen literarischen Fähigkeiten findet.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der begabte afroamerikanische Schüler Jamal Wallace lebt in der Bronx und besucht eine öffentliche Schule, bis nach einem staatlichen Test eine Privatschule auf ihn aufmerksam wird. Zeitgleich lernt er den zurückgezogen lebenden William Forrester kennen. Dieser hat Jahrzehnte zuvor einen der bedeutendsten Romane des 20. Jahrhunderts geschrieben, seitdem jedoch kein weiteres Buch veröffentlicht.

Wallace und Forrester freunden sich an, der Schriftsteller hilft dem Schüler, sein literarisches Talent zu entwickeln. Jamal schreibt einen Text, bei dem er aber den Titel und den ersten Absatz von einem Text von Forrester übernimmt. Jamal reicht seinen Text bei einem Schreibwettbewerb an der Schule ein. Es stellt sich aber heraus, dass der Originaltext bereits vor Jahrzehnten veröffentlicht wurde, und Wallace wird von dem neidischen Professor Crawford des Plagiats bezichtigt. Einzig die Erlaubnis des Originalautors könnte ihn vor einer Suspendierung retten, aber dafür müsste er sein Versprechen brechen, niemandem von Forrester zu erzählen.

Forrester, der seit Jahren seine Wohnung nicht mehr verlassen hat, erscheint schließlich trotz großen Widerwillens in der Schule, um die Angelegenheit selbst aufzuklären. Forrester liest einen Text vor, der in Wirklichkeit aber von Wallace ist. Alle finden diesen Text gut, Forrester sagt am Schluss, dass dieser Text von Wallace ist und reicht ihn für ihn beim Wettbewerb ein.

Forrester fährt, von Wallace zu neuen Abenteuern ermutigt, in seine alte Heimat Schottland, wo er ein Jahr später an Krebs stirbt. Etwas später erhält Wallace das Manuskript von Forresters zweitem Roman mit der Bitte, dazu ein Vorwort zu schreiben.

Hintergrund

Dem literaturbegeisterten Connery war dieser Film sehr wichtig. Er war als Co-Produzent auch auf der Berlinale 2001 zugegen. Die Figur des William Forrester ist an den amerikanischen Schriftsteller J. D. Salinger angelehnt.

In diesem Film trifft Sean Connery auf seinen alten Filmwidersacher F. Murray Abraham aus der Umberto Eco-Verfilmung Der Name der Rose. Jamals Bruder, der angehende Musiker Terrell Wallace, wird von US-Hip Hop-Star Busta Rhymes dargestellt. Matt Damon hat gegen Ende des Films einen Kurzauftritt als Rechtsanwalt.

Kritiken

  • Der Spiegel (9/2001) bezeichnete den Film als eine Kopie des Films Good Will Hunting, der ebenfalls von Gus Van Sant stammt.
  • Die Cinema (3/2001) bezeichnete den Film als stimmungsvoll.
  • Der Stern (10/2001) lobte die Besetzung der Rollen als brillant, kritisierte aber die Längen des Films.
  • Im Rolling Stone Magazin (20. Dezember 2000) bezeichnete Peter Travers den Film als amüsant und berührend (funny and touching).

Auszeichnungen

Sean Connery wurde im Jahr 2001 für den Golden Satellite Award nominiert.

Rob Brown gewann den Young Artist Award und den Las Vegas Film Critics Society Award; für den Black Reel Award wurde er nominiert.

Weblinks


Wikimedia Foundation.