Franchise (Sport)


Franchise (Sport)
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Franchising im Sport ist ein System, das hauptsächlich in den nordamerikanischen Sportligen betrieben wird. In den Ligen gibt es weder Auf- noch Absteiger, im Gegensatz zu den meisten europäischen Sportligen. Stattdessen sind die Ligen auf eine bestimmte Anzahl von Teams beschränkt. Die Teams werden Franchises genannt, gehören meistens privaten Personen und können als Wirtschaftsunternehmen betrachtet werden.[1] Die Sportfranchises können ohne größere Probleme ihren Besitzer oder ihren Standort wechseln.

Inhaltsverzeichnis

Strukturen

Profi-Ligen in Nordamerika sind geschlossene Vereinigungen, die auf eine bestimmte Anzahl an Mannschaften beschränkt sind. Die Mannschaften werden als Franchises bezeichnet. Nur wenn die bereits existierenden Teams einer Liga zustimmen, ein oder mehrere neue Teams aufzunehmen, können neue Mannschaften sich der Liga anschließen. Stimmen die Teams einer Aufstockung der Liga zu, können sich interessierte Investoren um den Aufbau eines neuen Franchise bewerben. Das neue Franchise wird, mit wenigen Ausnahmen, so angesiedelt, dass es ein geografisches Monopol in einer Region darstellt. Die Franchises gehören privaten Personen, zum Teil auch Unternehmen. Die Besitzer der Teams können das Franchise verkaufen oder in eine andere Stadt umsiedeln. Das ist meistens der Fall, wenn sich das Team bzw. der Standort als nicht profitabel erweist. Die National League führte dieses System 1876 ein, auf Grund der Instabilität der Vorgängerorganisation.

Obwohl die Teams unabhängige Organisationen sind, sind sie meistens Schöpfungen der Liga. Beispielsweise existierten nur einige wenige Teams der National Hockey League bereits, bevor sie Teil der NHL oder der ehemaligen Konkurrenzliga World Hockey Association wurden. Die restlichen Teams wurden als Expansion Teams ausschließlich für den Betrieb in der NHL gegründet oder durch die Fusion 1979 zwischen NHL und WHA übernommen.

Ausnahmen zu der beschriebenen Struktur gibt es beispielsweise in der Major League Soccer. Die Liga ist keine Vereinigung von Franchises, sondern eine Organisation, in der die Teambesitzer Gesellschafter sind. So schließen nicht die Teams mit den Spielern Verträge ab, sondern die Liga nimmt die Spieler unter Vertrag. Ähnlich war es in der kurzlebigen American Football-Liga XFL, wo alle Teams Eigentum der Liga waren.

Da die nordamerikanischen Profi-Teams eng an ihre Liga gebunden sind, bestreiten sie fast nie Spiele gegen Mannschaften anderer Ligen. Die besten Teams einer Saison qualifizieren sich für die Playoffs und der Gewinner der Playoffs ist der Meister. Die Ligen haben ihr eigenes Regelwerk und bestimmen unter welchen Bedingungen Spieler einem Team beitreten und wie sie zu einem anderen Team wechseln können.

Major League Baseball hat ein „Minor League System“, wodurch die Mannschaften junge Talente ausbilden können. Damit die jungen Spieler möglicherweise in der höchsten Spielklasse nicht überfordert werden, sollen sie in einer unteren Spielklasse Erfahrung sammeln. Obwohl die meisten Teams der Minor League Baseball unabhängige Teams sind, hat jedes Team einen Vertrag mit einer Mannschaft der höchsten Spielklasse, damit junge Spieler, die von den Major League-Teams bezahlt werden, in der unterklassigen Liga zum Einsatz kommen. Ein Team der Minor League Baseball kann allerdings nicht in die Major League Baseball aufsteigen. Das System im nordamerikanischen Eishockey funktioniert ähnlich. Die NHL-Teams kooperieren mit Teams der unterklassigen American Hockey League und ECHL. Dort können sie junge oder verletzte Spieler „abstellen“, die Spielpraxis sammeln sollen. Die National Football League und die National Basketball Association haben hingegen je eine eigene Liga, die unter dem Dach der Topligen organisiert sind, in der junge Spieler Erfahrung sammeln können.

Das beschriebene Ligasystem wurde im Baseball im 19. Jahrhundert eingeführt und von anderen nordamerikanischen Sportligen übernommen.

Die Teams einer auf Franchises aufgebauten Liga können nie absteigen. Demnach spielen immer die gleichen Teams in der Liga, außer die Liga wird um ein oder mehrere Teams aufgestockt. Damit trotzdem eine gewisse Ausgeglichenheit in der Liga bestehen bleibt und nicht ein Team über lange Zeit dominiert, gibt es Regeln, die schlechtere Teams bevorteilen. So erhält beispielsweise das schlechteste Team einer Saison in der NHL das Recht in der Talentziehung, dem NHL Entry Draft, den ersten Spieler und damit möglicherweise auch das größte Talent auszuwählen. Außerdem versucht die NHL, durch bestimmte Regeln finanziell benachteiligte Teams zu unterstützen. Dazu gehört auch das NHL Collective Bargaining Agreement.

Unter diesen Strukturen haben sich die NBA, MLB, NFL und NHL als die weltweit führenden Ligen in ihren Sportarten hervorgetan. Dies liegt zum einen daran, dass die Sportarten in Nordamerika besondere Popularität genießen, und zum anderen daran, dass hinter den Teams Besitzer stehen, die Gewinn erwirtschaften wollen und daher versuchen, die besten Spieler aus der ganzen Welt in ihre Ligen zu locken. Dies erreichen sie durch besonders attraktive Gehälter, die die Teams in anderen Ländern nicht zahlen können, da sie hauptsächlich von Sponsorengeldern leben und keine vermögenden Besitzer hinter sich haben.

Ansiedelung eines Franchise

Lage Franchises in den USA und Kanada. Gelb: NFL, Blau: NBA Rot: NHL, Grün: MLB.

Die vier großen Sportligen in Nordamerika, National Football League (NFL), National Basketball Association (NBA), National Hockey League (NHL) und Major League Baseball (MLB) neigen dazu, ihre Franchises fast ausschließlich in stark bevölkerten Regionen und den größten Städten anzusiedeln. Fast alle Franchises befinden sich in Großstadtgebieten mit einer Bevölkerung von mindestens einer Million Menschen. In Gebieten mit mehr als zwei Millionen Menschen, wie New York City, Los Angeles und Chicago, existieren in der Stadt und der Umgebung mindestens ein, zum Teil zwei Franchises je Sportart. In der NFL gibt es zwei große Ausnahmen. Kein Team der höchsten Spielklasse im American Football ist seit 1995 in Los Angeles oder der näheren Umgebung beheimatet. Dafür haben es die Green Bay Packers geschafft, sich in einer Region mit weniger als 300.000 Einwohnern zu etablieren. Dank der Nähe zur Region um Milwaukee und ihrer loyalen Fanbasis existiert das Team nun schon seit 1919.

Das Basketballteam Utah Jazz ist im kleinsten TV-Markt der USA beheimatet. Zudem ist in keinem anderen Bundesstaat mit NBA-Team die Bevölkerungsdichte geringer als in Utah.

Ist ein Team einmal in einer Stadt oder Region angesiedelt, genießt es von Seiten seiner Liga exklusive Rechte. Beispielsweise hat es das Recht, in einem großen regionalen Fernsehmarkt keine Konkurrenz zu haben. Das führt dazu, dass beispielsweise nicht ohne weiteres ein neues Franchise der Liga in der näheren Umgebung eröffnet werden kann. Meistens muss das neue Franchise Entschädigungen an das etablierte Team zahlen. So musste das NHL-Team Mighty Ducks of Anaheim bei seiner Gründung 1992 etwa 25 Millionen US-Dollar an die Los Angeles Kings zahlen, da es in ihrem Territorium angesiedelt wurde.

Das Franchise-System entwickelte sich in Nordamerika überwiegend vom Ende des 19. Jahrhunderts bis Mitte des 20. Jahrhunderts, als die Eisenbahn das Hauptverkehrsmittel auf längeren Strecken war. Aus diesem Grund waren alle Teams der großen Sportligen im nordöstlichen Viertel der USA angesiedelt, damit sich die Reisezeit zu einem Auswärtsspiel mit der Eisenbahn nicht länger als einen Tag hinzog. Es gab kein MLB-Team westlich von St. Louis. Die NFL konzentrierte sich auf das Gebiet um die großen Seen und den Nordosten der USA. Die NBA, die erst 1946 gegründet wurde, erstreckte sich von den Quad Cities bis nach Boston. Die NHL hatte ihre sechs Teams an den großen Seen, im Nordosten der USA und im Osten von Kanada beheimatet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg änderten sich die Transportmöglichkeiten und somit auch die Landkarte der großen Profiligen. Das erste Franchise, das es überhaupt im Westen gab, waren die Los Angeles Rams in der NFL, die 1946 von Cleveland an die Westküste zogen. Mit der All-America Football Conference gründete sich im selben Jahr eine neue American Football-Liga, die aus acht Teams bestand, die quer in den USA verstreut waren. 1958 wurde das erste Baseball-Franchise im Westen geschaffen und 1960 zog die NBA nach, als die Minneapolis Lakers zu den Los Angeles Lakers wurden. Bis 1967 spielte die NHL weiter mit ihren sechs traditionellen Teams aus dem Nordosten, dann wurde die Liga um sechs Teams aufgestockt. Mit Ausnahme der Los Angeles Kings waren in den sechziger und siebziger Jahren alle anderen Franchises im Süden und im Westen der USA nicht erfolgreich. So wurden die Franchises aus Oakland, Atlanta, Kansas City und Denver alle in andere Regionen umgesiedelt. Von 1982 bis 1991 waren die Kings das einzige US-Franchise der NHL westlich von Minnesota und südlich von St. Louis.

Seitdem wurde die Region des Sun Belt für die Sportarten immer attraktiver. Die Ligen expandierten oder siedelten bereits bestehende Teams in Städte, wie Phoenix oder Dallas, um. Bis 2006 ist das größte Ballungsgebiet in den USA ohne ein Team der großen Sportligen das Inland Empire in Kalifornien. Allerdings wird die Region zum Franchise-Markt von Los Angeles hinzugezählt.

Ein weiterer Großraum, in dem kein Major League-Sportteam angesiedelt ist, ist die Region um Las Vegas und Las Vegas selbst, die keinem Franchise-Markt zugerechnet wird. Es ist durch das Bevölkerungswachstum in der Region Las Vegas anzunehmen, dass sie bis 2010 die Hampton Roads-Region von Virginia als größte Region ohne Franchise-Markt ablösen wird. Ein weiterer Grund ist, dass es sehr wahrscheinlich auch in der Zukunft kein Team in Las Vegas geben wird, da in der Stadt Glücksspiele und Sportwetten erlaubt sind. Speziell in den USA dürfen seit einem Skandal in der Baseball World Series 1919 keine Mitglieder der großen Sportligen und Angestellte der Teams, also auch Spieler und Trainer, in irgendeiner Form Kontakte oder Beziehungen zum Glücksspielgeschäft haben. Außerdem würde es auf Grund der in Las Vegas weit verbreiteten Unterhaltungsetablissements schwierig sein das Interesse einer großen Anzahl von Menschen auf ein Sportteam zu lenken.

In der NHL spielten bis 1979 nur drei kanadische Teams, die Canadiens de Montréal, die Toronto Maple Leafs und die Vancouver Canucks. Alle drei Teams liegen in relativ stark bevölkerten Gebieten und haben daher einen großen Markt zur Verfügung. Durch die Fusion mit der WHA 1979 kamen mit den Winnipeg Jets, Nordiques de Québec und Edmonton Oilers drei weitere kanadische Teams hinzu, deren Großstadtgebiete allerdings eine Bevölkerung von unter einer Million Menschen hatte. Dasselbe galt ebenfalls für die Calgary Flames, die 1980 aus Atlanta nach Kanada zogen, sowie für die Ottawa Senators, die 1992 gegründet wurden. Allerdings konnten fünf Teams doch in Konkurrenz zu den mit großen Märkten gesegneten Teams treten, da Eishockey in Kanada eine viel größere Bedeutung hat, als in den USA. Trotzdem wurden Mitte der neunziger Jahre die Teams aus Winnipeg und Québec in Städte in den USA mit größeren Ballungsgebieten verlegt. Die verbliebenen drei Teams mit kleinen Märkten profitierten im Laufe der Jahre vom Bevölkerungswachstum in ihren Regionen, sodass jedes Team mittlerweile über eine Million Menschen in ihrer Stadt und Umgebung hat. Calgary und Edmonton haben aber immer noch den kleinsten TV-Markt in allen großen Sportligen.

Welche Bedeutung Eishockey für Kanada hat, ist daran zu erkennen, wie sich die anderen großen Ligen in Kanada behauptet haben. Die Toronto Maple Leafs und die Montréal Canadiens gehören seit der Gründung der NHL im Jahr 1917 zur Liga. Im Laufe der Jahre gab es in der NHL sogar acht kanadische Franchises gleichzeitig im Spielbetrieb. In die Saison 2006/07 sind sechs kanadische Teams gestartet.

Das erste kanadische Franchise der MLB waren die Montréal Expos, die 1969 den Spielbetrieb aufnahmen und als eines der unprofitabelsten Teams der nordamerikanischen Sportgeschichte galten, bis sie 2005 nach Washington umgesiedelt wurden. Besser machten es die Toronto Blue Jays, die 1977 in der MLB anfingen und zu Beginn der Saison 2006/07 das einzige MLB-Franchise in Kanada waren.

Die Basketballliga NBA eröffnete ihr erstes kanadisches Franchise 1946 unter dem Namen Toronto Huskies, lösten das Team aber schon nach einem Jahr wieder auf. Erst 1995 kehrte die NBA nach Kanada zurück und errichtete mit den Toronto Raptors und den Vancouver Grizzlies gleich zwei neue Franchises, allerdings zogen die Grizzlies bereits 2001 wieder in die USA und wurden die Memphis Grizzlies.

Die Footballliga NFL hat hingegen nie versucht, in den kanadischen Markt einzusteigen. Dafür gibt es mit der CFL eine rein kanadische Footballliga, die unter etwas anderen Regeln als die NFL spielt. Die CFL machte hingegen 1993 den Schritt in die USA und eröffnete dort mehrere Franchises. Das Vorhaben, in den USA Fuß zu fassen, schlug allerdings fehl und bereits 1996 bestand die Liga wieder komplett aus kanadischen Teams.

Stabilität von Franchises

Die vier großen Sportligen in Nordamerika können eine große Stabilität bei ihren Franchises vorweisen. Seit Jahrzehnten musste kein Franchise mehr aufgelöst werden. Allerdings wurde in jeder Liga zwischen 1990 und 2005 mindestens ein Franchise umgesiedelt.

Das letzte Franchise der großen Sportligen, das aufgelöst wurde, waren die Baltimore Bullets in der NBA 1955. Die Cleveland Barons in der NHL waren das letzte Franchise, das den Spielbetrieb einstellte, als sie mit den Minnesota North Stars im Jahr 1978 fusionierten. Allerdings wurde die Fusion 1991 wieder aufgelöst und das eingestellte Franchise als San Jose Sharks wiederbelebt. Das letzte NHL-Franchise, das komplett geschlossen werden musste, waren die New York Americans 1943. In den siebziger Jahren fusionierten die NBA und die NHL mit ihren Konkurrenzligen ABA und WHA, übernahmen aber nur je vier Teams. Die restlichen wurden aufgelöst. Die NFL mussten ihr letztes Franchise 1952 mit den Dallas Texans schließen, in der MLB fand die letzte Auflösung von Teams im Jahr 1899 statt.

Die Franchises bewiesen eine gute Stabilität, so dass die vier führenden Ligen im Laufe der Jahre immer stärker expandierten und schließlich eine Größe von je 30 Mannschaften erreichten, mit Ausnahme der NFL, die aus 32 Mannschaften besteht. Jede der vier Ligen erschuf mindestens ein Franchise zwischen 1998 und 2005. Die NBA nahm die Charlotte Bobcats im Jahr 2004 auf, die NFL eröffnete 2002 mit den Houston Texans ein neues Franchise, zur MLB stießen 1998 die Tampa Bay Devil Rays und die Arizona Diamondbacks. In die NHL kamen mit den Nashville Predators 1998, den Atlanta Thrashers 1999 und den Columbus Blue Jackets und Minnesota Wild 2000 gleich vier neue Franchises hinzu.

Die Besitzer neuer Franchises müssen oft hohe Abgaben an die Liga zahlen, um an den durch die bereits existierenden Franchises erschlossenen Einnahmequellen beteiligt zu werden: So bezahlten die Houston Texans an die NFL 700 Millionen US-Dollar, die Charlotte Bobcats 300 Millionen an die NBA. Die Tampa Bay Devil Rays und die Arizona Diamondbacks mussten je 130 Millionen US-Dollar an die MLB abtreten, während es bei den Columbus Blue Jackets und den Minnesota Wild je nur 80 Millionen waren, die an die NHL gingen.

Dass die Ligen weiter expandieren, ist nicht zu erwarten. Sportanalysten und Teambesitzer sind der Meinung, dass eine Liga mit 30 Mannschaften die ideale Besetzung hat. Die NFL besteht sogar aus 32 Mannschaften, die in acht Division à vier Mannschaften eingeteilt sind. Die Ligachefs der NFL streben zwar danach, ein Franchise in Los Angeles und Las Vegas zu platzieren, aber es ist eher davon auszugehen, dass ein bereits existierendes Franchise dorthin umgesiedelt wird, als dass die Liga weiter aufgestockt wird.

Vergleich Europa – Nordamerika

In jeder nordamerikanischen Sportart gibt es eine Spitzenliga, wie die NHL im Eishockey oder die NFL im American Football. In Europa sieht es mit den Fußballligen ähnlich aus. Deutschlands höchste Spielklasse ist die 1. Bundesliga, in England gibt es die Premier League. Sowohl in Nordamerika, als auch in Europa gibt es unterklassige Ligen. Der entscheidende Unterschied ist allerdings, dass in Nordamerika jede Liga eine eigene geschlossene Organisation ist, während in Europa die nationalen Ligen aufeinander aufbauen von der 1. Bundesliga über die Regionalliga bis hin zur Kreisklasse. Im nordamerikanischen Eishockey kooperieren zwar die Teams der NHL mit den Teams der American Hockey League oder der ECHL, doch da alle geschlossenen Organisationen sind, könnte nie eine Mannschaft der NHL in der AHL spielen. Im deutschen Fußball könnte hingegen eine Mannschaft aus der Kreisklasse theoretisch bis in die 1. Bundesliga aufsteigen. Teams der NHL können nie absteigen.

Auch bei den Strukturen der Teams gibt es deutliche Unterschiede. Im deutschen Fußball bestehen Vereine aus verschiedenen Altersklassen, angefangen bei den fünfjährigen bis hin zu den Erwachsenen. Die Fußballvereine können Spieler von der Kindheit an ausbilden und später im Erwachsenenbereich in die Profimannschaft integrieren. In Nordamerika ist dies nicht der Fall. Ein Verein der Eishockeyliga NHL besteht ausschließlich aus einer Mannschaft und zwar die, die in der NHL auf das Eis geht. Nachwuchsteams haben die NHL-Mannschaften nicht. Es gibt zwar Juniorenmannschaften, die namentlich an NHL-Clubs anlehnen, wie in den neunziger Jahren die Detroit Junior Red Wings, die ihren Namen von den Profis der Detroit Red Wings entliehen haben, doch existierten beide Teams unabhängig voneinander. In Nordamerika gibt es das System, dass es reine Profimannschaften gibt und reine Nachwuchsmannschaften. Die NHL-Teams erhalten, wie alle anderen großen Sportligen Nordamerikas, junge Spieler über eine Nachwuchsrekrutierung, dem sogenannten Entry Draft.

Die Umsiedlung eines Teams in eine andere Stadt ist im europäischen Fußball sehr selten, kommt in Nordamerika aber öfter vor. Ein Beispiel für die Umsiedelung eines europäischen Teams ist der Umzug des ASKÖ Pasching nach Kärnten im Jahr 2007.

Einzelnachweise

  1. britannica.com, Merriam Webster: franchise

Literatur


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