Francis A. Biddle


Francis A. Biddle

Francis Beverley Biddle (* 9. Mai 1886 in Paris; † 4. Oktober 1968 in Hyannis, Massachusetts) war ein Richter in den Vereinigten Staaten. Biddle war nach Ende des Zweiten Weltkriegs der US-amerikanische Hauptrichter bei den Nürnberger Prozessen.

Biddle war einer von vier Söhnen von Algernon Biddle, einem Professor für Recht an der University of Pennsylvania. Biddle besuchte zunächst die Groton School in Massachusetts. 1909 machte er an der Harvard University seinen Abschluss als Bachelor of Arts und 1911 einen Abschluss in Recht. Nach der Universität arbeitete Biddle als Privatsekretär von Richter Oliver Wendell Holmes junior am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten. Danach war er 27 Jahre lang als praktizierender Rechtsanwalt in Philadelphia tätig.

1935 nominierte ihn der Präsident Franklin D. Roosevelt für den Vorsitz des National Labor Relations Board. 1939 wurde Biddle Richter am Bundesberufungsgericht für den 3. Gerichtskreis. Nach einem Jahr schied er aus und wurde zum United States Solicitor General ernannt.

Auch in diesem Amt verweilte er nicht lange. Roosevelt ernannte Biddle 1941 für die Position des Attorney General der Vereinigten Staaten. Er übte diese Funktion bis Juni 1945 aus, auf Bitte von Präsident Harry S. Truman trat er nach Roosevelts Tod zurück. Kurz darauf ernannte Truman ihn als Richter am Internationalen Militärgerichtshof bei den Nürnberger Prozessen.

Francis Biddle war mit der Dichterin Katherine Garrison Chapin verheiratet. Mit ihr hatte er zwei Söhne, Edmund Randolph Biddle und Garrison Chapin.


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