Frank Castorf


Frank Castorf

Frank Castorf (* 17. Juli 1951 in Berlin) ist ein deutscher Regisseur und Intendant der Volksbühne Berlin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Castorf absolvierte von 1969 bis 1970 eine Ausbildung bei der Deutschen Reichsbahn und studierte nach dem Wehrdienst bei den Grenztruppen der NVA von 1971 bis 1976 Theaterwissenschaft bei Ernst Schumacher, Rudolf Münz und Joachim Fiebach an der Humboldt-Universität zu Berlin. Das Thema seiner Diplomarbeit lautete: „Grundlinien der 'Entwicklung' der weltanschaulich-ideologischen und künstlerisch-ästhetischen Positionen Ionescos zur Wirklichkeit“ und wurde mit der Note „sehr gut“ (1,0) bewertet.

Von 1976 bis 1979 war er Dramaturg am Bergarbeitertheater Senftenberg und 1979-1981 Regisseur am Stadttheater Brandenburg (Havel). Von 1981-1985 war Castorf Oberspielleiter am Theater Anklam. Dort wurde 1984 seine Inszenierung von Bertolt Brechts Trommeln in der Nacht auf Druck der SED-Kreisleitung abgesetzt. Es kam zu einem Disziplinarverfahren und er erhielt einen strengen Verweis. Nach der Aufführung seiner Inszenierung von Ibsens Nora verließ er das Theater. In der Folgezeit arbeitete Castorf unter anderem für das Schauspielhaus Karl-Marx-Stadt, das Neue Theater Halle, die Volksbühne Berlin und das Deutsche Theater Berlin.

Bereits vor der Wende durfte er 1989 an westdeutschen Bühnen inszenieren. Unter anderem arbeitete er in den folgenden Jahren im Prinzregententheater München, dem Residenztheater München und dem Schauspielhaus Hamburg. Seit 1992 ist er Intendant der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte.

1994 wurde er mit dem Fritz-Kortner-Preis ausgezeichnet. Im Jahr 2000 erhielt er gemeinsam mit dem Schauspieler Henry Hübchen den Theaterpreis Berlin der Stiftung Preußische Seehandlung und eine Nominierung für den Nestroy-Theaterpreis, 2002 den Schillerpreis der Stadt Mannheim. 2003 wurde er mit dem Preis des Internationalen Theaterinstituts (ITI) und dem Friedrich-Luft-Preis der Berliner Morgenpost ausgezeichnet. Die Zeitschrift Theater heute wählte Castorf in den Jahren 2002 und 2003 zum »Regisseur des Jahres«.

Im Jahr 2004 war Castorf künstlerischer Leiter der Ruhrfestspiele Recklinghausen. Wegen finanzieller Einbußen kündigte der Hauptgesellschafter der Festspiele, der DGB, Castorfs Vertrag nach nur einer Saison vorzeitig.

Aktuell verhandeln die Bayreuther Festspiele mit Castorf darüber, ob er 2013, im Jahr des 200. Geburtstags Richard Wagners, den Ring des Nibelungen inszeniert.[1]

Theaterarbeit

Castorfs Inszenierungen können dem zugerechnet werden, was seit einigen Jahren, sowohl in der Theaterwissenschaft als auch im Feuilleton, als postdramatisches Theater bezeichnet wird. So liegt seinen Inszenierungen und seiner Arbeitsweise in der Regel eine Haltung zugrunde, die sich wesentlich vom „normalen“ Arbeitsprozess unterscheidet. Castorf gebraucht eine literarische Vorlage zumeist, um durch biographische Details, Verfremdungsmittel wie Unsinn, Slapstick, Derbheiten eine eigenartige, „private“ Sicht auf das Treiben seiner Schauspieler auf der Bühne zu erzeugen, was Castorf regelmäßig den Vorwurf einbrachte, ein „Stückezertrümmerer“ zu sein und konservative Theatergänger auf die Barrikaden rief. Ein Hauptmittel hierzu spielt seit einigen Jahren der intensive, experimentelle Gebrauch von Videokameras und Leinwänden, die eine eigenartige Wahrnehmungsperspektive ermöglichen. Trotz aller Kritik, die von verächtlicher Polemik bis zur intellektuellen Auseinandersetzung reicht, genießt die Berliner Volksbühne unter Castorfs Leitung seit Jahren so etwas wie Kultstatus, insbesondere unter jüngeren Leuten, die den Theaterbesuch regelmäßig als „Party-Ersatz“ wahrnehmen. Darüber hinaus darf Castorfs Theaterarbeit als ernstzunehmende und richtungsweisende Experimentalästhetik gelten, die seit Beginn seiner Intendanz im Jahr 1992 bundesweit für neue Tendenzen ausschlaggebend gewesen ist, so etwa in der Frage nach der Ästhetik eines politischen Theaters. In diesem Zusammenhang sorgte eine Äußerung Castorfs für einen Skandal, nach der er sich nach Stahlgewittern sehne, worunter nichts anderes gemeint war, als dass Emotionalität, unmoralische Aggressionen und die Intensität physischer Erfahrungen zu seinem Programm und seiner „Sehnsucht“ gehörten, was die westdeutsche Presse allgemein als „faschistoides Gedenke“ verurteilte und Castorf in einem Atemzug mit dem Regisseur Einar Schleef erwähnte.

Es geht Castorf laut eigener Aussage darum, einen Zustand von „einmaliger Realität“ auf der Bühne herstellen zu können, so dass die Probleme, Schicksale und Zustände der Figuren auch immer als Zustände, Schicksale und Probleme der Schauspieler begriffen werden und so auf menschlich greifbare Weise ihre Wirkung zeigen. Das bedeutet nicht, dass die Schauspieler dieselben Sorgen tragen, aber sie müssen sie „lebendig“ vermitteln können. Einfühlung oder verfremdendes Spiel wie bei Stanislawski oder Brecht interessieren Castorf nicht; er glaubt nicht an die Möglichkeit einer mimetischen Wiedergabe von Weltzuständen auf der Bühne und will kein „als-ob-Theater“ inszenieren. Statt dessen suchen seine Schauspieler durch physische Höchstanstrenungen diesen Zustand zu erreichen, so dass sich der „Sinn“ von selbst, in der wahrnehmenden Haltung des Zuschauers, einstellt. Den Schauspielern wird hierfür bereits auf Proben die Möglichkeit gegeben, sich so weit als möglich auf experimentelle Weise mit den Vorgaben auseinanderzusetzen, um so spontane Spielzustände und Momente der "Echtheit" ausprobieren zu können. Insofern unterscheidet sich Castorfs Probenarbeit deutlich von konventionellen Probenprozessen, die von einem leitenden Regisseur kontrolliert werden. Gleichwohl behält sich Castorf ausdrücklich das Recht auf Zustimmung oder Ablehnung von Einfällen, Ideen, Anreicherungen oder Spielweisen vor.

Die „Komplexität der Welt“ wird auf der schriftlichen Grundlage von Dramen oder seit einigen Jahren auch Romanen der Weltliteratur thematisiert. Autoren wie Dostojewski, Bulgakow, Tennessee Williams, Pitigrilli aber auch Heiner Müller oder Bertolt Brecht liefern den Stoff für Castorfs Inszenierungen. Die Texte liefern jedoch lediglich Versatzstücke und werden nach persönlichen Vorlieben zensiert, gekürzt, größtenteils durch Assoziationsmaterial, Filmzitate, fremde Dramen, politische Reden oder Manifeste, philosophische Texte oder Songs ergänzt und verfremdet. Eine komplexe gesellschaftliche oder anthropologische Dimension eines Romantextes etwa wird durch entsprechende Inszenierungsmittel auf eine „menschlich-nahe“ Ebene reduziert, die erzählbar und verständlich ist und so implizit die große Idee, etwa Politik, auf „menschliche“ Weise vermittelt.

Ensemble

Künstler, mit denen Castorf regelmäßig arbeitet, beziehungsweise bereits gearbeitet hat, sind u.a.:

Inszenierungen (Auswahl)

  • Stückfragmente nach Bertolt Brecht, 1976, Bergarbeitertheater Senftenberg
  • Handbetrieb, 1978, Bergarbeitertheater Senftenberg
  • Golden fließt der Stahl, 1980, Stadttheater Brandenburg
  • Die Nacht nach der Abschlußfeier, 1981, Theater Anklam
  • Die Schlacht, 1982, Theater Anklam
  • Othello, 1982, Theater Anklam
  • Der Auftrag, 1983, Theater Anklam
  • Trommeln in der Nacht, 1984, Theater Anklam
  • Nora oder ein Puppenheim, 1985, Theater Anklam
  • Der Bau, 1986, Schauspielhaus Karl-Marx-Stadt
  • Clavigo, 1986, Theater Gera
  • Bernarda Albas Haus, 1986, neues theater Halle
  • Ein Volksfeind, 1988, Schauspielhaus Karl-Marx-Stadt
  • Wolokolamsker Chaussee, 1988, Kleist-Theater Frankfurt (Oder)
  • Das trunkene Schiff, 1988 Volksbühne Berlin
  • Paris, Paris (Sojas Wohnung), 1988 Deutsches Theater Berlin
  • Hamlet, 1989 Theater in der Kuppel Köln
  • Miss Sara Sampson, 1989, Prinzregententheater München
  • Aias, 1989, Basel
  • Die Räuber, 1990, Volksbühne Berlin
  • Stella, 1990, Schauspielhaus Hamburg
  • John Gabriel Borkmann, 1990, Deutsches Theater Berlin
  • Torquato Tasso, 1991, Residenztheater München
  • Wilhelm Tell, 1991, Basel
  • Hermes in der Stadt, 1992, Deutsches Theater Berlin
  • König Lear, Rheinische Rebellen und Fremde in der Nacht, 1992, Volksbühne Berlin
  • Clockwork Orange und Frau am Meer, 1993, Volksbühne Berlin
  • Alkestis, 1993, Wiener Festwochen, in der Übersetzung von Dietrich Ebener
  • Pension Schöller: die Schlacht und Die Sache Danton, 1994, Volksbühne Berlin
  • Alles StaSi - außer Mutti, Podiumsdiskussion, 1995
  • Nibelungen - Born Bad, Pelmeni und Gescheiterte Vorstellung, 1995, Volksbühne Berlin
  • Raststätte oder Sie machen´s alle, 1995, Deutsches Schauspielhaus Hamburg
  • Golden fließt der Stahl und Der Auftrag, 1996, Volksbühne Berlin
  • Des Teufels General, 1996, Volksbühne Berlin
  • Trainspotting, 1997, Volksbühne Berlin
  • Schmutzige Hände und Terrodrom, 1998, Volksbühne Berlin
  • Otello von Giuseppe Verdi, 1998, Theater Basel
  • Richard II., 1999, Volksbühne Berlin
  • Die Tochter der Luft, 1999 Burgtheater Wien
  • Das obszöne Werk: Caligula, 2000
  • Vaterland, 2000, Schauspielhaus Hamburg
  • Dämonen, 2000, Volksbühne Berlin, Koproduktion mit den Wiener Festwochen
  • Berlin Alexanderplatz, 2001, Schauspielhaus Zürich
  • Erniedrigte und Beleidigte, 2001, Volksbühne Berlin, Koproduktion mit den Wiener Festwochen
  • Der Meister und Margarita, 2002, Volksbühne Berlin, Koproduktion mit den Wiener Festwochen
  • Der Idiot, 2002, Volksbühne Berlin
  • Forever Young (Süßer Vogel Jugend), 2003, Volksbühne Berlin, Koproduktion mit den Wiener Festwochen
  • Trauer muss Elektra tragen, 2003, Schauspielhaus Zürich
  • Kokain, 2004, Volksbühne Berlin
  • Gier nach Gold, 2004, Volksbühne Berlin, Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen
  • Meine Schneekönigin, 2005, Volksbühne Berlin
  • Der Marterpfahl, 2005, Volksbühne Berlin
  • Groß und Klein, 2005, Volksbühne Berlin
  • Schuld und Sühne, 2005, Volksbühne Berlin, Koproduktion mit den Wiener Festwochen
  • Im Dickicht der Städte, 2006, Volksbühne Berlin
  • Meistersinger nach Richard Wagner und Ernst Toller, 2006, Volksbühne Berlin, Koproduktion mit dem Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg, dem Théâtre National de Chaillot, Paris und Det Kongelige Teater, Kopenhagen
  • Nord, 2007, Volksbühne Berlin, Koproduktion mit den Wiener Festwochen
  • Emil und die Detektive, 2007, Volksbühne Berlin (2 Fassungen, ab 9 und ab 17 Jahren)
  • Berlin Alexanderplatz, 2007, Volksbühne Berlin
  • Jakob Lenz 2008 Wiener Festwochen, MuseumsQuartier
  • Hunde - Reichtum ist die Kotze des Glücks, 2008, Volksbühne Berlin
  • Kean ou Désordre et Genie Comédie en cinq actes par Alexandre Dumas et Die Hamletmaschine par Heiner Müller, 2008, Volksbühne Berlin
  • Amanullah Amanullah, 2009, Prater der Volksbühne (Adaption von Franz Arnolds und Ernst Bachs Hulla di Bulla)
  • Der Hofmeister, 2010, Schauspielhaus Zürich
  • Der Spieler, 2011, Volksbühne Berlin, Koproduktion mit den Wiener Festwochen

Auszeichnungen

Literatur

  • T., Hockenbrink: Karneval statt Klassenkampf. Das Politische in Frank Castorfs Theater, Marburg: Tectum Verlag 2008, ISBN 3-8288-9819-X
  • S. Wilzopolski Theater des Augenblicks: Die Theaterarbeit Frank Castorfs. Eine Dokumentation, Berlin 1992, ISBN 3-929333-12-0
  • J. Balitzki Castorf, der Eisenhändler. Theater zwischen Kartoffelsalat und Stahlgewitter, Berlin 1995, ISBN 3-86153-092-9
  • H.-D. Schütt Die Erotik des Verrats. Gespräche mit Frank Castorf, Berlin 1996, ISBN 3-320-01916-3
  • R. Detje Castorf: Provokation aus Prinzip, 2002
  • J. Wangemann Prärie. Ein Benutzerhandbuch, Berlin 2006, ISBN 3-89581-156-4.
  • Frank Castorf, Forever Young. Hg. von Carl Hegemann, Berlin, Alexander Verlag 2003.
  • Endstation. Sehnsucht. Programmheft zur Inszenierung "Endstation Sehnsucht" von Frank Castorf. Hg. von Carl Hegemann, Berlin, Alexander Verlag 2000.
  • Glück ohne Ende. Programmheft zur Inszenierung "Elementarteilchen" von Frank Castorf. Hg. von Carl Hegemann, Berlin, Alexander Verlag 2000.
  • Erniedrigung geniessen. Programmheft zur Inszenierung "Erniedrigte und Beleidigte" von Frank Castorf. Hg. von Carl Hegemann, Berlin, Alexander Verlag 2001.
  • Einbruch der Realität. Mit einem Text von Frank Castorf. Hg. von Carl Hegemann, Berlin, Alexander Verelag 2002.
  • Das Schwindelerregende. Zu Frank Castorfs Inszenierung "Kokain". Hg. von Carl Hegemann, Berlin, Alexander Verlag 2004.

Weblinks

Fußnoten

  1. Castorf macht den Jubiläumsring taz, 25. Juli 2011

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