Franz Trumler


Franz Trumler
Kaisersteinbrucher Hochaltar, 1720 ein Werk der Bruderschaft, einer davon Franz Trumler
Oberes Belvedere
Gartenpalast Harrach in der Ungargasse, Hauptportal; 1912 abgerissen

Franz Trumler (* 1687 in Kaisersteinbruch, Westungarn, heute Burgenland; † 13. Mai 1745 ebenda) war ein italienischer Steinmetzmeister und Bildhauer des Barock.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Franz, ältester Sohn des Steinmetzmeisters Martin Trumler und der Maria Elisabetha Ferrethin, seine Geschwister waren Maria Regina, Ambrosius und Maximilian. Er dingte beim derzeitigen Richter Giovanni Battista Passerini als Lehrbub auf, seine Freisprechung zum Gesellen erfolgte 1704. Es ist anzunehmen, dass Franz gehofft hatte, das Steinmetzhandwerk des Vaters zu übernehmen, dessen Ableben im Jahre 1705 änderte das alles.

Die Mutter, jetzt die Steinmetzmeisterin, hatte sich nach der Zunftordnung wieder zu verheiraten. Sie wählte den jungen Gesellen Elias Hügel, der aus Gemünden am Main im Frankenland zugewandert war und hier bei ihrem Vater, dem Hofsteinmetz Ambrosius Ferrethi und nach dessen Ableben bei ihrem Mann das Handwerk erlernt hatte. Am 14. November 1706 wurde geheiratet. Franz war nur 6 Jahre jünger als sein Stiefvater, der noch dazu ein deutscher Steinmetz war.

Er heiratete Eva Rosina N. (* 1692), gemeinsam kauften sie am 20. August 1713 den Besitz des Prager Hofsteinmetzmeisters Giovanni Pietro della Torre, der 1711 verstorben war. Er war nun Pächter eines "eigenen" Steinbruchs, das Stift Heiligenkreuz als Herrschaft gestattete kein Eigentum.

Salva Guardia-Privilegium 1743

Consilium Regni, Königlicher Beschluss von Maria Theresia am 4. Mai 1743. [1] [2] Die Steinmetzmeister hatten in einem Gesuch an die Kaiserin (Königin) - Sacracissima Regia Majestas - um die Privilegs Verlängerung gebeten.

Das vom Römischen Kaiser Karl VI. 1712 gewährte Salva Guardia-Privilegium wird den Steinmetzmeistern Elias Hügel, Joseph Winkler, Johann Baptist Regondi, Maximilian Trumler, Johann Paul Schilck und Franz Trumler erneuert und bestätigt.

Die Erben verkauften am 20. November 1746 den Besitz, einen Steinbruch samt zwei Häusern, dem jungen Steinmetzmeister Johann Gehmacher, der aus Salzburg zugewandert war.

Werke

Literatur

Hans Georg Haresleben, Heiligenkreuzer Untertan und Steinmetzmeister in Steinbruch, und Franz Trumler, Nr. 36, S 10-40, Februar 1995.
Der Gartenpalast in der Ungargassen, die Steinmetzmeister Elias Hügel und Franz Trumler aus Kaisersteinbruch, Nr. 37, S 32-39, Juni 1995
  • Helmuth Furch: Historisches Lexikon Kaisersteinbruch, 2 Bände Museums- und Kulturverein Kaisersteinbruch 2002-2004.
  • Helmuth Furch: Die Bruderschaft der Kaisersteinbrucher Steinmetzmeister, eine Aufzählung 1650-1730, 2007.

Einzelnachweise

  1. Archiv Mosonmagyarovar Nr. 36/1494
  2. Historisches Lexikon Kaisersteinbruch, Kaiserin Maria Theresia. Bd. 2, S 281. Kaisersteinbruch 2004.

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