Franz Uhle-Wettler

Franz Uhle-Wettler

Franz Uhle-Wettler (* 30. Oktober 1927 in Eisleben) ist Generalleutnant a. D. der Bundeswehr und Militärhistoriker. Er ist der ältere Bruder des Brigadegenerals a.D. Reinhard Uhle-Wettler.

Militärische Laufbahn

Franz Uhle-Wettler trat 1943 als Flakhelfer in die Wehrmacht ein, war dann vor Kriegsende zunächst noch Seekadett in der Kriegsmarine und nach Kriegsende bis 1947 in Gefangenschaft. Danach war er als Bergarbeiter tätig, bevor er in Marburg ein Studium der Neueren Geschichte und der Orientalischen Sprachen aufnahm. Zur Ergänzung seiner Studien fuhr er mit dem Fahrrad nach Indien und setzte sein Studium dort fort. Afghanistan und Teile Irans durchquerte er zu Pferd. Mit der Arbeit Staatsdenken und Englandverehrung bei den frühen Göttinger Historikern. Achenwall, von Schlözer, Freiherr von Spittler, Brandes, Rehberg, Heeren. wurde er zum Dr. phil. promoviert.

Er trat 1956 in die neu aufgestellte Bundeswehr ein, wurde zum Generalstabsoffizier ausgebildet und hatte verschiedene Verwendungen in Stäben und in der Truppe, unter anderem vom 1. April 1978 bis 25. September 1980 als Kommandeur der Panzerlehrbrigade 9 in Munster sowie vom 1. Oktober 1982 bis 11. Juli 1984 als Kommandeur der 5. Panzerdivision. Zuletzt war er Kommandeur des NATO Defence College in Rom und Generalleutnant. Nach dieser Verwendung trat er in den Ruhestand.

Seit 1996 ist er Mitglied des Kuratoriums der Carl-Schurz-Stiftung, die der Partei Die Republikaner nahesteht. Als Autor militärhistorischer Bücher, zum Teil unter dem Pseudonym Ulrich Werner, und als Referent verbreitete er geschichtsrevisionitische Thesen. Dabei engagierte er sich für die Verteidigung des SS-Hauptsturmführers Erich Priebke, der 1994 in einem argentinischen Kurort aufgespürt wurde. Er veröffentlichte in rechtskonservativen Zeitschriften wie der Jungen Freiheit, Aula, Europa Vorn, Criticón und das Ostpreußenblatt.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Als Ulrich Werner:

  • Der sowjetische Marxismus. 2. erweiterte Auflage. Fundus Verlag, Darmstadt 1964.

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