Freyburg (Unstrut)


Freyburg (Unstrut)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Freyburg (Unstrut)
Freyburg (Unstrut)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Freyburg (Unstrut) hervorgehoben
51.21277777777811.769722222222110
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Burgenlandkreis
Verbandsgemeinde: Unstruttal
Höhe: 110 m ü. NN
Fläche: 46,54 km²
Einwohner:

4.940 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 06632, 06636, 06618
Vorwahlen: 034464, 034462
Kfz-Kennzeichen: BLK
Gemeindeschlüssel: 15 0 84 135
Stadtgliederung: Stadt und 7 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
06632, 06636, 06618 Freyburg (Unstrut)
Webpräsenz: www.freyburg-info.de
Bürgermeister: Udo Mänicke (parteilos)
Lage der Stadt Freyburg (Unstrut) im Burgenlandkreis
Sachsen Thüringen Saalekreis An der Poststraße Meineweh Bad Bibra Balgstädt Droyßig Eckartsberga Elsteraue Elsteraue Freyburg (Unstrut) Finne (Gemeinde) Finne (Gemeinde) Finneland Gleina Goseck Gutenborn Hohenmölsen Kaiserpfalz (Gemeinde) Kaiserpfalz (Gemeinde) Karsdorf Kretzschau Lanitz-Hassel-Tal Laucha an der Unstrut Lützen Mertendorf (bei Naumburg) Molauer Land Naumburg (Saale) Nebra (Unstrut) Osterfeld (bei Naumburg) Schnaudertal Schönburg (Saale) Stößen Teuchern Weißenfels Wethau Wetterzeube ZeitzKarte
Über dieses Bild
Marienkirche Freyburg
Marienkirche
Rathaus Freyburg

Freyburg (Unstrut) ist eine Stadt an der Unstrut im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt und Zentrum des Weinanbaugebietes Saale-Unstrut. Aus Freyburg stammt der bekannte Rotkäppchen-Sekt. Die Stadt gehört der Verbandsgemeinde Unstruttal an.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Freyburg liegt an einer Biegung der Unstrut, die an dieser Stelle ein tief eingeschnittenes Tal bildet. Da die Unstrut im Wesentlichen von West nach Ost verläuft, bieten sich durch die dadurch entstehenden geschützten Südhänge in Verbindung mit den kalkhaltigen Böden ideale Weinanbaubedingungen.

Stadtgliederung

Zur Stadt Freyburg gehören die Ortsteile Dobichau, Nißmitz, Pödelist, Schleberoda, Weischütz, Zeuchfeld und Zscheiplitz.

Geschichte

Die Geschichte Freyburgs beginnt mit der um 1090 auf einem Berg östlich der heutigen Stadt erbauten Neuenburg, einer weiträumigen romanischen Anlage mit Burgfried. Der Ort Freyburg wurde 1203 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1261 Stadtrecht. Freyburg hat eine mehr als 1000-jährige Geschichte des Weinbaus, ist seit 1999 Staatlich anerkannter Erholungsort und darf sich zudem Jahn- und Weinstadt nennen, da Friedrich Ludwig Jahn, der Turnvater Jahn, in Freyburg gestorben ist.

Ab 1993 war Freyburg Zentrum der Verwaltungsgemeinschaft Freyburger Land, die 2005 in die Verwaltungsgemeinschaft Unstruttal, die wiederum ihren Sitz in Freyburg hat, aufgegangen ist.

Am 1. Juli 2009 wurden die vormals eigenständigen Gemeinden Pödelist, Schleberoda, Weischütz und Zeuchfeld nach Freyburg eingemeindet.[2]

Politik

Wappen

Blasonierung: „In Blau eine zweitürmige silberne Burg mit goldenen Dächern; im Mittelteil eine offene Rundbogentoröffnung; die spitzbedachten und golden beknauften Türme mit je einem Sims im unteren und oberen Teil, über dem unteren Sims eine zickzackförmige Profilierung, über dem oberen Sims golden beknaufte Giebel.“[3]

Bis 1994 waren die Dächer im Wappen noch rot.

Flagge

Die Flagge der Stadt Freyburg (Unstrut) ist blau/weiß gestreift mit dem aufgelegten Wappen der Stadt. Die Farben der Stadt – abgeleitet vom Wappen – sind blau und weiß.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

historisches Hauptgebäude der Rotkäppchen-Sektkellerei
Weinbau dominiert Wirtschaft und Ortsbild in Freyburg

Die Wirtschaft der Stadt wird seit 1856 durch die Sektherstellung geprägt. Heute hat die Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH ihren Hauptsitz in Freyburg und ist mit jährlich über 100 Millionen verkaufter Flaschen (davon 65 Millionen Flaschen Rotkäppchen) Marktführer beim Sektverkauf in Deutschland. Zwar beschäftigt Rotkäppchen in Freyburg nur etwa 100 Mitarbeiter, ist aber durch die Bekanntheit der Marke eine große Touristenattraktion. Die früheren Produktionsanlagen, zu denen auch mit 120.000 Liter Fassungsvermögen eines der größten Eichenfässer der Welt gehört, werden bei Führungen gezeigt und sowohl der überdachte Lichthof der alten Produktionsstätten wie auch der Kabarettkeller stellen das kulturelle Zentrum Freyburgs dar. Seit 2008 ist Freyburg (Unstrut) der Sitz der Friedrich Ludwig Jahn-Gesellschaft, die auch das Friedrich-Ludwig-Jahn-Museum betreibt.

Verkehr

Freyburg liegt an der Bundesstraße 180 sowie an der Bundesstraße 176. Die nächstgelegenen Autobahnausfahrten ist Merseburg Süd an der A 38 in 19 km Entfernung und Naumburg an der A 9 in 22 km Entfernung.

Der Bahnhof Freyburg liegt an der Unstrutbahn, die von der Burgenlandbahn betrieben wird. Direktzüge verkehren derzeit nach Nebra und Naumburg bzw. Zeitz.

Durch die Stadt führt die Straße der Romanik, der 176 Kilometer lange Unstrutradwanderweg sowie der Ökumenische Pilgerweg von Görlitz nach Vacha.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Literatur

  • Gottlob Traugott Gabler: Freyburg, Stadt und Schloss, nebst ihren Umgebungen. Band 1, verlegt von Heinrich August Schmid, Querfurt, 1836/1838
  • Gottlob Traugott Gabler: Freyburg, Kirche, Schule und fromme Stiftungen. Band 2, verlegt von Heinrich August Schmid, Querfurt, 1840
  • Hermann Grössler: Führer durch das Unstruttal von Artern bis Naumburg für Vergangenheit und Gegenwart. Freyburg 1904, neue Auflage Dingsda-Verlag, Querfurt 1995, ISBN 3-928498-04-5

Weblinks

 Commons: Freyburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt – Bevölkerung der Gemeinden nach Landkreisen; Stand: 31. Dez. 2010 (PDF; 231 KB) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste
  3. Hauptsatzung §2 in der Fassung vom 24. April 2007

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