Frostig


Frostig

Marianne Frostig (* 31. März 1906 in Wien; † 21. Juni 1985 in Fulda) arbeitete als Sozialarbeiterin, Lehrerin und Psychologin.

Bekannt wurde sie durch ihre ganzheitliche, kindorientierte, pädagogisch-therapeutische Förderung vor allem teilleistungsgestörter, lerngestörter, emotional und sozial benachteiligter Kinder. Marianne Frostig verknüpfte in ihrer Arbeit Elemente der Pädagogik, Psychologie, Neurologie, Neuropsychologie und Soziologie. Sie war Gründerin und Direktorin des Marianne-Frostig-Zentrums für Heilpädagogik in Los Angeles (Marianne Frostig Center of Educational Therapy). Das heutige Frostig-Center befindet sich in Pasadena, Kalifornien.

In ihrem Ansatz legte sie großes Gewicht auf:

  • diagnostische Beobachtung und Beurteilung der Stärken und Schwierigkeiten eines Kindes
  • Individualisierung
  • Motivation
  • vielfältige Methodik
  • systematisches Vorgehen

Bekannt wurde der nach ihr benannte „Frostigs Entwicklungstest der visuellen Wahrnehmung“ (FEW). Damit wurde eine diagnostische Differenzierung visueller Wahrnehmung möglich (visuo-motorische Koordination, Figur-Grund-Wahrnehmung, Wahrnehmungskonstanz, Wahrnehmung der Raumlage und räumlicher Beziehungen). Neben vielen anderen Publikationen hat sie die "Bewegungserziehung. Neue Wege der Heilpädagogik" entwickelt und veröffentlicht.

Frostigs „Educational Therapy“ wird in Deutschland von der Internationalen Frostig-Gesellschaft weiterentwickelt.

Literatur

  • Marianne Frostig: Bewegungserziehung. Neue Wege der Heilpädagogik. 6. Aufl. 1999 Reinhardt, München

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