Frühlingsspark

Frühlingsspark
Frühlings-Spark
Blüte des Frühlings-Sparks (Spergula morisonii)

Blüte des Frühlings-Sparks (Spergula morisonii)

Systematik
Unterklasse: Nelkenähnliche (Caryophyllidae)
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Unterfamilie: Paronychioideae
Gattung: Spark (Spergula)
Art: Frühlings-Spark
Wissenschaftlicher Name
Spergula morisonii
Boreau
Spergula morisonii: Habitus.

Der Frühlings-Spark (Spergula morisonii), auch Frühlings-Spörgel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Sein wissenschaftlicher Name ehrt den schottischen Botaniker Robert Morison (1620-1683).

Inhaltsverzeichnis

Erscheinungsbild

Die einjährige krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von etwa 3 bis 50 cm. Die ganze Pflanze ist ziemlich kahl. Die Laubblätter sind linealisch-pfriemlich, gegenständig und durch Kurztriebe scheinquirlig gebüschelt wirkend. Unterseits besitzen sie keine Längsfurche.

Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind fünfzählig. Die Kronblätter sind weiß, eirund, stumpflich abgerundet und decken sich gegenseitig bzw. berühren einander. Sie sind meist kürzer als die Kelchblätter. Die Blüte enthält zehn, seltener auch sechs bis acht Staubblätter. Er blüht von April bis Juni.

Die Samen sind flach zusammengedrückt, etwa 0,4 mm breit, am Rande feinpunktiert und besitzen einen breiten, strahlig-gerieften Flügelrand. Dieser ist etwa halb so breit wie das Mittelfeld.

Ökologie

Der Frühlings-Spark ist ein sommer- und winterannueller Therophyt. Die Blüten bestäuben sich meist selbst. Die Samen besitzen einen breiten Hautrand und werden durch den Wind verbreitet.

Verbreitung

Standortansprüche

Der Frühlings-Spark wächst in offenen Sandrasen, auf Flugsanddünen, Brachen und an Wegen. Er bevorzugt sommertrockene, nährstoff- und basenarme, saure, humus- und feinerdearme, lockere Sandböden. Er ist ein Flachwurzler.

Allgemeine Verbreitung

Spergula morisonii kommt von Nordspanien, Nordportugal und Norditalien bis Mitteleuropa und Südskandinavien vor. Nach Osten reicht er bis nach Russland. Man findet ihn auch in Nordafrika. In Österreich kommt der Frühlings-Spark sehr selten vor und ist vom Aussterben bedroht; in der Schweiz fehlt er ganz.

Verbreitung in Deutschland

Der Frühlings-Spark ist in den Sand- und Heidegebieten Norddeutschlands recht verbreitet und meist häufig. Nach Osten und Süden ist er nur noch zerstreut und vereinzelt zu finden und er fehlt vielerorts ganz.

Sonstiges

Der ähnliche Fünfmännige-Spark (Spergula pentandra) besitzt nur fünf Staubblätter und hat zugespitzte Kronblätter.

Literatur

  • Haeupler/Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands, Ulmer Verlag, Stuttgart, 2000, ISBN 3-8001-3364-4
  • Adler, Oswald, Fischer: Exkursionsflora von Österreich. Ulmer Verlag, Stuttgart und Wien, 1994, ISBN 3-8001-3461-6
  • Binz, Heitz: Schul- und Exkursionsflora für die Schweiz, Schwabe & Co. AG, Basel, 1986, ISBN 3-7965-0832-4
  • Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora, Ulmer Verlag, Stuttgart, 1990, ISBN 3-8001-3454-3
  • Garcke: Illustrierte Flora, 1972, Verlag Paul Parey, ISBN 3-489-68034-0

Weblinks


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