G.O.N.D.


G.O.N.D.

Die G.O.N.D. (Abkürzung für Größte Onkelz Nacht Deutschlands) ist ein Musikfestival, welches im Juni 2006 das erste mal stattfand und seit 2009 in Rieden-Kreuth (Bayern) stattfindet und die weltweit größte Tribute-Veranstaltung zu Ehren der Rockband Böhse Onkelz. Neben Coverbands der Onkelz spielen auf dem Festival hauptsächlich Deutschrock- und Punk-Bands.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ende des Jahres 2005 hatten die Veranstalter und Erfinder der G.O.N.D. die Idee, eine kleinere regionale Party zu veranstalten, deren Hintergrund war, zum einen gemeinsam mit vielen anderen Fans die Band Böhse Onkelz, die sich im gleichen Jahr aufgelöst hatten, zu feiern, jedoch auch gemeinsam wegen der Auflösung zu trauern.

Es wurde eine kleinere Halle im Ort Bad Rappenau, mit einem Fassungsvermögen von 2500 Besuchern, angemietet. Da man sich von Seiten der Veranstalter nicht im klaren war, welche Ausmaße diese damals noch junge Idee annehmen würde, ging man zu diesem Zeitpunkt noch davon aus, dass diese Hallenkapazität mit Sicherheit ausreichen würde.

Der damalige Name, den die Veranstaltung tragen sollte „Die gröhste onkelz Nacht Deutschlands“ und das Design der Printwerbung, war mehr in Anlehnung an den Bandnamen gedacht, als der Hintergedanke, dass sich daraus vielleicht eine Veranstaltung entwickelt, die tatsächlich bundesweit angenommen wird. Was zu diesem Zeitpunkt keiner wissen konnte - und mit dem auch von Veranstalterseite her nicht im Entferntesten gerechnet wurde - war die extreme Resonanz, auf die diese Idee stieß. Innerhalb von vier Wochen war die Halle ausverkauft und es waren noch über sechs Monate bis zur eigentlichen Veranstaltung. Somit war klar, dass man sich kurzfristig nach einer anderen, größeren Location umschauen musste. Schließlich hatte man die Befürchtung, dass evtl. viele tausend weitere Fans zum Schluss im Mai 2006 vor den Toren der Halle stehen würden und es evtl. sogar bis hin zu Unruhen im Ort Bad Rappenau führen könnte. Man musste letztendlich mit enttäuschten Fans rechnen, die keine Karte mehr für die Veranstaltung bekommen konnten und denen der Eintritt an der Abendkasse wegen Überfüllung untersagt werden musste. Der große Elzpark in Mosbach war dann nach langer Suche der Veranstaltungsort der ersten G.O.N.D.

Aus markenrechtlichen Gründen findet die Veranstaltung seit 2007 unter dem Namen G.O.N.D. statt.

Die erste G.O.N.D.

Luftbild der G.O.N.D. 2006

9. – 11. Juni 2006: Im großen Elzpark in Mosbach fanden sich am Haupttag Fans zusammen, die aus ganz Deutschland angereist waren. Hier wurde letztendlich, entgegen der ursprünglichen Planung, Open-Air gefeiert. Bereits am Tag zuvor reisten die ersten Fans an, die im Ort Adelsheim neben der Rock-Discothek „Live Factory“ zelteten.

Die zweite G.O.N.D.

Luftbild der G.O.N.D. 2007

6. – 8. Juli 2007: In Langenbrettach-Neudeck auf der Anlage des Küffner-Hofs wurde eine Örtlichkeit gefunden, die das Zelten in unmittelbarer Nähe zum Konzertgelände gewährleisten sollte.

Das Gelände hat sich für die letztendliche Besucherzahl als zu klein herausgestellt. Extreme Witterungsbedingungen führten teilweise zu chaotischen Bedingungen beim Ein- und Ausfahren der Besucher auf das Gelände. Auch der eigentliche Aufbau der Veranstaltung musste bei abnormalen Witterungsbedingungen wie stundenlangem Platzregen erfolgen.

Die dritte G.O.N.D.

Luftbild der G.O.N.D. 2008

26. – 29. Juni 2008: Auf dem Gelände des Autohof Strohofer in Geiselwind war man sich von Seitens der Veranstalter sicher, nun im dritten Jahr eine Fläche gefunden zu haben, die wirklich allen Besuchern genügend Platz bietet.

Das Gelände wurde sowohl seiner Zeltplatzflächen als auch seiner Parkplatzflächen etwas unterschätzt. So mussten die im Sicherheitskonzept berücksichtigten Notfallflächen ebenfalls genutzt werden.

Die vierte G.O.N.D.

Luftbild der G.O.N.D. 2009

2. – 5. Juli 2009: Das Gelände des Gut Matheshof in Rieden-Kreuth bot den knapp 18.000 Besuchern genügend Platz, zudem gab es zwei Hallen auf dem Gelände. Die Open-Air-Konzerte dauerten erstmals drei Tage, danach gab es jeweils eine Aftershow-Party in der kleineren "Festhalle Rieden".

Am Freitagabend musste auf Anordnung der Polizei das komplette Konzertgelände geräumt werden, da es eine Unwetterwarnung gab. Die Besucher wurden in beide Festhallen evakuiert.

Die fünfte G.O.N.D.

Die Jubiläums-G.O.N.D. 2010 fand vom 14. bis 18. Juli und zum zweiten Mal in Rieden-Kreuth statt. Der Veranstalter gab die Besucherzahlen mit "über 20.000" an, was auch der Grund dafür war, dass die Hauptbühne 2010 nicht mehr wie im vergangenen Jahr im Reitstadion stehen konnte.

Die sechste G.O.N.D.

Die 6. G.O.N.D. 2011 fand vom 14. bis 17. Juli zum dritten Mal in Rieden-Kreuth statt. Die Veranstalter "Timo und Kiedi" gaben bekannt, dass alle 20.000 Eintrittskarten, die im Internet für 35€ verkauft wurden, wesentlich früher ausverkauft waren, als im letzten Jahr.

Die Idee hinter der G.O.N.D.

Die G.O.N.D. ist zu keiner Zeit eine Veranstaltung gewesen, bei der es geplant war, diese im großen Stil einer breiten Masse anzubieten. Die Idee der ersten Stunde war, dem Besucher für so wenig Eintrittsgeld wie irgendwie möglich das maximale an Bands und Sicherheit zu bieten. Drei bis vier Tage lang kann man hier als Besucher auf einem Open-Air-Rockkonzert feiern, das im Vergleich zu seiner Dauer und der Anzahl der auftretenden Bands verhältnismäßig kostengünstig ist. Außerdem gibt die G.O.N.D. immer wieder neuen deutschsprachigen Rock-Bands die Möglichkeit, vor größerem Publikum zu spielen.

Allgemeines zur Veranstaltung

Es ist nicht das Bestreben der G.O.N.D.-Veranstalter, jedes Jahr einen neuen Ort zu suchen. Vielmehr hat es sich im Wesentlichen aus dem Gesamtzusammenhang heraus, dass es immer mehr G.O.N.D.-Fans werden, ergeben, dass immer größere Plätze benötigt werden. 2009, im vierten Jahr der G.O.N.D., wurde vom 2. bis 5. Juli im bayerischen Rieden-Kreuth auf dem Gelände des Gut Matheshof gefeiert. Laut Aussagen des Veranstalters scheint die G.O.N.D. nun hier ihre Heimat gefunden zu haben. 2010 und 2011 fand die Veranstaltung wieder in Rieden-Kreuth statt.

Weblinks


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