GEDA (Software)

GEDA (Software)
gEDA
gschem und pcb

GPL'd suite of Electronic Design Automation
Basisdaten
Aktuelle Version: 1.4.2
(2008-12-20)
Betriebssystem: diverse
Kategorie: EDA, ECAD
Lizenz: GPL
Deutschsprachig: nein
www.geda.seul.org

Das gEDA-Projekt (GPL Electronic Design Automation) stellt eine Sammlung (Suite) freier und quelloffener Software (GNU General Public License) für die Entwicklung von elektronischen Schaltungen bereit. Mit den aufeinander abgestimmten Programmen können u. a. Schaltpläne entworfen, Schaltungen simuliert und Platinen-Layouts (Leiterbahnen-Struktur auf Leiterplatten) erstellt werden. Die Funktionalität von gEDA ist mit den proprietären Programmen „TARGET 3001!“ oder „Eagle“ vergleichbar. Die Programme selbst und deren Dokumentation sind derzeit nur in englischer Sprache verfügbar.

Inhaltsverzeichnis

Betriebssysteme

Obwohl die Entwicklung der Software vorwiegend unter GNU/Linux erfolgt, streben die Autoren Kompatibilität mit anderen UNIX-Varianten an. In vielen Linux-Distributionen ist die gEDA-Suite bereits enthalten, für Linux auf (32-Bit) x86-Systemen wird alternativ eine spezielle ISO-Installations-CD bereitgestellt. (Prinzipiell lässt sich die gEDA-Suite auch unter Windows kompilieren – fertige Binärpakete oder Installationsprogramme (Installer) werden derzeit jedoch nur von wenigen Programmen der Suite unterstützt.)

gEDA ist u. a. für folgende Betriebssysteme verfügbar:

Übersicht

Das gEDA-Projekt wurde 1998 von Ales Hvezda gegründet. Heute steht die Bezeichnung gEDA als Oberbegriff für eine Sammlung von freien, quelloffenen Programmen (GPL), die für die Entwicklung elektronischer Schaltungen eingesetzt werden können. Entwickelt werden die einzelnen Komponenten von verschiedenen Programmierern, die vorwiegend über Mailinglisten miteinander kommunizieren. Für den Datenaustausch zwischen den einzelnen Programmen werden offene, gut dokumentierte Dateiformate in Form von lesbaren (ASCII)-Textdateien verwendet. Dies stellt die problemlose Zusammenarbeit der Programme sicher und ermöglicht es, ein Programm durch ein anderes zu ergänzen oder zu ersetzen. (Außerdem können diese Textdateien bei Bedarf auch mit einem beliebigen Texteditor bearbeitet werden.) Da die Entwicklung der Programme in der Anfangsphase weitgehend unabhängig voneinander durchgeführt wurde, gibt es noch keine vollständig einheitliche Benutzeroberfläche.

Der Kern der gEDA-Werkzeuge bestand ursprünglich aus diesen Programmen:

  • gschem – Schaltplaneditor
  • gnetlist – Netzlisten-Generator
  • gsymcheck – Syntax-Überprüfung für Schaltplan-Symbole
  • gattrib – Editor für textuelle Attribute der Symbole in Schaltplänen
  • libgeda – Gemeinsame Funktions-Bibliothek für gschem, gnetlist und gsymcheck
  • gsch2pcb – Generiert aus der Schaltplan-Datei die Daten für das Platinenlayoutprogramm
  • andere kleine Anwendungen

Diese Programme benutzen ein gemeinsames Dateiformat (.sch), teilen eine gemeinsame Funktions-Bibliothek (libgeda) und werden als gEDA/gaf bezeichnet. Dabei steht gaf für „gschem and friends“.

Ebenso bedeutend sind folgende Programme, die prinzipiell selbstständig, aber wichtiger Teil des gEDA-Projektes sind:

  • ngspiceSPICE Simulation
  • Gnucap – Simulation analoger Schaltungen
  • GSpiceUI – Grafische Benutzeroberfläche für ngspice und gnucap
  • PCB – Platinenlayout-Editor
  • gerbv – Anzeigeprogramm für Gerber-Dateien
  • Icarus VerilogVerilog Compiler und Simulationsprogramm
  • VBS – Verilog Behavioral Simulator
  • GTKWave – Anzeigeprogramm für digitale Signalformen
  • gwave – Anzeigeprogramm für analoge Signalformen
  • wcalc – Transmission line and electromagnetic structure analysis

Weiter existieren noch viele kleinere Anwendungen, etwa die Scripte tragesym (Python) oder djboxsym (Perl), mit deren Hilfe man sehr einfach neue Schaltplansymbole erzeugen kann.

Siehe auch

Weblinks


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