Galenbeck


Galenbeck
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Galenbeck führt kein Wappen
Galenbeck
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Galenbeck hervorgehoben
53.63333333333313.66666666666715
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Friedland
Höhe: 15 m ü. NN
Fläche: 93,56 km²
Einwohner:

1.243 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 13 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17099
Vorwahl: 039607
Kfz-Kennzeichen: MST
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 037
Adresse der Amtsverwaltung: Carl-Leuschner-Straße 1
17098 Friedland
Webpräsenz: www.friedland-mecklenburg.de
Bürgermeister: Peter Koßmehl
Lage der Gemeinde Galenbeck im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Brandenburg Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Ludwigslust-Parchim Beggerow Borrentin Hohenbollentin Hohenmocker Kentzlin Kletzin Lindenberg (Vorpommern) Meesiger Nossendorf Sarow Schönfeld (bei Demmin) Siedenbrünzow Sommersdorf (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Utzedel Verchen Warrenzin Datzetal Eichhorst (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Galenbeck Genzkow Glienke Basedow (Mecklenburg) Basedow (Mecklenburg) Duckow Faulenrost Gielow Kummerow (am See) Malchin Neukalen Alt Schwerin Fünfseen Göhren-Lebbin Malchow (Mecklenburg) Nossentiner Hütte Penkow Silz (Mecklenburg) Walow Zislow Mirow Priepert Roggentin (bei Neustrelitz) Wesenberg (Mecklenburg) Wustrow (Mecklenburgische Seenplatte) Blankensee (Mecklenburg) Blumenholz Carpin Godendorf Grünow (Mecklenburg) Hohenzieritz Klein Vielen Kratzeburg Möllenbeck (bei Neustrelitz) Userin Wokuhl-Dabelow Beseritz Blankenhof Brunn (Mecklenburg) Neddemin Neuenkirchen (bei Neubrandenburg) Neverin Sponholz Staven Trollenhagen Woggersin Wulkenzin Zirzow Ankershagen Krukow (Amt Penzliner Land) Lapitz Mallin Möllenhagen Penzlin Puchow Altenhof (Mecklenburg) Bollewick Buchholz (bei Röbel) Bütow Fincken Gotthun Grabow-Below Groß Kelle Kieve Lärz Leizen Ludorf Massow Melz Priborn Rechlin Röbel/Müritz Schwarz (Mecklenburg) Sietow Stuer Vipperow Wredenhagen Zepkow Grabowhöfe Groß Dratow Groß Gievitz Groß Plasten Hinrichshagen (Mecklenburg) Hohen Wangelin Jabel Kargow Klink Klocksin Lansen-Schönau Moltzow Neu Gaarz Schloen Schwinkendorf Torgelow am See Varchentin Vielist Vollrathsruhe Burg Stargard Cammin (bei Neubrandenburg) Cölpin Groß Nemerow Holldorf Lindetal Pragsdorf Bredenfelde Briggow Grammentin Gülzow (bei Stavenhagen) Ivenack Jürgenstorf Kittendorf Knorrendorf Mölln (Mecklenburg) Ritzerow Rosenow Stavenhagen Zettemin Altenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Altentreptow Bartow (Vorpommern) Breesen Breest Burow Gnevkow Golchen Grapzow Grischow Groß Teetzleben Gültz Kriesow Pripsleben Röckwitz Siedenbollentin Tützpatz Werder (bei Altentreptow) Wildberg (Vorpommern) Wolde Groß Miltzow Helpt Kublank Mildenitz Neetzka Petersdorf (bei Woldegk) Schönbeck Schönhausen (Mecklenburg) Voigtsdorf Voigtsdorf Woldegk Dargun Demmin Feldberger Seenlandschaft Neubrandenburg Neustrelitz Waren (Müritz)Karte
Über dieses Bild

Galenbeck ist die östlichste Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Sie wird vom Amt Friedland, angesiedelt in der Stadtverwaltung Friedland, verwaltet.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Galenbecker See

Das Gemeindegebiet Galenbecks, das im „Dreiländereck“ Mecklenburg - Vorpommern - Uckermark liegt, ist sehr vielgestaltig. Der nordöstliche Teil am Galenbecker See und an der Friedländer Großen Wiese ist ein ehemaliges Moorgebiet und liegt nur 6 m ü. NN. Südlich des Galenbecker Sees, der ebenso wie der umliegende Uferbereich vollständig unter Naturschutz steht, erhebt sich der Endmoränenbogen der bewaldeten Brohmer Berge bis zu 153 m ü. NN - ein im norddeutschen Gebiet seltener Höhenunterschied auf wenigen Kilometern.

Gemeindegliederung

Die nach der Fläche sehr große Gemeinde wurde am 1. Januar 2003 aus den vormals selbständigen Gemeinden

  • Kotelow,
  • Schwichtenberg und
  • Wittenborn

gebildet.[2] Neben diesen ehemaligen Gemeinden gehören zu Galenbeck folgende Ortsteile:

  • Friedrichshof
  • Galenbeck
  • Klockow
  • Lübbersdorf
  • Rohrkrug
  • Sandhagen

Geschichte

Torhaus des Gutes Kotelow
Kirche in Schwichtenberg
Kirche in Wittenborn
Burgturmruine in Galenbeck
Tanzlinde in Galenbeck
Kirche in Klockow
Kirche in Lübbersdorf
Kirche in Sandhagen

Im August 1760 geriet Gebhard Leberecht von Blücher nach einem Gefecht mit preußischen Husaren in Gefangenschaft. Im Galenbecker Gutshaus wurde er gefangengehalten und unterschrieb dort seine Übertrittsurkunde zur Preußischen Armee.

Kotelow

Als Coytlowe taucht der als Angerdorf angelegte Ort 1382 erstmals urkundlich auf - die frühgotische Dorfkirche existierte zu diesem Zeitpunkt bereits. In Kotelow befindet sich das Jagdschloss Kotelow. Das Jagdschloss Kotelow ist ein 1733 erbautes barockes Herrenhaus. Es wurde bis 2008 saniert und wird seitdem als Hotel genutzt. Im Jagdschloss Kotelow befindet sich ein Standesamt. Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern fanden erstmals 2009 im Jagdschloss Kotelow einen Veranstaltungsort [3].

Schwichtenberg

Das ursprüngliche Rittergut zwischen Putzarer, Galenbecker und Lübkowsee kam in der Zeit der Kreuzzüge an die Friedländer Marienkirche, später an die Stadt Friedland. Nach einem Brand, der den Ort völlig zerstörte, wurde Schwichtenberg Ende des 18. Jahrhunderts wieder als planmäßiges Angerdorf errichtet. Von hier aus begannen 1937 erste Arbeiten zur Trockenlegung der Friedländer Großen Wiese durch den Reichsarbeitsdienst. Vollendet wurden die Arbeiten 1962 im Rahmen eines so genannten Zentralen Jugendobjektes der FDJ. Im Jahre 1999 wurde in Schwichtenberg eine kleine Teilstrecke der mecklenburg-pommerschen Schmalspurbahn als Museumsbahnbetrieb wiedereröffnet.
Im Ort leben derzeit zirka 350 Einwohner.

Wittenborn

Erstmalig wurde der Ort 1337 erwähnt, die Dorfkirche stammt aus dem frühen 15. Jahrhundert.

Galenbeck

Bereits 1277 erstmals in einer Urkunde erwähnt, entstand der Ort um die sich hier befindliche Burg der Familie von Rieben. Auf den Resten der zerstörten Burg errichtete die Familie 1712 das Gutshaus. Die Dorfkirche entstand am Ende des 14. Jahrhunderts.

Friedrichshof

Der Ortsteil besteht aus einer Hauptstraße und einigen Einfamilienhäusern und der ehemaligen Gutsanlage nordöstlich des Brohmer Stausees.

Klockow

Ersterwähnung 1288. Das Gut Klockow gehörte seit dem 17. Jahrhundert der Familie von Oertzen. August von Oertzen (1777-1837) war Staatsminister von Mecklenburg-Strelitz. 1838 wurde das Gut von der Familie von Bülow gekauft. Nach dem Tod ihrer Eltern beauftragten die Brüder Carl und Louis von Bülow den Architekten Friedrich Wilhelm Buttel damit, ein neues Herrenhaus zu errichten. Dieses wurde im Stil der Neugotik um 1853 gebaut. Prägend ist der dreigeschossige Mittelrisalit zur Hoffront. Später diente das Herrenhaus zeitweilig auch als Pfarrhaus.

Rohrkrug

Im frühen 20. Jahrhundert aus einer Poststation an der Straße von Friedland nach Strasburg (Uckermark) entstanden.

Sandhagen

Die ursprüngliche Dorfanlage befand sich im 13. Jahrhundert nahe dem Putzarer See, im 18. Jahrhundert weiter südlich als Willershagen, heute schließlich an der Landstraße von Friedland nach Ferdinandshof. Es erinnert nur noch der Flurname Olle Dörpstell an die frühere Ortslage.

Sehenswürdigkeiten

  • Die im 13. Jahrhundert errichtete Burg im heutigen Ortsteil Galenbeck in den Brohmer Bergen wurde im Namen der brandenburgischen Markgrafen an der pommerschen Grenze errichtet. Die Burg und das Stargarder Land gehörte ab 1304 zu Mecklenburg. In der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Burg zerstört. Der Burgturm, der wegen des sumpfigen Untergrundes stark geneigt ist, hat als Ruine die Jahrhunderte überdauert. Daneben findet man noch Reste von Fundamentmauern und Wallanlagen.
  • Tanzlinde in Galenbeck
  • Torhaus im Ortsteil Kotelow aus dem 18. Jahrhundert
  • Kotelower Gutshaus mit Park aus dem Jahr 1773
  • Herrenhaus Klockow von Friedrich Wilhelm Buttel, 1853
  • Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof für im April 1945 umgekommene deutsche und lettische Soldaten
  • Grab eines umgekommenen Polen, dessen Todesursache unbekannt ist
  • Museumsdorf Schwichtenberg mit Findlingsgarten, Museum (Ausstellung "Von Huus un Acker") und Schmalspurbahn
  • Burgwall Wittenborn

Verkehrsanbindung

Galenbeck mit seinen Ortsteilen liegt etwas abseits der Fernstraßen und Bahnlinien. Die nächsten Bahnhöfe findet man in Strasburg (Uckermark) und Ferdinandshof im benachbarten Landkreis Vorpommern-Greifswald. 10 km südlich von Galenbeck besteht Anschluss an die Bundesautobahn 20 (Anschlussstelle Strasburg). Von Friedland aus verkehrt die Buslinie 501 der Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Strelitz (VMS) nach Galenbeck.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter

Kotelow

Lübbersdorf

  • Wilhelm Thedwig von Oertzen (1921-2011), Agrarjournalist, Historiker, Schriftführer des Familienverbands und Redakteur der "Oertzen-Blätter"

Schwichtenberg

  • Ruth Siedel (1906-1995), Schriftstellerin, Bundesverdienstkreuz

Literatur

Einzelnachweise

  1. Mecklenburg-Vorpommern Statistisches Amt – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2010 (PDF; 522 KB) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  3. http://www.festspiele-mv.de/index.php?id=196&menue=spielorte

Weblinks

 Commons: Galenbeck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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